Markus Wieland Geschäftsstellenleiter des TEV Miesbach.

Eisstadion

TEV darf weiter hoffen: Innenministerium prüft finanzielle Hilfe für Hallendach

Miesbach - Der TEV Miesbach darf nach einem Treffen im Landratsamt weiter auf finanzielle Unterstützung vom Freistaat hoffen.

Im Zuge der CSU-Klausurtagung in Kreuth trafen sich am Dienstag im Landratsamt Miesbach auf Initiative von Wirtschaftsministerin Ilse Aigner Staatssekretär Gerhard Eck, Ministerialrat Martin Grillenberger, Landrat Jakob Kreidl, Miesbachs Bürgermeisterin Ingrid Pongratz, Miesbachs Sportreferent Jochen Holzkamm, CSU-Kreistagsfraktions-Chef Josef Bichler sowie vom TEV Vorsitzender Dieter Taffel und Geschäftsstellenleiter Markus Wieland im Landratsamt Miesbach, um Möglichkeiten zu erörtern, dem TEV zu helfen. Seitens des Innenministeriums gab es am Ende ein positives Signal: Man will eingehend nach einer Lösung suchen.

Die Bredouille des Eissportvereins ist bekannt: In den Dachbalken der vereinseigenen Eishalle wurden im Sommer tiefe Rissen entdeckt. Die Arbeiten sind mittlerweile abgeschlossen, dafür klafft ein großes Loch in der Vereinskasse. Von der rund 250 000 Euro teuren Sanierung sind noch 100 000 Euro offen. Der Rest kam über Spenden, ehrenamtliche Arbeit sowie 50 000 Euro Zuschuss vom Landkreis zusammen. Die Stadt Miesbach, die selbst finanziell angeschlagen ist, übernahm die Bürgerschaft für das Darlehen.

Wie Kreissportreferentin Sabine Wittmann berichtet, wurde am Dienstag über eine Stunde lang ausführlich über den TEV Miesbach diskutiert: über die Situation, über Lösungsmöglichkeiten, über die Bedeutung der Eishalle für den Landkreis. Denn beim TEV geht es nicht nur um Vereinssport, wie die Sportreferentin betont: „In der Miesbacher Halle lernen vor allem Kinder aus Kindergärten und Schulen aus dem gesamten Landkreis Eislauf und Eishockey.“

Am Willen zu helfen fehlt es nicht, jedoch stehen die Förderrichtlinien für Sportstätten rechtlich im Weg. Diese wurden vor rund eineinhalb Jahren geändert und sehen vor, dass Eishallen, Schwimmhallen und Golfanlagen generell nicht vom Staat finanziell unterstützt werden. Eine Regelung, mit der laut Wittmann auch der Bayerischer Landessportverband nicht glücklich ist. Denn das Regelwerk geht davon aus, dass Eishallen in kommunaler Hand sind. Leider gibt es eine Handvoll Ausnahmen, zu denen auch der TEV zählt, bei denen die Halle dem Verein gehört.

Beim TEV schöpft man nach dem Gespräch in großer Runde neue Hoffnung. „Es war eine breite Unterstützung zu spüren“, berichtet Wieland. „Alle standen hinter uns und wollen sich einsetzen. Für uns ist das ein sehr positives Zeichen. Wir sind dankbar, dass unsere Arbeit so gewürdigt wird.“

Der Betrieb der Eishalle sei eh schwer genug. Der Verein trage die Kosten für Energie, Wasser, Strom und Eismeister. Zudem galt es in den vergangenen Jahren immer wieder Ausstattung zu erneuern und zu reparieren. „Mittlerweile ist alles gut in Schuss“, sagt Wieland. Er ist nun umso zuversichtlicher, dass der TEV auch diese Hürde meistern wird.

ddy

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