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Augen- und Ohrenschmaus: Der Auftritt der Dance Masters verzückt Irland-Fans im ausverkauften Waitzinger Keller.

Im Waitzinger Keller

Atemberaubendes Tempo

Miesbach - Die Dance Masters verzaubern das Publikum im ausverkauften Waitzinger Keller mit einem rasantem Auftritt.

Grüne Hügel am Meer, melancholische Klänge aus Dudelsack und Blechflöte, dazu Hacke-Spitze-Tanz in rasendem Stakkato: Fans von Menschen, Landschaft und Musik der Smaragd-Insel Irland kamen jetzt im Waitzinger Keller in Miesbach ebenso auf ihre Kosten wie Freunde von Stepptanz, Riverdance und Show-Ballett. Das ausverkaufte Gastspiel der Dance Masters war gleichermaßen Augen- und Ohrenschmaus. In atemberaubendem Tempo wirbeln die sechs Tänzerinnen und ebenso viele Tänzer über die Bühne. Noch rascher setzen sie ihre Clicks im perfekt Gleichschritt – nicht nur hörbar, sondern sichtbar nachzuprüfen auf der Leinwand hinter ihnen. Auf diese werden die schnellen Schrittfolgen live übertragen. Besonders effektvoll wird alles durch die zahllosen unterschiedlichen Kostüme für die einzelnen Szenen – gewechselt während stimmungsvoller Musikeinlagen. Da entzücken glitzernde Pailletten-Corsagen, schwarze Nixen-Anzüge sowie bunte Leinentrachten, es begeistern aufwendige Trikots mit Bustiers und T-Shirts, karierte Glockenröcke mit Twinsets sowie funkelnde Strass-Leibchen. Sie illustrieren am Handlungsstrang einer Liebesgeschichte mit Werben, Eifersucht, Träumen oder auch einem Bandenkrieg à la West Side Story anschaulich die Entwicklung des irischen Tanzes über mehr als zwei Jahrhunderte hinweg bis zu den akrobatischen Stepp-Sequenzen von heute. Staunend erfährt das Publikum, dass sich überall in der Welt Irischstämmige in ihren traditionellen Tanztechniken messen. Und mit dem 13-jährigen Austin präsentieren die Dance Masters einen ganz besonderen Gast. Bei seinem Auftritt zeigt der junge Mann, warum er kürzlich bei der Irish Dancing Championship in Montreal eine Medaille gewonnen hat. Beeindruckend. Die drei Musiker, die während der Kostümwechsel aufspielen, stehen ihren Kollegen an Virtuosität und Tempo in nichts nach. Während Letztere zu Geigen, Trommeln, Dudelsack und Flöten aus der Tonkonserve tanzen, entführen Aaron Dolan, Cían Farrelly und Shane Moran das Publikum im voll besetzten Saal musikalisch in die berühmten Singing Pubs der irischen Hauptstadt Dublin – ins „O’Donoghue’s“ und in die „Temple Bar“. Mit Dudelsack, Gitarre, Querflöte, Banjo, Blechpfeife und Gesang, teils unterstützt von Tänzer und Sänger Jack Ludwig, reißt das Trio seine Zuhörer tanzend und steppend zum Mitklatschen und zu Beifallsstürmen hin. Es ertönen typische Balladen und der Pub-Klassiker „No, nay, never“, hierzulande besser bekannt unter „An der Nordseeküste“ von Klaus & Klaus. Auch Mozarts „Kleine Nachtmusik“ haben die Dance Master drauf – sehr irisch und sehr gekonnt. Zum Finale steigert die Ballettkompanie nochmal das Tempo. Und trotz der Anstrengung gönnt sie dem Publikum für den entzückten, tosenden Beifall drei Zugaben und nach der Vorstellung eine Autogrammstunde.

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