Schwierige Phase für BOB und Fahrgäste: Viele Kunden ärgern sich über unzureichende Information. Foto: TP
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Schwierige Phase für BOB und Fahrgäste: Viele Kunden ärgern sich über unzureichende Information.

BOB-Strecke

Chaos-Tage überstanden

Landkreis - Die vergangenen Tage waren für die Fahrgäste der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) alles andere als entspannend.

Nachdem am Mittwochabend eine S-Bahn mit einem Auto auf dem Bahnübergang an der Kleefeldstraße in Sauerlach im Nebel kollidiert war (wir berichteten), war für über einen Tag der Bahnverkehr zwischen Deisenhofen und Holzkirchen blockiert. Seit Freitag, 1.30 Uhr, ist laut BOB der Schaden behoben. Alle Züge der BOB fahren wieder planmäßig.

Bei der BOB war Improvisieren angesagt. Erst Pendelverkehr zwischen dem Oberland und Holzkirchen sowie zwischen Deisenhofen und München-Hauptbahnhof; die Stationen Holzkirchen und Deisenhofen bediente ein Meridian im Stundentakt. Ab 13 Uhr fuhr die BOB die gesamte Strecke von München ins Oberland durch und hielt zusätzlich auch an den S-Bahn-Stationen Deisenhofen, Sauerlach und Otterfing - meldet die BOB.

Für Unmut sorgte auch - nicht zum ersten Mal - die mangelhafte Informationspolitik. Leser klagen über verwirrende Auskünfte und kaum zu verstehende Durchsagen am Bahnsteig. BOB-Sprecherin Gabriela Wischeropp kann den Unmut verstehen. Für die Durchsagen im S-Bahn-Bereich sei die Deutsche Bahn zuständig. „Das haben wir leider nicht allein in der Hand.“ In der Regel funktioniere das, aber es sei auch klar, dass es in einer solchen Situation schwieriger werde, je mehr Stellen beteiligt sind.

Um Fehler im Ablauf und passierte Pannen effizient prüfen und beheben zu können, bittet die BOB laut Wischeropp um konkrete Angaben. „Wir brauchen Datum, Uhrzeit, Bahnhof und Strecke beziehungsweise Richtung. Dann können wir dem nachgehen. Bei pauschalen Beschwerden wird das schwierig.“ Das Bereitstellen der Züge habe jedoch gut geklappt. „Da sind wir mit unserem Krisenmanagement zufrieden.“

Dieter Dorby

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