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Koastenpflichtig: Wer in Bayrischzell parkt, muss gegebenenfalls zahlen. Weil dies nicht alle Autofahrer tun, will die Gemeinde nun Verkehrsüberwacher engagieren.

Gebührenpflichtiges Parken

Zahlungsmoral gering - Bayrischzell holt einen Verkehrsüberwacher

Ob Urlauber, Tagesausflügler oder Einheimische: Alle müssen fürs Parken bezahlen. Weil aber kaum einer ein Ticket zieht, greift Bayrischzell durch. Ein Verkehrsüberwacher kontrolliert nun die Zahlungsmoral.

Bayrischzell Anfangs lief es gut, inzwischen hat bezüglich der Parkgebühr in Bayrischzell die Zahlungsmoral aber nachgelassen. Dies erklärte Bürgermeister Georg Kittenrainer nun im Gemeinderat. Seit April 2016 ist das Parken auf den kommunalen Stellplätzen gegenüber der Sportalm, am Seeberg nahe der Minigolfanlage, an der Tiroler Straße bei der Stockeralm sowie zum Sillberghaus hinauf gebührenpflichtig. Kittenrainer hat sich vor Ort umgesehen. Ergebnis: „Nur bei jedem zweiten Auto – oder weniger – ist ein Zettel drin.“

Abhilfe soll künftig eine bessere Überwachung der Parkscheine schaffen, darin waren sich die Gemeinderäte einig. Wie berichtet, kostet das Tagesticket in den Sommermonaten auf den Wanderparkplätzen drei Euro. In der Wintersaison ist das Abstellen des Pkw kostenfrei, dann stellen die Ticketautomaten auf Langlaufbetrieb um, die Parkgebühr besteht dann in einem Loipennutzungsbeitrag.

Von der Zahlung ist keiner ausgenommen. Ob Urlauber, Tagesausflügler oder Einheimische: Alle müssen zahlen. Allerdings gibt es für Letztere ein Jahresticket zum Preis von 30 Euro, das für zwei Kfz-Kennzeichen ausgestellt werden kann. Ratsmitglied Karl Acher fasste den Sachverhalt zusammen: „Man kann Hinweisschilder aufhängen, aber wenn keiner nachschaut, passiert auch nichts.“ Das Problem: „Eine lückenlose Kontrolle seitens der Gemeinde ist aufwendig“, sagte Geschäftsleiter Josef Acher. Zudem könne die Gemeindeverwaltung nicht so einfach das Bußgeldverfahren durchführen. Neutrale Personen seien in der Lage, das Verfahren sachlicher abzuwickeln, betonte Kittenrainer.

Für die Überwachung möchte die Gemeinde nun den Zweckverband kommunale Verkehrssicherheit oder die Dienstleistungsgesellschaft K&B engagieren. „Die kontrollieren genau in dem Umfang, den wir vorgeben. Das System gefällt mir am besten“, sagte der Rathaus-Chef: „Das bessert auch die Zahlungsmoral wieder.“

Daniel Wegscheider

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