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Das Tannerfeldstüberl darf seine Gäste auch im Sommer bewirten. Draußen gibt es 64 Sitzmöglichkeiten.

Auch Sommerfrischler auf der Gästeliste

Tannerfeldstüberl erweitert Öffnungszeiten

Bayrischzell - Das Tannerfeldstüberl darf seine Betriebszeiten erweitern. Vom Bayrischzeller Gemeinderat gab’s jetzt grünes Licht.

Am Tannerfeld rutschen Wintergäste gerne per Reifen durch die Schneebahn oder kurven mit Schlitten oder Skiern ins Tal. Nach oben bringt sie ein Teppich-Lift. Läuft der Lift, läuft auch das Geschäft, musste die Wirtin des Tannerfeldstüberls, Burgi Moser, feststellen. Ihre Konzession war auf die Zeit von Dezember bis April beschränkt und die Besucherzahl stets auch von der Schneelage abhängig.

Aber Mosers Stüberl gefällt auch den Sommerfrischlern, und die Nachfrage nach einer Öffnung im Sommer wurde laut. Daraufhin beantragte die Wirtin, die seit 2002 das Tannerfeldstüberl betreibt, bei der Gemeinde Bayrischzell eine Ausweitung ihrer Betriebszeiten, und zwar zusätzlich zwischen April und November an drei Nachmittagen pro Woche – freitags, samstags und sonntags.

Wie berichtet, kam diese Idee bei Bürgermeister Georg Kittenrainer und dem Gemeinderat gut an. Um dieses Vorhaben zu verwirklichen, verlegte die Gemeinde ihre kommunalen Grenzen und zog das im Außenbezirk liegende Stüberl in ihren Geltungsbereich. Somit war die bürokratische Nutzungsbindungshürde für die Wintermonate überwunden. Nun stimmte der Gemeinderat im zweiten Schritt nach der Ortsabrundungssatzung auch dem Nutzungsbauantrag für einen Ganzjahresbetrieb zu.

Baulich verändert sich allerdings nichts am bestehenden Stüberl. Das Gebäude bietet 37 Gästen Platz. Dazu werden 64 Sitzmöglichkeiten auf der Terrasse durch acht Holztische bereitgestellt. „Planungsrechtlich zulässig“, erklärte Bauamtsleiter Josef Acher, „und die Erschließung ist gesichert“. Auch ausreichend Parkmöglichkeiten seien vorhanden, es müssen keine neuen gebaut werden, betonte er. Direkt am Stüberl sind es fünf, weitere Kfz-Stellplätze befinden sich auf dem öffentlichen Tannerfeldparkplatz an der Alpenstraße rund 200 Meter entfernt. Die Parkhinweisschilder bringt die Wirtin noch an.

Auch der direkte Nachbar, das Natur- und Gesundheitshotel Tannerhof, begrüße die Erweiterung des touristischen Angebots, verlas Acher die schriftliche Stellungsnahme der Besitzer Burgi und Roger von Mengershausen. Aber sie fordern eine eindeutige Zufahrts- und Abfahrtsregelung zum Stüberl über die südliche Tannerhofstraße. Die nördliche Tannerhofstraße führt durch das Privatgelände des Naturhotels und sei deshalb für den Gastrobetriebsverkehr tabu. „Die Beschränkung zur Einfahrt am Hotel Tannerhof müssen die Besitzer selber anbringen“, erklärte Acher. Sein Grundstück abzugrenzen, sei eine privatrechtliche und keine kommunale Angelegenheit.

Um zusätzlich eine geschäftsschädigende Lärmbelästigung ihrer Kurgäste zu vermeiden, bitten von Mengershausen auch um festgesetzte Geschäftsöffnungszeiten. Die Gemeindesatzung reguliert diese auf die Dauer von 8 bis 22 Uhr. Generell verboten ist Lautsprechermusik im Freien. „Die Wirtin hat ausdrücklich betont, dass sie dort kein Après-Ski-Remmidemmi will, sondern einen Tagescafébetrieb“, sagte der Bürgermeister. „Zusätzlich sollen abends ab und an Geburtstagsfeiern stattfinden.“

Daniel Wegscheider

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