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Madeleine Luisa H. wurde von der Lawine am Sudelfeld ausgebremst.

Schrecksekunde am Sudelfeld

Studentin (24) erlebt Lawinenabgang direkt vor ihrem Auto

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Plötzlich hatte Madeleine Luisa H. (24) eine weiße Wand vor ihrem Auto. Die Tegernseerin fuhr von einem Skitag am Sudelfeld nach Hause, als sie von einer Lawine überrascht wurde.

Bayrischzell/Tegernsee– Plötzlich hatte Madeleine Luisa H. (24) eine weiße Wand vor ihrem Auto. Die Tegernseerin fuhr am späten Mittwochnachmittag gerade mit ihrem Bruder Claudio (22) von einem traumhaften Skitag am Sudelfeld nach Hause, als sie von einer Lawine überrascht wurde. Kurz hinter einer Kehre der B 307 hatten die Schneemassen die Straße unter sich begraben. „Wir waren das erste Auto nach dem Abgang“, erzählt H.. Nachdem sich der Schrecken gelegt hatte, reagierte die 24-Jährige sofort und wählte den Notruf. „Wir wussten ja nicht, ob jemand verschüttet ist“, sagt sie.

Eigentlich wollte die Tegernseerin den Tag gemütlich ausklingen lassen. Also packte sie nach dem Pistenspaß mit ihrem Bruder ihre Ski ins Auto und fuhr zurück ins Tal. Bis sie um kurz nach 17 Uhr von der Lawine gestoppt wurde.

Die war sprichwörtlich aus dem Nichts gekommen, erzählt die 24-Jährige. „Man hat gar kein Grollen gehört.“ Sie vermutet, dass die Schneeberge eher gemächlich ins Tal gewälzt sind und deshalb auch gleich von der Straße gestoppt wurden. Tatsächlich sei auch nichts mehr nachgerutscht. Welche Gewalt die Lawine dennoch entfaltet hat, sahen die Geschwister an den abgebrochenen und zersplitterten Baumstämmen und Ästen, die aus dem Schnee ragten.

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Video: Schneemassen im Sudelfeld

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H. stellte ihr Auto in gebührendem Abstand zur Gefahrenstelle ab und wartete auf Hilfe. Die traf schnell ein, berichtet sie. Zuerst in Form eines kleinen Baggers. Kurz darauf sei aber auch das Technische Hilfswerk (THW) mit einem großen Radlader angerückt, so H.. Zwei Stunden lang arbeiteten sich die Maschinen durch den gefrorenen und dadurch betonharten Schnee. „Die haben sich quasi durchgestanzt“, erinnert sich die Tegernseerin. Mit Motorsägen schnitten die Einsatzkräfte die von der Lawine zu Kleinholz gedrückten Bäume ab.

Gegen 19.30 Uhr war eine Gasse frei und die Geschwister konnten endlich die Heimreise vom Skifahren antreten. Einerseits sei eine Lawine natürlich schon ein beeindruckendes Naturspektakel, findet sie. In erster Linie ist H. aber erleichtert: „Ich will gar nicht wissen, was passiert wäre, wenn wir ein paar Sekunden früher dran gewesen wären.“ 

sg

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