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Ein BOB-Mitarbeiter begutachtet den Schaden an dem Triebwagen, der durch einen Brand in der Nacht auf Freitag entstanden ist. 

Unglaublicher Zufall?

BOB: Schon wieder raucht ein Triebwagen

Bayrischzell - Es ist schon ein unglaublicher Zufall: Gerade wurde erst bekannt, dass ein Student die BOB angezeigt hat, weil es im Triebwagen nach Rauch und Diesel stank und nichts getan wurde. Nun qualmte es schon wieder.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag entdeckte jemand verdächtigen Rauch an einem Triebwagen der Bayerischen Oberlandbahn (BOB), der am Bahnhof Bayrischzell abgestellt war. Die Polizei in Miesbach wurde gegen drei Uhr informiert. Die Feuerwehren aus Bayrischzell, Fischbachau, Schliersee und Hausham rückten an.

BOB-Triebwagen in Bayrischzell brennt - Fotos

BOB-Triebwagen brennt in Bayrischzell - Fotos

Sie konnten die Flammen schnell löschen. Grund war offenbar ein technischer Defekt an der Heizung des Triebwagens. 

Der Vorfall ereignete sich kurz nachdem bekannt wurde, dass ein Student die Bob angezeigt hat. Er hatte zu Beginn der Woche miterlebt, wie sich beißender Diesel- und Rauchgestank in einem Triebwagen verbreiteten. Obwohl er das Zugpersonal darauf hinwies, blieb es untätig. Dabei saßen auch Kinder im Wagen.

Das sagt die BOB zum qualmenden Zug

Update 12.30 Uhr: Mittlerweile steht laut BOB-Sprecherin Gabriela Wischeropp fest, dass der erneute Vorfall nichts mit dem Dieselgestank vom Dienstagnachmittag zu tun hat. "Das war definitiv ein anderes Fahrzeug." Weitere Details zur Ursache seien noch nicht bekannt, das Fahrzeug werde aber am Nachmittag im Werk untersucht.

Update 17.30 Uhr: Jetzt äußert sich die BOB auch offiziell zum Zwischenfall am Bayrischzeller Bahnhof. In einer Pressemitteilung erklärt Geschäftsführer Kai Müller-Eberstein, dass vermutlich ein Steinschlag den Defekt an der Vorheizanlage, einer Art Standheizung für Züge, ausgelöst hat. Durch den Einschlag habe sich das Diesel-Luft-Gemisch so verändert, dass mehr Diesel verbrannt wurde. In der Folge sei es zu "Ablagerungen, Verrußungen und Zunderbildung" gekommen. Das Gemisch sei dann "unter verstärkter Rauchbildung und mit vereinzelten Flammen unterhalb des Fahrzeugs ausgetreten". Der Sachschaden belaufe sich auf 2.000 Euro, Personen seien nicht in Mitleidenschaft gezogen worden.

Berichte, wonach es sich um einen Brand gehandelt habe, weist Müller-Eberstein aber zurück: "Es sah schlimmer aus, als es war, gebrannt hat aber nichts." Obwohl es sich um Fremdeinwirkung handle, habe die BOB damit begonnen, die Vorheizanlage an allen Fahrzeugen zu überprüfen.

kg/sg

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