Corona-Teststelle: Schild mit der Aufschrift „Kostenloser Corona-Schnelltest“.
+
Kostenlos nur für die Betreiber? Der Corona-Testskandal muss in Oberbayern noch aufgearbeitet werden.

Polizei und Staatsanwaltschaft eingeschaltet

Corona-Testskandal: Fälle in Oberbayern - Holetschek kündigt Konsequenzen an

Haben Corona-Teststellen absichtlich falsch abgerechnet? Ein Zentrum in Miesbach steht unter Verdacht. Holetschek will reagieren.

Miesbach/München – Der Skandal um falsche Abrechnungen durch Corona-Teststellen beschäftigt auch im Freistaat Behörden und Politik. Er treibe die Aufklärung derzeit voran, erklärte gestern Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU*). „Wir haben die Kreisverwaltungsbehörden angewiesen, die Kontrollen aller Teststellen noch intensiver zu verfolgen und dabei jede Teststelle noch einmal zu überprüfen“, sagte Holetschek.

Dabei gehe es sowohl um ordnungsgemäße Corona*-Tests als auch um die Einhaltung der Hygienevorschriften. Künftig werde das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) auch unangekündigte Besuche bei Teststationen durchführen, kündigte Holetschek zudem an.

Corona-Testskandal in Bayern: Konkreter Verdacht in Miesbach - Polizei und Staatsanwaltschaft untersuchen Fehlverhalten

Bei der Prüfung möglicher Fälle in Bayern habe sich ein konkreter Verdacht in Miesbach ergeben. „Im Rahmen der gegenwärtigen Ermittlungsarbeit durch Polizei und Staatsanwaltschaft wird das Fehlverhalten des Betreibers untersucht“, erklärte Holetschek.

Corona-Betrug: Verdächtiger Anbieter parkte Busse im Großraum München

Zudem hatte der unter Betrugsverdacht stehende Bochumer Anbieter MediCan einige seiner Testbusse im Großraum München* platziert. Die Teststationen in Ebersberg, Poing, Brunnthal, Unterschleißheim und Dachau sind derzeit geschlossen. Ob es auch speziell gegen diese Standorte konkrete Vorwürfe gibt, konnte die Staatsanwaltschaft Bochum gestern auf Anfrage unserer Zeitung nicht sagen.

Die Ermittlungen richteten sich gegen das gesamte Unternehmen, damit seien auch die bayerischen Niederlassungen betroffen. In Poing wird zudem ein weiterer Anbieter überprüft. (ja, hor) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Übrigens: Die wichtigsten Geschichten aus dem Freistaat gibt‘s jetzt auch in unserem brandneuen, regelmäßigen Bayern-Newsletter. Und alles aus der Region Miesbach gibt‘s in unserem neuen, regelmäßigen Miesbach-Newsletter.

Auch interessant

Kommentare