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Was für eine Aussicht: Der Blick von oben lässt erahnen, wie viel Arbeit in Hannelore Götz’ Garten in Bayrischzell steckt. Der künstlich angelegte Teich wirkt naturbelassen und ist ein Paradies für Insekten und Vögel.

Unsere Serie: Die schönsten Gärten im Landkreis

Der versteckte Garten Eden: Hannelore Götz zeigt ihr Paradies

Bayrischzell - Die Bayrischzellerin hat neben tollen Blumen und einem Teich auch einen ganzen Gemüsegarten in ihrem 1500 Quadratmeter großem Areal untergebracht - und wertvolle Tipps für andere Gartler.

Von draußen lässt sich nicht erahnen, was für ein Garten-Eldorado Hannelore und Johann Götz in Bayrischzell ihr Eigen nennen. Wie ein Schatz versteckt, ruht ihr grünes Paradies hinter dem Astwerk ergiebiger Haselnusssträucher, blühender Felsenbirnen und lila Sommerflieder. Behütet vom braven Appenzeller Schäferhund Maxi, der gerade auf der Terrasse döst, und Rasenroboter Moritz, der unermüdlich einsam seine Kreise über das rund 1500 Quadratmeter große Grünland zieht.

Der Garten

Garten Eden nennen die Götz’ ihr grünes Paradies. Der biblische Name gehe auf ihren Nachbarn zurück, erzählt Hannelore Götz. Der gerate beim Betrachten über den Zaun immer ins Schwärmen. Kein Wunder, fällt doch gleich der erste Blick auf das üppige Gemüsebeet. Ein Kieskreuzweg teilt die Bereiche mit Salat, Sellerie, Karotten, Lauch und Kohl. „Ich wollte das Beet so anlegen, wie früher die Klostergärten ausgesehen haben“, erklärt Götz. Davor steht ein Granitbrunnen, der von der hauseigenen 5000 Liter-Zisterne mit Regenwasser gespeist wird. Alle Pflanzen und Blumen im Garten werden hauptsächlich vom unterirdischen Reservoir bewässert.

Ähnlich gut versteckt ist der kleine Freisitz mit Holz-Hollywoodschaukel. Götz verschwindet zwischen Kirschlorbeer und Blutpflaume, schiebt behutsam deren Zweige beiseite und offenbart ihr geheimes Schlupfloch. Das befindet sich direkt am kleinen, angelegten Bachlauf, der in einen elf Meter breiten und zwei Meter tiefen Schwimmteich plätschert und von dort wieder zurückgepumpt wird. „Ich schaue, dass der Garten möglichst naturbelassen wirkt und fließend in die Landschaft übergeht“, sagt Götz. Dabei verwende sie Pflanzen, die wertvoll für Bienen, Schmetterlinge und Libellen seien. Auch die Vögel scheinen sich sichtlich wohlzufühlen im „Garten Eden“ in Bayrischzell. Eine Amsel flattert neben Lilien, Storchenschnabel und Blut-Weiderich zur Quelle am Teich. Wasserpflanzen am Ufer sorgen dafür, dass sich keine Algen bilden. Trotzdem muss Hannelore Götz den Teichboden einmal jährlich abschrubben lassen.

Die Gärtnerin

Mit Gartenarbeiten beschäftigt Götz sich dagegen jeden Tag. Im Sommer fängt sie bereits morgens damit an, sagt die Rentnerin. Die Bepflanzung und Gartenplanung liegen ihr besonders am Herzen. Anregungen holt sie sich beim Blättern in Fachliteratur und Gartenzeitschriften. „Da informiere ich mich und schaue, was mir gefällt“, sagt Götz. Eines steht für sie aber fest: „Es muss gestalterisch zu einem Ort wie Bayrischzell passen. Nicht irgendwelche modernen Gartenelemente.“

Der besondere Tipp

Am wichtigsten ist Götz, sich auf die äußeren Umstände einzulassen. „Nicht irgendetwas in den Garten pflanzen, was sich nicht harmonisch in die Umgebung einfügt“, sagt sie. Habe sich der Gärtner mal auf einen Stil eingelassen, sollte er den auch weiterverfolgen, empfiehlt Götz. „Damit es nicht so ein wildes Durcheinander wird.“

Zu dieser Serie

Sommerzeit ist Gartenzeit. Wer ein grünes Paradies sein Eigen nennt, braucht oft gar nicht in den Urlaub fahren. In unserer kleinen Serie schauen wir begeisterten Hobby-Gärtnern im Landkreis über die Schulter.

Daniel Wegscheider

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