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Alles bereit für die Beschneiung: Der Speichersee am Sudelfeld ist gut gefüllt. Wenn die Temperaturen tief genug sind, können die Anlagen loslegen. 

Warten auf die Kälte

Alles bereit für die Beschneiung

Seit dieser Woche dürfen die Skigebiete in der Region ihre Pisten beschneien - theoretisch. Doch erst muss es kälter werden. 

Landkreis – Die Berge tragen bereits weiße Hüte, und die Betreiber der Skilifte bereiten sich auf die Saison vor. Seit gestern dürfen die Alpenbahnen Spitzingsee und die Bergbahnen Sudelfeld die Schneekanonen anwerfen. Wie berichtet, hat das Landratsamt Miesbach dem lange gehegten Wunsch der Liftbetreiber entsprochen und das Beschneien bereits ab 6. November erlaubt, neun Tage früher als bisher. Doch bisher sind die Temperaturen noch zu hoch – nur knapp unter dem Gefrierpunkt. „Eine energieeffiziente Beschneiung ist erst ab minus sechs oder sieben Grad möglich“, sagt Antonia Asenstorfer, Sprecherin der Alpenbahnen. Und: „Uns pressiert’s nicht.“

Ernst wird es für die Liftbetreiber sowieso erst zu Weihnachten – also zur Ferienzeit – hin. Dann soll auch der Nachtskilauf an der Stümpflingabfahrt wieder starten. Immer donnerstags und freitags wird das Flutlicht eingeschaltet. Der Mittwochabend ist extra buchbar, was vor allem Firmen nutzen – nicht zuletzt die Schörghuber-Gruppe, zu der die Alpenbahnen gehören. Das Angebot wird so gut angenommen, dass es kaum beworben werden muss. Schon jetzt sind die meisten Termine vergeben, wie Asenstorfer berichtet.

Auch am Sudelfeld sind die Vorbereitungsarbeiten in vollem Gange. Gestern lief der Kitzlahner-Vierer-Sessel, wie auf der Webcam zu sehen war. „Gerade ist der TÜV da“, erklärt Egid Stadler, Geschäftsführer der Bergbahnen Sudelfeld. Auch er hat es mit der Beschneiung nicht allzu eilig. Rein technisch lässt sich schon bei null Grad Schnee erzeugen, „das wäre aber eine Verschwendung von Wasser und Strom“, sagt Stadler. Bei trockenen minus sechs Grad würden die Anlagen dreimal so viel Schnee erzeugen. Bei idealen Beschneiungs-Bedingungen wäre das Skigebiet binnen 72 Stunden einsatzbereit. „Wichtig ist, dass wir beschneien können, wenn die Bedingungen es zulassen.“ Stadler ist daher froh über den früheren Starttermin. Dafür wurde das Ende vorverlegt – vom 28. auf den 20. Februar. Kein Problem, so der Geschäftsführer: „Wenn ich Ende Februar keinen Schnee mehr hab, brauch’ ich auch keinen mehr produzieren.“

Über den Sommer haben die Bergbahnen weitere 400 Pistenmeter im Bereich Berghotel Sudelfeld und Schindelberger Alm mit Propeller-Anlagen („Kanonen“) und Lanzen ausgestattet. Laut Stadler können nun knapp 70 Prozent des Skigebiets künstlich beschneit werden.

Die Technik wird dabei immer besser. Heuer haben die Bergbahnen am Sudelfeld eine zweite Pistenraupe, die fähig ist, die Schneehöhe zu ermitteln. Gut für die Präparierung. Denn, so Stadler: „Wenn alles weiß ist, kann man die Schneehöhe nicht abschätzen. Da kann man das Gelände noch so gut kennen.“ Vergangenes Jahr war das Skigebiet vermessen worden; es liegt nun ein exaktes Höhenprofil vor. Über Satellit kann die Pistenraupe die Höhe des eigenen Standorts ermitteln. Der Unterschied zwischen diesem Wert und dem des natürlichen Geländes ergibt die Schneehöhe – auf zwei Zentimeter genau. Die Anlagenbetreiber können anhand dieser Daten zielgerichteter präparieren. Das spart Energie und damit Kosten.

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