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Bruckmühler (33) ist neuer Volksmusikpfleger des Bezirks Oberbayern

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Von: Sandra Hefft

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Neuer Volksmusikpfleger
Bezirkstagspräsident Josef Mederer (l.) gratulierte Volksmusikpfleger Leonhard Meixner. © Bezirk Oberbayern/Englmaier

Landkreis – Volksmusik durchdringt schon immer das Leben von Leonhard Meixner. Nun macht der 33-Jährige aus Bruckmühl seine Leidenschaft zum Beruf.

Oberbayern hat einen neuen Volksmusikpfleger: Leonhard Meixner, Leiter des Musikprojekts „Cubaboarisch 2.0”, übernimmt das Sachgebiet Volksmusikpflege im Zentrum für Volksmusik, Literatur und Popularmusik (ZeMuLi) des Bezirks Oberbayern in Bruckmühl. Der 33-Jährige folgt auf Bernhard Achhorner, der aus persönlichen Gründen Ende September ausgeschieden war.

„Es freut mich sehr, dass wir mit Leonhard Meixner einen so vielseitigen Volksmusikpfleger gewonnen haben“, sagte Bezirkstagspräsident Josef Mederer. Meixner kennt das ZeMuLi bereits aus dem Effeff. Seit 2010 ist er dort freier Mitarbeiter und hat ein umfassendes Wissen über Bestände und Sammlungen. „Besonders freut es mich, dass Leonhard Meixner musikalisch so breit aufgestellt ist. Er hat seine Wurzeln in der traditionellen Volksmusik und spricht dank seiner musikalischen Erfahrungen auch ein junges Publikum an“, sagte Mederer.

Meixner, der in Bruckmühl lebt, stammt aus einem musikalischen Elternhaus. An der Berufsfachschule für Musik Altötting erhielt er eine Ausbildung in den Hauptfächern Posaune und Chorleitung. Diese schloss er als staatlich geprüfter Leiter in Laienmusik ab. Des Weiteren verfügt Meixner über eine Gesangsausbildung in den Stimmlagen Bariton und Tenor. An der Hochschule für Musik in Nürnberg erwarb er ein Diplom als Musikpädagoge – eine Expertise, die er als Lehrer an der Musikschule Rosenheim praktisch eingebracht hat.

In der musikalischen Welt ist Leonhard Meixner als Mitglied der Gruppe „Die Cubaboarischen“ überregional bekannt. Seit deren Auflösung 2018 leitet er das Musikprojekt „Cubaboarisch 2.0“. Die Formation schlägt eine Brücke von der traditionellen Volksmusik hin zu karibischen Rhythmen. Meixner ist aber auch aus Funk und Fernsehen als Interpret traditioneller Gstanzl mit humorigen Texten bekannt. Das musikalische Multitalent beherrscht neben seinen Hauptinstrumenten Posaune und Trompete auch Steirische Harmonika, Basstrompete, Tuba, Percussion, Alphorn und Gitarre.

Als Volksmusikpfleger möchte Meixner ein kulturelles Angebot schaffen, das möglichst viele Zielgruppen erreicht. „Volksmusik ist nichts Verstaubtes, sie ist jung und lebendig. Das sehen wir an den vielen jungen Volksmusikgruppen“, sagte er bei seinem Einstand. „Wir wollen neue Angebote schaffen, neue Zielgruppen erreichen und mit dem ZeMuLi den Musikanten und Sängern einen Ort der volksmusikalischen Bildung schaffen.“ she

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