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Die BOB in Fahrt: Zuletzt häuften sich aber die Fälle von liegen gebliebenen oder verspäteten Zügen. Aufklärung darüber fordern die Freien Wähler jetzt vom BOB-Geschäftsführer im Kreistag.

Im Kreistag

BOB-Geschäftsführer soll sich nach Pannen erklären

Landkreis - BOB-Geschäftsführer Kai Müller-Eberstein soll im Kreistag zur Häufung der Pannen bei der Bayerischen Oberlandbahn Stellung beziehen. Das fordern die Freien Wähler.

Das Wort Rapport ist nicht gefallen, so darf man einen Antrag der Freien Wähler im Kreistag aber durchaus interpretieren. BOB-Geschäftsführer Kai Müller-Eberstein möge in der nächsten Kreistagssitzung Bericht erstatten, wie sein Unternehmen auf die vielen Pannen zu reagieren gedenke, heißt es in einem Antrag, den FWG-Fraktionssprecher Norbert Kerkel im Kreistag stellte. „Die Meldungen zur Bayerischen Oberlandbahn in jüngster Zeit sind beunruhigend“, sagte Kerkel. „Wir wollen wissen, wie’s mit der BOB weitergeht.“

Das Unternehmen sei in vielerlei Hinsicht mit dem Landkreis verwoben: beim Schülerverkehr, beim Ausflugsverkehr, beim Berufsverkehr. Die Freien Wähler wollen deshalb vom BOB-Chef insbesondere wissen, was das Unternehmen zu wichtigen Punkten wie Haltestellen, Zeittakt, Elektrifizierung und der Sicherung von Bahnübergängen zu sagen hat. Außerdem soll Müller-Eberstein zu den Verkaufsgerüchten Stellung beziehen.

Bei Landrat Wolfgang Rzehak (Grüne) rannte Kerkel mit dem Antrag offene Türen ein. In Kürze sei ohnehin ein Gespräch mit dem BOB-Geschäftsführer geplant, dann werde er ihn in die nächste Kreistagssitzung einladen. „Wir müssen Klartext reden“, sagte Rzehak. Er selbst konnte die Pannenmeldungen der vergangenen Monate nur bestätigen. „Ich bin ja selbst lange nach München gependelt“, berichtete Rzehak. „Im vergangenen Jahr war das mit der BOB nicht mehr so schön.“ Früher seien Verspätungen die Ausnahme gewesen. „Jetzt“, sagte Rzehak, „ist es die Ausnahme, wenn der Zug pünktlich ist.“

sh

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