Wohnen in der Unteren Maxlraineralm?

Ein Antrag, der Argwohn weckt

Die TQ-Group will Berggasthof Igler in Wohnhaus umwandeln. Nix da, sagt der Schlierseer Bauausschuss.

Spitzingsee – Das kommt dem Schlierseer Bauausschuss spanisch vor: Der neue Eigentümer der Unteren Maxlraineralm (Berggasthof Igler) will die Nutzung als Berggasthof aufgeben und stattdessen sechs Wohnungen einbauen. Als nun der Bauwunsch im Ausschuss zur Sprache kam, senkten die Gemeinderäte einhellig den Daumen.

Auch solche Häuser braucht eine Tourismusgemeinde wie Schliersee: Überschaubarer Komfort in den Zimmern, Etagendusche, dafür günstig. Seit 1975 und bis vor gut zwei Jahren bot Berggasthof Igler seinen Gästen auf rund 1200 Metern Höhe Übernachtungsgelegenheiten. Dann war der Sanierungsbedarf groß, und folgerichtig stellte die TQ-Group mit Sitz in Seefeld (Kreis Starnberg) einen Antrag auf Umbau und Sanierung. Statt je vier Zwei-, Drei- und Vierbettzimmer sollten zwölf Doppelzimmer entstehen – mit qualitativer Aufwertung. Der Antrag wurde 2013 genehmigt, und vergangenes Jahr begannen tatsächlich Umbauarbeiten – etwa am Dach, wie Bauamtsleiterin Birgit Kienast nun im Ausschuss sagte.

Nun aber hat das Unternehmen, das über 1200 Mitarbeiter an verschiedenen Standorten – unter anderem auch in Peiting und Murnau, seine Pläne geändert. Statt eines Berggasthofs will es nun sechs Wohnungen in das Gebäude bauen – eine formlose Bauvoranfrage.

Die Gemeinderäte sind skeptisch. Robert Mödl (Die Schlierseer) etwa sagte: „In einer so exponierten Lage im Außenbereich möchte ich auf eine touristische Nutzung nicht verzichten.“ Eine solche hatte die TQ-Group auf Nachfrage zwar schriftlich angekündigt. Von „Ferienwohnungen für die Mitarbeiter und deren Familien“ war die Rede, doch da wollte der Bauausschuss nicht mitspielen. „75 Quadratmeter: Das sind für mich keine Ferienwohnungen mehr“, sagte die Zweite Bürgermeisterin Johanna Wunderle (CSU) mit hörbaren Argwohn.

Schlierseer Anfragen beim Landratsamt hatten zuvor ergeben, dass eine Genehmigung selbst mit einer entsprechenden Selbstverpflichtung zur Wechselbelegung schwierig geworden wäre.

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