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Sicherheitsbericht der Polizei Miesbach 

Mehr Drogen, weniger Gewalt

Miesbach – Beim Sicherheitsgespräch zwischen der Polizei Miesbach und den Bürgermeistern des Schlierach-/Leitzachtals haben die Sicherheitskräfte Zahlen für den Inspektionsbereich Miesbach vorgelegt. Manche vermeintliche Trends des Vorjahres haben sich relativiert. Ausnahmen bilden hier die Sexualstraftaten und die Wohnungseinbrüche. Deren Zahlen sind weiterhin am Steigen.

Insgesamt 1476 Straftaten sind der Polizei im Zuständigkeitsbereich der Inspektion Miesbach für das Jahr 2015 bekannt, 32 mehr als im Vorjahr, aber immer noch deutlich weniger als 2013. Schwere Straftaten machen davon nur einen geringen Teil aus, in manchem Bereich nimmt die Kriminalität aber erheblich zu. Etwa bei den Sexualdelikten. Von 14 im Jahr 2013 ist deren Zahl im Jahr darauf auf 20 und nun auf 22 gestiegen. Wohlgemerkt: Es handelt sich stets um der Polizei gemeldete Delikte. In den verschiedenen Straftats-Bereichen ist die Dunkelziffer unterschiedlich hoch, was unter anderem an der Meldebereitschaft der Menschen liegt.

Bei Wohnungseinbrüchen dürfte diese Bereitschaft sehr hoch sein, und entsprechend alarmierend ist der Trend. Von sieben über elf auf inzwischen 14 Fälle sind die Einbruchdiebstähle in Privathäuser binnen drei Jahren gestiegen. Immerhin: Die Zahl der Einbrüche in Büros oder Firmen ist wieder gesunken. Von zehn auf fünf, den gleichen Wert wir im Jahr 2013.

Was die Zahl der Wohnungseinbrüche betrifft, ermutigt die Polizei die Bevölkerung, bei verdächtigen Beobachtungen nicht zu zögern und die Notfallnummer 110 zu wählen. Speziell bei der Bekämpfung der Einbruchskriminalität sind die Beamten auf die Mithilfe der Menschen angewiesen. Bei Betrug, speziell im Internet, funktioniert das natürlich nicht. In diesem Deliktbereich stiegen die Zahlen insgesamt um 2,7 Prozent auf 300, deutlicher ging’s bei Computerbetrug hinauf.

Gesunken ist derweil abermals die Zahl der Rohheitsdelikte, zum Beispiel Raub. Waren es 2014 noch 215, so fiel die Zahl im Jahr darauf auf 209. Der Trend setzt sich damit fort. Gleiches gilt in noch höherem Maße für Sachbeschädigungen und Vandalismus. Schon zuvor war die Zahl der registrierten Fälle um 30 Prozent gesunken, 2015 waren es nochmal rund 26 Prozent weniger, nämlich 112.

Auf den Straßen zwischen Irschenberg und Bayrischzell ging es im vergangenen Jahr wieder etwas gefährlicher zu. Die 923 registrierten Verkehrsunfälle bedeuten eine Steigerung von fünf Prozent. Zuvor waren die Unfälle um sieben Prozent zurückgegangen. 2015 wurden auf den Straßen 223 Menschen verletzt, 50 davon schwer. Zudem gibt es zwei Verkehrstote zu beklagen. Hauptunfallursachen waren zu schnelles Fahren, Verstöße gegen das Rechtsfahrgebot und Fehler beim Abbiegen, Wenden oder Rückwärtsfahren. Alkoholunfälle registrierte die Polizei vergangenes Jahr 13 (fünf Verletzte, davon zwei schwer). Die Unfallversacher hatten dabei mächtig gebechert. Der Durchnittsalkoholwert lag bei 1,66, der traurige Spitzenwert bei 2,46.

Eine letzte Zahl noch: Die Aufklärungsquote der Miesbacher liegt bei 59,1 (zuvor 63) Prozent.

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