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An die Ostseite des Friedhofes in Bayrischzell soll eine Urnenwand gebaut werden.

Asche ist in Mode - Gemeinde reagiert

Stau im Friedhof: Urnenplätze werden rar

Bayrischzell – In der Gemeinderatssitzung Bayrischzell brachte ein todernstes Thema die Räte zum Schmunzeln: „Urnen erfreuen sich größter Beliebtheit“, informierte dort Georg Kittenrainer.

Das sei nicht böse gemeint, ergänzte der Bürgermeister. „Es gibt bei uns viele alleinstehende Leute, die nach dem Tod niemanden für ihre Grabpflege haben.“ Darum werde die Nachfrage nach Urnenbestattungen immer größer. „Wir haben mittlerweile schon Wartelisten für einen Urnenplatz.“

Diesem Bedürfnis kommt die Gemeinde nun nach und plant an der östlichen Friedhofsmauer 14 Nischen mit Platz für jeweils drei Urnen. Laut Bauamtsleiter Josef Acher werde dafür die Friedhofswand entlang der Ursprungsstraße verbreitert und die geplante Urnenwand vorgemauert. Genaue Details zur Verbreiterung und Länge der Baumaßnahme sind noch nicht bekannt. Lediglich der Vorschlag von Kirchenpfleger Hans Thaler sen. wurde als bester baulicher Vorschlag abgenickt. Dem zufolge solle die Wand links und rechts per Säulen abgeschlossen werden, die eine Kupferabdeckung bekommen – ähnlich den Säulen an den jeweiligen Friedhofseingängen. „Ich halte das für eine gute Idee“, betonte Kittenrainer. „Dadurch bleibt das barocke Gesamtensemble von der Kirche und der Friedhofsmauer erhalten.“

Zum barocken Bild passend, werden die Urnennischen mit verschraubten Marmorplatten abgeschlossen, worauf die Namen der Verstorbenen eingraviert werden. „Die Umsetzung soll in diesem Jahr durch den Bauhof erfolgen“, sagte Kittenrainer. Darauf meldete sich eine Bayrischzellerin, die der Sitzung des Gemeinderats lauschte: „Ich möchte mich gleich für einen Urnenplatz anmelden.“ 

Daniel Wegscheider

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