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Auf der A93: Mit Migranten, Drogen und Messer zur Grenzkontrolle

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Drogenpakete
Bei Grenzkontrollen auf der A93 hat die Rosenheimer Bundespolizei in einem Fahrzeug mit belgischen Kennzeichen mehrere Drogenpakete entdeckt. Insgesamt handelt es sich um rund zwei Kilogramm Haschisch. © Bundespolizei

Rosenheim/Kiefersfelden – Migranten, Drogen und eine Waffe hatte ein tunesischer Autofahrer bei einer Kontrolle der Polizei auf der A93 nahe Kiefersfelden dabei.

Die Bundespolizei hat bei Grenzkontrollen auf der Inntalautobahn einen tunesischen Autofahrer festgenommen. „Offenkundig war seine Fahrt in mehrfacher Hinsicht illegal“, resümiert Sprecherin Yvonne Oppermann von der Bundespolizeiinspektion Rosenheim.

Er beförderte zwei Landsleute, die ohne Dokumente unterwegs waren, über die Grenze. Zudem hatte das Trio ein verbotenes Messer und etwa zwei Kilogramm Haschisch dabei. Die drei Männer mussten am Dienstag (14. Dezember) auf richterliche Anordnung hin die Untersuchungshaft antreten.

Was war passiert? „An der Grenzkontrollstelle nahe Kiefersfelden stoppten die Bundespolizisten ein Auto mit belgischen Kennzeichen“, erklärt die Polizei. „Der 36-jährige Fahrer wies sich mit seinem Führerschein und einer Aufenthaltserlaubnis für Belgien aus. Einen Reisepass hatte er nicht dabei.“ Seine beiden Mitfahrer konnten keinerlei Dokumente vorlegen. Eigenen Angaben zufolge stammen die 22 und 25 Jahre alten Männer ebenfalls aus Tunesien.

Als sie das Fahrzeug durchsuchten, fanden die Beamten unter dem Beifahrersitz in Plastiktüten versteckt vier Drogenpakete. Wie sich herausstellte, handelt es sich dabei um rund zwei Kilogramm Haschisch. Zudem lag im Handschuhfach griffbereit ein Einhandmesser. Keiner der drei Insassen wollte sich in den Diensträumen der Bundespolizei zu der illegalen Tour oder den aufgefundenen Drogen äußern.

Die weiteren Ermittlungen zu den mitgeführten Betäubungsmitteln führt das Zollfahndungsamt in München. Aufgrund des Verdachts der versuchten unerlaubten Einreise beziehungsweise des Einschleusens sowie der illegalen Einfuhr von Betäubungsmitteln beantragte die zuständige Staatsanwaltschaft Untersuchungshaft für die drei Tunesier. Auf richterliche Anordnung hin wurden sie getrennt voneinander in verschiedene Justizvollzugsanstalten eingeliefert. ksl

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