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Corona: Krankenhaus Agatharied lockert Besuchsverbot

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Von: Katja Schlenker

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Ein Schild mit der Aufschrift „Ende Maskenpflicht“.
Am Wochenende fallen die meisten Corona-Regeln in Bayern weg – darunter die Maskenpflicht in vielen Bereichen. © Stefan Sauer/dpa (Symbolbild)

Landkreis – Corona-Mutationen wie Omikron sind auch in Miesbach aktiv. Aktuelle Infos zu 7-Tage-Inzidenz, Impfung und Freedom Day gibt es im News-Ticker.

Das Wichtigste in Kürze:

Service:

Update, 30. April, 18.15 Uhr: Ende der Corona-Ticker

An dieser Stelle enden die News-Ticker zur Corona-Pandemie.

Update, 28. April, 16.05 Uhr: Besuche erlaubt

Im Zuge der allgemeinen Lockerungsmaßnahmen und mit Abnehmen der Omikron-Welle lockert das Krankenhaus Agatharied mit Wirkung zum Montag, 2. Mai, sein Besuchs-verbot.

Am Montag wird das Besuchsverbot im Krankenhaus aufgehoben. Um während der weiterhin hohen Inzidenzen im Landkreis dennoch den Schutz der Patienten sowie des Personals zu gewährleisten, werden Besucher zunächst nur unter bestimmten Einschränkungen empfangen:

Zusätzlich gelten weiterhin folgende Ausnahmeregelungen:

Update, 22. April, 9.45 Uhr: Regeln für Schulen und Kitas

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat zu besonderer Corona-Vorsicht nach den Osterferien aufgerufen. Der Minister sagt: „Bei Reisen und vermehrten Kontakten steigen die Infektionsrisiken. Deshalb sollte zum Beispiel vor der Rückkehr zum Arbeitsplatz nach dem Urlaub verstärkt auf mögliche Symptome geachtet werden.“

Der Minister fügt hinzu: „Auch allgemein ist wichtig, bei Krankheitszeichen, die auf Covid-19 hindeuten könnten, zu Hause zu bleiben. Außerdem sollte natürlich mit Tests für Klarheit gesorgt werden – im eigenen Interesse, aber auch zum Schutz der Mitmenschen.“

Der Minister erläutert: „Trotz der Lockerung von Corona-Schutzmaßnahmen ist bislang ein starker Anstieg der Neuinfektionen ausgeblieben. Zugleich sank die Zahl an infizierten Patienten in den Krankenhäusern, aber wir müssen dennoch wachsam und vorsichtig bleiben.“

Konkret lag die 7-Tage-Inzidenz in Bayern am Freitag (22. April) bei 780,8. Das bedeutet gegenüber dem Donnerstag (774,1) einen geringen Anstieg. Am Freitag vergangener Woche (15. April) lag die 7-Tage-Inzidenz noch bei 1.061,1 und zu Beginn des Monats (1. April) bei 1.992,6.

Die Belegungszahlen der bayerischen Krankenhäuser mit Covid-19-Patienten waren insbesondere im Bereich der Normalpflegestationen, aber auch im intensivmedizinischen Bereich bis etwa Ende März 2022 stark angestiegen. Seit rund drei Wochen sei ein Rückgang der Sars-CoV-2-bedingten stationären Belegungen zu beobachten. Die Auslastung der stationären Kapazitäten bewege sich allerdings nach wie vor auf einem hohen Niveau.

Der Minister fügt hinzu: „Erfahrungsgemäß fallen die Infektionszahlen nach den Ferien insbesondere in den Schulen etwas höher aus. Wir setzen in Bayern in Schulen und Kindertagesstätten daher für die Woche nach den Osterferien weiterhin auf unsere bisherigen Testregeln. Somit werden insbesondere auch am Montag nach den Osterferien überall Testnachweise erbracht.“

Schüler müssen in der kommenden Woche noch dreimal einen negativen Testnachweis vorlegen oder sich direkt in der Schule negativ testen. In der Grundschulstufe, den Jahrgangsstufen 5 und 6 sowie an Förderschulen mit den Schwerpunkten geistige Entwicklung, körperliche und motorische Entwicklung sowie Sehen können weiterhin an die Stelle dreier wöchentlicher Selbsttests nach Entscheidung des Staatsministeriums für Unterricht und Kultus zwei wöchentliche PCR-Pooltests treten. Ebenfalls gilt weiterhin in der Woche nach den Osterferien: Nach Bekanntwerden eines Infektionsfalls in einer Klasse haben die Schüler dieser Klasse fünf Unterrichtstage lang täglich Testnachweise zu erbringen.

Holetschek erläutert: „Bayern lässt die Testpflicht an Schulen und Kindertagesstätten zum 30. April auslaufen. Dann dürfte auch die Erkältungssaison weitgehend zu Ende sein. Klar ist aber: Wir beobachten die Entwicklung weiterhin genau und passen die Maßnahmen bei Bedarf an.“

Update, 21. April, 11.35 Uhr: Pflegekräfte besonders lange krank

Chronische Rückenschmerzen, Schlafstörungen und Depressionen: Arbeitnehmer in Deutschland leiden vermehrt unter diesen Krankheitsbildern, wie Auswertungen von Arbeitsunfähigkeitsdaten der Kaufmännischen Krankenkasse KKH zeigen. Besonders betroffen ist die Berufsgruppe der Pflegekräfte.

Aufgrund der gestiegenen Arbeitsbelastung während der Corona-Pandemie habe sich die Situation von Berufstätigen in stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen noch einmal verschärft. Laut KKH-Daten fehlten Beschäftigte dieser Berufsgruppe 2021 im Schnitt 22,8 Tage pro Krankheitsfall – so lange wie noch nie in den vergangenen Jahren. Andere Arbeitnehmer fehlten 2021 durchschnittlich 17,1 Tage. Auch der Krankenstand bei Pflegekräften war im Corona-Jahr 2021 mit 8,8 Prozent überdurchschnittlich hoch. Der Bundesdurchschnitt für alle Berufsgruppen lag bei 5 Prozent.

„Um diesem Trend entgegenzuwirken, haben wir ein eigenes Angebot zur betrieblichen Gesundheitsförderung in Pflegeeinrichtungen ins Leben gerufen“, erklärt Bettina Schulze, Präventionsexpertin bei der KKH. Bereits rund 1.800 Beschäftigte aus mehr als 20 Pflegeeinrichtungen profitieren bundesweit von dem Projekt.

„Arbeitgeber aus der Pflegebranche können sich deutschlandweit an unserem kostenlosen Förderungsprogramm beteiligen, um typischen Krankheiten vorzubeugen und damit die Arbeitsfähigkeit ihrer Beschäftigten zu erhalten. Gesunde Pflegekräfte sind für die Motivation und Leistungsfähigkeit im Team entscheidend“, weiß die Expertin. Das komme am Ende den Pflegebedürftigen zugute.

Damit dieses Projektziel erreicht wird, gelte es, in einem definierten Prozess mit der jeweiligen Einrichtung und der KKH gemeinsam individuelle Maßnahmen zu erarbeiten und umzusetzen. „Zunächst erfolgt eine Analyse der Einrichtung durch Befragungen und Workshops als Bestandsaufnahme. Daraus können konkrete Empfehlungen für den jeweiligen Betrieb abgeleitet werden“, erklärt Bettina Schulze. Stressseminare, Gesundheitstage oder Präventionskurse sind Beispiele, um folglich präventiv auf die Mitarbeitergesundheit einwirken zu können.

Wichtig sei aber auch, einen Blick auf die Verhältnisse vor Ort zu werfen, die Stress und Arbeitsausfälle auslösen können. Dies betrifft die Arbeitsorganisation wie etwa die Schichtpläne, soziale Beziehungen zwischen den Mitarbeitern, Arbeitsabläufe und auch Arbeitsinhalte. Abschließend hilft eine Evaluation, die Ergebnisse zu bewerten und Handlungsempfehlungen für die Zukunft festzuhalten.

„Wenn es gelingt, die Arbeitsprozesse in der Einrichtung künftig gesünder zu gestalten und gleichzeitig die Gesundheit der Mitarbeiter zu stärken, kann dies im besten Fall die tägliche Arbeitsbelastung bei den Beschäftigten reduzieren. Dies führt dann auch zu besseren Ergebnissen in der Pflege“, ist sich die Expertin sicher.

Interessierte Pflegeeinrichtungen können sich über das kostenlose Projekt unter kkh.de/bgf-pflege informieren.

Update, 20. April, 17 Uhr: Weiteres Vorgehen gegen Corona

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat bei einem Besuch in Prag mit dem tschechischen Gesundheitsminister Vlastimil Válek über das weitere Vorgehen gegen die Corona-Pandemie gesprochen. „Das Coronavirus macht nicht an Landesgrenzen halt“, erklärt der Minister. „Zwar sinkt die Zahl der Neuinfektionen aktuell, aber dennoch gilt, dass wir uns bereits jetzt grenzüberschreitend auf eine mögliche neue Welle im Herbst vorbereiten.“

Holetschek fügt hinzu: „Viele Menschen pendeln täglich zwischen Bayern und Tschechien. Umso mehr ist mir daran gelegen, dass wir im Austausch miteinander bleiben und unsere guten Beziehungen auch im gesundheitspolitischen Bereich ausbauen. Jedes Land hat unterschiedliche Erfahrungen in der Corona-Pandemie gemacht. Deshalb ist es mir wichtig, einander zuzuhören und voneinander zu lernen.“

Auf dem Terminplan der Pragreise von Holetschek stand auch ein Treffen mit dem Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses des tschechischen Abgeordnetenhauses, Bohuslav Svoboda. Angesetzt war zudem ein Gespräch mit Vertretern der deutschen Minderheit in der Tschechischen Republik: dem Leiter des Sudetendeutschen Büros, Peter Barton, und dem Vorstandsvorsitzenden der tschechischen Sektion der Ackermann Gemeinde, Monsignore Adolf Pintíř. Dabei wollte sich der Minister über die stetige und unverändert wichtige Aufgabe des Ausgleichs und der Verständigung zwischen beiden Volksgruppen informieren.

Holetschek unterstreicht: „Es hat lange gedauert, Vertrauen und ein gutes Miteinander zwischen beiden Ländern aufzubauen. Das ist das Verdienst vieler Menschen, die sich beharrlich über viele Jahre und Jahrzehnte dafür eingesetzt haben. Das Erreichte zu erhalten und zu vertiefen, ist kein Selbstläufer, sondern bedarf einer ständigen Pflege.“

Update, 18. April, 9.30 Uhr: Impfquote steigt

Die Impfquote der Mitarbeiter in bayerischen teil- und vollstationären Pflegeeinrichtungen und Hospizen ist in den vergangenen drei Monaten weiter gestiegen. Darauf weist Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek hin. Der Minister sagt: „In der Pflege sind aktuell 91,9 Prozent der Beschäftigten mindestens grundimmunisiert. Das sind fast 6 Prozent mehr als noch zu Beginn des Jahres. Das ist eine positive Entwicklung.“

Der Minister erläutert: „Fast 9 Prozent der Beschäftigten haben sich seit Beginn des Jahres auch noch ein drittes Mal impfen lassen. Insgesamt sind damit aktuell 64,4 Prozent der Mitarbeiter in der Pflege dreifach geimpft. 2,3 Prozent der Beschäftigten haben bereits ihre zweite Auffrischungsimpfung erhalten. 1,6 Prozent sind zumindest erstgeimpft.“

Holetschek ergänzt: „Bei der Quote der Auffrischungsimpfungen müssen wir bedenken, dass es eine erhebliche Anzahl an Ausbruchsgeschehen vor allem in vollstationären Pflegeeinrichtungen gibt. Das heißt, dass auch viele Mitarbeiter eine Infektion durchgemacht haben – und sich womöglich deshalb noch keine Auffrischungsimpfung haben geben lassen.“

Der Minister unterstreicht: „Bei den Beschäftigten in der Pflege liegt die Impfquote insgesamt deutlich höher als in der Gesamtbevölkerung. Nur noch 6,5 Prozent sind ungeimpft. Auch das verdeutlicht: Unsere Pflegekräfte sind sich ihrer Verantwortung bewusst. Sie schützen nicht nur sich selbst und ihre Angehörigen, sondern eben auch all diejenigen, um die sie sich Tag für Tag kümmern.“

Die Zahlen sind das Ergebnis der monatlichen Impfstatusabfrage durch das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Teil- und vollstationäre Pflegeeinrichtungen sind nach dem Infektionsschutzgesetz des Bundes inzwischen meldepflichtig.

Update, 17. April, 7.15 Uhr: Dank an Pflegepersonal

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek dankt den Beschäftigten in den bayerischen Kliniken für ihren fortwährenden Einsatz, um die Corona-Pandemie zu bewältigen. Zugleich zieht er eine Zwischenbilanz, wie die staatlichen Maßnahmen zur Entlastung der Kliniken wirkten – zunächst in der Delta- und anschließend in der Omikron-Welle.

Holetschek unterstreicht: „Die Staatsregierung hat die Krankenhäuser und die dort Beschäftigten in diesem Winter und Frühjahr mit einer Vielzahl an zielgerichteten staatlichen Maßnahmen unterstützt und wird dies auch in Zukunft tun, wo immer nötig und möglich.“

Roland Engehausen, Geschäftsführer der bayerischen Krankenhausgesellschaft, betont mit Blick auf die finanzielle Lage der Kliniken in Bayern: „Bei uns in den Kliniken ist die Pandemie noch längst nicht vorbei. Eine Verlängerung der Ausgleichszahlungen des Bundes bis 30. Juni 2022 ist dringend geboten. Außerdem benötigen die Kliniken eine Budgetsicherheit für die Zeit nach der Pandemie bis 2023, um die nötigen Weichen zu stellen, das Versorgungsangebot bedarfsgerecht anpassen und die Fachkräfte entlasten zu können.“

Der Minister fügt hinzu: „Unsere Krankenhäuser waren und sind – auch durch die verschiedenen Unterstützungen des Freistaats – in der Lage, sich auf das medizinische Behandlungsgeschehen zu konzentrieren und die zuvor so nicht absehbaren Anforderungen durch die verschiedenen Virusvarianten bestmöglich zu bewältigen.“

Update, 15.15 Uhr: Verkürzte Isolation

Bayern verkürzt die Isolation nach einem positiven Corona-Test auf fünf Tage. Ein abschließendes Freitesten ist künftig nicht mehr notwendig. Voraussetzung sind aber 48 Stunden Symptomfreiheit. Halten die Symptome an, muss die Isolation fortgesetzt werden, bis die Zeichen der akuten Covid-19-Erkrankung 48 Stunden lang nicht mehr bestehen, maximal aber 10 Tage. Dies kündigt Gesundheitsminister Klaus Holetschek an. Außerdem entfällt die Quarantäne für enge Kontaktpersonen vollständig. Die entsprechend geänderte Allgemeinverfügung Isolation (AV Isolation) mit den neuen Regeln gilt ab Mittwoch, 13. April, 0 Uhr.

Holetschek erläutert: „Die Isolation ist weiterhin verpflichtend – eine Corona-Infektion ist keine Privatsache. Aber der Freistaat Bayern entwickelt seine Corona-Strategie weiter und passt sie an die aktuelle Lage an. Die Saison der akuten Atemwegsinfektionen nähert sich dem Ende, der Infektionsdruck sinkt und die Krankenhausbelastung ist stabil. Daher halten wir es für mehr als vertretbar, die Anordnung der Isolation auf fünf Tage zu verkürzen und die Quarantäne für enge Kontaktpersonen aufzuheben. Zudem entspricht dieses Vorgehen den Überlegungen des Robert-Koch-Instituts, welches sogar eine freiwillige Selbstisolation für zulässig hielt, und auch international ist eine fünftägige Isolation etabliert.“

LGL-Präsident Christian Weidner sagt: „Bestehen nach fünf Tagen noch akute Symptome wie Fieber oder Husten, ist noch von einer Ansteckungsfähigkeit auszugehen. Klingen die Symptome ab, ist es aus fachlicher Sicht geboten, noch 48 Stunden zu warten, bis die Isolation endgültig beendet werden kann.“

Der Minister ergänzt: „Wir wollen die Eigenverantwortung der Menschen stärken. Lässt der Infektionsdruck weiterhin nach, soll im Rahmen einer zweiten Stufe die Isolation freiwillig werden. Diesen Übergang wollen wir gestalten und die Menschen mitnehmen. Geplant ist, dass wir uns auf der Gesundheitsministerkonferenz am 25. April noch einmal intensiv mit diesem Thema befassen und möglichst einen Zeitplan zum weiteren Vorgehen entwickeln, ab wann die Isolation nicht mehr verpflichtend ist.“

Update, 12. April, 9.35 Uhr: Soziale Entschädigung

„Wer einen körperlichen Schaden durch eine Gewalttat oder eine Schutzimpfung erleidet, erhält zum Ausgleich Leistungen des sozialen Entschädigungsrechts“, erklärt der Präsident der Landesbehörde Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS), Norbert Kollmer. Betroffene erhalten einen finanziellen Ausgleich dafür, dass der Staat nicht in der Lage war, die Gewalttat zu verhindern. Wer sich im gesamtgesellschaftlichen Interesse impfen lässt und dadurch eine gesundheitliche Schädigung erleidet, hat ebenfalls Anspruch auf Entschädigung. Zuständig für die Gewährung dieser Leistungen ist in Bayern das ZBFS.

„Diese wichtigen Leistungen auch online beantragen zu können, macht es Betroffenen leichter, sich an uns zu wenden.“, sagt Kollmer zur Einführung des Online-Antrags für die Leistungen des Opferentschädigungsgesetzes (OEG) und Infektionsschutzgesetzes (IfSG). „Wir gehen damit einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Digitalisierung von Sozialleistungen und können gleichzeitig eine einfache und bürgerfreundliche Antragstellung ermöglichen“, erläutert Kollmer.

„Wenn jemand Opfer einer Gewalttat wird oder einen Impfschaden erleidet, ist es wichtig, dass frühzeitig ein Antrag auf Leistungen bei uns gestellt wird“, ergänzt der Leiter der Abteilung Soziale Entschädigung im ZBFS, Thomas Kerner. „Nur so können wir rasch Hilfestellungen für Betroffene anbieten, so etwa die niedrigschwellige psychologische Betreuung in einer Traumaambulanz für Gewaltopfer.“

Der Online-Antrag für Gewaltopfer und Impfgeschädigte ist zu finden unter ZBFS - Antrag und Verfahren nach dem Opferentschädigungsgesetz (bayern.de) sowie ZBFS - Impfgeschädigte Menschen (bayern.de).

Update, 23.35 Uhr: Disput über Masken

Mit seiner dringenden Empfehlung, weiter Masken im Unterricht zu tragen, habe das bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus dafür gesorgt, dass nun Kinder schon im Grundschulalter die gesellschaftliche Auseinandersetzung über das Maskentragen im Klassenzimmer austragen müssten, bemängelt die Initiative Familien Bayern. Das Ministerium müsse dringend klarstellen, dass es legitim sei, der Empfehlung nicht zu folgen. Ob sie weiter Masken tragen wollen oder nicht, müsse allen Kindern, Jugendlichen und Lehrkräften selbst überlassen werden, wenn es keine gesetzliche Verpflichtung mehr dazu gebe.

Update, 13.25 Uhr: Testzentrum geschlossen

Das Testzentrum am Zuchtverband in Miesbach ist an Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag geschlossen, teilt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt mit. Schnell- und PCR-Tests sind an Gründonnerstag und Karsamstag sowie ab Dienstag nach den Feiertagen nach Online-Terminvereinbarung unter www.landkreis-miesbach.de möglich.

„Darüber hinaus gibt es erneut keine Neuigkeiten aus der Corona-Koordinierungsgruppe“, erklärt die Sprecherin zudem. „Daher stellt das Landratsamt das wöchentliche Dienstags-Corona-Update vorerst ein.“ Alle wichtigen Informationen und Neuigkeiten würden weiterhin nach Bedarf kommuniziert.

Update, 11. April, 9.55 Uhr: Post-Covid-Versorgung

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat sich in Bad Windsheim, westlich von Nürnberg, über neue Therapieansätze bei der Behandlung des Post-Covid-Syndroms informiert. „Mein Ziel ist, Post-Covid-Betroffenen einen schnellen und adäquaten Zugang zu medizinischer Versorgung und einer Reha zu ermöglichen“, sagt er. „Corona-Langzeitfolgen können jeden Erkrankten treffen. Bisher bleibt eine Post-Covid-Erkrankung aber oft unentdeckt und unbehandelt. Das gilt gerade bei Menschen, bei denen eine Corona-Infektion mild oder teilweise unbemerkt verlaufen ist und diese deshalb nicht ärztlich behandelt wurde.“

Der Minister ergänzt: „Post-Covid kann die Lebensqualität Betroffener massiv einschränken. Die Symptome sind vielfältig. Deshalb ist es wichtig, dass sie möglichst früh diagnostiziert und behandelt werden – sonst kann eine Langzeiterkrankung oder gar Chronifizierung eintreten. Hier setzt das Projekt der Dr.-Becker-Kiliani-Klinik in Bad Windsheim an, das wir mit über einer halben Million Euro fördern. Es soll eine niedrigschwellige Diagnostik bieten und die Verzahnung zwischen Haus- und Fachärzten sowie Post-Covid-Ambulanzen verbessern.“

Das Projekt „ASAP – Assistierter sofortiger augmentierter Post-/Long-Covid-Plan“ zielt auf eine sektorenübergreifende Versorgung von Patienten mit Post-Covid-Syndrom: Für Erwachsene soll eine Behandlung mit ganzheitlicher Untersuchung, kontinuierlicher Begleitung und unterstützenden digitalen Angeboten entwickelt werden. Das Projekt wird seitens der Jacobs-University Bremen wissenschaftlich begleitet und evaluiert, um beispielsweise einen Effekt auf die Symptomreduktion objektiv messbar zu machen.

Betroffene Patienten, die sich für eine Teilnahme an dem Projekt interessieren, können sich unter asap.dbkg.de informieren und anmelden.

Update, 10. April, 7.50 Uhr: Söder hat Corona

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder wurde positiv auf Corona getestet. Der CSU-Chef musste nun seine geplante Reise in die Golf-Region absagen. Mehr dazu lesen Sie in unserem Artikel.

Update, 18.05 Uhr: Impfpflicht gescheitert

Eine Corona-Impfpflicht in Deutschland kommt aktuell nicht. Nach der Debatte im Bundestag scheitern neben dem Antrag der Ampel auch alle anderen Vorlagen. Der Ticker zum Nachlesen.

Update, 8. April, 15.25 Uhr: Corona-Herbst in Bayern

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek stimmt die Pandemie-Strategie für den Herbst 2023 im engen Austausch mit Experten ab. „Die Pandemie ist noch nicht vorbei – sie macht allenfalls im Sommer eine Pause. Wir müssen uns daher rechtzeitig auf die nächste Corona-Welle vorbereiten“, sagt er. „Am Donnerstagnachmittag habe ich darüber mit Medizinern aus Praxis und Wissenschaft gesprochen. Wir haben regelmäßige Gespräche vereinbart.“

Themen waren unter anderem mögliche künftige Entwicklungen bei Tests, Krankenhausstrukturen, Schutzmaßnahmen für vulnerable Gruppen und die Allgemeinbevölkerung sowie der Versorgung von Patienten mit einer akuten Infektion oder Long-Covid.

Der Minister fordert zugleich Bundeskanzler Olaf Scholz auf, seine Absage an einen neuen Impfpflichtvorstoß zu überdenken: „Der Kanzler muss jetzt endlich Führungsstärke zeigen und das Thema zur Chefsache machen. Das heißt: Scholz muss sich so schnell wie möglich mit den Fraktionsvorsitzenden aller demokratischen Parteien im Bundestag und dem Vorsitzenden der Ministerpräsidentenkonferenz zusammensetzen und eine mehrheitsfähige Lösung finden.“

Update, 7. April, 12.35 Uhr: Neues Labor

Aufgrund veränderter Verträge des Freistaats Bayern mit den Laborbetrieben arbeitet das Landkreis-Testzentrum seit Donnerstag mit einem neuen Labor zusammen.

Für Bürger verändert sich dadurch kaum etwas: „Bei der Buchung von PCR-Tests ist nur noch eine Terminbuchung erforderlich und keine zusätzliche Registrierung beim Labor mehr“, erklärt das Landratsamt Miesbach. „Die Oberfläche zur Terminbuchung ist sehr ähnlich der bisherigen Variante und für Bürger selbsterklärend.“

Die per PCR-Test getesteten Bürger erhalten vor Ort ein Dokument mit einem personalisiertem Abruf- und QR-Code, anhand dessen das Testergebnis nach einigen Stunden unter www.mein-laborergebnis.de abgerufen werden kann. Am weiteren Prozess und den erforderlichen Unterlagen ändere sich nichts.

Update, 15.10 Uhr: Ostern im Krankenhaus

An den bevorstehenden Feiertagen lockert das Krankenhaus Agatharied die Besuchereinschränkungen, teilt Sprecherin Melanie Speicher mit. Am Ostersonntag, 17., und Ostermontag, 18. April, können Patienten jeweils von 11 bis 17 Uhr Besuch empfangen. Dabei gelten folgende Auflagen:

„Auch wenn viele Corona-Regeln in den vergangenen Wochen gelockert wurden, hat das Krankenhaus Agatharied eine besondere Verantwortung für den Schutz seiner Patienten und hält damit nach den Feiertagen an seinem Besuchsverbot fest“, teilt die Sprecherin weiter mit. „Ausnahmen davon gelten dann vorerst weiterhin nur für Angehörige von Sterbenden und dementen Patienten sowie für Begleitpersonen zur Geburt oder für Eltern eines erkrankten Kindes. Väter dürfen nach vorheriger Absprache mit der Geburtshilfestation ihr Neugeborenes besuchen.“

Update, 13.35 Uhr: Corona in der Kirche

Die katholischen Pfarrverbände Miesbach und Hausham dürfen neue Corona-Lockerungen in den Gottesdienste umsetzen:

Update, 13.15 Uhr: Kritik von Holetschek

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek fordert Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach dazu auf, nach seinem überraschenden Kurswechsel bei den Corona-Isolationsregeln auch seinen Politikstil zu korrigieren. „Zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit der Corona-Pandemie gehört, dass der Bundesgesundheitsminister die Bürger nicht mit einem Zick-Zack-Kurs verunsichert“, erklärt er. „Zwar ist es richtig, Fehler offen einzuräumen, aber einen grundlegenden Kurswechsel in einer Talkshow und nachts auf Twitter zu verkünden, ist schlechte Kommunikation.“

Holetschek fordert von Karl Lauterbach, sich bei derart wichtigen Fragen künftig zunächst mit den Bundesländern abzustimmen. Nur so könne eine vertrauensvolle Zusammenarbeit gelingen. Am Montag werde man bei der nächsten Gesundheitsministerkonferenz das Thema besprechen.

Update, 6. April, 9.30 Uhr: Rückzieher bei Quarantäne

Corona-Infizierte sollten ab 1. Mai nur noch freiwillig und für kürzere Zeit in Isolation. Nach Kritik räumt Gesundheitsminister Karl Lauterbach ein, in Sachen Quarantäne einen Fehler gemacht zu haben. Mehr dazu in unserem Artikel.

Update, 16.05 Uhr: Freiwillige PCR-Pooltests

Der bayerische Ministerrat hat am Dienstag (5. April) beschlossen, die Kita-Teststrategie bis zum 30. April fortzusetzen. Analog zu den Schulen soll die Testnachweispflicht für Kinder und Beschäftigte dann ab dem 1. Mai enden, da ab diesem Zeitpunkt der Bund bei einer Corona-Infektion nur noch auf eine freiwillige Isolation setzt.

Bayerns Familienministerin Ulrike Scharf: „Unser oberstes Ziel bleibt eine sichere und verlässliche Kinderbetreuung. Deswegen haben wir nach den Osterferien unser Testkonzept noch einmal um eine Woche verlängert. Danach setzen wir auf die Eigenverantwortung der Eltern, die sich genauso wie das pädagogische Personal wieder mehr Normalität in den Kindertageseinrichtungen wünschen. Die freiwilligen PCR-Pooltests finanzieren wir weiterhin bis zum Ende des Kita-Jahres im August.“

Bis einschließlich 30. April werden die Tests der Kita-Kinder über die bewährte Berechtigungsscheinlösung fortgesetzt. Der Vertrag mit dem bayerischen Apothekerverband wird dafür verlängert.

Update, 14.40 Uhr: Corona im Landkreis

Zum 3. April trat die 16. bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung in Kraft. Diese ergänzt die im Bundesinfektionsschutzgesetz aufgeführten Corona-Basisschutzmaßnahmen. Außer in Krankenhäusern und Einrichtungen, in denen vulnerable Personen betreut werden, sowie im ÖPNV ist niemand mehr gesetzlich dazu verpflichtet, in der Öffentlichkeit eine Maske zu tragen.

Das Gesundheitsamt des Landkreises Miesbach empfiehlt aus infektiologischer Sicht aber aufgrund der weiterhin hohen Zahl an Neuinfektionen, in Innenräumen eine medizinische Maske oder eine FFP2-Maske zu tragen. Landrat Olaf von Löwis appelliert ebenfalls an die Eigenverantwortlichkeit der Bürger: „Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist bereits über Wochen auf sehr hohem Niveau. Schützen Sie sich und andere. Bitte lassen Sie weiterhin Vorsicht walten, tragen Sie freiwillig Maske und beachten Sie die Abstands- und Hygieneregeln.“

Update, 5. April, 13.40 Uhr: Impfpflicht ab 18?

Nächste Wende um die Corona-Impfpflicht: Pläne für eine Pflicht ab 18 Jahren sind offiziell passé – stattdessen rückt eine anderer Plan in den Fokus. Der Ausgang im Bundestag bleibt offen.

Update, 18.15 Uhr: Quarantäne nur noch freiwillig

Die bundesweite Inzidenz sinkt laut RKI weiter. Bund und Länder lockern die Quarantäne-Regeln für Corona-Infizierte. Alle Infos im News-Ticker.

Update, 11 Uhr: Aufwind für Zahnvorsorge

Es geht aufwärts mit der Bereitschaft zur Zahnvorsorge: Aktuelle Daten der Kaufmännischen Krankenkasse KKH zeigen, dass im zweiten Corona-Jahr wieder mehr Menschen in Bayern den Zahnarzt zur Kontrolle aufsuchten als zu Beginn der Pandemie. Demnach stieg die Zahl der Vorsorgewilligen im ersten Halbjahr 2021 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 13 Prozent. Das ist das zweitgrößte Plus im Ländervergleich.

„Diese Entwicklung ist sehr erfreulich“, sagt Patric Stamm vom KKH-Serviceteam in Weilheim. Im ersten Halbjahr 2020 hatten nämlich 15,5 Prozent weniger Versicherte im Süden ihren Kontrolltermin beim Zahnarzt wahrgenommen als noch 2019 – vor allem aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus. Mittlerweile fühlen sich die Menschen wieder sicherer: „In Zahnarztpraxen gelten außerdem generell sehr hohe Hygienestandards, was das Risiko einer Infektion für Patienten stark reduziert.“

Insgesamt suchten im ersten Halbjahr 2021 fast 38 Prozent der KKH-Versicherten in Bayern den Zahnarzt zur Kontrolle auf. Der Bundesdurchschnitt lag bei rund 35 Prozent. Spitzenreiter sind nach wie vor die Sachsen mit mehr als 39 Prozent. Deutliches Schlusslicht sind die Saarländer, denn zwischen Hunsrück und Bliesgau ließen sich im ersten Halbjahr 2021 nur knapp 29 Prozent der Versicherten einen Termin zur Zahnvorsorge geben. Auch bei den Männern gibt es noch Nachholbedarf, denn sowohl in Bayern als auch bundesweit gehen rund ein Viertel mehr Frauen zur Zahnkontrolle als Männer.

Die KKH rät in jedem Fall zu einer regelmäßigen Vorsorgeuntersuchung, denn wenn Zahnprobleme rechtzeitig erkannt werden, verhindert das oft schmerzhafte, langwierige Behandlungen. Sollten diese dennoch nötig sein, können gesetzlich Versicherte mit einem lückenlosen Nachweis im Bonusheft bares Geld sparen.

Update, 4. April, 9.20 Uhr: NGG zu Corona

Gerade sie haben seit mehr als zwei Jahren besonders mit den Folgen der Corona-Pandemie zu kämpfen. Nun gibt es für die rund 4.600 Köchinnen, Kellner und Hotelangestellten im Landkreis Miesbach gute Nachrichten: Ihre Einkommen steigen ab April in mehreren Stufen um bis zu 27 Prozent. Eine gelernte Kellnerin mit drei Jahren Berufserfahrung kommt damit auf 2.650 Euro im Monat – 173 Euro mehr als bislang. Bis zum Frühjahr 2023 beläuft sich das Plus für Fachkräfte dann auf mehr als 400 Euro, wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mitteilt.

„Die Pandemie hat das Gastgewerbe immens getroffen und damit auch die Beschäftigten, die große Einkommenseinbußen durch die Kurzarbeit hinnehmen mussten und sich Sorgen um ihren Job gemacht haben. Mit der starken Lohnerhöhung gibt es für sie jetzt endlich wieder eine Perspektive – einen Anreiz, in der Branche weiterzumachen“, sagt Manuel Halbmeier. Der Geschäftsführer der NGG-Region Rosenheim-Oberbayern spricht von einem einmaligen Tarifabschluss, auf den sich die Gewerkschaft mit dem Arbeitgeberverband Dehoga unter schwierigen Bedingungen geeinigt habe. Nun sei es wichtig, dass das zusätzliche Geld auch tatsächlich bei den Beschäftigten ankomme. „Vom Barmann bis zur Köchin – jeder sollte die nächste Lohnabrechnung prüfen und sich an die NGG wenden, wenn das Extra-Geld in diesem Monat ausbleibt“, sagt Halbmeier.

Der Tarifvertrag sieht besonders starke Steigerungen für ungelernte Kräfte vor. Der Einstiegsverdienst klettert zum April auf 12 Euro pro Stunde. In genau einem Jahr erhöht sich der unterste Stundenlohn dann auf 12,60 Euro und wird damit deutlich über dem gesetzlichen Mindestlohn liegen, der im Herbst auf 12 Euro steigen soll. Auch der Nachwuchs profitiert: Die Azubi-Vergütungen steigen im August auf 1.000 Euro im ersten, 1.100 Euro im zweiten und 1.200 Euro im dritten Ausbildungsjahr. Das sind bis zu 26 Prozent mehr als bislang.

„Das kräftige Lohn-Plus macht die Arbeit an Theke und Tresen deutlich attraktiver. Das ist ein wichtiger Beitrag gegen den Fachkräftemangel“, betont Halbmeier. Während der Pandemie hätten viele Hotel- und Gastro-Beschäftigte aus dem Landkreis Miesbach die Branche verlassen. Eine attraktivere Bezahlung könne dabei helfen, Fachleute zurückzugewinnen und dringend gesuchtes Personal für die anstehende Frühjahrs- und Sommersaison zu finden.

Update, 15.40 Uhr: Neue Corona-Regeln

Obwohl sich mehr Menschen denn je mit dem Coronavirus infizieren, fallen am Sonntag, 3. April, die meisten Corona-Regeln im Freistaat Bayern – so auch im Landkreis Miesbach.

Was nun kommt, beunruhigt auch Landrat Olaf von Löwis: „Die Corona-Einschränkungen werden gelockert, aber ich appelliere an die Eigenverantwortlichkeit der Bürger: Die Krankenhäuser sind voll, die Zahl der Corona-Neuinfektionen geht durch die Decke und trotz Omikron berichten viele über starke Symptome bei einer Infektion. Bitte tragen Sie daher weiterhin freiwillig Maske, weichen Sie wenn möglich auf digitale Kanäle aus, beachten Sie die Abstands- und Hygieneregeln“, teilt er auf der Facebook-Seite des Landkreises Miesbach mit.

Doch was gilt jetzt genau ab Sonntag? Ab dem 3. April gelten sogenannte Basisschutzmaßnahmen, wie die bayerische Staatsregierung informiert. Diese umfassen vier Punkte:

Was zum Beispiel wegfällt, ist die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske beim Einkaufen. Händler können aber von ihrem Hausrecht Gebrauch machen und ab dann selbstständig entscheiden, ob sie ihre Kunden weiterhin nur mit Maske reinlassen oder auch ohne. Das gilt ebenso in Gastronomie und Hotellerie.

Auch die Beschränkungen für Ungeimpfte fallen. Ab Sonntag werden die 2G- oder 3G-Regeln hinfällig. Die sogenannte Hotspot-Regelung bei einer kritischen Corona-Lage soll zunächst nicht zum Einsatz kommen.

Update, 2. April, 7.15 Uhr: Appell zu Corona

Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek weist auf die neuen Corona-Basisschutzmaßnahmen hin, die ab Sonntag, 3. April, zunächst bis zum 30. April gelten. „Bayern setzt um, was uns der Bund als Basisschutzrahmen lässt“, erklärt er. „Die Hotspot-Regelung ist für ein Flächenland wie Bayern nicht umsetzbar. Es fehlen dafür schlichtweg rechtssichere Kriterien.“

Die Verordnung enthalte zu manchen Maßnahmen wie etwa dem allgemeinen Maskentragen in Innenräumen oder dem Erstellen eines Hygienekonzepts nur Empfehlungen. „Rechtlich anordnen können wir dies nicht mehr“, sagt der Minister. „Wir setzen hier auf die Vernunft und das Verantwortungsbewusstsein der Menschen.“

Klaus Holetschek appelliert: „Auch wenn wir uns alle nach Normalität sehnen: Dafür ist es noch zu früh. Wir stecken nach wie vor in der Corona-Pandemie. Der Wegfall von Maßnahmen wiegt die Bürger in einer falschen Sicherheit. Neben dem Schutz der vulnerablen Gruppen müssen wir endlich auch die seit zwei Jahren andauernde Höchstlast im Gesundheitssystem reduzieren. Das sind wir den Mitarbeitern in diesem Bereich schuldig, die seit zwei Jahren Übermenschliches leisten. Ich unterstütze hier nachdrücklich den Aufruf der bayerischen Krankenhausgesellschaft, sich und andere Menschen jetzt eigenverantwortlich zu schützen. Deshalb: Halten Sie bitte nach wie vor Abstand, tragen Sie die Maske in allen Innenräumen und nutzen Sie die Impfangebote. Ein vollständiger Impfschutz – inklusive Auffrischungsimpfung – verhindert schwere Krankheitsverläufe am besten und entlastet alle im Gesundheitswesen tätigen Menschen.“

Update, 14.30 Uhr: OPs nur als Ausnahme

Da das Gesundheitssystem durch die Corona-Pandemie weiterhin stark belastet wird, hat die Regierung von Oberbayern 76 Kliniken im Regierungsbezirk dazu verpflichtet, unter medizinischen Aspekten aufschiebbare stationäre Behandlungen weiterhin auszusetzen. Darunter auch das Krankenhaus Agatharied. Die seit November 2021 geltenden und zuletzt bis 2. April befristeten Anordnungen werden für die 57 oberbayerischen Covid-19-Schwerpunktkrankenhäuser als auch für 19 weitere Kliniken, die zuvor Covid-19-Patienten nicht oder nur untergeordnet behandelt hatten, bis einschließlich 18. April verlängert.

Um stationäre Kapazitäten für die Versorgung aller Notfall- und Intensivpatienten sicherzustellen, bleiben die Anordnungen weiterhin notwendig:

„Medizinisch dringliche Operationen wie zeitkritische Herz- oder Tumor-Operationen bleiben von der Anordnung weiterhin nicht berührt“, teilt die Regierung von Oberbayern mit. „Über die medizinische Dringlichkeit entscheiden jeweils die behandelnden Ärzte.“ Sollten aufgrund der Anordnungen bereits geplante Behandlungen abgesagt werden müssen, werden betroffene Patienten von den jeweiligen Krankenhäusern entsprechend informiert.

Update, 12.05 Uhr: Maskenpflicht bleibt

Auch wenn die bisher bestehenden Regeln zum Infektionsschutz am 3. April auslaufen, gilt ab Montag, 4. April, für alle Besucher des Holzkirchner Rathauses weiterhin die FFP2-Maskenpflicht.

„Wir haben uns dafür entschieden, von unserem Hausrecht Gebrauch zu machen: Die Besucher müssen auch weiterhin eine FFP2-Maske tragen, wenn sie ins Rathaus kommen“, sagt Geschäftsleiter Robert Haunschild. „Dies dient dem Schutz der Bürger sowie Mitarbeiter. Wir wollen damit die Handlungsfähigkeit des Hauses sicherstellen und dafür Sorge tragen, dass es nicht zu starken Personalausfällen kommt, sodass wir weiterhin so schnell und kompetent wie bisher für Sie da sein können.“

Vorbericht vom 1. April:

Ab Montag, 4. April, entfällt die Maskenpflicht im Rathaus Bad Wiessee für Besucher sowie Mitarbeiter. „Nachdem wir im Rathaus während der gesamten Pandemie stets einen Weg gefunden haben, ein gutes Miteinander im Rathaus beizubehalten, freue ich mich nun sehr darüber, dass die letzten diesbezüglichen Maßnahmen wegfallen“, erklärt Bürgermeister Robert Kühn. „Die Zeit ist gekommen, den Gesundheitsschutz der Selbstverantwortung der Bürger zu überantworten.“

Und das treffe laut Bürgermeister nicht nur auf Corona an sich zu: „Meiner persönlichen Ansicht nach betrifft dies übrigens auch das Thema Impfen. Ich halte nichts von einer allgemeinen Impfpflicht“, sagt er. „In einer liberalen Demokratie sollte eine Entscheidung darüber selbst gewählt werden dürfen. Dies hilft auch das Vertrauen in den Schutz der Impfung weiter und ohne Druck zu erhöhen.“

ksl

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