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Mit einem kleinen Festakt wurde der neue Bayrischzeller Tiefbrunnen in der Melkstatt offiziell in Betrieb genommen. Anschließend stand das Gebäude für Besucher offen. 

Tiefbrunnen in der Melkstatt nun offiziell in Betrieb

Teures Nass: Ein Brunnen für rund eine Million Euro

Bayrischzell – Lange hat es bis zu seiner Fertigstellung gedauert. Jetzt ist der neue Brunnen fertig - und wurde um einiges teurer als gedacht. Die Folge: höhere Wasserpreise.

Der neue Bayrischzeller Tiefbrunnen in der Melkstatt ist nun auch offiziell in Betrieb. Bei einem Tag der offenen Tür am Sonntag wurde die Anlage von evangelischen und katholischen Kirchenvertretern gesegnet. Anschließend konnten sich die Bürger über die Wasserversorgung informieren.

Bis der neue Tiefbrunnen in der Melkstatt ans Bayrischzeller Versorgungsnetz ging, floss viel Wasser die Leitzach herunter: Vorher diente ein Hochbehälter bei der Legerwaldquelle als gemeindliches Wasserreservoir. Nach einem Starkregen 1999 wurde die Leitung zwischen der Quelle und dem Hochbehälter getrennt. Trotz Reparaturen führten Wasseruntersuchungen immer wieder zu Beanstandungen.

2013 wurde das Wasserwirtschaftsamt im südlichen Ortsbereich (Melkstatt) bei Probebohrungen fündig: Ein Grundwasserstrom im Larchfeld, gespeist aus dem Ursprungtal, ergab bei Wasseruntersuchungen und Dauerpumpentests Trinkwasservoraussetzungen für den Brunnenausbaustandort.

Die Planung sah bereits für Herbst 2014 den Leitungsausbau und den Anschluss an das bestehende Ortsnetz vor. Aber Probleme bei der Pumpen- und Elektroinstallation führten zu Verzögerungen bei der Umstellung auf die neue Wasserversorgung. Die geschätzten Kosten für den Tiefbrunnen fielen höher aus als erwartet. War erst von 750.000 bis 850.000 Euro die Rede, belaufen sich die Projektkosten nun auf rund eine Million Euro. Aufgrund der Umstellung auf den Pumpenbetrieb hob die Gemeinde die Wasserverbraucherkosten an. Zum Jahreswechsel 2017 kostet der Kubikmeter Wasser 80 Cent, die Grundgebühr seit Juli 120 Euro.  

dwe

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