Impfzentrum Landkreis Miesbach in Hausham
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Das Impfzentrum in Hausham erhält wieder mehr Impfstoff für Erstimpfungen.

Aktuelle Infos im News-Ticker

Corona im Landkreis Miesbach: Delta-Variante nachgewiesen

  • VonKatja Schlenker
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  • Fridolin Thanner
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Landkreis – Corona-Mutationen sind auch im Landkreis Miesbach aktiv. Aktuelle Infos zur 7-Tage-Inzidenz gibt es in unserem News-Ticker.

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: 10; Infektionen seit Beginn der Pandemie: 4.584; Todesfälle: 82
  • Vollständig Geimpfte: 35.711; Erstgeimpfte: 53.153

Service:

Update, 30. Juni, 18.20 Uhr: Neuer News-Ticker

Hier geht es zum neuen Ticker mit allen aktuellen Informationen rund um das Coronavirus im Landkreis Miesbach.

Update, 29. Juni, 15.30 Uhr: Delta-Variante nachgewiesen

Die 7-Tage Inzidenz ist im Landkreis Miesbach auf 10 gefallen. Die Zuversicht im Landratsamt ist aber noch gedämpft: „In der vergangenen Woche wurden mehrere Cluster im Landkreis bekannt, mit denen es nun erst einmal abzuwarten gilt, ob der zuletzt positive Trend mit wenigen Neuinfektionen beibehalten werden kann.“

Dem Cluster im Nordlandkreis, welches bei einer privaten Zusammenkunft entstanden ist, weist das Landratsamt inzwischen 12 Infizierte im Landkreis zu: „Ein weiteres Cluster einer Kindergartengruppe im südlichen Landkreis hat Stand heute keine weiteren Infektionen verursacht und fällt damit dieser Tage aus der Berechnung heraus.“ Ein weiteres Ausbruchgeschehen ergab sich im Zuge eines Sprachkurses. Bisher wurden drei Personen positiv bestätigt, 20 befinden sich in Quarantäne. Ein neues Cluster betrifft mehrere heilpädagogische Einrichtungen im Landkreis. Eine Person hat sich nachweislich mit der Alpha-Variante infiziert. Bisher wurden 35 enge Kontaktpersonen ermittelt, die sich unverzüglich in Quarantäne begeben haben.

Delta ist da

Zwei Landkreisbürger haben sich mit der Delta-Variante angesteckt, die zuerst in Indien aufgetaucht ist. „Fünf weitere Sequenzierungen stehen noch aus, bei denen jeweils der dringende Verdacht auf die Virusmutation besteht“, teilt das Landratsamt mit. Die Fälle und Verdachtsfälle gehören nicht alle zum selben Cluster, haben sich also nicht gegenseitig angesteckt.

Um die Fälle eindeutig zuordnen zu können, sei eine Sequenzierung notwendig, denn es gebe mehrere Untervarianten der Delta-Variante. Nur die Variante B.1.617.2 werde derzeit als besorgniserregende Variante geführt. Es gibt weitere Virusvarianten, die zuerst in Indien nachgewiesen wurden. Diese werden aber nur als Variants of Interest eingeteilt.

Wie bei allen neuen Virusvarianten dauert die Sequenzierung bisher relativ lange, mitunter bis zu mehrere Wochen. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) berichtet jedoch ganz aktuell, dass künftig eine Methode verwendet wird, mit der eine schnellere Differenzierung möglich ist.

Die Delta-Variante breitet sich derzeit unter anderem in Großbritannien stark aus. Die landesweite Inzidenz ist innerhalb kurzer Zeit stark gestiegen. Grund dafür ist, dass die Delta-Variante im Vergleich zu allen anderen Varianten noch leichter übertragbar ist.

Was bedeutet Delta für den Landkreis?

Die Maßnahmen, um die Pandemie einzudämmen, unterscheiden sich erst mal nicht: Per PCR-Test positiv getestete Personen müssen unverzüglich in Quarantäne, enge Kontaktpersonen vorerst ebenso. Bei Kontakt zu einer mit einer Virusvariante infizierten Person müssen auch vollständig Geimpfte und Genesene in Quarantäne.

Das Landratsamt teilt weiter mit: „Bei allem – wirklich riesengroßen – Verständnis, das das Gesundheitsamt für den Wunsch nach Freiheit und Kontakten hat, warnt es trotzdem vor der Ausbreitung der Delta-Variante im Landkreis. Das Gesundheitsamt rät: Bitte weiterhin Vorsicht walten lassen und die AHA-L-Regeln beachten, um eine unkontrollierte Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante im Landkreis zu vermeiden.“

Testen:

Die Lockerungen schlagen sich auch in der Anzahl der Schnelltests nieder, die im Landkreis durchgeführt werden. Inzwischen werden noch 800 bis 900 Schnelltests täglich über www.reihentestung.de abgewickelt. Zur Spitzenzeit Anfang Juni waren es über 2.000.

Es gibt eine neue Testverordnung des Bundesgesundheitsministeriums. Darin ist der Anspruch auf ein Covid-19-Genesenzertifikat verankert. Zudem werden die Modalitäten für sogenannte Leistungserbringer, also Teststationen, die von Dritten betrieben werden, angepasst. Unter anderem ist die Vergütung von Schnelltests nur noch möglich, wenn eine Anbindung an die Corona-Warn-App gegeben ist. Außerdem sind die Teststellen nun verpflichtet, die Anzahl der täglichen Tests zu melden.

Impfen:

Für diese Woche werden 800 Dosen Astrazeneca, 700 Dosen Moderna und 1.830 Dosen Biontech im Impfzentrum erwartet. Alle Impfwilligen können sich auf www.impfzentren.bayern registrieren. Derzeit sind noch zirka 6.000 Impfwillige im Landkreis in BayImco registriert, wobei diese Zahl wenig aussagekräftig ist, weil einige Registrierte mehrfach registriert sind oder schon eine Impfung beim Hausarzt erhalten, aber den Account nicht gelöscht haben.

Digitaler Impfausweis:

Personen, die beide Impfungen im Impfzentrum erhalten haben, können sich auf ihrem persönlichen Profil auf www.impfzentren.bayern nun ihren digitalen Impfausweis herunterladen.

Das Haushamer Impfzentrum bietet einen besonderen Service an: Am Sonntag, 4. Juli, stellt das Impfteam zwischen 12 und 18 Uhr digitale Impfausweise aus – aber nur für Personen, die ihren BayImco-Account nach vollständiger Impfung im Impfzentrum gelöscht haben oder deren Daten falsch erfasst wurden. Das Angebot gilt nur für diese Personen. Alle anderen müssen sich den digitalen Impfnachweis selbstständig über www.impfzentren.bayern herunterladen. Zwingend notwendig sind ein Nachweis der Impfungen und ein Ausweisdokument.

Update, 16.45 Uhr: Inzidenz stark gefallen

Nachdem der Landkreis Miesbach im Süden Bayerns hinsichtlich der 7-Tage-Inzidenz auffällig stark betroffen war, hat sich das Infektionsgeschehen wieder normalisiert. Zwischenzeitlich lag Miesbach sogar deutschlandweit an vierthöchster Stelle. Inzwischen ist die 7-Tage-Inzidenz von 28 auf 11 gefallen. Halte der Trend an, werde sich an dem Wert wenig ändern. In den vergangenen Tagen wurden meist ein bis zwei Neuinfektionen registriert.

Update, 28. Juni, 16.30 Uhr: Werben für Corona-Impfung

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek will noch unentschlossene Bürger stärker zu einer Corona-Impfung motivieren. Dazu hat das Gesundheitsministerium eine breit angelegte Informationskampagne gestartet. „Damit wir die Corona-Pandemie langfristig in den Griff bekommen, muss ein möglichst hoher Anteil der Bevölkerung geimpft sein“, sagt Holetschek. Deswegen sei es wichtig, „dass wir auch diejenigen für eine Schutzimpfung motivieren, die noch skeptisch sind. Hier setzt unsere neue Kampagne ‚Ich tu‘s für…‘ an.“

Die Kampagne will über Videos im Internet oder zum Beispiel im öffentlichen Nahverkehr sowie mit Anzeigen und Plakaten und in Radiospots Unentschlossene ansprechen. Sie setzt dafür auf 22 Protagonisten, die eine besondere Solidarität an den Tag legen: Nicht nur für Menschen, die ihnen nahe stehen, sondern auch für Menschen, die eher konträre Einstellungen, Werte oder Ansichten haben. Die Hälfte der Protagonisten sind Prominente, darunter Fußballstar Leroy Sané, Kabarettist Ottfried Fischer sowie die Sterneköche Alexander Herrmann und Ali Güngörmüs.

Die Kampagne läuft auch auf Englisch, Türkisch sowie Russisch und ist unter folgendem Link zu sehen: www.ichtusfuer.bayern.de.

Holetschek nennt als Ziel, „dass bis zum Herbst 85 Prozent der Menschen über 18 Jahren den vollständigen Impfschutz haben“. Er sagt weiter: „Jeder zweite Bewohner Bayerns (50,9 Prozent) hat inzwischen mindestens eine Impfung erhalten. Mehr als ein Drittel der Bürger (35,2 Prozent) hat den vollen Immunschutz. Das ist eine ermutigende Halbjahresbilanz, auf die wir aufbauen.“

Update, 25. Juni, 13.45 Uhr: Mehr Impfstoff für Erstimpfungen

Wie das Landratsamt mitteilt, erhält das Impfzentrum in Hausham für kommende Woche mehr Impfstoff als bestellt. „Die Mehrmengen ermöglichen wieder verstärkt Erstimpfungen“, heißt es vonseiten der Behörde. Sie erwartet Anfang der Woche 880 Dosen Astrazeneca, 770 Dosen Moderna und 2.135 Dosen Biontech. Impfwillige können sich unter www.impfzentren.bayern registrieren.

Beim Infektionsgeschehen hat sich derweil nicht viel geändert: Im deutschlandweiten Vergleich liegt der Landkreis Miesbach mit einer 7-Tage-Inzidenz von 26 laut Robert-Koch-Institut immer noch sehr hoch (aktuell vierthöchster Wert). Der vergleichsweise hohe Wert ist laut Landratsamt immer noch auf eine private (erlaubte) Feier im Nordlandkreis zurückzuführen: „Dieses Cluster betrifft inzwischen auch umliegende Landkreise und mehrere Schulen. Darüber hinaus gibt es keine Neuigkeiten, was das Infektionsgeschehen betrifft.“

Update, 24. Juni, 16 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Miesbach ist erneut gestiegen: Sie liegt nun bei 28. Damit ist der Wert um 1 höher als am Mittwoch (23. Juni). Die Zahl der aktiven Fälle liegt unverändert bei 40. Spitzenreiter ist weiterhin die Gemeinde Valley mit 11 Fällen, gefolgt von Hausham (7), Holzkirchen (6) und Bad Wiessee (5). In Tegernsee (4), Miesbach (3), Otterfing (2), Weyarn (1) und Gmund (1) sind ebenfalls aktive Fälle bekannt. Für die restlichen acht Landkreis-Gemeinden zeigt die Corona-Karte des Landratsamtes 0 Fälle.

Update, 23. Juni, 16.15 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die ausschlaggebende 7-Tage-Inzidenz liegt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Mittwoch (23. Juni) bei 27 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 4.496 – 40 Fälle davon sind derzeit aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Valley: 11 aktive Fälle
  • Hausham: 7
  • Bad Wiessee: 6
  • Holzkirchen: 5
  • Tegernsee: 4
  • Miesbach: 3
  • Otterfing: 2
  • Gmund und Weyarn: 1
  • Bayrischzell, Fischbachau, Irschenberg, Kreuth, Rottach-Egern, Schliersee, Waakirchen und Warngau: 0

Update, 22. Juni, 15.55 Uhr: Aktuelle Fallzaheln

Die ausschlaggebende 7-Tage-Inzidenz liegt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Dienstag (22. Juni) bei 26 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 4.493 – 39 Fälle davon sind derzeit aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Valley: 11 aktive Fälle
  • Hausham: 7
  • Bad Wiessee: 6
  • Holzkirchen: 5
  • Miesbach: 4
  • Otterfing und Tegernsee: 2
  • Gmund und Weyarn: 1
  • Bayrischzell, Fischbachau, Irschenberg, Kreuth, Rottach-Egern, Schliersee, Waakirchen und Warngau: 0

Update, 21. Juni, 16.10 Uhr: Aktuelles Infektionsgeschehen

„Es ist sehr erfreulich, dass die täglichen Neuinfektionen in der vergangenen Woche sehr gering waren“, teilt das Landratsamt Miesbach aktuell mit. „Auffällig ist ein sprunghafter Anstieg der Neuinfektionen am Freitag mit zehn und Samstag mit sieben.“ Ausschlaggebend dafür sei die unwissentliche Verbreitung der Alpha-Variante bei einer größeren Zusammenkunft im privaten Bereich im nördlichen Landkreis. „Daraus entwickelte sich ein komplexes Cluster mit überregionalen Auswirkungen“, resümiert das Landratsamt. „Darüber hinaus befindet sich eine Kindergartengruppe im südlichen Landkreis derzeit aufgrund einer infizierten Person in Quarantäne.“

Folglich ist die 7-Tage-Inzidenz für den Landkreis Miesbach laut Robert-Koch-Institut auf 24. Im deutschlandweiten Vergleich hat der Landkreis Miesbach am Montag (21. Juni) die neunthöchste Inzidenz.

„Es ist uns ein Anliegen weiterhin transparent und ausführlich über das Infektionsgeschehen im Landkreis zu berichten“, heißt es weiter. „Aufgrund des ansonsten sehr niedrigen Infektionsgeschehens ist es ein Leichtes, Rückschlüsse auf einzelne Personen zu ziehen. Daher muss auf weitere Informationen zu den aktuellen Fällen verzichtet werden.“

Die spontan steigenden Neuinfektionen zeigen, dass es weiterhin wichtig ist, Vorsicht walten zu lassen, um dem Virus so wenig Chancen wie möglich zu bieten, sich auszubreiten.

Erstimpfungen wieder möglich

51,28 Prozent der Landkreisbürger haben bereits mindestens die erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Ab Dienstag, 29. Juni, sollen auch im Impfzentrum in Hausham wieder Erstimpfungen möglich sein. Bestätigt wurde für diese Woche die Lieferung von 2.412 Impfdosen Biontech sowie 800 Impfdosen Moderna. „Ab dieser Woche erhält das Impfzentrum auch den Impfstoff von Johnson & Johnson in Form von 50 Dosen“, erklärt das Team. „Die Terminvergabe erfolgt wie gewohnt direkt über die Software BayImco.“

Impfung von Jugendlichen

Bei Kindern und Jugendlichen mit speziellen Vorerkrankungen empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) eine Impfung mit dem mRNA-Impfstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer. Diesen bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren ohne Vorerkrankungen einzusetzen, werde derzeit nicht allgemein empfohlen, sei aber nach ärztlicher Aufklärung und bei individuellem Wunsch und Risikoakzeptanz des Kindes oder Jugendlichen beziehungsweise der Sorgeberechtigten durch den Haus- beziehungsweise Kinderarzt möglich. Im Ausnahmefall, wenn zum Beispiel der eigene Kinderarzt gar nicht impfe, könne die Impfung auch im Impfzentrum in Hausham erfolgen.

Freitag, 18. Juni, 13.15 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die ausschlaggebende 7-Tage-Inzidenz liegt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Freitag (18. Juni) bei 12 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 4.481 – 35 Fälle davon sind derzeit aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Valley: 9 aktive Fälle
  • Otterfing: 7
  • Bad Wiessee und Miesbach: 5
  • Hausham: 4
  • Holzkirchen: 2
  • Gmund, Tegernsee und Weyarn: 1
  • Bayrischzell, Fischbachau, Irschenberg, Kreuth, Rottach-Egern, Schliersee, Waakirchen und Warngau: 0

Update, 17. Juni, 15.55 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die ausschlaggebende 7-Tage-Inzidenz liegt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Donnerstag (17. Juni) bei 13 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 4.471 – 27 Fälle davon sind derzeit aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Otterfing: 7 aktive Fälle
  • Bad Wiessee und Miesbach: 5
  • Valley: 4
  • Hausham und Holzkirchen: 2
  • Gmund und Weyarn: 1
  • Bayrischzell, Fischbachau, Irschenberg, Kreuth, Rottach-Egern, Schliersee, Tegernsee, Waakirchen und Warngau: 0

Update, 16.30 Uhr: Letzte Lagebesprechung

„Der Corona-Katastrophenfall in Bayern ist nach 180 Tagen aufgehoben – endlich!“, teilt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt in Miesbach mit. Am Mittwoch (16. Juni) habe die Führungsgruppe Katastrophenschutz zusammen mit den Blaulichtorganisationen zum vorerst letzten Mal getagt.

„Wir alle wurden mit einer Katastrophe konfrontiert, deren Ausmaß jeden einzelnen an den Rand seiner Kräfte brachte“, sagte Landrat Olaf von Löwis in der Online-Sitzung. „Niemand kann etwas für diese weltweite Krise und vieles können wir vor Ort gar nicht lösen, aber dennoch mussten wir im Landkreis irgendwie damit klarkommen. Und genau das haben wir im Landkreis gemacht – so gut es eben geht. Wir haben das Beste aus der Situation rausgeholt.“

Ohne den engagierten und zuverlässigen Einsatz der Blaulichtorganisationen und deren hervorragender Zusammenarbeit mit der Corona-Koordinierungsgruppe im Landratsamt wäre es nicht möglich gewesen, die Pandemie im Landkreis zu bewältigen. Ehrenamtliche waren unter anderem maßgeblich beteiligt beim Beschaffen und Verteilen von persönlicher Schutzausrüstung, beim Aufbau und der Verwaltung eines Lagers, beim Aufbau und der Organisation rund um das Test- und das Impfzentrum, beim Versorgen von Schulen und Kitas mit Selbsttests (bis jetzt 270.000 Stück) und Masken sowie beim Betreuen von besonders betroffenen Einrichtungen.

„Die Ehrenamtlichen der Blaulichtorganisationen haben in dieser äußerst herausfordernden Zeit alles für den Landkreis gegeben und waren auch für mich als Landrat da. Dafür möchte ich allen Helfernnen und Helfern von Herzen danken. Ich werde Ihnen ihren Einsatz nie vergessen“, sagte von Löwis.

Update, 16. Juni, 15.40 Uhr: Beschlüsse der GMK

Die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) hat am Mittwoch bei ihrer 94. Hauptkonferenz weitere wichtige Beschlüsse im Kampf gegen die Corona-Pandemie gefasst. So werden verstärkt auch psychische Belastungen für Kinder und Jugendliche in den Fokus gerückt. Zudem soll ein nationaler Aktionsplan „Post-Covid-Syndrom“ Nachsorge und Rehabilitation nach einer Covid-19-Erkrankung verbessern.

Außerdem sprachen sich die GMK-Teilnehmer dafür aus, in den kommenden Wochen ein Konzept für die Zukunft der Impfzentren zu erarbeiten. Bislang ist die Finanzierung durch den Bund bis zum 30. September gesichert. Der GMK-Vorsitzende, Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek, betont: „Wir brauchen nach meiner Einschätzung auch nach dem September Impfzentren 2.0, um flexibel zu bleiben und deren Erfahrung, das Know-how und die Infrastruktur dort weiter nutzen zu können, wo es nötig ist.“

Mit Blick auf die bevorstehende Ferien- und Reisezeit haben die GMK-Teilnehmer Maßnahmen für Reiserückkehrer beschlossen. An der generellen Testpflicht für Flugreisende aus dem Ausland vor Abflug wird festgehalten. Zusätzliche Testinfrastruktur an den Flughäfen wird nicht eingerichtet. Die Quarantäneregeln für Risiko-, Hochinzidenz- und Virusvariantengebiete bleiben bestehen. Im Straßen- und Bahnverkehr im Grenzbereich soll es verstärkt Kontrollen geben.

Darüber hinaus wollen die Länder das flächendeckende und zweimalige Testen pro Woche in Schulen und Kitas aufrechterhalten. Bund und Länder wollen zudem über den Sommer ein Konzept erarbeiten, um die kostenlosen Bürgertests gegebenenfalls auch im Herbst und Winter fortzusetzen. Unternehmen werden verpflichtet, ihren in Präsenz arbeitenden Mitarbeitern weiterhin zunächst bis Ende September regelmäßig ein Testangebot zu machen.

Der GMK-Vorsitzende Holetschek erklärt: „Wir müssen langfristige Pandemie-Folgen für Kinder und Jugendliche besser erkennen und bekämpfen. Dazu brauchen wir einen Schulterschluss von Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Ersten Studien zufolge fühlt sich die Mehrheit der Kinder und Jugendlichen durch die Pandemie psychisch belastet. Kinder dürfen nicht durch Lockdown und Schutzmaßnahmen zu Corona-Verlierern werden.“

Dazu haben die Gesundheitsminister und -senatoren beschlossen:

  1. Die GMK bittet den Bundestag, eine Enquete-Kommission „Kindergesundheit in Pandemie-Zeiten“ einzurichten, die sich mit den schädlichen Folgen der Corona-Pandemie für die physische und psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen auseinandersetzt. Ziel ist unter anderem, einen Bericht zu verfassen, in dem auch die Spät- und Langzeitfolgen der Corona-Schutzmaßnahmen sowie einer Covid-19-Erkrankung bei Kindern und Jugendlichen wissenschaftlich analysiert werden. Aus dem Bericht sollen schließlich politische Maßnahmen abgeleitet werden, um die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zu fördern und die Corona-Folgen zu bekämpfen.
  2. Das Paul-Ehrlich-Institut soll fortlaufend zum Kenntnisstand über Corona-Impfstoffe für Kinder berichten.
  3. Das Robert-Koch-Institut und die ständige Impfkommission sollen weiterhin analysieren, inwieweit und unter welchen Umständen eine Corona-Impfung für Kinder sinnvoll und empfohlen ist.
  4. Das Bundesgesundheitsministerium wird gebeten, ressortübergreifend Maßnahmen zur Bewegungs- und Ernährungsförderung für Kinder und Jugendliche unter Lockdown-Bedingungen zu entwickeln.

Darüber hinaus hat die GMK unter anderem einen nationalen Aktionsplan „Post-Covid-Syndrom“ beschlossen. Ziel ist, alle Bereiche der Gesundheitsversorgung und der Arbeitswelt für die Thematik zu sensibilisieren. Zum anderen sollen adäquate Behandlungs- und Selbsthilfestrukturen geschaffen werden.

Holetschek erläutert: „Mir ist der Kampf gegen die Langzeitfolgen einer Covid-19-Erkrankung ein großes Anliegen. Experten schätzen, dass rund 10 Prozent der Infizierten unter Corona-Spätfolgen leiden. Bundesweit entspräche das mehr als 350.000 Menschen. Ich glaube, dass die Betroffenen einen hohen Leidensdruck haben. Deshalb müssen wir jetzt handeln, damit wir den Betroffenen auch dann helfen können, wenn die Hochphase der Pandemie überstanden ist. Hier sind Bund und Länder gleichermaßen gefordert.“

Der Minister zog zudem eine Halbzeitbilanz des bayerischen GMK-Vorsitzes und verwies darauf, dass sich die Konferenz zu einem zentralen Gremium der Pandemie-Bekämpfung in Deutschland entwickelt habe. „In den ersten 23 Kalenderwochen 2021 haben wir uns 25-mal in Telefon- oder Videokonferenzen zusammengeschaltet“, sagte er. „Wir haben in rund 50 Stunden Besprechungszeit über 115 Tagesordnungspunkte beraten und elf Beschlüsse gefasst.“

Die GMK ist die Fachministerkonferenz der Gesundheitsminister und -senatoren der Bundesländer. Der Bundesgesundheitsminister ist ständiger Gast. Der Vorsitz rotiert jährlich. Nach Bayern wird 2022 Sachsen-Anhalt den Vorsitz übernehmen. Wegen der Corona-Pandemie wurde die diesjährige Hauptkonferenz wie schon im Vorjahr als ganztägige Videokonferenz abgehalten.

Update, 15. Juni, 16.40 Uhr: Gute Impfquote

Aktuell haben 49.724 Bürger im Landkreis Miesbach (49,72 Prozent) mindestens ihre erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Damit liege dieser über dem bayerischen Durchschnitt von 46,6 Prozent und ebenso dem deutschen von 48,7 Prozent. Die Zweitimpfung haben bereits 26.468 Bürger.

„Allein durch das Haushamer Impfzentrum wurden 30.259 Erstimpfungen durchgeführt“, erklärt das Landratsamt Miesbach. „Dabei wurden 16.628 Frauen und 13.618 Männer sowie 13 diverse Menschen geimpft. 18.069 Landkreisbürger erhielten bisher ihre Zweitimpfung im Impfzentrum.“

Für die kommende Woche hat das Impfzentrum 880 Dosen Moderna und 2.464 Dosen Biontech geordert. Ob diese Mengen auch geliefert würden, bleibe abzuwarten. „Bis auf Weiteres wird der Impfstoff gemäß Vorgabe der Oberbehörden ausschließlich für Zweitimpfungen verwendet“, heißt es weiter. „Nur vereinzelt können Erstimpfungen, insbesondere mit Moderna, durchgeführt werden.“

Erfreulich sei, dass das Robert-Koch-Institut (RKI) den dritten Tag in Folge eine niedrige 7-Tage-Inzidenz von 17 für den Landkreis Miesbach vermelde. Die Neuinfektionen je Tag seien gering. Betrachte man die Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage, seien sieben Neuinfektionen in der Altersgruppe 5 bis 14 Jahren aufgetreten. Für die Altersgruppe 15 bis 34 seien drei Infektionen zu verzeichnen, in der Altersspanne 35 bis 59 vier und ab 60 Jahren drei.

Die Zahl der Verstorbenen habe sich diese Woche um drei erhöht. Dabei handele es sich um Nachmeldungen aus anderen Landkreisen. Das heißt, dass die Verstorbenen an ihrem letzten dauerhaften Aufenthaltsort vom dort zuständigen Landratsamt ans RKI gemeldet wurden und der Landkreis, in dem die Personen zuletzt gemeldet waren, erst nachträglich informiert wurde. Alle drei verstorbenen Männer seien hohen Alters gewesen. Durch die Nachmeldungen entsprächen die Landkreiswerte wieder den Angaben des RKI, das bereits seit einigen Tagen 82 Tote für den Landkreis ausweist.

Update, 14. Juni, 17.05 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die ausschlaggebende 7-Tage-Inzidenz liegt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Montag (14. Juni) bei 17 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 4.467 – 33 Fälle davon sind derzeit aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Miesbach und Otterfing: 7 aktive Fälle
  • Bad Wiessee und Fischbachau: 5
  • Gmund und Holzkirchen: 2
  • Hausham, Waakirchen, Warngau, Weyarn und Valley:1
  • Bayrischzell, Irschenberg, Kreuth, Rottach-Egern, Schliersee und Tegernsee: 0

Update, 11. Juni, 13.35 Uhr: Digitaler Impfnachweis

In der vergangenen Nacht wurde das Update in die Software der Impfzentren eingespielt, welches ermöglicht, den digitalen Impfnachweis einzuführen. „BayImco wäre aber nicht BayImco, wenn nicht bei allen Beteiligten noch ein paar Tropfen Baldrian, ein paar Schlucke Kamillentee oder zumindest einige tiefe, entspannende Atemzüge notwendig wären, bis alles rund läuft“, erklärt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt in Miesbach.

Für das Haushamer Impfzentrum heißt das: Ein digitaler Impfnachweis kann nur für die Impfwilligen ausgestellt werden, die ab Freitag, 11. Juni, ihre Zweitimpfung erhalten.

Wer seine Zweitimpfung bereits erhalten hat, kann sich voraussichtlich erst ab Mitte Juli den Impfnachweis abholen. „Das Verfahren befindet sich laut Gesundheitsministerium derzeit in Programmierung“, heißt es.

Bereits ab Montag, 14. Juni, können vollständig Geimpfte den digitalen Impfnachweis in Apotheken erhalten. Es heißt, dass teilnehmende Apotheken ab kommender Woche unter mein-apothekenmanager.de zu finden sein werden.

Digitale Impfnachweise werden als QR-Code ausgedruckt, der dann abfotografiert und in einer App eingelesen beziehungsweise abgespeichert werden. Weitere Informationen gibt es unter digitaler-impfnachweis-app.de.

Update, 10. Juni, 15.20 Uhr: Infektionsgeschehen im Landkreis

Im Juni hat es im Landkreis Miesbach bisher 30 Neuinfektionen. Davon sind 14 auf die Virusvariante Alpha, die zuerst in Großbritannien aufgetreten ist, und drei auf die Virusmutante Delta, die als Erstes in Indien entdeckt wurde, zurückzuführen. „Die indische Variante hat damit erstmals den Landkreis erreicht“, teilt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt in Miesbach mit. „Beta, die südafrikanische Mutation, ist seit Beginn der Sequenzierung im Januar nur einmal im Landkreis aufgetreten, während Alpha seitdem 766-mal festgestellt wurde.“ Die Alpha-Variante mache damit fast die Hälfte aller Neuinfektionen aus.

„Aufgrund der erfreulich niedrigen Zahl an Neuinfektionen in den vergangenen Tagen verzichtet das Gesundheitsamt auf weitere Angaben zu den drei Personen, die sich mit der indischen Variante angesteckt haben“, erklärt die Sprecherin weiter. „Es könnten zu leicht Rückschlüsse auf einzelne Personen gezogen werden.“

Priorisierung im Impfzentrum nicht aufgehoben

Da momentan nur Impfstoff für Zweitimpfungen an das Impfzentrum in Hausham geliefert wird, hat die Regierung von Oberbayern darüber informiert, dass die Priorisierung zunächst bestehen bleibt. „Die Priorisierungsregeln haben solange Bestand, bis alle Angemeldeten aus den Prioritätsgruppen 1 bis 3 einen Termin erhalten haben, da die Gründe für die Priorisierung nach wie vor gültig sind“, heißt es in einer Mitteilung.

Für die Kalenderwoche 24 ist die unbestätigte Liefermenge für Zweitimpfungen wie folgt: Moderna 660 Dosen, Astrazeneca 770 Dosen und Biontech 1.190 Dosen.

Impfzentrum unterstützt Betriebsärzte

Die Infrastruktur im Impfzentrum könne künftig auch von Betriebsärzten von kleinen oder mittelständischen Unternehmen in Anspruch genommen werden, teilt das Landratsamt mit. Die Betriebsärzte bestellen den Impfstoff und das Zubehör eigenständig wie Hausärzte auch, nutzen aber nach Absprache die Infrastruktur des Impfzentrums. Betriebsärzte, die Hilfe des Impfzentrums wünschen, sollen Kontakt mit dem Team in Hausham aufnehmen.

Digitaler Impfausweis

Derzeit ist es in den Impfzentren technisch noch nicht möglich, den benötigten QR-Code nach der zweiten Impfung zu erstellen. Ebenso können für bereits erfolgte Zweitimpfungen noch keine QR-Codes generiert werden. Das Team des Impfzentrums in Hausham bittet daher darum, von Anfragen zum Thema digitaler Impfnachweis derzeit abzusehen. Sobald neue Informationen vorliegen, werde das Landratsamt informieren.

Update, 9. Juni, 15.25 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die ausschlaggebende 7-Tage-Inzidenz liegt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Mittwoch (9. Juni) bei 15 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 4.460 – 28 Fälle davon sind derzeit aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Otterfing: 7 aktive Fälle
  • Fischbachau: 6
  • Miesbach: 5
  • Hausham und Holzkirchen: 2
  • Bad Wiessee, Gmund, Waakirchen, Warngau, Weyarn und Valley: 1
  • Bayrischzell, Irschenberg, Kreuth, Rottach-Egern, Schliersee und Tegernsee: 0

Update, 16.50 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die ausschlaggebende 7-Tage-Inzidenz liegt laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Dienstag (8. Juni) bei 21 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Die Zahl der positiv Getesteten liegt aktuell bei 4.457 – 28 Fälle davon sind derzeit aktiv. Diese verteilen sich auf den Landkreis Miesbach wie folgt:

  • Fischbachau: 8 aktive Fälle
  • Otterfing: 6
  • Miesbach: 4
  • Gmund, Hausham und Holzkirchen: 2
  • Waakirchen, Warngau, Weyarn und Valley: 1
  • Bad Wiessee, Bayrischzell, Irschenberg, Kreuth, Rottach-Egern, Schliersee und Tegernsee: 0

Update, 16.05 Uhr: Spielbanken öffnen

Am Mittwoch, 9. Juni, öffnen die bayerischen Spielbanken in allen staatlichen Casinos das Große Spiel (Roulette und Black Jack) und das Automatenspiel. „Die Sicherheit unserer Gäste sowie Mitarbeiter hat dabei höchste Priorität“, heißt es in einer Mitteilung. „Das umfassende Hygienekonzept, das für bayerische Spielbanken erarbeitet wurde, wird zum Schutz aller konsequent umgesetzt.“

Die wichtigsten Bestandteile unseres Hygienekonzepts sind:

  • FFP2-Maskenpflicht für Gäste
  • Inzidenzwert 50 bis 100: 3G-Regel (getestet, geimpft, genesen) greift
  • Inzidenzwert >100: Bundes-Notbremse tritt in Kraft
  • regelmäßige Desinfektion der Spielautomaten und Jetons
  • Mindestabstand zwischen den Spielautomaten von 1,50 Metern
  • Plexiglasabtrennungen am Roulette- und Black-Jack-Tisch
  • Gästen stehen Auszahlterminals für Wechslungen und Kartenbuchungen zur Verfügung
  • zurückgegebene Casino-Cards werden desinfiziert
  • Gäste erhalten an der Kasse geschützt durch Plexiglas ihre Gewinne
  • Desinfektionsspender für erforderliche Handhygiene
  • Reinigungsintervalle für gemeinsam genutzte Räume, Arbeitsmittel und sonstige Kontaktflächen

„Durch die Registrierungspflicht bei den bayerischen Spielbanken ist eindeutig feststellbar, welche Gäste zu welchem Zeitpunkt in den Spielbanken waren“, erklärt Lotto Bayern. „Dadurch besteht die Möglichkeit, eine eindeutige Rückverfolgung von möglichen Infektionsketten im Bedarfsfall sicherzustellen.“

Update, 8. Juni, 9.10 Uhr: Mehr Süßwaren gegessen

Im Landkreis Miesbach wurden 2020 rein rechnerisch rund 3.300 Tonnen Süßwaren gegessen – davon allein 940 Tonnen Schokoladenwaren, 560 Tonnen Knabberartikel und 440 Tonnen Speiseeis. Diese Zahlen hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) anhand von Angaben des Bundesverbandes der deutschen Süßwarenindustrie ermittelt (Stand: März 2021). Demnach stieg der Verbrauch süßer und salziger Snacks 2020 um 2,6 Prozent auf durchschnittlich 33,4 Kilo pro Kopf. Laut Statistischem Bundesamt setzte die deutsche Süßwarenindustrie 2020 rund 8 Prozent mehr um als noch im Jahr zuvor.

„Vom Eis, das zu Hause gegessen wird, wenn die Eisdiele zu hat, über das Stück Schokolade als Nervennahrung im Homeoffice bis hin zu den Chips vorm heimischen Fernseher – in der Pandemie greifen viele Menschen verstärkt zu Süßwaren“, sagt Georg Schneider, Geschäftsführer der NGG-Region Rosenheim-Oberbayern. Die steigende Nachfrage gerade im Lebensmitteleinzelhandel führe zu wachsenden Umsätzen bei den Herstellern, an denen nun auch die Beschäftigten der Branche beteiligt werden sollen. In der laufenden Tarifrunde für die bayerische Süßwarenindustrie fordert die Gewerkschaft ein Einkommensplus von 5 Prozent, mindestens jedoch 150 Euro mehr pro Monat. Azubis sollen in allen Ausbildungsjahren 100 Euro im Monat zusätzlich bekommen. Mit bayernweiten betrieblichen Aktionen und Warnstreiks ab dieser Woche will die Gewerkschaft NGG den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

„Von einer Krise kann in der Branche, anders als in anderen Wirtschaftszweigen, keine Rede sein“, betont Schneider. Zwar habe es im Zuge weltweiter Lockdowns leichte Rückgänge beim Exportgeschäft gegeben. Aber unterm Strich stünden die Firmen wirtschaftlich gut da. Nach Unternehmensangaben gab es 2020 die stärksten Zuwächse im Bereich der Knabberartikel. Der Pro-Kopf-Verbrauch stieg um 8,4 Prozent auf 5,6 Kilo.

In Bayern arbeiten rund 5.000 Menschen in der Süßwarenindustrie. Zu den Unternehmen zählen Brandt-Schokoladen (Landshut), die Schoko-Produzenten Piasten (Forchheim) und Frankonia (Würzburg), der Eishersteller Froneri Schöller, die Lebkuchen-Marken Schmidt und Wolff (alle Nürnberg), Lebkuchen Weiss (Neu-Ulm) sowie der Snack-Spezialist Lorenz und die Fruchtgummi-Marke Trolli (beide Landkreis Schwandorf).

Update, 7. Juni, 16.05 Uhr: Ergebnisse aus Gmund

Das Landratsamt hat den Corona-Ausbruch nach der Gemeinderatssitzung in Gmund geprüft. Dies ist nun abgeschlossen. Hier die Ergebnisse:

Grundsätzlich gibt es keine Maskenpflicht für Mitglieder kommunaler Gremien, solange sich diese an ihren Plätzen befinden. Der Vorsitzende eines Gremiums kann diese jedoch im Rahmen des von ihm ausgeübten Hausrechts und der Sitzungsordnung für Besucher und Gemeinderäte anordnen.

Was nun die Sitzung im Neureuthersaal angeht, so ist dieser für 250 Personen ausgelegt. Folglich konnte ein Abstand von mindestens 1,5 Metern stets gewährleistet werden. „Der Sitzungsraum verfügte zudem über eine Lüftungsanlage, welche die Luft nicht umwälzt, sondern nach oben absaugt und komplett austauscht“, teilt das Landratsamt Miesbach mit. „Der Bürgermeister konnte eine sorgfältige Abwägung und Ermessungsübung darlegen.“

Ein Rechtsverstoß läge nur dann vor, wenn das Ermessen fehlerhaft ausgeübt wurde. Ein solcher konnte vorliegend allerdings nicht festgestellt werden. Dass er das Infektionsgeschehen falsch eingeschätzt hat, könne dem Bürgermeister als infektiologischen Laien nicht zum Nachteil gereicht werden.

Die Infektionen aus dem Gmunder Cluster sind der Mutante zuzuordnen, die zuerst in Großbritannien festgestellt wurde und als noch leichter von Mensch zu Mensch übertragbar gilt als die zuvor zirkulierenden Varianten.

„Die unwissentlich infizierten Sitzungsteilnehmer haben durch weitere Kontakte Familie und weitere Personen infiziert“, erklärt das Landratsamt weiter. „Im gesamten Landkreis ist zu beobachten, dass das britische Virus innerhalb einer Familie rasch um sich greift.“ Während es zu Beginn der Pandemie noch möglich gewesen sei, Erkrankte innerhalb der Familie zu isolieren und so vor einer Infektion zu schützen, erkenne das Gesundheitsamt, dass das britische Virus häufig die gesamte Familie infiziere.

Mittlerweile hat das Staatsministeriums des Innern die Vorgaben angepasst und legt eine Maskenpflicht auch für Kommunalvertreter nahe.

Update, 12.10 Uhr: Neue Corona-Regeln

Ab Montag (7. Juni) gelten in Bayern mit Inkrafttreten der 13. bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (13. BayIfSMV) neue Regeln im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Auf die entsprechenden Beschlüsse des bayerischen Kabinetts verweist Gesundheitsminister Klaus Holetschek.

Er betont: „Ich freue mich, dass Öffnungen und Lockerungen möglich sind. Die niedrigen Inzidenzen zeigen, wie erfolgreich unsere Strategie im Kampf gegen die Pandemie ist. Inzwischen ist jeder fünfte Bewohner in Bayern vollständig geimpft. Das ist eine gute Nachricht! Auch die weiter sinkende Zahl an Corona-Patienten in den Krankenhäusern lässt die Zuversicht wachsen. Ich sage klar: Wir können uns wieder ein gutes Stück mehr Normalität leisten. Dennoch ist es wichtig, weiterhin Vorsicht und Umsicht walten zu lassen. Wir müssen wachsam bleiben, und die neuen Regeln helfen uns dabei, Vorsicht und Zuversicht zu vereinen.“

Die neuen Regeln sehen unter anderem Erleichterungen bei den Kontaktbeschränkungen vor. Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 dürfen sich nunmehr zehn Personen aus höchstens drei Haushalten, bei Inzidenz von unter 50 dann zehn Personen aus beliebig vielen Haushalten gemeinsam aufhalten. Geimpfte und Genesene zählen bei privater Zusammenkunft oder ähnlichen sozialen Kontakten nicht mit.

Auch geplante öffentliche und private Veranstaltungen aus besonderem Anlass und mit einem von Anfang an klar begrenzten und geladenen Personenkreis wie etwa Geburtstags-, Hochzeits- und Tauffeiern oder Vereinssitzungen werden wieder mit größerer Teilnehmerzahl möglich: Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 können im Freien 50 Personen teilnehmen, in Innenräumen bis zu 25 Personen, die allerdings einen negativen Test benötigen, wenn sie nicht vollständig geimpft oder genesen sind. Liegt die Inzidenz unter 50 können im Freien sogar 100 Personen teilnehmen, in Innenräumen bis 50. Geimpfte und Genesene nach den Vorgaben des Bundesrechts zählen bei den privaten Veranstaltungen zur Gästezahl nicht mit.

Auch für Alten- und Pflegeheime sowie Behinderteneinrichtungen ergeben sich Neuerungen: So entfällt die Pflicht zur FFP2-Maske bei geimpften und genesenen Besuchern und den Beschäftigten in den genannten Einrichtungen. Diese müssen lediglich eine medizinische Gesichtsmaske tragen.

Die weiteren Maßnahmen wie das Einhalten des Schutz- und Hygienekonzepts inklusive Testkonzept, soweit möglich das Einhalten des Mindestabstands und die Tests aller Besuchspersonen, welche nicht bereits vollständig geimpft oder genesen sind, bleiben dabei vorerst aufrechterhalten.

„Die Erleichterungen sind ein Schritt zu mehr Normalität in den Einrichtungen und ermöglichen wieder mehr Gemeinschaft, Beisammensein und Austausch. Nach der langen Phase der Einschränkungen ist das ein wahrer Lichtblick für die Bewohner in den Einrichtungen. Ich habe mich dafür eingesetzt, dies zu ermöglichen“, sagt der Minister. „Diese Schritte sind vertretbar, weil wir derzeit sehr wenige Infektionen in Alten- und Pflegeheimen haben. Das liegt an der hohen Impfquote der Bewohner: Mehr als 80 Prozent sind geimpft. Das ist eine bemerkenswerte Quote und wir sehen in den wenigen Fällen, wo Impfdurchbrüche stattfinden, einen sehr milden, meist symptomlosen Verlauf.“

Und weiter: „Das rechtfertigt unsere gleichwohl immer noch behutsamen Lockerungen. Als noch kein Impfstoff zur Verfügung stand, waren die Maßnahmen wichtig, um die besonders gefährdeten Gruppen zu schützen. Heute ist die Lage anders. Daher freut es mich umso mehr, in den Alten- und Pflegeheimen sowie den Behinderteneinrichtungen Lockerungen zu erlauben und dadurch mehr Gemeinschaft zu schaffen.“

Die Möglichkeit, auf FFP2-Masken zu verzichten und einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz zu verwenden, sei auch für das Personal, das in den vergangenen Monaten teilweise Unvorstellbares geleistet habe, eine spürbare Erleichterung in der täglichen Arbeit.

Update, 6. Juni, 8.25 Uhr: Schulen benachteiligt

Bayern lockert: Bei einer Inzidenz von unter 50 dürfen private Feiern auch drinnen mit bis zu 50 ungeimpften plus beliebig vielen geimpften Personen stattfinden, Innengastronomie öffnet auch ohne Tests und zehn vollkommen fremde Personen dürfen sich einen Schlafsaal in einem Beherbergungsbetrieb teilen. Auch Laienensembles für Theater und Musik dürfen mit beliebiger Personenanzahl innen wie außen proben. Für Sport gilt, dass auch Kontaktsport in der Halle zulässig ist, auch hier ohne Test. Schließlich ist auch noch Fußball-EM, also dürfen bis zu 14.000 Fans im Stadion sein. Damit in der Gastronomie die Fans die Spiele auf der Leinwand verfolgen können, wurde die Sperrstunde noch einmal nach hinten verschoben.

Bei so vielen Lockerungen sei für Schulen nichts mehr übrig geblieben, kritisiert die Initiative Familie. Anders als in der Gastronomie und bei privaten Feiern müsse dort auch am Platz und durchgehend eine Maske getragen werden, selbst dann, wenn der Mindestabstand eingehalten werden kann. Anders als in der Freizeit sei Sport nur mit Abstand möglich und anders als bei Laienensembles sei Chor-, Orchester- und Blasmusik nur im Freien erlaubt. Innen gehe laut Rahmenhygieneplan für Schulen nur ein kurzes Lied, sofern ein erhöhter Mindestabstand von 2,5 Metern in Singrichtung sowie seitlich von 2 Metern eingehalten werden kann und das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung möglich ist.

Um am Platz ohne Maske zu sein, müsste Schule nun als private Feier deklariert werden. Da dürfe dann auch ohne Maske gesungen werden. Tests bräuchte es dann auch nicht. Für Sportunterricht schließt man sich am besten dem Verein an, der am Abend die Schulturnhalle nutzt. Wenn der Schulchor oder das Schulorchester proben wolle, ginge das nur, wenn das Schulorchester eben nicht mehr Schulorchester hieße. Dass man Schulaktivitäten nur als außerschulische Aktivitäten definieren müsste, um in den Genuss weiterer Lockerungen zu kommen, zeige, wie wenig die Schulen der bayerischen Regierung wert sei.

Warum für die gleichen Dinge an Schulen trotz regelmäßiger Tests, die bei einer Inzidenz unter 50 nur noch an den Schulen stattfinden, immer noch strengere Regeln gelten als außerhalb, sei längst nicht mehr zu verstehen. Tobias Oelbaum von Initiative Familien dazu: „Es macht fassungslos, dass alles getan wird, damit Fußballfans ihre Mannschaften bei der EM feiern können und sich Erwachsene nicht testen müssen. Gleichzeitig ist Kindern und Jugendlichen an Schulen weiterhin unter dem strengsten Test- und Hygienekonzepten nicht das erlaubt, was außerhalb von Schulen auch ohne Tests längst wieder möglich ist. Wenn die freiwillige AG Basketball in der Schule mit getesteten Schülern nicht stattfinden darf, aber am Abend die Basketballabteilung des örtlichen Vereins in der Schulturnhalle ungetestet trainiert, dann wird klar, welche Priorität der Schulbetrieb in Bayern hat.”

Update, 14.55 Uhr: Weitere Öffnungsschritte im Sportbereich

Der gesamte Sportbetrieb ist in Bayern bei einer 7-Tage-Inzidenz unter 100 grundsätzlich wieder möglich. Auch Hallenbäder können mit Hygienekonzepten wieder öffnen und bis zu 500 Zuschauer bei Sportevents dabei sein, bei den Spielen der Fußball-EM in München als Pilotprojekt sogar bis zu 14.000. Bayerns Innen- und Sportminister Joachim Herrmann erklärt: „Alle Sportvereine in Bayern können wieder voll loslegen. Ab Montag ist wieder jede Menge Breitensport möglich.“

Nach wie vor notwendig sind im Indoor-Bereich entsprechende Hygienekonzepte. „Die aktuelle Infektionslage lässt es zu, wieder weitreichend sportliche Betätigungen im Freien wie in geschlossenen Räumen zuzulassen, ohne darüber den Aspekt der Vorsicht aus den Augen zu verlieren“, sagt der Minister. Ab einem Inzidenzwert unter 100 gebe es für Sport innen wie außen keine Personenobergrenze mehr. Eine Testpflicht bestehe nur noch ab einem Inzidenzwert über 50.

Auch Zuschauer bei Sportveranstaltungen sind in größerem Umfang möglich. So können unter freiem Himmel mit fester Bestuhlung – wie bei kulturellen Veranstaltungen auch – bis zu 500 Personen dabei sein. Für die Fußball-Europameisterschaft unterstützt die Staatsregierung Überlegungen, als Testlauf und Pilotprojekt für den Sport die Spiele der Fußball-Europameisterschaft unter strengen Hygienevorgaben mit einer verbreiterten Zuschauerzahl zuzulassen. Demnach könnten bis zu 20 Prozent der Zuschauerkapazität in der Allianz-Arena zugelassen werden, was einer Zuschauerzahl bis zu 14.000 entspräche.

„Ich bin sehr erleichtert, dass in den Landkreisen und Städten mit niedrigen Inzidenzwerten Sport nahezu uneingeschränkt wieder möglich ist“, erklärt Joachim Herrmann. „Mein Dank gilt auch den vielen Sportvereinen in Bayern, die so lange und so diszipliniert ihren Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie geleistet haben. Ich hoffe, dass das Vereinsleben jetzt überall wieder voll in Gang kommt.“

Update, 14.45 Uhr: Allianz für starke Berufsbildung

Trotz der Corona-Pandemie ist der bayerische Ausbildungsmarkt stabil und sind die Chancen, einen Ausbildungsplatz zu finden, weiterhin sehr gut. Das haben Arbeitsministerin Carolina Trautner und die Allianzpartner mit der nun veröffentlichten gemeinsamen Erklärung für starke Berufsbildung in Bayern bekräftigt.

Arbeitsministerin Trautner erklärt: „Diese gemeinsame Erklärung ist ein gutes Zeichen für Bayern. Eine berufliche Bildung bietet beste Chancen für eine gute Zukunft. Ich danke den bayerischen Betrieben für die hohe Ausbildungsbereitschaft und möchte jedem jungen Menschen den Schritt in die Ausbildung ans Herz legen. Denn trotz Corona gibt es eine Chance für jedes Talent in einer hochwertigen Ausbildung.“

Wer Informationen oder Unterstützung bei der Ausbildungsplatzsuche braucht, kann sich an einen Ausbildungsakquisiteur wenden. „Und weil wir die jungen Menschen in diesen wirklich schwierigen Zeiten noch stärker unterstützen wollen, werden wir sieben zusätzliche Stellen für Ausbildungsakquisiteure, in jedem Regierungsbezirk einen weiteren, für 750.000 Euro schaffen“, sagt sie weiter.

Die Ausbildungsakquisiteure geben leistungsschwächeren Jugendlichen Informationsangebote über das duale Ausbildungssystem an die Hand. Sie ermöglichen durch ihr großes Netzwerk die zielgerichtete Unterstützung der Ausbildungsplatzsuchenden am Übergang Schule Beruf und der Betriebe bei der Suche nach geeignetem Nachwuchs.

Update, 14.35 Uhr: IHK begrüßt Lockerungen

Die Wirtschaft im Freistaat begrüßt die Beschlüsse der bayerischen Staatsregierung, die pandemie-bedingten Einschränkungen weitreichend zu lockern. „Die Entscheidungen des Kabinetts bringen für viele Branchen lang ersehnte Schritte in Richtung Normalität mit sich. Angesichts steigender Impfquoten, sinkender Infektionszahlen und einer Entlastung in den Kliniken war es an der Zeit, dass die Politik endlich die Beschränkungen im öffentlichen und wirtschaftlichen Leben mit Umsicht zurückfährt“, erklärt Eberhard Sasse, Präsident des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK).

Das Abrücken der Staatsregierung von test-basierten Öffnungen sowie der Wegfall von vorherigen Terminvereinbarungen bei einer Inzidenz unter 50 seien gute Zeichen für weite Teile der Wirtschaft. „Die Menschen können von nun an wieder spontaner sein. Davon werden insbesondere der Einzelhandel, die Gastronomie, das Beherbergungsgewerbe, Fitnessstudios und weitere Freizeiteinrichtungen profitieren“, sagt er.

Der BIHK begrüße zudem, dass die Innengastronomie wieder öffnen darf und die Sperrstunde erst um Mitternacht beginnt. „Endlich sind die Planungen der Gastronomen in Bayern nicht mehr vom Wetter abhängig und sie können gerade in der anstehenden Sommersaison auf konstante Umsätze hoffen“, sagt der BIHK-Präsident.

Eine gute Nachricht sei zudem, dass Freizeitparks, Thermen und Hallenbäder wieder aufsperren dürfen. Dafür hatten sich die bayerischen IHKs im Vorfeld der Kabinettssitzung eingesetzt. Gleiches gilt für die Öffnung von Solarien, die gemäß Eilentscheidung des bayerischen Verwaltungsgerichtshofs bereits ab sofort wieder Kunden begrüßen dürfen.

Sasse betont, dass es für Bars, Clubs, Diskotheken und reine Innenschankwirtschaften weiter keine Perspektive gibt. „In diesen Branchen herrscht seit über einem Jahr die pure Angst um die wirtschaftliche Existenz. Die Politik muss nicht nur einen Fahrplan vorlegen, wann diese Wirtschaftsbereiche mit guten und sicheren Konzepten wieder öffnen dürfen, sondern die Umsatzeinbußen auch weiterhin über die Corona-Hilfsprogramme finanziell ausgleichen“, fordert der BIHK-Präsident.

Auch wenn in Bayern künftig nur noch zwei Inzidenzschwellen (100 und 50) über Verschärfungen beziehungsweise weitere Lockerungen entscheiden, kritisiert Sasse den weiterhin alleinigen Blick der Politik auf die ungenaue und schwankende 7-Tage-Inzidenz. „Meldeverzögerungen und Nachmeldungen lassen die Inzidenz über einen rein politisch festgelegten Grenzwert schwappen. Das kann jede Planungssicherheit zerstören, die für das Hochfahren bisher geschlossener oder eingeschränkter Geschäfte unerlässlich ist. Im Gastgewerbe, bei Reisebüros oder Veranstaltungen aller Art hätte es katastrophale Auswirkungen für die betroffenen Unternehmen und die Reputation Bayerns als Gastgeberland, wenn Gäste nach Buchung oder gar Anreise wieder nach Hause geschickt werden müssen.“

Der BIHK-Präsident weist darauf hin, dass Unternehmer bereits im Sommer 2020 in kluge und sichere Hygienekonzepte investiert haben, um Personal und Kunden sowie Besucher zu schützen: „Diese Schutzmaßnahmen werden sich auch in den kommenden Wochen und Monaten bewähren. Die Öffnungen sind damit absolut gerechtfertigt.“ Im Interesse der bayerischen Wirtschaft appelliert Sasse trotz der Lockerungen und der greifbaren Normalität die anhaltende Gefahr durch das Virus weiter ernst zu nehmen: „Wir sind auf dem richtigen Weg und die Hoffnung in der Wirtschaft, bald aus dieser Krise herauszukommen, wird jeden Tag größer. Aber wir dürfen unsere Erfolge nicht verspielen. Ansonsten riskieren wir einen neuen Lockdown, den es nicht mehr geben darf.“

Update, 14.15 Uhr: Ende des Katastrophenfalls

Die mit Beginn des 9. Dezembers 2020 festgestellte bayernweite Katastrophe zur Corona-Pandemie endet mit Ablauf des 6. Juni. Das hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann bekannt gegeben. "Unsere effektiven Schutzmaßnahmen sowie auch die Zahl der Impfungen haben das Virus stark ausgebremst und zu einer positiven Gesamtentwicklung des Infektionsgeschehens geführt", erklärt Herrmann. "Die Zahl der Neuinfektionen ist konstant rückläufig, die Situation in den Krankenhäusern entspannt sich erfreulicherweise zunehmend. Gleichzeitig steigt die Zahl der täglichen Impfungen kontinuierlich an."

Die hervorragend eingespielten und auf die Herausforderungen der Pandemie angepassten Organisations- und Kommunikationsstrukturen in den Führungsgruppen Katastrophenschutz hätten sich einmal mehr bewährt. Herrmann richtet an alle Akteure auf allen Ebenen ein ganz herzliches Dankeschön für die hervorragende Arbeit und das großartige Engagement, welches entscheidend zur Bewältigung der Pandemie beigetragen habe.

Wie bereits in der ersten Welle der Pandemie wurden mit der Feststellung des Katastrophenfalls in den 96 Kreisverwaltungsbehörden, bei den sieben Regierungen und im bayerischen Innenministerium die Führungsgruppen Katastrophenschutz (FÜGK) einberufen. In regelmäßigen Lagebesprechungen tauschten sich die Beteiligten über die aktuelle Situation aus.

Herrmann hob besonders die gute Zusammenarbeit mit den beteiligten Rettungsorganisationen, dem Landesfeuerwehrverband, dem Technischen Hilfswerk (THW), der Bundeswehr und der Bundespolizei hervor: "Gemeinsam haben wir auch diese Katastrophe gemeistert, in einer Dimension, die wir alle noch nie erlebt hatten. Dieser Einsatz und die Leistung sind einmalig." Die bisher in Bayern festgestellten Katastrophen betrafen einzelne Kreisverwaltungsbehörden und dauerten in der Regel nur wenige Tage.

"Unabhängig vom Ende des Katastrophenfalls werden wir auch künftig mit allen Beteiligten in engem Austausch bleiben, denn die Gefahr ist noch nicht vollständig gebannt", erklärt Herrmann auch mit Blick auf die neuen Virusmutationen. "Wir müssen weiterhin wachsam sein. Ich begrüße es daher sehr, dass uns das THW und die Bundeswehr auch weiterhin im Wege der Amtshilfe unterstützend zur Seite stehen."

Update, 4. Juni, 7.45 Uhr: Corona stresst Schüler

Nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder und Jugendliche sind in ihrem Alltag Stress und hohen Belastungen ausgesetzt. Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der KKH (Kaufmännische Krankenkasse) steht ein Drittel der 6- bis 18-Jährigen dauerhaft unter Druck. Die Corona-Krise hat die Situation noch einmal verschärft: 77 Prozent der rund 1.000 befragten Mütter und Väter sagen, dass die Pandemie ihr Kind belastet und zusätzlichen Stress auslöst. In der Gruppe der Eltern von 10- bis 12-Jährigen haben dies sogar 83 Prozent beobachtet. Viele Eltern befürchten durch die Krise zudem langfristige negative Folgen für ihr Kind.

Sich monatelang nicht mit Freunden treffen und nicht in Vereinen, Sport- und Musikgruppen aktiv sein zu können, schlägt mehr als 80 Prozent der Schüler aller Altersstufen auf die Seele. Gut die Hälfte der Eltern gibt darüber hinaus an, dass sich ihr Kind durch das Lernen im Homeschooling gestresst fühlt. Unter den 10- bis 12-Jährigen verspüren sogar rund zwei Drittel zusätzlichen Druck durch fehlenden Präsenzunterricht und digitales Lernen zu Hause, erst recht in Familien mit mehreren Kindern und wenig Platz für konzentriertes Arbeiten.

„Wir kennen das alle. Wenn wir gestresst sind, dann geht es uns nicht gut. Bei Kindern ist das nicht anders“, erläutert KKH-Psychologin Franziska Klemm. „Sie klagen dann zum Beispiel über Kopf- und Bauchschmerzen, können schlecht einschlafen oder reagieren schon auf Kleinigkeiten heftig und impulsiv.“

Ein größeres Problem für die 10- bis 12-Jährigen als für die anderen Altersgruppen ist außerdem das Auf-sich-allein-gestellt-sein, wenn Eltern auswärts arbeiten müssen, die Schulen geschlossen sind und keine Betreuung etwa durch Großeltern oder Nachbarn möglich ist. Dass sämtliche Veränderungen durch die Corona-Krise gerade Schüler in diesem Alter besonders mitnimmt, wundert Franziska Klemm nicht: „Mit 11, 12 Jahren befinden sich die Kinder gerade in einer Umbruchsphase. Die Kindheit endet und die Pubertät beginnt. Das ist ohnehin schon eine schwierige Zeit, die viele Veränderungen mit sich bringt, sowohl körperlich als auch psychisch. Die Pandemie verstärkt einige dieser Herausforderungen noch und bringt zusätzliche, ganz neue Hürden mit sich.“

Die Älteren sind hingegen deutlich mehr von Zukunftsängsten geplagt als die Jüngeren: 36 Prozent der Schüler im Absolventenalter belastet die Sorge, durch die veränderten Lernbedingungen in der Krise den Anschluss in der Schule zu verlieren, im Vergleich zu 22 Prozent der Grundschüler. Dementsprechend befürchtet auch gut die Hälfte der Eltern von 16- bis 18-Jährigen, dass ihr Kind schlechtere berufliche Perspektiven durch längerfristige wirtschaftliche Probleme infolge der Corona-Krise haben könnte. Die Eltern der 6- bis 9-Jährigen treibt hingegen vor allem die Sorge um, dass sich die Krise negativ auf die Persönlichkeitsentwicklung ihres Kindes auswirkt: Das sagt gut die Hälfte der befragten Mütter und Väter. Ein Viertel aller Eltern befürchtet außerdem, dass ihr Kind aufgrund der Corona-Krise psychische Erkrankungen wie Depressionen entwickeln könnte.

Dass diese Befürchtungen nicht ganz unbegründet sind, kann Marcel Romanos vom Universitätsklinikum Würzburg bestätigen, denn in den vergangenen Wochen sind die Anmeldungen in den Kinder- und Jugendpsychiatrien in Deutschland wieder angestiegen. Dazu tragen vor allem die corona-bedingten Einschränkungen im Alltag bei, die zu einer zunehmenden Belastung geführt haben. So stehen etwa viele Eltern und Kinder unter erheblichem Druck, die Anforderungen im Homeoffice und -schooling zu bewältigen.

„Familien, in denen es bereits vor der Pandemie psychische Erkrankungen gab, leiden besonders unter der Situation und klagen über Stress und Einsamkeit“, erläutert Romanos. Aus seiner Sicht belegt die Umfrage, dass die mittlerweile lange Dauer der Pandemie auch den Kindern einiges abverlangt.

Der Experte befürchtet allerdings, dass die eigentlichen Herausforderungen noch bevorstehen: „Wenn wir die Pandemie in den Griff bekommen haben, wird der Ruf laut werden, dass die Kinder das Versäumte so schnell wie möglich wieder aufholen sollen. Wenn wir dies undifferenziert und mit der Brechstange verfolgen, werden wir sehr schnell einen erheblichen Anstieg psychischer Störungen bei Kindern sehen.“

Laut einer Datenanalyse der KKH haben bereits vor der Krise psychische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen zugenommen, die sich aus emotionalem Stress und Konflikten entwickeln können. So sind die Fälle von Depressionen bei den 6- bis 18-jährigen KKH-Versicherten von 2009 auf 2019 um fast das Doppelte (rund 97 Prozent) angestiegen. Es folgen Anpassungsstörungen und depressive Reaktionen auf schwere Belastungen mit rund plus 72 Prozent, Angststörungen mit plus 45 Prozent, Schlafstörungen mit plus 29 Prozent und Essstörungen mit plus 13 Prozent.

Immer häufiger stellen Ärzte außerdem schon im Schulalter die Diagnose Burnout. Auch da registriert die KKH im selben Zeitraum einen enormen Anstieg – bei den 13- bis 18-Jährigen sogar um mehr als das Doppelte. Das zeigt, dass schon vor der Krise immer mehr Schüler Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung hatten und ausgebrannt waren. Burnout ist keine eigenständige Krankheit, sondern gilt als Vorstufe zur Depression und wird in der Regel als Zusatzdiagnose im Zuge anderer, meist auch psychischer Erkrankungen gestellt.

2019 waren bundesweit rund 27.000 6- bis 18-jährige KKH-Versicherte von einer oder mehrerer der genannten psychischen Leiden betroffen. Hochgerechnet auf ganz Deutschland sind das rund 1,3 Millionen Kinder und Jugendliche. Eine erste Datenauswertung für das erste Halbjahr 2020 deutet zudem darauf hin, dass die Zahlen auch in der Corona-Krise weiter steigen, denn bei allen genannten psychischen Erkrankungen liegt der Anteil der betroffenen Kinder und Jugendlichen in diesem Zeitraum bereits über dem Halbjahresdurchschnitt von 2019. Eine verlässliche Analyse ist aber erst möglich, wenn in einigen Monaten die Daten für das gesamte Jahr 2020 vorliegen.

Permanenter Leistungs- und Konkurrenzdruck in der Schule, Mobbing sowie gesellschaftlicher Druck durch Medien, Idole und Influencer: Das waren vor der Pandemie die Stressfaktoren, die Schülern am meisten auf die Seele schlugen (KKH-Umfrage von 2018). Zukunftsängste und Einsamkeit haben diese Faktoren in der Krise zwar zurückgedrängt, doch wenn der normale Schul- und Freizeitalltag wieder einkehrt, wird auch der Konkurrenzdruck beim Sport oder in der Schule wieder an Bedeutung gewinnen. Außerdem müssen Kinder und Jugendliche die Krise und ihre Folgen erst einmal verarbeiten. Doch wie kann das am besten gelingen?

„Nach der Pandemie wird nicht sofort alles wie früher sein. Das dürfen Eltern auch von ihren Kindern nicht erwarten. Was während der Krise geholfen hat, ist daher auch nach der Krise besonders wichtig: Regelmäßige Gespräche über Ängste, Wünsche und Sorgen“, sagt KKH-Psychologin Franziska Klemm. „Auch positive Erlebnisse können helfen, den emotionalen Tank wieder aufzufüllen. Das können zum Beispiel Unternehmungen sein, die man gemeinsam plant und realisiert. Das war ja wegen der Corona-Einschränkungen in den vergangenen Monaten größtenteils nicht möglich.“

Den regelmäßigen Austausch in der Familie halten laut KKH-Umfrage auch 84 Prozent der Eltern für wichtig. Fast 90 Prozent der Mütter und Väter geben darüber hinaus an, dass Eltern ruhig bleiben und ein Vorbild sein sollten – und auch das gilt nicht nur für Krisensituationen.

Update, 10.40 Uhr: Fristlose Kündigung

Wer bewusst einen Kollegen aus nächster Nähe während der Corona-Pandemie anhustet und wünscht, er solle Corona bekommen, kann fristlos gekündigt werden. Er verletzt in erheblicher Weise die dem Arbeitsverhältnis innewohnende Rücksichtnahmepflicht gegenüber dem Kollegen. Dies ergibt sich aus einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Düsseldorf. Voraussetzung ist aber, dass ihm dies nachgewiesen werden kann. Bei einer Verletzung der Abstandsregeln droht eine Abmahnung, erläutert die Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV).

Der Kläger war zunächst Auszubildender und seit Januar 2019 bei dem beklagten Unternehmen beschäftigt. Er ist Mitglied der Jugend- und Auszubildendenvertretung. In der ersten Corona-Welle im März aktivierte das Unternehmen einen internen Pandemieplan. Es galten als Verhaltensregeln: der Abstand zueinander, Hygienemaßnahmen sowie das Bedecken von Mund und Nase beim Husten oder Niesen mit einem Papiertaschentuch oder Ärmel. Die Belegschaft wurde in verschiedenen E-Mails und einer Abteilungsversammlung informiert. Die Verhaltens- und Hygieneregeln wurden zudem auf Zetteln im Betrieb verteilt.

Dem Kläger wurde vorgeworfen, sich mehrfach nicht an die wegen der Corona-Pandemie ergriffenen Hygienemaßnahmen sowie an die Sicherheitsabstände gehalten zu haben. Er habe in Gesprächen signalisiert, dass er die Maßnahmen nicht ernst nehme und diese nicht einhalten werde. Am 17. März 2020 habe er schließlich einen Kollegen vorsätzlich und ohne jegliche Barriere aus einem Abstand von einer halben bis maximal einer Armlänge angehustet. Sinngemäß habe der Kläger gesagt, er hoffe, dass der Kollege Corona bekäme. Deshalb wurde dem Kläger fristlos gekündigt.

Der Kläger hingegen meinte, er habe andere Personen keinen Infektionsgefahren ausgesetzt und, soweit es ihm möglich gewesen sei, die Sicherheitsabstände und die Etikette beim Husten eingehalten. Am fraglichen Tag habe er einen Hustenreiz verspürt und deshalb spontan husten müssen. Der Abstand zum Kollegen sei aber ausreichend gewesen. Als der andere Kollege sich belästigt fühlte, habe er nur entgegnet, der Kollege möge chillen, er würde schon kein Corona bekommen.

Der Betriebsrat stimmte der fristlosen Kündigung zu. Das Landesarbeitsgericht gab der Kündigungsschutzklage nach der Vernehmung mehrerer Zeugen statt. Letztlich habe der Arbeitgeber das vorgeworfene Verhalten nicht beweisen können.

Das von der Beklagten behauptete Verhalten des Klägers hätte eine fristlose Kündigung gerechtfertigt. Wer im März 2020 bewusst einen Kollegen aus nächster Nähe anhustete und äußerte, er hoffe, dass er Corona bekäme, verletzte in erheblicher Weise die dem Arbeitsverhältnis innewohnende Rücksichtnahmepflicht gegenüber seinem Kollegen. Wenn der Arbeitnehmer im Übrigen auch deutlich mache, sich nicht an die Arbeitsschutzvorschriften zu halten, genügte auch keine Abmahnung. Allerdings habe die Beklagte den behaupteten Sachverhalt nicht beweisen können. Einer Verletzung von Abstandsregeln könne durch eine Abmahnung begegnet werden.

Update, 3. Juni, 10.05 Uhr: Teststrategie für Kita-Kinder

Erst seit Kurzem sind Antigen-Schnelltests zur Selbstanwendung auch für jüngere Kinder unter 6 Jahren zugelassen. Für ein sicheres Miteinander in der Kindertagesbetreuung wird die bayerische Teststrategie deshalb ausgeweitet. Der Freistaat Bayern stellt nach den Pfingstferien auch für noch nicht eingeschulte Kinder kostenlose Selbsttests für eine zweimal wöchentliche Testung zur Verfügung.

Dazu Bayerns Familienministerin Carolina Trautner: „Nicht nur unsere Beschäftigten in der Kindertagesbetreuung und unsere Schulkinder profitieren von den vom Freistaat zur Verfügung gestellten Selbsttests. Auch jüngere Kinder können damit regelmäßig und unkompliziert durch ihre Eltern zu Hause getestet werden. Dadurch vervollständigen wir unsere Teststrategie in den bayerischen Kitas.“

Die kostenfreien Selbsttests können durch die Eltern in einer Apotheke ihrer Wahl gegen die Vorlage eines Berechtigungsscheins abgeholt werden. Die Berechtigungsscheine werden den Eltern durch die Träger der Kindertageseinrichtungen oder durch die Kindertagespflegepersonen ausgehändigt.

Noch nicht eingeschulte Kinder brauchen kein negatives Testergebnis, um die Kita besuchen zu dürfen, sofern keine Krankheitssymptome vorliegen. Dennoch macht Familienministerin Trautner deutlich: „Durch möglichst umfassende und engmaschige Tests können Infektionen zeitnah erkannt und Infektionsketten durchbrochen werden. Ich bitte die Eltern daher herzlich, das Angebot der kostenfreien Selbsttests für Kinder wahrzunehmen und die Kinder regelmäßig vor dem Besuch der Kita zu testen. Das dient dem Schutze aller – der Beschäftigten in der Kindertagesbetreuung sowie der Familien.“

Gesundheitsminister Klaus Holetschek erläutert: „Die Ausgabe der Tests läuft über die Apotheken. Denn die Apotheker wissen, welche Tests für welche Gruppe von Menschen geeignet sind. Sie können auch bei der richtigen Anwendung unterstützen und eignen sich bestens für die Beratung dieser ganz sensiblen Gruppe der kleinen Kinder.“

Holetschek ergänzt: „Tests spielen eine ganz zentrale Rolle im Kampf gegen Corona. Wir treiben das Testen daher weiter voran. Jede Infektion muss erkannt und nachverfolgt werden, bevor weitere Menschen angesteckt werden. Mit den Tests können wir auch die Kitas sicherer machen und Kinder und Personal noch besser schützen.“

Update, 15.40 Uhr: Weniger Zuwanderung

In Bayern fiel das Bevölkerungswachstum im Jahr 2020 deutlich niedriger aus als in den Vorjahren. So betrug das Bevölkerungsplus nur knapp 15.500 Personen, was vor allem auf die Corona-Pandemie zurückzuführen ist. In den Jahren 2016 bis 2018 stieg die Einwohnerzahl Bayerns durchschnittlich pro Jahr um knapp 78.000 Personen. Im Jahr 2019 lag das Bevölkerungswachstum bei rund 48.000 Personen.

Innenminister Joachim Herrmann erklärt: "Die deutlich gesunkenen Zuwanderungszahlen aus dem Ausland sowie die erhöhte Sterbefallquote infolge der Corona-Pandemie wirken sich auch auf das Bevölkerungswachstum aus. Im ersten Halbjahr 2020 stagnierte die Einwohnerzahl sogar. Dass wir überhaupt einen leichten Bevölkerungsanstieg verzeichnen können, ist vor allem auf den moderaten Wanderungsgewinn in der zweiten Jahreshälfte zurückzuführen."

Der vergleichsweise geringe Anstieg der Einwohnerzahlen im Jahr 2020 beruht insbesondere auf einem Rückgang der Wanderungsbewegungen aufgrund der zeitweisen Einreisebeschränkungen und Grenzschließungen im Zuge der Corona-Pandemie.

Aber auch bei der natürlichen Bevölkerungsentwicklung schlägt sich die Pandemie in den Statistiken nieder. Hier hat sich 2020 der Überschuss der Sterbefälle gegenüber den Geburten (128.764 Geburten und 143.367 Todesfälle) mit 14.603 Personen im Vergleich zum Vorjahr sogar mehr als verdoppelt (2019: 6.086).

Herrmann sagt: "Ich bin jedoch zuversichtlich, dass sich die Zunahme der Impfungen positiv auf die Sterbefallzahlen auswirken wird." Ein möglicher Effekt von Corona auf das Geburtengeschehen ist nicht erkennbar. Die Geburtenrate bewegte sich jedenfalls weiter auf einem gleich hohen Niveau wie im Vorjahr (2019: 128.227).

Update, 11.55 Uhr: Mobilität nach Corona

Bus und Bahn, Auto und Fahrrad in Zeiten von Corona: Welchen Einfluss die Pandemie auf die Mobilität im Alltag hat und wie sich das auf die Nutzung verschiedener Verkehrsmittel auswirkt, damit hat sich eine Umfrage im Auftrag des bayerischen Verkehrsministeriums befasst. Die Ergebnisse hat Verkehrsministerin Kerstin Schreyer nun vorgestellt: „Corona ändert nachhaltig die Art und Weise, wie wir unterwegs sind. Deswegen ist es klug und vorausschauend, nicht ein Verkehrsmittel gegen das andere auszuspielen, sondern auf Wahlfreiheit zu setzen. In Bayern tun wir genau das: Wir verbessern den ÖPNV weiter und schaffen gleichzeitig bedarfsgerechte Angebote für diejenigen, die mit Auto oder Fahrrad fahren. Entscheidend ist, dass wir die Lebenswirklichkeit der Menschen in Bayern ernst nehmen. Die Studienergebnisse geben uns Rückenwind für unsere nachhaltige Verkehrspolitik.“

Die Studie belegt: Durch die Pandemie hat sich die Mobilität der Befragten unabhängig vom Verkehrsmittel insgesamt verringert, da viele Wege weggefallen sind. Den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) hat laut Studie etwa ein Drittel (32 bis 35 Prozent) der Befragten weniger genutzt. Bei den Stammkunden ist es ein Minus von rund der Hälfte (43 bis 64 Prozent). Ministerin Schreyer: „Der ÖPNV ist sicher. Wir haben viele Maßnahmen ergriffen, um Ansteckungen zu verhindern. Aktuell sehen wir zwar noch eine Zurückhaltung bei den Menschen, Bus und Bahn so zu nutzen, wie sie es vor Corona getan haben.“

Gut zwei Drittel der Befragten geben an, den ÖPNV in Zukunft wieder genauso oft oder sogar häufiger nutzen zu wollen. 57 Prozent der Befragten wollen in Zukunft im ÖPNV aber dauerhaft mehr auf Abstand zu anderen Fahrgästen achten. 43 Prozent können sich auch vorstellen, die Stoßzeiten zu meiden und zu anderen Zeiten unterwegs zu sein. Ministerin Schreyer: „Dazu brauchen wir vor allem eine gute Infrastruktur und passgenaue Angebote beim Takt. Denn wir wollen ja nicht nur zu den bisherigen Passagierzahlen zurück, sondern noch mehr Menschen für den ÖPNV begeistern. Deswegen haben den klaren Auftrag, den Menschen, die mit Bus und Bahn unterwegs sein wollen, ein sehr gutes Angebot zu machen. Dazu kommt dann die Frage der Kosten. Genau das spiegelt sich auch in der Studie wider.“

Vom ÖPNV erwarten die Befragten günstige Fahrpreise (80 Prozent), attraktive Verbindungen und verkürzte Reisezeiten (79 Prozent), die Umsetzung von Hygienekonzepten und Abstandsregeln (77 beziehungsweise 72 Prozent) und flexible sowie individuelle Tarife (71 Prozent). Ministerin Schreyer: „Wir nehmen die Wünsche der Menschen ernst und verfolgen unser Engagement in genau diesen Bereichen weiter. So nehmen wir auch den Klimaschutz ernst und verknüpfen unsere Themen klug mit der Ökologie. Wir setzen auf kluge digitale Lösungen und starten das Projekt „Ein Klick – ein Ticket“. Damit schaffen wir einen Landestarif für überregionale Verbindungen, buchbar per Smartphone und gültig für alle Verkehrsmittel und Regionen Bayerns.“

Bis Sommer 2022 entwickelt das Verkehrsministerium eine umfassende Strategie zur Stärkung und Weiterentwicklung des ÖPNV. „Wir schaffen ein besseres Angebot, indem wir zum Beispiel in Nürnberg und München den Bahnbetrieb massiv ausbauen und den Takt verdichten. Besonders wichtig sind hier die Außenäste der S-Bahn. Im ländlichen Raum fördern wir bedarfsorientierte Angebote wie das Ruftaxi und richten sogenannte landesbedeutsame Buslinien ein, die durch neue tangentiale Querverbindungen Bahnhalte miteinander verbinden und so die Mobilität der Menschen deutlich verbessern“, sagt Ministerin Schreyer. „Die Fahrpreise haben wir im Blick, indem wir das 365-Euro-Ticket gestartet haben. Bereits jetzt profitieren davon fast 1 Million junge Menschen in Bayern. Die Studie belegt, dass wir damit genau richtig gehandelt haben. Gerade im Zuge von Corona ist jemand, der vielleicht in Kurzarbeit geht oder arbeitslos ist, froh, wenn sein Kind für 365 Euro im Jahr fahren kann.“

Gewinner der veränderten Mobilität in Zeiten von Corona sind laut Studie das Zufußgehen und der Radverkehr, besonders bei jüngeren Menschen und Bewohnern von Großstädten. Etwa ein Fünftel der Befragten wollen auch in Zukunft häufiger zu Fuß unterwegs sein und mehr mit dem Fahrrad fahren. „Rund die Hälfte aller Strecken, die wir zurücklegen, sind kürzer als fünf Kilometer“, sagt Ministerin Schreyer. „Wir schaffen deswegen noch mehr Anreize, damit Fahrradfahrer gut und sicher unterwegs sein können. Wir investieren in unserem Radwegebauprogramm in den Jahren 2020 bis 2024 insgesamt 200 Millionen Euro. Ich freue mich, wenn wir durch Corona ein Stück gesundheitsbewusster werden und das Verkehrsmittel Fahrrad mehr nutzen.“

Die Studie „Verkehrsverhalten nach Corona“ hat das Infas-Institut für angewandte Sozialwissenschaften im Auftrag des bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr erstellt. Dafür wurden 1.554 Menschen ab 18 Jahren in Bayern zu Veränderungen im Mobilitätsverhalten und ihren die Erwartungen an die Alltagsmobilität in einer Zeit nach der Corona-Pandemie befragt. Die Interviews haben als Online-Befragung im April 2021 stattgefunden.

Update, 2. Juni, 11.20 Uhr: Neue Corona-Regeln

Fünf Tage in Folge war die ausschlaggebende 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Miesbach unter 50. Somit können ab Donnerstag, 3. Juni, neue Corona-Regeln in Kraft treten. „Die weiteren Öffnungsschritte wurden vom Landratsamt über die Regierung von Oberbayern beim Gesundheitsministerium beantragt“, teilt die Behörde in Miesbach mit. „Es ist erfreulich, dass auch für diese Lockerungen am Mittwoch das Einvernehmen erteilt wurde.“

Ab Donnerstag, 3. Juni, gilt somit:

  • Einzelhandel: Ladengeschäfte können besucht werden, ohne dass vorher ein Termin vereinbart werden muss. Zu beachten ist, dass Abstandsregeln, FFP2-Maskenpflicht und die erlaubte Anzahl von Kunden je Quadratmeter eingehalten werden. Es ist kein negativer Testnachweis notwendig.
  • körpernahe Dienstleistungen: Friseur, Fußpflege und Co. benötigen lediglich eine vorherige Terminvereinbarung. Ein Test vorab entfällt.
  • Schulen: In allen Schularten findet Präsenzunterricht statt. Weiterhin wird an Schulen zweimal wöchentlich getestet. Kinder ab der 5. Klasse müssen auf dem gesamten Schulgelände eine medizinische Gesichtsmaske tragen.
  • Kindertagesbetreuung: Einrichtungen zur Kindertagesbetreuung können vollumfänglich öffnen.
  • Kulturstätten: Um Museen, Ausstellungen und Gedenkstätten sowie zoologische und botanische Gärten zu besuchen, muss kein Termin mehr gebucht und kein negativer Test vorgelegt werden.
  • Außengastronomie: Außengastronomie kann ohne negatives Testergebnis besucht werden, sofern die geltenden Kontaktbeschränkungen berücksichtigt werden.
  • Kultur: Der Besuch von Theater, Konzert- und Opernhäuser sowie Kinos ist auch ohne negatives Testergebnis gestattet.
  • Sport: Kontaktfreier Sport in Innenbereichen sowie Kontaktsport unter freiem Himmel sind ohne negatives Testergebnis möglich. Unter freiem Himmel sind Gruppen von bis zu 25 Erwachsenen erlaubt. Der Besuch von Fitnessstudios ist für kontaktfreien Sport nur noch an eine Terminbuchung gebunden, ein Negativtest entfällt. Sportveranstaltungen unter freiem Himmel können mit festen Sitzplätzen von bis zu 250 Zuschauern begleitet werden.
  • Freizeit: Seilbahnen, Fluss- und Seenschifffahrt im Ausflugsverkehr sowie Städte-, Berg-, Kultur- und Naturführungen im Freien können ohne Testpflicht angeboten werden. Ein Besuch von Freibädern ist möglich, wenn ein Termin vereinbart, ein Negativtest ist nicht notwendig.

Wie geht es weiter?

Am Mittwoch, 2. Juni, liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 52. Der Schwellenwert 50 ist damit am ersten Tag überschritten. „Es besteht die Möglichkeit, dass bei weiterhin steigender Inzidenz in den nächsten Tagen die Inzidenzphase 50 bis 100 wieder erreicht wird“, erklärt das Landratsamt. „Dazu muss die 7-Tage-Inzidenz an drei aufeinander folgenden Tagen über 50 liegen.“ Dann würden die Corona-Regeln wieder angepasst.

Vorbericht vom 1. Juni:

Der Landkreis Miesbach hat Unregelmäßigkeiten bei einer Teststation am Hagebaumarkt in Miesbach aufgedeckt und die Polizei eingeschaltet. Darüber informiert Sprecherin Sophie-Marie Stadler. „Diese Teststation war nie vom Gesundheitsamt beauftragt“, erklärt sie zudem. Der Landkreis nutzt das Portal www.reihentestung.de. Für die dort angeschlossenen Teststationen gelten strenge Auflagen.

„Dass Unregelmäßigkeiten bei der Teststation am Hagebaumarkt in Miesbach aufgefallen sind, ist der Aufmerksamkeit einzelner Bürger zu verdanken“, heißt es weiter. „Um welche Unregelmäßigkeiten es sich genau handelt, kann nach Rücksprache mit der Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen noch nicht bekanntgegeben werden.“

Zudem betont der Miesbacher Hagebaumarkt, dass er nicht Betreiber der Teststation ist, sondern diese von einem externen Dienstleister betrieben wird.

Grundsätzlich können Corona-Schnelltests in Bayern von drei Gruppen durchgeführt werden: Kassenärzten, Apotheken und Anbietern, die vom örtlich zuständigen Gesundheitsamt damit beauftragt werden.

Um im landkreisweiten Portal aufgenommen zu werden, müssen Betreiber von Testzentren zusätzlich ein ausführliches Hygienekonzept, ein Beschaffungskonzept und einen ärztlichen Gesamtverantwortlichen vorlegen. „Jeder Test wird genau erfasst“, erklärt Sophie-Marie Stadler.

So sind zwischen dem Start von www.reihentestung.de am Karfreitag bis zum 1. Juni, 8 Uhr, genau 46.995 Schnelltests abgewickelt worden. In der vergangenen Woche waren es 11.401 Tests, wobei mit 1.586 Tests die meisten auf die Teststation in der Miesbacher Innenstadt (Marktplatz) entfielen.

ft; ksl

Quelle: DasGelbeBlatt

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