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Projekt Dorfheizung: Das passiert aktuell in Bayrischzell

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Parkplatz am Schwebelift in Bayrischzell
Auf dem Parkplatz des Bayrischzeller Schwebeliftes könnte ein Heizhaus für ein Nahwärmenetz mit einem zehn Meter hohen Turm entstehen. © Weber

Bayrischzell – Bayrischzell tüftelt weiter am Projekt Dorfheizung. Bürgermeister Georg Kittenrainer informierte nun über den aktuellen Stand.

In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats in Bayrischzell gab Bürgermeister Georg Kittenrainer einen Sachstandsbericht zum geplanten Dorfheizungsprojekt. Die Gemeinde prüft derzeit die Machbarkeit. Unterstützt wird die Gemeinde bei diesem Vorhaben von der Energiewende Oberland. Jetzt sollen von den Hausbesitzern erste Vorverträge unterschrieben werden.

Der bereits in der Septembersitzung genannte Platz für das geplante Nahwärmenetz als Hackschnitzelheizung, der Parkplatz des Schwebelifts in Bayrischzell, wurde zwischenzeitlich näher überprüft. Mitte November gab es einen Ortstermin mit verschiedenen Fachbehörden. „Der Standort scheint ideal“, bestätigte Georg Kittenrainer.

Areal am Schwebelift weiter Parkplatz

Die Gemeinde müsste dort für das Heizhaus keine neuen Flächen versiegeln. Das Areal weiter als Parkplatz zu nutzen, kann sich der Bürgermeister mit einem Parkplatz auf dem Dach des entstehenden Gebäudes gut vorstellen. Gebraucht wird für die Anlage ein zehn Meter hoher Kamin. „Der ist aufgrund der Emissionen notwendig“, erklärte er. Es gab beim Ortstermin keine Einwände der Fachbehörden.

In den nächsten Wochen sollen bereits Vorverträge an die potenziellen Anschlussnehmer verschickt werden. „Die Vorverträge geben Planungssicherheit“, sagte er. Anhand der Rückmeldungen soll die wirtschaftliche Durchführbarkeit geprüft werden. Geplant sei auch, eine Betriebsgesellschaft zu gründen, an der sich die Gemeinde Bayrischzell voraussichtlich mit 10 bis 20 Prozent beteiligen werde. Die Möglichkeit, dass sich die Gemeinde beteiligen kann, sei von der Kommunalaufsicht in Aussicht gestellt worden.

Bayrischzell will GmbH gründen

Neben Martin Storr soll es noch einen weiteren Gesellschafter geben, der jedoch noch nicht feststeht. Die Verträge zur GmbH-Gründung würden vorbereitet. „Das Interesse am Projekt ist sehr rege“, erklärte der Bürgermeister. Dennoch sehe er auch Risiken. Falls nicht genügend Anschlussnehmer unterschreiben, könnte das Projekt wirtschaftlich unrentabel werden. Auch die momentan rasant steigenden Preise auf dem Bau machen Georg Kittenrainer Sorgen. Baubeginn wäre frühestens im Herbst 2022 und bis dahin wisse man nicht, wo die Preise hingehen.

Dennoch überwiege bei ihm die positive Stimmung. „Ich persönlich stehe voll hinter dem Projekt“, sagte der Rathauschef – und: „Das Interesse der Bürger ist sehr groß.“ Viele positive Rückmeldungen von Hausbesitzern für die Dezembersitzung wären für den Bürgermeister ein schönes Weihnachtsgeschenk. jw

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