Die letzte Hoffnung auf ein bisschen Pistengaudi in dieser Saison ist gestorben. In Bayern werden wegen Corona keine Skigebiete öffnen (Symbolbild).
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Die letzte Hoffnung auf ein bisschen Pistengaudi in dieser Saison ist gestorben. In Bayern werden wegen Corona keine Skigebiete öffnen (Symbolbild).

Es gibt eine letzte Hoffnung

Endgültiges Corona-Aus für Skisaison in Oberbayern: „Tut uns in der Seele weh“ - Sprecher zieht bittere Bilanz

  • Sebastian Grauvogl
    vonSebastian Grauvogl
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  • Felicitas Bogner
    Felicitas Bogner
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Die Infektionszahlen in Bayern steigen ungebremst an. Weitere Lockerungen sind ausgeschlossen. Das bedeutet das endgültige Aus für die Wintersaison in den Alpen Plus Skigebieten.

Update, Montag, 22. März, 18 Uhr: Betreiber nennen Zahlen zu bitterer Saisonbilanz

Die Verluste der Skigebiete fallen drastisch aus, erklärt Alpen-Plus-Sprecherin Antonia Asenstorfer. So habe man für Grundbeschneiung, Personal und Überfahrtspachten für die Pisten rund 50 bis 60 Prozent der Ausgaben einer normalen Saison verbucht, aber nur zwei Prozent der sonst üblichen Einnahmen. Letzteres auch nur, weil man im Verlauf des Winters auf einigen der von Tourenskigehern, Rodlern und Winterwanderern hoch frequentierten Parkplätzen Gebühren verlangt habe. „Normalerweise ist das im Skipass inkludiert“, erklärt Asenstorfer.

Ursprünglicher Artikel von Montag, 22. März, 13.30 Uhr:

München - Einige wenige hofften noch darauf, in dieser Wintersaison ein paar Schwünge und Abfahrten auf den bayerischen Pisten machen zu können. Vergebens. Die Skigebiete der Alpen Plus Gebiete bleiben diese Saison aufgrund der Corona*-Pandemie und den immer höher steigenden Infektionszahlen* geschlossen.

Corona: Skigebiete am Sudlfeld, Spitzingsee und Brauneck bleiben die gesamte Wintersaison geschlossen

Betroffen sind vor allem die Wintersportgebiete Sudelfeld (Landkreis Miesbach), Spitzingsee (Landkreis Miesbach) und Brauneck (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen). Kunden mit einem Saisonskipass bekommen entweder das Geld zurückerstattet oder können den Skipass auf die kommende Saison übertragen, gibt „Alpen Plus“ in seiner jüngsten Pressemitteilung bekannt. Alpen Plus Saisonskipasskunden würden in den kommenden Tagen ein Schreiben erhalten, in welchem das Vorgehen zur Rückerstattung oder Übertragung der Saisonskipässe erläutert wird, versichert „Alpen Plus“.

Zu Corona-Ski-Absage: Sprecher des Alpen Plus Skipass- und Bergbahnverbundes: „Das ist wirklich bitter“

„Dass es tatsächlich zu einem monatelangen Lockdown kommt und wir unsere Leistungen in dieser Wintersaison überhaupt nicht anbieten dürfen, war nicht abzusehen und hätten wir auch nie erwartet“, resümiert Peter Lorenz, Sprecher des Alpen Plus Skipass- und Bergbahnverbundes und Betreiber der Brauneck-Bergbahn in Lenggries*. „Das ist wirklich bitter und tut uns in der Seele weh, zumal bei den diesjährigen Schneeverhältnissen in unseren Gebieten trotz Betriebsverbot jede Menge los ist“, bedauert Lorenz in einem öffentlichen Statement.

Steigende Corona-Zahlen in Bayern: Weitere Öffnungsschritte ausgeschlossen - auch Skilifte betroffen

Bis zuletzt haben laut Pressemitteilung die Alpen Plus Partner gehofft, in diesem Winter zumindest noch für ein paar Wochen den Skibetrieb öffnen zu können. „Von dieser Hoffnung mussten wir uns nun nach den Verlautbarungen aus Bund und Ländern, die aufgrund wieder ansteigender Zahlen weitere Öffnungsschritte ausschließen, endgültig verabschieden“, erklärt Lorenz.

Nach Corona Winter-Aus: Hoffnung auf Sommersaison bei Seilbahnbetrieben aus dem Oberland groß

Nach den niederschmetternden Nachrichten, liege nun die Hoffnung auf der Sommersaison. „Dass die Impfungen* in Bayern zügig Fahrt aufnehmen und kluge Teststrategien* umgesetzt werden, um zumindest mit den Bahnen am Brauneck, Wallberg und
Spitzingsee bald in den Sommerbetrieb zu starten“, heißt es in der Mitteilung. Dennoch: „Die entgangenen Umsätze des Winters können damit keinesfalls ausgeglichen werden.“ Besonders hart würde es das Gebiet Sudelfeld unter der aktuellen Pandemie-Situation leiden. Denn diese Region habe bisher kein Sommerangebot und sei daher komplett auf die Einnahmen der Winter angewiesen.

Staatliche Corona-Hilfen greifen für Bayerns Seilbahnbetriebe „nur bedingt“

Erschwerend komme laut „Alpen Plus“ noch hinzu, dass die von Bund und Ländern zugesagten Hilfen für die Seilbahnbranche nur bedingt greifen würden. „Wie vielen anderen Betrieben wäre uns und unseren Mitarbeitern am meisten damit geholfen, wenn wir
unsere im letzten Sommer erfolgreich erprobten Hygiene- und Schutzkonzepte* umsetzen und wieder unserer Arbeit nachgehen dürften.“ stellt Peter Lorenz klar. (feb) *Merkur.de und tz.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

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