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Bayrischzell stimmt Tourismus-Fusion zu

Bayrischzell - Der Kreis schließt sich: Als letzte Gemeinde hatte jetzt Bayrischzell die Fusion der Tourismusverbände im Landkreis auf der Tagesordnung. Die Gemeinderäte stimmten der neuen Gesellschaft zu – und schimpften über den Sonderweg der Nachbarn in Schliersee.

Der Fusion von Alpenregion Tegernsee Schliersee (ATS) und Tegernseer Tal Tourismus GmbH stimmten die Bayrischzeller Gemeinderäte einhellig zu. Das Ja zur einheitlichen GmbH war für ATS-Geschäftsführer Harald Gmeiner extrem wichtig. „Momentan haben wir wegen der Planungsunsicherheit eine schwierige Situation. Man verliert an Effektivität im ganzen Landkreis“, sagte er. Der Tourismus kostet Bayrischzell künftig 283000 Euro im Jahr – und damit 5000 Euro mehr als bisher. Die Tourist-Info mit ihren vier Mitarbeitern bleibt trotz zentraler Organisation als Service vor Ort bestehen. Im ATS-System zählt Bayrischzell neben Fischbachau und Schliersee zu den drei Gemeinden im Schlierach-/Leitzachtal.

Verbundpartner Schliersee aber zögert noch. Wie berichtet, fasste der Marktgemeinderat einen eigenen Beschluss, in dem er der Zusammenführung unter Vorbehalt zustimmte. Eine Arbeitsgruppe soll ferner offene Fragen klären. „Schliersee steckt noch in der Beschlussschleife. Wir wissen nicht, was rauskommt“, sagte Gmeiner. Das missfiel den Fusions-Befürwortern am Wendelstein. „Schliersee ärgert mich“, sagte Klaus Weilbach (Gemeinsam für Bayrischzell). Insbesondere, da die Schlierseer durch den Markennamen ohnehin Prioritäten genießen würden. Florian Müller (Gemeinsam für Bayrischzell) wurmte die fehlende Solidarität: „Jede Gemeinde muss Zugeständnisse machen.“ Ihn störte auch, dass der Nachbar erst zum Ende der Abstimmungen Zweifel äußerte. „Ich würde darauf drängen, der Gemeinde Schliersee ein Vertragslimit zu setzen“, forderte Müller in Richtung Gmeiner. Andreas Bucher (CSU) merkte trocken an: „Die Schlierseer sind halt besonders diskussionsfreudig. Sie werden bald merken, dass die GmbH der einzige Weg ist.“

Die Haltung der Bayrischzeller pro Fusion hänge laut Bürgermeister Helmut Limbunner (FW) auch mit der Person Gmeiner zusammen, der sie immer gut über die ATS informiert habe. „Jetzt ist der Zeitpunkt, um zu schauen, ob das Projekt funktioniert. Wir haben Vertrauen“, sagte Egid Stadler (Ständevereinigung). Trotz Chancen ist die Fusion für die Räte auch mit Risiken verknüpft. Burgi von Mengershausen (FW) verglich die neue ATS mit einem „großen, trägen Schiff, das erst in Fahrt kommen muss“. Hinzu komme die Verantwortung: „Da ist ein Druck, eine Erwartungshaltung da.“ Ähnlich sah das Stadler: „Es wird von allen gefordert, dass Ergebnisse rauskommen."

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