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Corona im Landkreis Miesbach: Testzentrum erweitert Öffnungszeiten

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Von: Katja Schlenker

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3G-Regel als Basis der aktuellen Corona-Regeln in Deutschland
Die 3G-Regel ist die Basis der aktuellen Corona-Regeln in Deutschland. Auch im Landkreis Miesbach ist vieles nur möglich, wenn man geimpft, getestet oder genesen ist. © Sven Hoppe/dpa (Symbolbild)

Landkreis – Corona-Mutationen sind auch im Landkreis Miesbach aktiv. Aktuelle Infos zur 7-Tage-Inzidenz gibt es in unserem News-Ticker.

Das Wichtigste in Kürze:

Service:

Update, 18.20 Uhr: Neuer News-Ticker

Hier geht es zum neuen Ticker mit allen aktuellen Informationen rund um das Coronavirus im Landkreis Miesbach.

Update, 17.10 Uhr: Testnachfrage steigt

Trotz der gestiegenen Anzahl von Neuinfektionen hat der Landkreis Miesbach als einer der wenigen in Oberbayern die Schwelle der 7-Tage-Inzidenz 50 noch nicht überschritten. „Es ist davon auszugehen, dass der bundesweit steigende Trend sich aber auch im Landkreis weiter fortsetzen wird“, informiert das Landratsamt. „Weiterhin sind mehr als 80 Prozent der Neuinfektionen auf Reiserückkehrer zurückzuführen.“

Es gebe zahlreiche kleinere zusammenhängende Fallkonstellationen wie beispielsweise Familien, deren Mitglieder sich gegenseitig infiziert haben und die zu vergleichsweise hohen Zahlen in einzelnen Gemeinden führen. Die Altersgruppe der infizierten Personen habe sich gegenüber den vergangenen Wellen in jüngere Altersgruppen verschoben.

Betrachte man die 42 Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage, fallen 17 Neuinfektionen in die Altersgruppe 15 bis 34 und 12 in die Altersgruppe 35 bis 59. Lediglich 6 Infektionen seien der Altersgruppe 60 bis 79 zuzuordnen. Die als hoch ansteckend geltende Delta-Variante wurde im Landkreis Miesbach laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bisher 72-mal identifiziert.

Ein kleineres Cluster habe sich im Zusammenhang mit einer Pflegeeinrichtung im Tegernseer Tal ergeben. Dem Ausbruchgeschehen seien bewohnerseitig sechs zusammenhängende Neuinfizierte zugeordnet. „Erfreulich ist, dass alle betroffenen Personen bisher einen vergleichsweise milden Verlauf aufweisen“, erklärt das Landratsamt. Sämtliche infektionsmedizinisch erforderlichen Maßnahmen, um das Infektionsgeschehen einzudämmen, seien von der Einrichtungsleitung, eng abgestimmt mit dem Gesundheitsamt, bereits ergriffen worden. Aus Gründen des medizinischen Datenschutzes sei es dem Landratsamt nicht möglich, weitere Details, insbesondere zum Impfstatus bekannt zu geben.

Die Nachfrage nach Schnelltests sei nach dem Inkrafttreten der Regeln zum Schwellenwert 35 oder mehr sprunghaft angestiegen, heißt es weiter. „Während es zuvor im Durchschnitt 400 bis 700 Tests pro Tag über reihentestung.de waren, werden derzeit durchschnittlich 1.500 Schnelltests täglich getätigt“, erklärt die Behörde.

Allein am Testzentrum des Landkreises Miesbach waren es am Samstag (28. August) 143 und am Sonntag (29. August) 172 Schnelltests. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage erweitert das Testzentrum am Zuchtverband die Öffnungszeiten an Wochenenden und Feiertagen auf den Zeitraum 9 bis 11.45 Uhr.

Bei weiter steigender Nachfrage würden auch werktags die Testzeiträume angepasst. Die tagesaktuellen Öffnungszeiten gibt es auf der Internetseite des Landkreises unter www.landkreis-miesbach.de/testzentrum.

207 Impfungen wurden im Landkreis-Impfbus in der vergangenen Woche getätigt – Mittwoch 86, Donnerstag 43, Freitag 9, Samstag 30 und Sonntag 39. Im Krankenhaus Agatharied nutzten 126 Personen die Möglichkeit, sich impfen zu lassen. Der Drive-in am Landkreis-Testzentrum wurde für 62 Impfungen beansprucht. Den meisten Zulauf hat die Happy-Hour im Impfzentrum mit 406 Erst- und Zweitimpfungen in der vergangenen Woche.

Zudem beginnen die mobilen Teams des Impfzentrums diese Woche damit, Bewohner von Pflege- und weitere Einrichtungen mit vulnerablen Gruppen sowie Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen im Landkreis Miesbach aufzusuchen und Auffrischungsimpfungen durchzuführen.

Update, 15.45 Uhr: Neue Regeln im Amateurfußball

Die bayerische Staatsregierung hat nach der Sitzung des Ministerrats am Dienstag (31. August) ihr weiteres Vorgehen im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie vorgestellt. Die neuen Maßnahmen betreffen auch den Amateurfußball in Bayern. Mit Inkrafttreten der neuen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung ab Donnerstag, 2. September, spielt die Höhe der Inzidenz im Freien grundsätzlich keine Rolle mehr, auch wird nicht mehr zwischen Steh- und Sitzplätzen für Zuschauer unterschieden.

Bei Sport im Freien entfällt auch weiterhin die 3G-Regel für Aktive wie Besucher. Zugelassen sind unter diesen Bedingungen bis zu 1.000 Zuschauer. Geht die Zahl der Personen darüber hinaus, tritt auch beim Sport im Freien die 3G-Regel in Kraft, wobei Verantwortliche des Heimvereins für das Einhalten dieser zuständig sind. Sobald die entsprechenden Gesetzestexte und Rahmenpläne veröffentlicht werden, wird auch der Bayerische Fußball-Verband (BFV) umgehend seinen Mitgliedern das überarbeitete und entsprechend angepasste Musterhygienekonzept zur Verfügung stellen.

„Das sind gute Nachrichten für den Amateurfußball, ja, für den gesamten Breitensport in Bayern und damit für das Ehrenamt“, sagt Schatzmeister Jürgen Faltenbacher, der sich im BFV-Präsidium für den Spielbetrieb im Freistaat verantwortlich zeichnet: „Wir haben bereits vor mehreren Monaten deutlich gemacht, dass die Inzidenz alleine für sich nicht der Gratmesser sein darf. Wir sind erleichtert, dass dies auch die Staatsregierung so sieht. Damit wird vieles nun leichter und vor allem verständlicher umsetzbar sein. Auch die Tatsache, dass es mit der Neuregelung möglich sein wird, jetzt wieder mehr als die bis dato erlaubten 1.500 Zuschauer zuzulassen, hilft vor allem unseren höherklassigen Klubs enorm weiter.“

Unter freiem Himmel gibt es bei Veranstaltungen ab 2. September keine generelle Maskenpflicht mehr. Ausgenommen sind Eingangs- und Begegnungsbereiche, sollten mehr als 1.000 Personen zugelassen sein. Aber auch hier reicht fortan das Tragen einer medizinischen Maske, sofern die neu eingeführte Krankenhausampel nicht auf Gelb oder Rot springt. Benötigt wird auch weiterhin grundsätzlich ein Hygienekonzept. Ein Muster stellt der BFV zur Verfügung, sobald die Gesetze veröffentlicht sind. Bei einem Publikumsaufkommen von mehr als 1.000 Personen muss dies zudem vorab der Kreisverwaltungsbehörde zur Durchsicht vorgelegt werden.

Die neuen Regeln gelten mit Inkrafttreten der neuen 14. bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (14. BayIfSMV) am 2. September und gelten zunächst bis einschließlich 1. Oktober. Sobald die entsprechenden Gesetzestexte und Rahmenpläne veröffentlicht werden, wird auch der BFV seinen Mitgliedern das überarbeitete und entsprechend angepasste Musterhygienekonzept zur Verfügung stellen.

Update, 31. August, 14.35 Uhr: Erleichterungen für Sportvereine

Das bayerische Kabinett hat am Dienstag (31. August) weitere Erleichterungen für Sportvereine beschlossen. „Bei großen Sportveranstaltungen sind künftig sowohl indoor, als auch outdoor mindestens 5.000 Zuschauer zulässig. Hinzu kommen darüber hinaus nochmals 50 Prozent der Restplatzkapazität, jedoch nicht mehr als 25.000“, sagte Bayerns Innen- und Sportminister Joachim Herrmann nach der Sitzung.

Weiterhin seien künftig auch wieder Stehplätze erlaubt und die Maskenpflicht im Außenbereich entfalle. Voraussetzung bei Veranstaltungen über 1.000 Personen beziehungsweise indoor bei einer 7-Tage-Inzidenz über 35 sei jedoch, dass nur Geimpfte, Getestete oder Genesene Zugang zu Sportveranstaltungen erhalten.

Für Sporttreibende selbst entfalle jede zahlenmäßige Beschränkung. Für sie gelte nur indoor die 3G-Regel bei einer 7-Tage-Inzidenz über 35 oder bei Veranstaltungen über 1.000 Personen.

„Wir stehen selbstverständlich hinter unseren bayerischen Sportvereinen und lassen sie nicht alleine“, betonte Herrmann. „Ich bin sicher, dass mit dieser Entscheidung wieder mehr Normalität in die Sportstätten einziehen wird.“ Grundlage der Neuregelung ist der Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz vom 10. August.

Wie Sportminister Herrmann weiter erklärte, haben die Vereine auch für Zuschauer im Innenbereich die Möglichkeit, auf das Tragen von Masken zu verzichten, wenn die notwendigen Abstände von 1,50 Meter eingehalten werden.

„Mit dieser Lösung haben wir einen guten Weg gefunden, wie wir einerseits dem Infektionsschutz nach den aktuellen Umständen ausreichend Rechnung tragen und andererseits den Vereinen entgegenkommen. Jede Erleichterung bei den Zuschauerregeln ist selbstverständlich ein großer Gewinn in finanzieller Hinsicht als auch für die Stimmung vor Ort“, sagte er.

Update, 17.05 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die ausschlaggebende 7-Tage-Inzidenz liegt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Montag (30. August) bei 42,9 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 4.749 – 42 davon aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

Update, 30. August, 8.50 Uhr: Quarantäne verkürzt

Wird ein Land zum Hochinzidenzgebiet zurückgestuft, verkürzt dies die Quarantänedauer einer geimpften Person, die noch aus einem Virusvariantengebiet zurückgekehrt ist. Dies ergibt sich aus einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Mainz. Andernfalls läge ein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz aus Artikel 3 des Grundgesetzes vor, erläutert das Rechtsportal anwaltauskunft.de.

Die zweifach geimpfte Antragstellerin kehrte am 3. Juli negativ getestet aus Portugal zurück. Zu diesem Zeitpunkt war Portugal als Virusvariantengebiet eingestuft. Seit dem 7. Juli wird das Land nach der geltenden Coronavirus-Einreiseverordnung des Bundes nur als Hochinzidenzgebiet eingeordnet. Das Gesundheitsamt informierte die Frau, dass sie eine 14-tägige Quarantäne einhalten müsse. Dagegen wandte sie sich mit einem Eilantrag. Sie machte geltend, die Herabstufung zu einem Hochinzidenzgebiet während der Zeit der Quarantäne müsse zu deren Verkürzung führen.

Das Verwaltungsgericht gab der Frau im Wege der einstweiligen Anordnung Recht. Zwar ergebe sich aus den maßgeblichen Regelungen der Coronavirus-Einreiseverordnung und ihrer Begründung nicht, dass sich die Zeit reduziere, wenn das Land während begonnener Quarantäne herabgestuft werde. Der Verordnungsgeber betone ausdrücklich die Maßgeblichkeit der Einstufung als Risikogebiet zum Zeitpunkt der Einreise nach Deutschland. Auch blieben nachträgliche Umstände wie eine Rückstufung unerwähnt. Der Gesetzgeber wolle so die weitere Verbreitung des Virus nach Einreise aus Risikogebieten, insbesondere aus Virusvariantengebieten verlangsamen.

Dem Gericht erschien jedoch eine Aufrechterhaltung der Quarantäne ab dem Zeitpunkt der Runterstufung nicht mehr vereinbar mit dem Gleichbehandlungsgrundsatz. Ohne erkennbaren sachlichen Grund bestehe eine Benachteiligung gegenüber Personen, die erst im Anschluss an die Rückstufung von Portugal als Hochinzidenzgebiet nach dem 7. Juli in die Bundesrepublik eingereist seien. Zudem habe vermutlich lediglich die zunehmende Verbreitung der sogenannten Deltavariante auch im Bundesgebiet zur Abstufung von Portugal geführt. Daher sei ab diesem Zeitpunkt eine besondere Gefährlichkeit von Rückkehrern aus diesem Land nicht mehr anzunehmen.

Update, 27. August, 11.40 Uhr: Haltestellen des Impfbusses

Der Fahrplan für den Impfbus im Landkreis Miesbach in der kommenden Woche steht fest:

Update, 17.50 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die ausschlaggebende 7-Tage-Inzidenz liegt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Donnerstag (26. August) bei 48 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 4.730 – 45 davon aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

„Über 80 Prozent der Neuinfizierten sind derzeit Reiserückkehrer“, teilt das Landratsamt Miesbach mit. „Sonst ist das Infektionsgeschehen weiterhin diffus.“ Es gebe einige kleinere zusammenhängende Fallkonstellationen wie beispielsweise Familien, deren Mitglieder sich gegenseitig infiziert haben und die zu vergleichsweise hohen Zahlen in einzelnen Gemeinden führen.

Update, 26. August, 9.15 Uhr: Start ins neue Kita-Jahr

In diesen Tagen starten viele Kinderbetreuungseinrichtungen ins neue Kita-Jahr unter Pandemie-Bedingungen. „Unser oberstes Ziel ist eine sichere Kinderbetreuung. Wir haben ein ganzes Bündel an Schutzmaßnahmen für unsere Kleinsten“, erklärt Bayerns Familienministerin Carolina Trautner dazu. „Die wirksamste Maßnahme ist jedoch eine hohe Impfquote. Um unsere Kinder zu schützen, ist es sehr wichtig, dass sich Eltern, Familienangehörige und das Kita-Personal, das nicht nur in diesen Zeiten Herausragendes leistet, impfen lassen. Denn damit schützen Sie nicht nur sich, sondern auch unsere Kinder, die sich noch nicht impfen lassen können.“

Corona-Tests für Kinder: Das bewährte System der Berechtigungsscheine wird bis Ende 2021 in Kooperation mit den Apotheken fortgesetzt. „Das Testangebot für Kinder ist weiterhin freiwillig und ein wichtiger Baustein in unserer Teststrategie, um Infektionen frühzeitig zu erkennen“, sagt die Ministerin. „Ich will an alle Eltern appellieren: Nutzen Sie diese kostenfreie Möglichkeit und testen Sie ihre Kinder regelmäßig und unkompliziert zu Hause.“ Gerade zum Ende der Urlaubszeit sei dies wichtig, um Infektionen frühzeitig zu erkennen und corona-bedingte Schließungen von Kita-Gruppen, wovon viele weitere Kinder und Beschäftigte betroffen wären, zu vermeiden.

Die Kinderbetreuungseinrichtungen wurden bereits Mitte August mit einem Newsletter über die Fortführung des Testkonzepts informiert und geben ab 1. September pro Kind drei aktualisierte Berechtigungsscheine im Abstand von mindestens fünf Wochen aus.

Das System bleibt wie gehabt: Die kostenfreien Selbsttests können durch die Eltern in einer Apotheke ihrer Wahl gegen die Vorlage eines Berechtigungsscheins abgeholt werden. Mit jedem Berechtigungsschein erhalten die Familien für einen Zeitraum von jeweils fünf Wochen zehn Selbsttest-Kits pro Kind.

Der Berechtigungsschein besteht aus zwei Teilen: Ein Teil verbleibt nach dem Abholen der Selbsttest-Kits in der Apotheke. Der andere Teil soll von den Eltern nach dem Einlösen und Gegenzeichnen in der Apotheke an die Kita zurückgegeben werden. Die Tests der Kinder erfolgen idealerweise zweimal pro Woche in regelmäßigen Abständen. Die Testergebnisse müssen nicht dokumentiert und in der Kindertageseinrichtung oder -pflegestelle vorgelegt werden.

Corona-Tests für das pädagogische Personal: Auch hier werde das bewährte System fortgeführt. Kita-Beschäftigte können sich zweimal pro Woche selbst testen und erhalten dazu kostenlose Selbsttests.

Eingewöhnung in der Kita: Zahlreiche Kinder besuchen in den kommenden Tagen das erste Mal eine Kinderkrippe oder einen Kindergarten. Es sei wichtig, dass die Phase der Eingewöhnung in die Kita auch in Corona-Zeiten gemeinsam mit den Eltern durchgeführt werde, betont Familienministerin Trautner.

„Der Übergang von der Familie in die Kita ist für die Kinder ein prägender Moment in ihrem jungen Leben. Denn in unseren Kitas sammeln viele Kinder die ersten Erfahrungen mit frühkindlicher Bildung, Erziehung und Betreuung außerhalb der eigenen Familie. Das ist ein großer Schritt für die Kinder, aber auch für die Eltern“, sagt sie. „Umso wichtiger ist es, dass dieser Prozess gemeinsam durchlaufen wird. Auch in Zeiten von Corona dürfen Eltern grundsätzlich bei der Eingewöhnung ihres Kindes dabei sein und dazu die Einrichtung unter Einhaltung der bestehenden Hygieneregeln betreten.“

Umgang mit Krankheitssymptomen: Auch hier werde die bestehende Regelung im neuen Kita-Jahr fortgesetzt. Kindern ist bei leichten, neu aufgetretenen, nicht fortschreitenden Symptomen ein Besuch der Kindertagesbetreuung trotz der Symptome nur möglich, wenn ein negatives Testergebnis auf eine Corona-Infektion vorgelegt wird. Besucht ein Kind die Kita erst nach Abklingen der leichten Symptome, ist ein Corona-Test nicht erforderlich.

Kranke Kinder mit Fieber, starkem Husten, Hals- oder Ohrenschmerzen, Bauchschmerzen, Erbrechen oder Durchfall haben wie sonst auch weiterhin keinen Zugang zur Kindertagesbetreuung. Die Wiederzulassung nach einer Erkrankung mit diesen Symptomen ist erst wieder möglich, sofern das Kind wieder bei gutem Allgemeinzustand ist und ein negatives Testergebnis auf eine Corona-Infektion vorliegt. Ein Selbsttest ist – auch bei einer leichten Symptomatik – allerdings nicht ausreichend, es muss sich um einen PCR- oder PoC-Antigen-Schnelltest handeln.

Update, 25. August, 16.20 Uhr: Geschäftsklimaindex gesunken

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft trübt sich weiter ein. Der ifo-Geschäftsklimaindex ist im August um 1,3 Punkte auf 99,4 Zähler gesunken, wie das ifo-Institut mitteilt. Es ist der zweite Rückgang in Folge.

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger fordert deshalb Planungssicherheit für Unternehmen: „Viele Betriebe machen sich angesichts steigender Corona-Zahlen Sorgen, gerade im Gastgewerbe und im Tourismus. Ihnen müssen wir jetzt ganz klar sagen: Einen vierten Lockdown wird es nicht geben. Mit der 3G-Regel ist sicheres Öffnen und Wirtschaften auch bei höheren Inzidenzen möglich. Ein erneutes Herunterfahren und Zusperren wäre für viele Betriebe der Todesstoß.“

Der Minister mahnt außerdem ein Drei-Punkte-Paket für das verarbeitende Gewerbe an:

  1. Derzeit machen Lieferengpässe bei Rohstoffen und Vorprodukten zu schaffen. Um zumindest dem Baugewerbe zu helfen und die angespannte Situation beim heimischen Rohstoff Holz zu entspannen, müsse der Bund jetzt endlich die bestehende Einschlagsbeschränkung aufheben. Dass sich Berlin da seit Monaten nicht bewege, befeuere völlig unnötig die Verwerfungen im Markt.
  2. Mit steuerlichen Entlastungen für Unternehmen sollten finanzielle Spielräume für Investitionen und Innovationen geschaffen werden. „Damit stärken wir den Wachstumsmotor“, erklärt Hubert Aiwanger.
  3. Viele Betriebe suchen händeringend nach Fachkräften. „Mit unseren Initiativen zur Fachkräftesicherung leisten wir hier in Bayern bereits wertvolle Unterstützung“, sagt der Minister.

Update, 24. August, 16.30 Uhr: Zahlreiche Neuinfektionen

Entsprechend dem Bundestrend steigen auch die Neuinfektionen im Landkreis Miesbach. Über 80 Prozent der Neuinfizierten sind derzeit Reiserückkehrer, teilt das Landratsamt mit. „Die Urlaubsländer Kroatien, Bosnien und Kosovo treten dabei vermehrt in Erscheinung“, heißt es. „Fünf Neuinfizierte im Landkreis konnten einem überregionalen Cluster zu einer Veranstaltung in Kroatien zugeordnet werden.“

Sonst ist das Infektionsgeschehen im Landkreis weiterhin größtenteils diffus. Es gibt einige kleinere, zusammenhängende Fallkonstellationen wie beispielsweise Familien, deren Mitglieder sich gegenseitig infiziert haben und die zu vergleichsweise hohen Zahlen in einzelnen Gemeinden führen.

Der Impfbus werde zudem gut angenommen. „Das hürdenarme Angebot bewegt zahlreiche Menschen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen“, erklärt das Landratsamt.

„Das Team des Impfbusses ist begeistert von der guten Akzeptanz dieses Angebots“, erläutert das Landratsamt. Herzerwärmend sei der Besuch einer bereits in der Vergangenheit im Impfzentrum geimpften Dame gewesen, die sich mit einer Portion Eis für den Einsatz des Teams während der Pandemie bedankte.

„Impfen hilft, die Pandemie in den Griff zu bekommen. Jede einzelne Impfung ist wichtig. Das Impfzentrum als behördliche Institution des Landkreises hat einen neutralen Charakter und möchte die Bürger offen aufklären und Bedenken ausräumen“, sagt Landrat Olaf von Löwis. „In der Führungsgruppe Corona, die wöchentlich einmal zur aktuellen Landkreislage während der Pandemie tagt, wurde gemeinsam besprochen, dass Anreize für die Impfung nicht ausschlaggebend seien sollen und die Professionalität gewahrt bleiben muss. Wenn ein Veranstalter rund um die Haltestelle des Impfbusses ein kleines Rahmenprogramm veranstalten möchte, dann stehe ich dem nicht im Weg.“

Auch die anderen Angebote des Impfzentrums werden rege genutzt:

Eine einzelne Differenzierung, wie viele Personen sich je Aktion erst- oder zweitimpfen ließen, sei nicht möglich. Abschließend könne gesagt werden, dass die mobilen Angebote gut angenommen werden. Da nicht bekannt ist, aus welchem Grund die Impfwilligen die Angebote nunmehr nutzen, könne keine Aussage dazu getroffen werden, ob die Impfbereitschaft in der Gesellschaft steigt.

Die mobilen Teams des Impfzentrums beginnen ab Montag, 30. August, Bewohner von Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen und weitere Einrichtungen mit vulnerablen Gruppen im Landkreis Miesbach aufzusuchen und dort Auffrischungsimpfungen durchzuführen.

Alle anderen Berechtigten sollen über die niedergelassenen Hausärzte versorgt werden. „Das Impfzentrum muss sich streng an die Vorgaben der Regierung halten, denn spätestens ab dem 1. Oktober sollen die Kapazitäten des Impfbetriebs im Impfzentrum auf 25 Prozent der bisherigen Leistungen heruntergefahren werden“, heißt es.

Das Einhalten der Corona-Hygienemaßnahmen in Gaststätten wurden am 19. August schwerpunktmäßig im Bereich Schliersee und Tegernsee kontrolliert. Eine gemeinsame Kontrolle von Polizei und Landratsamt heb sich angeboten. „Ein Team bestehend aus einer Ärztin des Gesundheitsamts, einer Mitarbeiterin des Fachbereichs 24 Öffentliche Sicherheit und Gewerbe, Ordnungswidrigkeiten und vier Polizeibeamte führte die unangekündigten Überprüfungen bei acht Gaststätten durch“, erklärt das Landratsamt. Kontrolliert wurde, wie die Corona-Hygienemaßnahmen umgesetzt werden.

„Während einige kontrollierte Gaststätten die Corona-Hygienemaßnahmen einwandfrei umsetzen, wurden vier Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet“, so das Resümee. „Die Gaststättenbetreiber wurden vor Ort durch das Landratsamt verwarnt.“ Beanstandet werden mussten unter anderem fehlende Abstände und das Einhalten der Maskenpflicht. Wie hoch die Bußgelder ausfallen, könne abschließend noch nicht gesagt werden, da es sich um laufende Verfahren handele.

Weitere unangekündigte Kontrollen von Gastronomiebetrieben im Landkreis seien geplant.

Update, 16.15 Uhr: Neue Corona-Regeln

Die 7-Tage-Inzidenz liegt im Landkreis Miesbach drei Tage in Folge bei 35 oder mehr. Damit greifen ab Dienstag, 24. August, die Regeln für den Schwellenwert „35 oder mehr“ gemäß der 13. bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung.

Was ändert sich ab Dienstag?

Für welche Bereiche gelten diese neuen Regeln?

Kostenlose POC-Schnelltests können im Testzentrum des Landkreises am Zuchtverband von Montag bis Freitag, 13 bis 14.45 Uhr, sowie an Wochenenden und Feiertagen, von 10 bis 11.45 Uhr, ohne Anmeldung vorgenommen werden. „Bitte registrieren Sie sich vorab auf www.reihentestung.de und halten Sie den QR-Code parat“, erklärt das Landratsamt.

POC-Schnelltests sind ebenso kostenlos in vielen Arztpraxen, Apotheken und Schnellteststationen erhältlich. Unter www.reihentestung.de findet man eine Auswahl an Teststationen im Landkreis Miesbach.

Um einen PCR-Test durchführen zu lassen, ist eine Terminvereinbarung über Terminland und eine Registrierung bei Eurofins notwendig. Termine gibt es im Testzentrum für Montag bis Freitag, von 13 bis 15 Uhr, oder an Wochenenden und Feiertagen, von 10 bis 12 Uhr. Kostenlose PCR-Tests sind nur noch im Testzentrum erhältlich.

Update, 14.05 Uhr: Corona-Regeln im Krankenhaus

Ab Mittwoch, 25. August, gelten auch im Krankenhaus Agatharied neue Corona-Regeln – und zwar für alle, wie Sprecherin Melanie Speicher mitteilt. Demnach müssen Besucher von Krankenhäusern sowie Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, in denen eine den Krankenhäusern vergleichbare medizinische Versorgung erfolgt, ab einer 7-Tage-Inzidenz von 35 oder mehr nun einen Testnachweis vorlegen.

Die Tests dürfen dabei vor höchstens 24 Stunden, im Falle eines PCR-Tests vor höchstens 48 Stunden, durchgeführt worden sein. Neben den PCR- und PoC-Antigentests sowie den unter Aufsicht vorgenommenen Selbsttests werde ab sofort auch ein schriftliches oder elektronisches negatives Testergebnis eines PoC-PCR-Tests anerkannt.

„Ausgenommen von der Testnachweispflicht sind entsprechend der Covid-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung des Bundes weiterhin vollständig Geimpfte (ab Tag 15) sowie Genesene“, erklärt die Sprecherin. „Auch Kinder bis zum sechsten Geburtstag sind von der Regel weiterhin ausgenommen.“

Update, 23. August, 12.25 Uhr: Impfaktion in Sauerlach

Der TSV Sauerlach startet eine Impfaktion am Samstag, 11. September, von 14 bis 18 Uhr. Das mobile Impfteam der Johanniter kommt dafür in die Mehrzweckhalle/Judoraum, Am Otterloher Feld 2 in Sauerlach.

Der Freistaat Bayern hat seine Impfstrategie erweitert, indem er neben den festen Impfzentren auch auf mobile Impfteams setzt. Ein solches Impfteam kommt nach Sauerlach. Wer will, kann sich dort ohne Terminvereinbarung gegen Corona (Erst- und Zweitimpfung) und damit zum eigenen Schutz sowie zum Schutz anderer impfen lassen. Die Impfung nimmt ein Arzt vor.

„Wir helfen mit, dass sich noch mehr Menschen gegen Corona impfen lassen“, sagt der Vereinsvorsitzende Hans Gruber vom TSV Sauerlach. „Deswegen beteiligen wir uns auch an der Aktion und möchten allen ein Impfangebot machen. Mehr Impfschutz bedeutet am Ende auch mehr Sport, weil die Gefahr von wieder erheblichen Einschränkungen im Sport mit zunehmender Impfquote geringer wird.“

Mit dem mobilen Impfteam wird eine unkomplizierte Impfmöglichkeit für alle ab 12 Jahre angeboten. Kinder und Jugendliche müssen mit einem Erziehungsberechtigten kommen. Mitzubringen ist ein amtliches Ausweisdokument und ein Impfpass, wenn vorhanden.

Update, 14.05 Uhr: Tests an Grund- und Förderschulen

Noch im September werden in Bayern PCR-Pooltests für die Jahrgangsstufen 1 bis 4 sowie an Förderschulen mit den Schwerpunkten geistige Entwicklung, körperliche und motorische Entwicklung sowie Sehen eingeführt. Das geben Gesundheitsminister Klaus Holetschek und Kultusminister Michael Piazolo bekannt. An Grund- und Förderschulen wird das sogenannte Lolli-Verfahren eingeführt, bei dem eine Speichelprobe genommen wird, indem auf einem Abstrichtupfer für 30 Sekunden wie auf einem Lolli gelutscht wird.

Zusätzlich wird neben der Poolprobe eine Einzelprobe jedes Schülers genommen, damit im Falle eines positiven Pools sofort ermittelt werden kann, welches Kind in häusliche Isolation genommen werden muss. Zweimal in der Woche werden von den teilnehmenden Schülern Proben genommen und im Labor ausgewertet. Damit wird so viel Präsenzunterricht wie möglich sichergestellt.

Piazolo erklärt: „Nach enger Abstimmung zwischen Gesundheits- und Kultusministerium sowie den Kommunen werden wir rasch nach Unterrichtsstart am 14. September mit den Pooltests beginnen. Gerade für die Kleinen ist die Durchführung der Lolli-Tests viel einfacher. Das erhöht die Sicherheit und verbessert unser Testkonzept. Mit dem Testen schaffen wir die Voraussetzungen für möglichst viel Präsenzunterricht.“

Holetschek erläutert: „Sicherer Präsenzunterricht hat für die Staatsregierung höchste Priorität. Ich freue mich, dass wir mit den Pooltests vielen Kindern den Schulbesuch, Sozialkontakte und gemeinsames Lernen ermöglichen. Gerade, weil Unter-12-Jährige nicht geimpft werden können, sind Tests für diese Altersgruppen von zentraler Bedeutung, um Infektionen früh zu erkennen und eine Ausbreitung zu verhindern.“

Für die Gesundheit der Schüler werde ein gewaltiger logistischer Aufwand betrieben. Für rund 500.000 Schüler in über 25.000 Klassen an rund 3.300 Standorten werden täglich die Tests an den Schulen abgeholt und in Labore transportiert. Dafür sind rund 450 Fahrtrouten pro Tag notwendig. Schulen und Eltern werden rechtzeitig vor Schuljahresbeginn über den genauen Ablauf informiert.

Um allen Schülern einen sicheren Start ins neue Schuljahr zu ermöglichen, hat der bayerische Ministerrat für die ersten Wochen nach Schulstart eine Maskenpflicht vorgesehen. Gerade auch in Anbetracht zahlreicher Reiserückkehrer sowie der nicht in derselben Regelmäßigkeit stattfindenden Tests in der Ferienzeit gilt diese für alle Schüler.

Update, 20. August, 12 Uhr: Fahrplan für Impfbus

Update, 17.55 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die ausschlaggebende 7-Tage-Inzidenz liegt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Donnerstag (19. August) bei 34 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 4.685 – 38 davon aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

Donnerstag, 19. August, 12.15 Uhr: Impfangebote

Mit Beginn des neuen Schuljahrs wird es neben den bereits bestehenden Angeboten in den Impfzentren und Arztpraxen Corona-Impfangebote an bayerischen Schulen geben. Darauf weisen Gesundheitsminister Klaus Holetschek und Kultusminister Michael Piazolo. Die Impfzentren bereiten sich derzeit darauf vor, Schülern ab 12 Jahren auch an Schulen ein niederschwelliges Impfangebot zu machen.

Holetschek betont: „Wir ermutigen alle Schüler ab 12 Jahren sowie deren Eltern, unsere niedrigschwelligen Impfangebote zu nutzen und sich impfen zu lassen. Wir wollen es allen so leicht wie möglich machen: So können die mobilen Impfteams an die Schulen kommen, sodass sich die Schüler direkt vor Ort impfen lassen können. Ob in der Turnhalle, der Mensa oder im Impfbus auf dem Schulparkplatz: Entscheidend ist, dass das freiwillige Impfangebot zu den Kindern und Jugendlichen kommt.“

Piazolo bekräftigt: „Ich freue mich über die Empfehlung der Stiko, denn damit wird die Entscheidung der Eltern, ihre Kinder impfen zu lassen, wissenschaftlich untermauert. Wer seine Kinder sofort impfen lassen will, kann dies bereits jetzt in Impfzentren und bei Hausärzten tun. Nach dem Unterrichtsstart am 14. September werden auch an Schulen Impfungen durchgeführt, wenn Impfzentren, Schulen und Schulaufwandsträger sich darauf verständigen. Impfungen sind elementar für die Eindämmung der Pandemie. Den Präsenzunterricht darf man aber natürlich auch weiterhin ohne Impfung besuchen.“

Holetschek ergänzt: „Derzeit (Stand: 18. August) sind rund 25 Prozent der 12- bis 17-Jährigen erstgeimpft. Diese Quote wollen wir noch steigern. Daher setzen wir auf Impfangebote an Schulen. Die Corona-Schutzimpfung bleibt freiwillig und wird auch künftig keine Bedingung für die Teilnahme am Schulleben werden. Wir möchten aus dem ersten Schulmonat auch den Monat der Erstimpfungen machen.“

Der Gesundheitsminister fügt hinzu: „Schon seit Anfang August bietet Bayern in den Impfzentren Impftermine für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren oder Impftermine etwa als Familiennachmittage an. Nun wird die ständige Impfkommission die Impfung für alle ab 12 Jahren empfehlen. Das ist ein wichtiges Signal für alle Eltern sowie für Kinder und Jugendliche selbst. Wir haben ausreichend Impfstoff für alle zur Verfügung – lassen Sie sich und Ihre Kinder jetzt impfen.“

Holetschek erläutert: „Gerade in den jüngeren Altersgruppen ist die Inzidenz besonders hoch. So weist mit Stand 18. August die Altersgruppe der 15- bis 19-Jährigen eine Inzidenz von 75 auf – also deutlich höher als der bayerische Durchschnitt. Um Infektionen rasch zu erkennen, hat das bayerische Gesundheitsministerium den Schulen ausreichend Testmaterial zur Verfügung gestellt.“

Er ergänzt: „Die Schüler haben bereits vor den Sommerferien viel Erfahrung und Routine gewonnen und gezeigt, wie praktikabel die Tests im Umgang sind. Aber klar ist auch: Mit Testen alleine kommen wir nicht aus der Pandemie – und auch unter Jüngeren kommen schwerere Verläufe oder Long-Covid vor. Daher ermutige ich Eltern, sich mit Blick auf den Schulbeginn schon heute Gedanken zu machen, ob sie ihre Kinder impfen lassen wollen.“

Mittwoch, 18. August, 15.25 Uhr: Klarer Trend bei Inzidenz

Aktuelle Daten aus Bayern zeigen einen klaren Trend, dass Corona-Impfungen die Inzidenzzahl deutlich absenken. Darauf weist Gesundheitsminister Klaus Holetschek hin: „Derzeit (Stand: 17. August) liegt die 7-Tage-Inzidenz bei Ungeimpften in Bayern bei 58 pro 100.000 Einwohner. Dagegen beträgt sie bei Geimpften in Bayern nur 5,75 pro 100.000 Einwohner. Das zeigt, wie wichtig Impfungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie sind – auch für eine Rückkehr zu möglichst vielen Freiheiten und mehr Normalität.“

Holetschek fügt hinzu: „In Bayern sind mittlerweile mehr als 7,4 Millionen Menschen vollständig geimpft. Die Impfquote liegt damit bei rund 56,5 Prozent. Doch die Inzidenzen steigen wieder. Aktuell liegt die 7-Tage-Inzidenz in Bayern schon bei 31. Vor nur einer Woche (10. August) lag die 7-Tage-Inzidenz noch bei 16. Wir müssen weiterhin mit Vorsicht und Umsicht agieren. Außerdem gelten weiterhin die bekannten AHA-L-Regeln, die ein möglichst hohes Schutzniveau sicherstellen sollen.“

Der Minister betont: „Die beginnende vierte Welle zeichnet sich unverkennbar ab. Klar ist auch: Die Infektionszahlen werden – auch aufgrund der besonders ansteckenden Delta-Variante – insbesondere bei ungeimpften Menschen deutlich steigen. Zeitversetzt werden dann auch aus dieser Gruppe Menschen in die Krankenhäuser eingeliefert.“

Holetschek erläutert: „Ein voller Impfschutz ist nicht nur eine verantwortungsvolle Entscheidung für die eigene Gesundheit, sondern schützt auch das Gesundheitssystem vor einer Überlastung. Die Entscheidung, sich nicht impfen zu lassen, führt im Einzelfall genau zum Gegenteil. Für mich steht außer Frage, dass sich künftige Parameter stärker an der konkreten Belastung des Gesundheitssystems, also der Krankenhäuser, und an der Frage des individuellen Impfschutzes orientieren müssen.“

Der Minister unterstreicht: „Ich appelliere an alle, die bisher noch gezögert haben: Lassen Sie sich impfen. Gehen Sie ins Impfzentrum, zum Arzt oder nutzen Sie eine unserer zahlreichen mobilen Impfaktionen. Der Vergleich der Inzidenzen zeigt deutlich: Die Impfung schützt Sie und Ihre Mitmenschen. Wichtig ist mir auch dieser Hinweis: Ein Impfdurchbruch ist zwar nicht völlig auszuschließen, verläuft aber in der Regel selbst bei vulnerablen Gruppen mild.“

Update, 17. August, 12.30 Uhr: 7-Tage-Inzidenz steigt weiter

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt. Der Landkreis Miesbach folgt damit dem überregionalen Trend. Es gibt laut Landratsamt einige kleinere, zusammenhängende Fallkonstellationen wie beispielsweise Familien, deren Mitglieder sich gegenseitig infiziert haben, und die zu vergleichsweise hohen Zahlen in einzelnen Gemeinden führen. „Die meisten Neuinfektionen lassen sich auf Reiserückkehrer zurückführen“, teilt das Landratsamt mit.

Die Delta-Variante ist weit verbreitet, wenngleich sie nach wie vor nicht die dominierende Variante ist. Aktuell stecken sich eher Jüngere an: Bis auf wenige Ausnahmen, die knapp darüber liegen, sind alle positiven Fälle der vergangenen 7 Tage unter 50 Jahre alt. Das Landratsamt geht davon aus, dass die Zahl der Neuinfizierten weiter steigt. Da jede Person inzwischen zahlreiche Kontaktpersonen hat, dauert die Kontaktnachverfolgung durch das Contact-Tracing-Team wieder etwas länger als die Wochen zuvor.

„Das Impfen nimmt mit dem Einsatz des Impfbusses im wahrsten Sinne des Wortes wieder mehr Fahrt auf“, berichtet das Landratsamt. Demnach ließen sich 145 Menschen bei den ersten Einsätzen des Busses zwischen Mittwoch und Sonntag impfen. Am größten war die Nachfrage am Sonntag vor dem Bräustüberl in Tegernsee (39 Impfungen, davon 33 Erstimpfungen). Am geringsten war sie auf dem Miesbacher Volksfestplatz mit gerade einmal fünf Impfungen.

Mirjam Schrön, stellvertretende ärztliche Leitung im Impfzentrum, berichtet über den Fortschritt der aktuellen Impfoffensive: „Am meisten nachgefragt wird der Impfstoff von Biontech, gefolgt von Johnson&Johnson und Moderna, aber wir bieten grundsätzlich immer jeden Impfstoff an. Zum Impfbus kommen hauptsächlich Einheimische, die froh sind, dass sie nicht extra ins Impfzentrum nach Hausham fahren müssen. Aber auch Bewohner der umliegenden Landkreise und Gäste nehmen das Beratungs- und Impfangebot im Impfbus wahr.“

Das Gleiche gelte in etwa für die Impf-Happy-Hour jeden Tag, zwischen 17 und 20 Uhr, im Impfzentrum in Hausham: „In der Regel kommen täglich etwa 35 bis 50 Impfwillige zur Happy-Hour ins Impfzentrum. Sonntags sind es mit bis zu 70 Personen deutlich mehr, weil wir ab 15 Uhr eine Familiensprechstunde und Schwangerenberatung anbieten. Das kommt sehr gut an. Am meisten wird Biontech nachgefragt, aber auch hier haben wir immer alle Impfstoffe vorrätig, genauso wie am Drive-in in Miesbach und im Krankenhaus Agatharied.“

Insgesamt ist Schrön zufrieden mit dem Impffortschritt: „Es kommen mehr Impfwillige als erwartet zum Impfbus, aber es ist schon noch Luft nach oben. Wichtig ist uns, dass wir Angebote in allen Teilen des Landkreises machen und die Hemmschwelle niedrig ist. Fragen, die an unser Ärzteteam gestellt wurden, bezogen sich übrigens nicht nur ganz allgemein auf die unterschiedlichen Impfstoffe, sondern auch ganz konkret darauf wie, ab wann, womit und für wen mögliche Drittimpfungen geplant sind. Die Frage, weshalb die Stiko noch keine generelle Corona-Impfempfehlung für 12 bis 17-Jährige ausgesprochen hat, wird künftig aber wohl entfallen, da es seit 16. August eine Corona Impfempfehlung der Stiko für alle 12 bis 17-Jährigen gibt. An der Impfung interessierte Kinder und Jugendliche mit ihren Eltern können dabei neben dem Familientag auch jedes andere der unten aufgeführten Impfangebote nutzen.“

Landrat Olaf von Löwis hat sich am Wochenende mit einem Besuch am Bräustüberl-Standort selbst von der Arbeit des Impfteams überzeugt und erneuert seinen Appell: „Impfungen sind unser einziger Weg aus der Pandemie. Ich möchte daher erneut alle Landkreisbürger dazu auffordern, eines unserer zahlreichen Impfangebote anzunehmen. Alle Impfstoffe sind vorrätig. Die komplizierte Anmeldung ist entfallen. Es gibt also keinen Grund mehr, sich nicht impfen zu lassen.“

Die Impfangebote im Landkreis Miesbach:

Zudem gibt es nach wie vor folgende Impfangebote:

Geimpft werden kann bei allen Aktionen jeder Bürger mit gewöhnlichem Aufenthalt in Deutschland oder einer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung in Deutschland. Es gibt keine Priorisierung mehr. Es ist auch keine Anmeldung oder Registrierung mehr notwendig.

Update, 16.15 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die ausschlaggebende 7-Tage-Inzidenz liegt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Montag (16. August) bei 28 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 4.667 – 29 davon aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

Update, 10.10 Uhr: Impfaktion in Bad Wiessee

Am Samstag, 21. August, gibt es eine weitere Impfaktion in Bad Wiessee. Von 9.30 bis 17 Uhr kann man sich auf dem Zentralparkplatz impfen lassen mit allen in der EU zugelassenen Impfstoffen. „Gleichzeitig werden die Freiwillige Feuerwehr Bad Wiessee sowie die BRK-Bereitschaft Bad Wiessee die Gelegenheit nutzen, um im Rahmen eines kleinen Blaulichttags über ihre Arbeit zu informieren“, teilt Bürgermeister Robert Kühn mit.

Auch für Verköstigung sei gesorgt mit Getränken und einem Bratwurstgrill. Die Bratwürste, von denen jeder, der sich an diesem Tag impfen lässt, eine gratis erhält, seien eine Spende von Ex-Bayern-Präsident Uli Hoeneß.

Update, 16. August, 7.15 Uhr: Auffrischungsimpfungen möglich

In Bayern sind Corona-Auffrischungsimpfungen für bestimmte Gruppen ab sofort möglich und sollen vor allem in den Pflegeeinrichtungen beginnen. Gesundheitsminister Klaus Holetschek sagt: „Die Impfzentren und die niedergelassenen, behandelnden Ärzte können in Bayern schon jetzt Auffrischungsimpfungen anbieten. Dabei sollten sich die Ärzte und Impfzentren – diese vor allem mit ihren mobilen Teams – zunächst auf Pflegeeinrichtungen konzentrieren, denn dort leben die Menschen, die zuerst geimpft wurden.“

Nach dem Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz vom 9. August richten sich die Drittimpfungen zunächst insbesondere an Bewohner von Pflegeeinrichtungen sowie Einrichtungen der Eingliederungshilfe und weiteren Einrichtungen mit vulnerablen Gruppen, an Patienten mit Immunschwäche oder -suppression, an Pflegebedürftige in ihrer eigenen Häuslichkeit und an Menschen ab 80 Jahren. Dabei sollen sie zunächst durch ihre behandelnden Ärzte eine Auffrischungsimpfung erhalten. Die staatlichen Angebote für Auffrischungsimpfungen sind ergänzend vorgesehen. Voraussetzung ist zudem, dass die Zweitimpfung mindestens sechs Monate zurückliegt. Vorgesehen ist ein mRNA-Impfstoff, unabhängig davon, mit welchem Impfstoff die erste Impfserie abgeschlossen wurde.

Holetschek erläutert: „Wir haben am 27. Dezember 2020 mit den Impfungen begonnen. Sechs Wochen später gab es die ersten Zweitimpfungen. Folglich können inzwischen die ersten Bürger aus der Zielgruppe, die wir definiert haben, eine Drittimpfung erhalten.“

Der Minister betont: „Selbstverständlich ist dieses Angebot zusätzlich zur Möglichkeit gedacht, dass die Heime eine Impfung durch die sie betreuenden niedergelassenen Ärzte vornehmen lassen wollen. Ich erwarte jetzt keinen Ansturm auf die Impfzentren, denn dies ist kein allgemeiner Aufruf zu Auffrischungsimpfungen. Das Angebot richtet sich zunächst nur an die Bürger mit dem größten Risiko – und auch die Zahl derjenigen, bei denen die erste Impfserie sechs Monate zurückliegt, wird erst nach und nach steigen.“

Der Minister wirbt zudem weiterhin für Erst- und Zweitimpfungen für alle, die noch nicht geimpft oder unentschlossen sind. Holetschek bekräftigt: „Die Auffrischungsimpfungen werden nicht zu Lasten der Erst- und Zweitimpfungen gehen. Wir haben genügend Impfstoff. Erstimpfungen haben weiterhin höchste Priorität. Daher ermuntere ich auch alle Pflegekräfte in den Einrichtungen, die noch nicht geimpft sind, sich unbürokratisch mit impfen zu lassen, wenn ein mobiles Team für Auffrischungen vorbeikommt.“

Bislang stünden noch keine Aufklärungsbögen für die Covid-19-Impfung zur Verfügung, die Auffrischungsimpfungen thematisieren. Solange dies der Fall ist, erfolge die Aufklärung mündlich durch den behandelnden Arzt.

Update, 14. August, 8.20 Uhr: Testpflicht ab Montag

Bayern setzt im Kampf gegen die Corona-Pandemie ab Montag (16. August) verstärkt auf Testpflichten unter anderem für ungeimpfte Besucher und Beschäftigte in Alten- und Pflegeheimen. Darauf weist Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek hin: „Angesichts wieder steigender Inzidenzen müssen wir die besonders gefährdeten Gruppen mit allen Mitteln schützen. Deswegen erweitern wir ab dem 16. August die inzidenzunabhängige Testpflicht.“

Holetschek fügt hinzu: „Mit einer Impfung schützt man sich selbst und andere, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können. Gerade sie müssen wir schützen.“

Ab dem 16. August gilt: Nicht geimpfte oder nicht genesene Beschäftigte in vollstationären Einrichtungen der Pflege, in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, in denen Leistungen der Eingliederungshilfe über Tag und Nacht erbracht werden, in Altenheimen sowie Seniorenresidenzen müssen sich ohne Rücksicht auf die 7-Tage-Inzidenz vor Ort an mindestens zwei verschiedenen Tagen pro Woche, in der sie zum Dienst eingeteilt sind, auf eine Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 testen lassen.

Auch Besucher von Bewohnern von Altenheimen sowie Pflege- und Behinderteneinrichtungen müssen sich unabhängig von der Inzidenz testen lassen, wenn sie nicht vollständig geimpft oder genesen sind. Ab dem 16. August muss zudem das Schutz- und Hygienekonzept von Krankenhäusern sowie Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen ebenfalls ein Testkonzept enthalten, das Testangebote für Beschäftigte an mindestens zwei verschiedenen Tagen pro Woche vorsieht.

Der Minister erklärt: „Es ist ermutigend, wie viel erreicht wurde, um die Bewohner von Pflege- und Behinderteneinrichtungen zu schützen. Wenn wir an die zweite Corona-Welle zurückdenken, gab es dort die meisten schweren und tödlichen Covid-19-Verläufe. Besonders durch die Impfungen hat sich die Situation stark verbessert. Doch auf diesem Erfolg dürfen wir uns nicht ausruhen.“

Holetschek warnt: „Die Inzidenzen steigen weltweit wieder – und die Reisezeit geht dem Ende zu. Wenn Besucher und Mitarbeiter aus dem Urlaub zurückkommen, hat so mancher das Coronavirus im Gepäck. Wir reagieren daher schon heute vorausschauend: Wer sich nicht impfen lassen kann oder will, muss sich ab dem 16. August testen lassen.“

Der Minister betont: „Nutzen Sie die vielen Sonderimpfaktionen im Freistaat und lassen Sie sich impfen. Es war nie einfacher, an eine Impfung zu kommen. Alleine in dieser Woche wurden im Freistaat mehr als 400 Sonderimpfaktionen gemeldet. In den Impfzentren gibt es die schützende Spritze ohne Termin. Nur gemeinsam können wir die Pandemie besiegen und mehr Alltag genießen.“

Update, 13.25 Uhr: Sonderimpfaktionen im Freistaat

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek ruft ungeimpfte Bürger dazu auf, eine der vielen Sonderimpfaktionen des Freistaats zu nutzen und sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Er betont: „Bayern treibt das Impfen to go stark voran. Allein in dieser Woche gibt es mehr als 400 Sonderimpfaktionen in ganz Bayern. Insgesamt wurden uns mehr als 1.100 Angebote des Impfen to go gemeldet. Leichter und bequemer als jetzt war es nie, sich eine Corona-Schutzimpfung zu holen. Das Impfen ist der einzige wirksame Weg aus der Corona-Pandemie – und zurück zu einem Leben mit mehr Normalität.“

Der Minister erklärt: „Gerade niedrigschwellige Angebote laden dazu ein, sich spontan impfen zu lassen. Die Pandemie hat uns gezeigt, dass Rücksicht auf andere ein hohes Gut ist. Auch deshalb sind Impfungen so wichtig. Für mich sind sie ein Zeichen gelebter Nächstenliebe. Jeder, der sich impfen lässt, tut es auch für andere und trägt dazu bei, dass wir als Gemeinschaft die Pandemie beenden.“

Insgesamt sind im Freistaat mehr als 60 Prozent der Menschen laut Robert-Koch-Institut (Stand: 13. August) mindestens einmal und 55,1 Prozent vollständig geimpft. Im Freistaat wurden bereits mehr als 14,8 Millionen Impfungen verabreicht.

Einen Überblick über Sonderimpfaktionen in Bayern gibt es im Internetangebot des bayerischen Gesundheitsministeriums. Zudem soll die Kampagne „Ich tu’s für…“ zum Impfen motivieren.

Update, 13.10 Uhr: Zahlreiche Neuinfektionen

„Am Freitag wurden dem Gesundheitsamt schon elf Neuinfektionen gemeldet, so viele wie in den drei Tagen davor zusammen“, teilt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt in Miesbach mit. „Das Contact-Tracing-Team ist gerade dabei, die Personen zu kontaktieren und herauszufinden, ob es sich um mögliche Cluster handelt oder zumindest um Verbindungen zu den bereits bekannten Fällen.“ Zum jetzigen Zeitpunkt könne das Gesundheitsamt noch nichts über die Häufung der Fälle sagen. Da jeder Indexfall inzwischen zahlreiche Kontaktpersonen habe, könne es durchaus sein, dass das Kontaktpersonenmanagement etwas dauert.

„Nachdem der Landkreis Miesbach in den vergangenen Tagen den mitunter niedrigsten Wert in Oberbayern aufwies, ist der Anstieg nun nicht besonders verwunderlich“, heißt es weiter.

Auch wenn die 7-Tage-Inzidenz am Samstag, 14. August, wahrscheinlich auf 25 steige, ergeben sich vorerst keine neuen Einschränkungen. Die nächste Schwelle für Einschränkungen nach der bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung sei für die meisten Bereiche eine 7-Tage-Inzidenz von über 50 an drei aufeinanderfolgenden Tagen.

Update, 13. August, 11.05 Uhr: Haltestellen des Impfbusses

Update, 12. August, 18.50 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die ausschlaggebende 7-Tage-Inzidenz liegt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Donnerstag (12. August) bei 11 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 4.648 – 14 davon aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

„Bei den Neuinfektionen handelt es sich größtenteils um einzelne, nicht zusammenhängende Fälle“, erklärt das Landratsamt. „Das Infektionsgeschehen ist weiterhin diffus.“ Der zusätzliche Verstorbene sei eine Nachmeldung aus dem Winter.

Update, 10. August, 11.15 Uhr: Neue Impfaktion geplant

Mit einer 7-Tage-Inzidenz von 9 liegt der Landkreis Miesbach derzeit deutlich unter dem bundes- und landesweiten Durchschnitt. „Es gibt aktuell keine größeren Cluster“, teilt Sprecherin Sophie-Marie Stadler mit. „Die Delta-Variante ist auch im Landkreis Miesbach auf dem Vormarsch, jedoch noch nicht dominierend.“ Bei 7 der 17 Neuinfektionen in den vergangenen 14 Tagen wurde die Delta-Variante bestätigt.

Mit den Sommerferien steigt auch wieder das Testaufkommen: Mit 600 bis 800 Schnelltests pro Tag werden ungefähr doppelt so viele Abstriche über das landkreisweite Portal www.reihentestung.de genommen wie noch vor den Sommerferien.

Am Mittwoch, 11. August, startet zudem der Impfbus des vom Landkreis betriebenen Impfzentrums. „Der Landkreis hat dazu einen Bus der Firma Geldhauser anpassen und bekleben lassen“, heißt es in einer Mitteilung. „Impfwillige können ohne Voranmeldung oder Registrierung zum Impfbus kommen. Jeder kann seinen Impfstoff frei auswählen. Der Zweitimpfungstermin wird individuell vereinbart.“

Geimpft werden kann jeder Bürger mit gewöhnlichem Aufenthalt in Deutschland oder einer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung in Deutschland. Im Impfbus gibt es Rückzugsmöglichkeiten für die ärztliche Beratung. Man kann auch nur für eine Beratung zum Impfbus kommen. Ob man sich dann tatsächlich impfen lassen möchte, steht jedem frei.

Das ist der Fahrplan für diese Woche:

Zudem gibt es nach wie vor folgende Impfangebote:

Update, 15.35 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die ausschlaggebende 7-Tage-Inzidenz liegt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Montag (9. August) bei 9 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 4.637 – 9 davon aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

Update, 9. August, 13.25 Uhr: Corona-Hilfen für Pflegeheime

Ab sofort können Pflegeheime beim Freistaat finanzielle Hilfen bei Mindereinnahmen infolge der Corona-Pandemie beantragen. Darauf weist Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek hin.

„Wir starten jetzt mit den finanziellen Corona-Hilfen für Pflegeheime. Ab sofort können Pflegeheime, die aufgrund der Corona-Pandemie finanzielle Einbußen hinnehmen mussten, beim bayerischen Landesamt für Pflege einen entsprechenden Antrag stellen“, erklärt der Minister. „Bisher waren Ausgleichszahlungen ausschließlich für Tagespflegeeinrichtungen möglich. Ich freue mich, dass der Ministerrat am 15. Juni beschlossen hat, auch für Pflegeheime einen Ausgleich für Mindereinnahmen bei den umlegbaren Investitionskosten zu gewährleisten.“

Holetschek betont: „Als Freistaat Bayern stellen wir damit erneut unter Beweis, wie wichtig uns der Erhalt der pflegerischen Infrastruktur ist. Für Tagespflegeeinrichtungen und Pflegeheime werden Haushaltsmittel in Höhe von 57 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.“

„Die Pflegeheime haben die erste Pandemie-Welle wirtschaftlich noch gut verkraftet. Seit Ende der zweiten Pandemie-Welle besteht aber die Gefahr, dass auch Pflegeheime diese Mindereinnahmen nicht mehr schultern können“, erläutert der Minister. „Die geringere Belegung in Folge der Corona-Pandemie führt zu einer finanziellen Belastung der Pflegeheime.“

Viele Plätze in Pflegeheimen konnten wegen der Pandemie aus verschiedenen Gründen nicht belegt werden. Zum Teil war eine Belegung aufgrund von Infektionen nicht möglich. Doppelbelegungen mussten vermieden oder getrennt werden. Die Pflegeheime haben zudem Plätze vorsorglich freigehalten, um Separierungen von Infizierten zu ermöglichen und entsprechende Zonen einzurichten. Darüber hinaus haben sich durch die Ängste der Pflegebedürftigen und deren Angehörigen vor einer Infektion die Neueinzüge in Heime zum Teil hinausgeschoben.

„Wir müssen unbedingt verhindern, dass dringend benötigte Pflegeplätze wegbrechen oder gar Einrichtungen schließen müssen“, betont Holetschek. „Besonders im ländlichen Raum mit kleineren Einrichtungen müssten wir mit Versorgungsengpässen rechnen. Um dies zu verhindern, zahlt der Freistaat für Pflegeheime einen Ausgleich in Höhe von 80 Prozent der Mindereinnahmen im Investitionskostenbereich.“

Voraussetzung für den Ausgleich in Höhe von 80 Prozent der Mindereinnahmen ist für Pflegeheime der Nachweis, dass sie mindestens zweimal von Covid-19-Ausbrüchen oder besonders hart betroffen waren. Besonders hart bedeutet, dass mindestens 15 Prozent der Bewohner gleichzeitig von einer Covid-19-Infektion betroffen waren.

Die neue Richtlinie Corona-Pflege-Investitionsumlage, kurz CoPflegeInvestR, hat die Richtlinie für die Tagespflegeeinrichtungen abgelöst. Die Inhalte der bisherigen Corona-Tagespflege-Investitionsumlage (CoTapfInvestR) wurden unverändert in die neue Richtlinie übernommen.

Weitere Details gibt es unter www.verkuendung-bayern.de und www.lfp.bayern.de. E-Mails können an das Postfach copflege@lfp.bayern.de gerichtet werden.

Update, 7. August, 13.50 Uhr: Appell des Gesundheitsministers

Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek appelliert an noch ungeimpfte Bürger, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. „Das Impfen to go in Bayern läuft mit über 200 Sonderaktionen weiter. Nutzen Sie die vielen kreativen Impfangebote“, sagt er. „Leichter und bequemer als jetzt war es nie, sich eine Corona-Schutzimpfung zu holen. Das Impfen ist der einzige wirksame Weg aus der Corona-Pandemie und zurück zu einem Leben mit mehr Normalität.“

Aktuell weisen Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren sowie junge Erwachsene im Alter zwischen 20 und 34 Jahren mit 32 beziehungsweise 30 die höchsten 7-Tage-Inzidenzen auf (Stand: 6. August 14 Uhr).

Holetschek bekräftigt: „Man darf nicht vergessen: Covid-19 kann auch für Jüngere gesundheitliche Risiken mit sich bringen. Auch die Folgen des Post-Covid-Syndroms für junge Menschen dürfen wir nicht unterschätzen. Ganz abgesehen vom Gesundheitsschutz, denn die Corona-Schutzimpfung hat auch einen weiteren Vorteil: Wer vollständig geimpft ist, muss als enge Kontaktperson eines Mitschülers, Kollegen, Freundes oder auch Sportkameraden, der sich mit Corona infiziert hat, in der Regel nicht mehr 14 Tage in Quarantäne."

Insgesamt sind im Freistaat rund 60 Prozent der Menschen (59,9 Prozent laut Robert-Koch-Institut, Stand: 6. August) mindestens einmal und 52,5 Prozent vollständig geimpft. Im Freistaat wurden bereits mehr als 14,7 Millionen Impfungen verabreicht.

Einen Überblick über die Sonderimpfaktionen in Bayern gibt online beim bayerischen Gesundheitsministeriums unter www.stmgp.bayern.de. Darin sind landesweit bis September hinein mehr als 200 Sonderimpfaktionen registriert. Die Liste wird laufend aktualisiert.

Update, 18.55 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die ausschlaggebende 7-Tage-Inzidenz liegt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Donnerstag (5. August) bei 8 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 4.634 – 8 davon aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

Update, 5. August, 14.35 Uhr: Post-Covid-Erkrankte in Bayern

Erstmals liegen dem bayerischen Gesundheitsministerium konkrete Daten über Post-Covid-Erkrankungen im Freistaat vor. Gesundheitsminister Klaus Holetschek dringt daher darauf, das sogenannte Post-Covid-Syndrom in allen Bereichen verstärkt in den Fokus zu nehmen.

„Im ersten Quartal 2021 wurden in Bayern rund 18.500 Patienten der gesetzlichen Krankenversicherung mit einer Post-Covid-Diagnose behandelt. Hinzu kommen 13.500 weitere Behandlungen nach einer akuten Covid-19-Erkrankung sowie etwa 500 Patienten mit einem multisystemischen Entzündungssyndrom in Verbindung mit Covid-19“, resümiert Klaus Holetschek. „Das geht aus aktuellen Daten der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB) hervor.“

Die Zahlen sind nur bedingt aussagekräftig, weil es bislang keine offizielle Definition der Erkrankung gibt, es sich allein um Daten zur ambulanten Versorgung handelt und etwa Privatpatienten in der Aufstellung nicht erfasst sind. Die Dunkelziffer der Betroffenen dürfte daher höher liegen. Basierend auf Studien schätzen Experten, dass etwa 10 Prozent der Erkrankten mit Spätfolgen zu kämpfen haben. In Bayern entspräche das derzeit rund 65.000 Betroffenen, bundesweit etwa 370.000 Menschen.

Bayerisches Bündnis gegen Post-Covid

Der Minister betont: „Die Zahlen sollten Anlass genug sein, das Post-Covid-Syndrom ernst zu nehmen. Bayern geht hier voran und hat mit dem bayerischen Aktionsplan Post-Covid-Syndrom wichtige Schritte eingeleitet, um die Versorgung der Betroffenen zu verbessern. Zudem haben wir in der Gesundheitsministerkonferenz einen Leitantrag verabschiedet, um mit einem nationalen Aktionsplan alle Bereiche der Gesundheitsversorgung und der Arbeitswelt für die Thematik zu sensibilisieren.“

Das Spitzengespräch fand als Videokonferenz statt. Beteiligt haben sich Vertreter aus den Bereichen der medizinischen Versorgung, Therapie, Pflege, Nachsorge und Rehabilitation. „Unser heutiges Fazit: Bayern macht gemeinsam mobil gegen Post-Covid. Wir haben im Spitzengespräch ein Bündnis aller Gesundheitsbereiche gesehen, das dieser Krankheit mit vereinten Kräften etwas entgegensetzen will“, erläutert der Minister. „Alle Beteiligten arbeiten daran, ein gutes Zusammenspiel von Haus- und Fachärzten sowie Reha- und Therapieeinrichtungen zu ermöglichen. Mir ist zudem wichtig, dass wir gerade auch mit Blick auf den Schutz von Kindern und Jugendlichen Post-Covid-Forschung, -Prävention und -Versorgung vorantreiben.“

Zudem wirbt Holetschek mit Nachdruck für Corona-Impfungen.: „Auch wenn die Forschung noch vielen offenen Fragen zum Thema Post-Covid nachgeht, werbe ich angesichts der nun bekannten Fallzahlen für eine Corona-Schutzimpfung. Die Impfung schützt vor schweren Verläufen einer Erkrankung, und das ist entscheidend. Ich hoffe, dass wir bald auch mehr darüber erfahren, wie hoch der Schutz gegen das Post-Covid-Syndrom ist.“

Als Post- beziehungsweise Long-Covid-Syndrom werden Symptome bezeichnet, die sich während oder nach einer Covid-19-Erkrankung entwickeln, länger andauern und nicht durch eine alternative Diagnose erklärt werden können. Zu den Symptomen können unter anderem Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Erschöpfung und psychische Beschwerden, aber auch andauernde Atem- und Herz-Kreislauf-Beschwerden gehören.

Bund sollte Post-Covid oben auf Agenda setzen

„Post-Covid ist die Krankheit nach der Krankheit. Experten schließen nicht aus, dass das Post-Covid-Syndrom das Potenzial für eine neue Volkskrankheit hat. Die Folgen für die Betroffenen, aber auch das Gesundheitssystem und die Volkswirtschaft könnten weitreichend sein“, erklärt Klaus Holetschek. „Deswegen müssen wir frühzeitig gegensteuern. Ich bin überzeugt, dass auch der Bund dieses Thema stärker vorantreiben sollte. Post-Covid muss spätestens nach der Bundestagswahl einen zentralen Platz auf der Agenda des Bundesgesundheitsministeriums bekommen.“

Update, 4. August, 17.10 Uhr: Impfaktion in Bad Wiessee

Am Donnerstag (5. August) ist das mobile Impfteam zwischen 10.30 und 13.30 Uhr im Rathaus in Bad Wiessee zu Gast. „Es ist dem Impfteam ein Anliegen, darauf hinzuweisen, dass das Impfangebot seriös ist und größter Wert auf medizinische Aufklärung sowie hygienische Bedingungen gesetzt wird“, teilt die Verwaltung mit. „Eingesetzt wird das Personal des Impfzentrums. Jedes Team umfasst mindestens einen Arzt, eine Verwaltungskraft und eine medizinische Hilfskraft. Der Betrieb des Impfzentrums wird dadurch nicht eingeschränkt.“

Geimpft werden kann bei allen Aktionen jeder Bürger mit gewöhnlichem Aufenthalt in Deutschland oder einer gesetzlichen sowie privaten Krankenversicherung in Deutschland. Es gibt keine Priorisierung mehr. So ist auch keine Anmeldung oder Registrierung mehr notwendig. Der Impfstoff kann stets frei gewählt werden.

„Bitte lassen Sie sich impfen und nehmen dieses unkomplizierte Impfangebot an“, appelliert Bad Wiessees Bürgermeister Robert Kühn.

Update, 18.30 Uhr: Ergebnisse der GMK

Die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) spricht sich für ein flächendeckendes Angebot an Corona-Impfungen für Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren aus und macht zudem den Weg frei für Auffrischungsimpfungen ab September. Der GMK-Vorsitzende und zugleich bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek sagt: „Wir gehen vorbereitet in den Herbst. Alle Länder werden flächendeckend Corona-Impfungen für Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren anbieten. Voraussetzung ist, dass eine ärztliche Aufklärung sowie eine notwendige Zustimmung der Sorgeberechtigten gewährleistet werden. Bei den Auffrischungsimpfungen wollen wir ab September die gesundheitliche Vorsorge gegen das Coronavirus vor allem bei den besonders gefährdeten Bürgern stärken und zum Beispiel mobile Teams in die Alten- und Pflegeheime schicken.“ Darauf haben sich die GMK-Mitglieder einstimmig in einer Videokonferenz geeinigt.

Der Beschluss bekräftigt, dass Kinder und Jugendliche sowohl in den Impfzentren als auch durch niedergelassene Kinder-, Jugend- und Hausärzte sowie als Angehörige von Beschäftigten durch Betriebsärzte geimpft werden können. Zudem haben die Länder unter anderem zugestimmt, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Universitäten und Berufsschulen deutschlandweit strukturierte, niedrigschwellige Angebote zu machen, was teilweise schon in einigen Ländern geschieht. Darüber hinaus können Kindern niedrigschwellige Angebote gemacht werden. Holetschek erläutert: „Das ist ein Baustein, um einen sichereren Start in den Lehr- und Lernbetrieb nach den Sommerferien zu ermöglichen. Impfzentren, Ärzte und Betriebsärzte stehen bereit.“

Die Chefs der Gesundheitsressorts von Bund und Ländern knüpfen damit an einen Beschluss vom 6. Mai an. Damals hatte die GMK beschlossen, dass Kinder und Jugendliche möglichst bis Ende August ein Impfangebot bekommen sollen, sofern der Impfstoff zugelassen wird.

Holetschek bemerkt: „Inzwischen haben wir sogar zwei hochwirksame und seit Monaten erprobte mRNA-Impfstoffe, die in der EU ab 12 Jahren zugelassen sind. Das ist eine große Chance, die Impfungen auch für Kinder und Jugendlichen anzubieten. Einige Länder, darunter auch Bayern, setzen dies bereits um und haben etwa schon Vorbereitungen für strukturierte Schülerimpfungen ab Mitte August getroffen.“

In einem weiteren Beschluss haben sich die GMK-Mitglieder für Corona-Auffrischungsimpfungen ab September ausgesprochen. Geplant sind zunächst Angebote für Auffrischungsimpfungen in Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen der Eingliederungshilfe und weiteren Einrichtungen mit vulnerablen Personengruppen in der Regel mindestens sechs Monate nach Abschluss der ersten Impfserie. Die Impfungen sind sowohl im Regelsystem der niedergelassenen Ärzte als auch mit mobilen Teams möglich. Patienten mit Immunschwäche oder -suppression sowie Pflegebedürftige und Höchstbetagte in ihrer eigenen Häuslichkeit sollen die Auffrischungsimpfung durch einen niedergelassenen Arzt erhalten.

Holetschek erläutert: „Wichtig ist mir, dass wir möglichst unbürokratisch an die Auffrischungsimpfungen herangehen. Wir knüpfen an unser Vorgehen zu Beginn der Impfkampagne an und beginnen zunächst mit den Menschen, die am stärksten gefährdet und am wenigsten mobil sind, also vor allem den Menschen in den Alten- und Pflegeheimen. Sie brauchen jetzt als erste eine Erneuerung ihres Schutzes gegen eine schwere Covid-19-Erkrankung.“

Der Minister fügt hinzu: „Wir werden für die Auffrischungen mRNA-Impfstoffe verwenden. Dabei spielt es keine Rolle, mit welchem Impfstoff man vorher geimpft worden ist. Auch allen, die mit den Impfstoffen von Astrazeneca oder Johnson&Johnson mindestens einmal geimpft worden sind, soll ab September eine weitere Impfung mit einem mRNA-Impfstoff angeboten werden.“

Holetschek betont: „Ich bin davon überzeugt, dass eine Auffrischung alleine aus präventiven Gesichtspunkten wichtig und richtig ist. Dennoch hoffe ich, dass die Wissenschaft hier am Ball bleibt und noch mehr verlässliche Daten generiert, um unsere Impfstrategie optimal gestalten zu können.“

Update, 16.15 Uhr: Nachfragen wegen Drittimpfungen

Der Landkreis Miesbach liegt mit einer 7-Tage-Inzidenz von 8 unter dem bundesdeutschen und bayerischen Wert. Momentan verzeichne das Gesundheitsamt nur Einzelfälle oder sehr wenige zusammenhängende Corona-Fälle wie beispielsweise ganze Familien, erklärt Sprecherin Sophie-Maris Stadler.

Das Impfzentrum erweitert sein Angebot und bietet nun erstmals auch To-go-Impfangebote an: Am Dienstag, 3., und Mittwoch, 4. August, können sich Impfwillige ihre Dosis zwischen 10.30 und 13.30 Uhr beim mobilen Impf-Team auf dem McDonald’s-Parkplatz in Irschenberg abholen. Am Donnerstag, 5. August, ist das mobile Impf-Team zwischen 10.30 und 13.30 Uhr vor dem Rathaus in Bad Wiessee zu Gast. Weitere Termin an diesen und weiteren Orten folgen.

„Das Impfzentrum setzt auf mobile Teams, die mit einem BRK-Wagen und Pavillon flexibel einsetzbar sind“, heißt es weiter. „Es ist dem Impf-Team ein Anliegen, darauf hinzuweisen, dass das Impfangebot seriös ist und größter Wert auf medizinische Aufklärung und hygienische Bedingungen gesetzt wird.“ Eingesetzt werde das Personal des Impfzentrums. Jedes Team umfasse mindestens einen Arzt, eine Verwaltungskraft und eine medizinische Hilfskraft. Der Betrieb des Impfzentrums werde dadurch nicht eingeschränkt.

Geimpft werden kann bei allen Aktionen jeder Bürger mit gewöhnlichem Aufenthalt in Deutschland oder einer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung in Deutschland. Es gibt keine Priorisierung mehr. Es ist auch keine Anmeldung oder Registrierung notwendig. Der Impfstoff kann stets frei gewählt werden.

Zudem gibt es nach wie vor folgende (stationäre) Impfangebote:

„Das Impfzentrum erreichen derzeit verständlicherweise viele Nachfragen zu Drittimpfungen“, erklärt die Sprecherin zudem. „Leider kann das Team diese noch nicht beantworten.“ Es stehe weder fest, wann diese stattfinden sollen, geschweige denn, wer diese durchführen und welcher Impfstoff verwendet werden soll. Das Impf-Team bittet daher noch um etwas Geduld und verspricht, unverzüglich zu informieren, sobald die Infos vorliegen.

Update, 2. August, 11 Uhr: Impfkampagne wird ausgeweitet

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek will verstärkt auch Jugendliche und junge Erwachsene zu einer Corona-Schutzimpfung motivieren. Dazu hat das Ministerium nun die Motivationskampagne „Ich tu’s für…“ insbesondere für junge Menschen im Alter von 16 bis 30 Jahren erweitert.

„Bei den Corona-Schutzimpfungen müssen wir jetzt vor allem auch Jugendliche und junge Erwachsene in den Blick nehmen. Mit gezielter Aufklärung und Information wollen wir sie zu einer Impfung bewegen“, erklärt Holetschek. „Der Impfstoff ist da. Lassen Sie sich jetzt impfen. Nutzen Sie die vielen Impfangebote ohne Termin und Registrierung. Eine Impfung ist die beste Vorsorge für den Herbst und Winter sowie außerdem ein Akt der Solidarität im gemeinsamen Kampf gegen die Pandemie.“

Jugendliche im Alter zwischen 15 bis 19 Jahren sowie junge Erwachsene im Alter zwischen 20 bis 34 Jahren weisen aktuell mit 38,7 beziehungsweise 27,8 die höchsten 7-Tage-Inzidenzen auf. Holetschek dazu: „Deshalb müssen wir diese Altersgruppe jetzt beim Impfen verstärkt in den Fokus nehmen. Denn Covid-19 kann auch für Jüngere gesundheitliche Risiken mit sich bringen. Auch die Folgen des Post-Covid-Syndroms für junge Menschen dürfen wir nicht unterschätzen.“

Der Minister ergänzt: „Experten zufolge können auch junge Menschen, die sich mit Corona infiziert haben, langfristige Beeinträchtigungen spüren und teilweise über Monate oder länger am sogenannten Post-Covid-Syndrom leiden. Sie sind chronisch erschöpft, haben Konzentrationsprobleme oder eine eingeschränkte Lungenfunktion und verlieren den Geschmacks- sowie Geruchssinn.“

Holetschek sagt: „Mit mobilen Teams, über Sonderaktionen vor Ort und Impftermine ohne Voranmeldung bringen wir die Impfungen direkt zu den jungen Menschen in Schulen, Einkaufszentren, Sportvereine und Fitnessstudios, Gastronomie, zu Fastfood-Ketten oder Kinos.“

Der Minister fügt hinzu: „Der Ministerrat hat sich dafür ausgesprochen, ab Mitte August allen Schülern ab 12 Jahren in den Impfzentren ein Impfangebot zu machen. Das Kultus- und das Gesundheitsministerium arbeiten aktuell ein Konzept dafür aus. Ich appelliere auch an Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren sowie deren Eltern und Sorgeberechtigten, diese Impfangebote wahrzunehmen.“

Die Kampagne läuft auch auf Englisch, Türkisch und Russisch. Weitere Informationen unter www.ichtusfuer.bayern.de. Dort ist auch ein Terminkalender mit vielen bayernweiten Sonderaktionen zur Impfung zu finden.

Vorbericht vom 1. August: Appell an Reiserückkehrer

Nach der seit Sonntag, 1. August, geltenden neu gefassten Corona-Einreiseverordnung des Bundes müssen alle Einreisenden ab 12 Jahren bei der Einreise über einen negativen Testnachweis verfügen, unabhängig davon, ob sie auf dem Land- oder Luftweg einreisen. Ausgenommen sind Genesene und vollständig Geimpfte.

Wer aus einem Virusvariantengebiet einreist, muss auch bei vollständiger Impfung oder Genesung einen negativen Test vorweisen können.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann kündigt an: „Die bayerische Grenzpolizei wird in enger Zusammenarbeit mit der Bundespolizei Reiserückkehrer aus dem Ausland im Rahmen der stichprobenartigen Schleierfahndung kontrollieren, um das Einhalten der verschärften Regeln zu überprüfen. Dabei werden die bayerischen Grenzpolizisten von der bayerischen Bereitschaftspolizei unterstützt.“

Der Minister appelliert: „Halten Sie sich an die Vorgaben und führen Sie einen entsprechenden Nachweis bei Einreise mit sich. Wir müssen alles unternehmen, um das Eintragen zusätzlicher Infektionen möglichst gering zu halten.“ Zusätzlich warnt Herrmann: „Jeder, der gegen die Corona-Schutzmaßnahmen verstößt, muss mit empfindlichen Bußgeldern rechnen.“

Wie Herrmann erläutert, sind ausgenommen vom Verschärfen der Reiseregeln Kinder unter 12 Jahren. Weiterhin müssen zusätzlich Einreisende aus Hochrisiko- und Virusvariantengebieten noch vor der Einreise nach Deutschland die digitale Einreiseanmeldung (DEA) ausfüllen. Mehr Infos unter www.einreiseanmeldung.de.

ft; ksl

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