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Pachtvertrag verlängert: Bis mindestens Juni 2019 wird Bayrischzell einen Supermarkt haben.

Edeka und Tengelmann gehen zusammen

Supermarkt-Fusion: Was passiert mit Bayrischzell?

Bayrischzell - Die Zukunft der Tengelmann-Filiale in Bayrischzell war zuletzt ungewiss: Wird sie bleiben, zugesperrt oder bald zu einem Edeka-Markt umstrukturiert? Hier gibt's die Antwort.

Georg Kittenrainer gab jetzt im Gemeinderat erstmal Entwarnung: „Die Fusion von Kaisers Tengelmann und Edeka hat keinen Einfluss auf den Fortbestand unseres Vertragsverhältnisses“, sagte der Bürgermeister. Dies habe die Firma Kaisers Tengelmann der Gemeinde schriftlich versichert. Demnach werde das Mietverhältnis um zwei Jahre und sechs Monate verlängert – es endet somit frühestens am 30. Juni 2019.

„Das ist eine sehr gute Nachricht für uns“, sagte Kittenrainer. Die Nahversorgung sei für die Gemeinde ein zentrales Anliegen. „Wenn wir diese nicht mehr hätten, würde es nicht gut für Bayrischzell ausschauen. Besonders für ältere Leute und Gäste ist diese Einkaufsmöglichkeit enorm wichtig“, bekräftigte der Rathaus-Chef.

Wie berichtet, können Kunden seit 1989 im Bayrischzeller Tengelmann auf 400 Quadratmetern Fläche Lebensmittel einkaufen. Ende 2013 stand das Vertragsverhältnis zwischen dem Tengelmann-Konzern und dem Eigentümer des Gebäudes allerdings auf der Kippe – eine Schließung war bereits beschlossene Sache. Damals konnte die Wendelsteingemeinde den Versorgungs-GAU noch einmal abwenden. Sie kaufte das Gebäude undhielt Tengelmann über eine niedrige Pacht am Ort (wir berichteten). Bekanntlich hat der Markführer Edeka die Tengelmann-Kette inzwischen übernommen, und einige Marktforscher rechnen durch die Fusion mit einem – wenn auch moderaten – Preisanstieg bei den Lebensmitteln. Davon sprach auch Kittenrainer: „Es wird wahrscheinlich passieren, dass sich der Markt in denen nächsten zwei Jahren in Richtung Edeka verändern wird.“ Für Bayrischzell gilt allerdings: Hauptsache ein Supermarkt ist am Ort.

Nach Ablauf des jetzt verlängerten Pachtvertrags hat Tengelmann, beziehungsweise dessen Nachfolger, noch einmal die Option, den Vertrag um weitere zwei Jahre zu verlängern. Danach müsse über die Konditionen neu verhandelt werden, berichtete Kittenrainer. „Ziel der Gemeinde muss es sein, die Nahversorgung in Bayrischzell zu erhalten.“

Von Daniel Wegscheider

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