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Corona im Landkreis Miesbach: Freedom Day in Bayern steht bevor

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Katja Schlenker

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FFP2-Maske auf Gehweg
Ein gebrauchter orangefarbener Mund-Nasen-Schutz liegt auf einem Gehweg: Der Freedom Day ohne Corona-Regeln naht in Bayern. © Peter Kneffel/dpa (Symbolbild)

Landkreis – Corona-Mutationen wie Omikron sind auch in Miesbach aktiv. Aktuelle Infos zu 7-Tage-Inzidenz, Impfung und Freedom Day gibt es im News-Ticker.

Das Wichtigste in Kürze:

Service:

Update, 18.25 Uhr: Neuer News-Ticker

Hier geht es zum neuen Ticker mit allen aktuellen Informationen rund um das Coronavirus im Landkreis Miesbach.

Update, 31. März, 15.10 Uhr: Kurzübersicht

Update, 15.45 Uhr: Statement des Landrats

Update, 30. März, 11.40 Uhr: Basisschutzmaßnahmen

Update, 14.20 Uhr: Bayern lockert

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger begrüßt das Ende der meisten Corona-Beschränkungen im Freistaat. „Bayern macht heute einen großen Schritt in Richtung Normalität. Wir können die Maßnahmen nicht ewig weiterführen. Mehr Eigenverantwortung statt Detailregelungen ist das Gebot der Stunde bei Corona. Es wäre ein Irrsinn, jetzt ganz Bayern zum Corona-Hotspot zu erklären“, sagt er.

Für besonders gefährdete Personengruppen gelten weiterhin besondere Schutzmaßnahmen. „Ich bin überzeugt, dass viele Menschen auch weiterhin in besonders brisanten Situationen wie beispielsweise im Gedränge beim Einkaufen freiwillig und zum Selbstschutz eine Maske aufsetzen“, resümiert der Minister. „Niemand muss auch bei einer hohen Inzidenz in eine Diskothek gehen, wenn er wenige Tage später ein Familientreffen mit Senioren hat. Man kann sich auch weiterhin freiwillig selbst testen, wenn man sich nicht wohl fühlt. All das kann der Staat nicht bis in alle Ewigkeit und bis in jedes Detail hinein vorschreiben und polizeilich kontrollieren.“

Ab dem 3. April gilt in Bayern das geänderte Infektionsschutzgesetz des Bundes. Eine entsprechende Verordnung des Freistaats zur Umsetzung ist in Arbeit. Damit entfallen 2G- oder 3G-Regeln in der Gastronomie sowie Masken- und Testpflicht. Ausnahmen bleiben der öffentliche Personennahverkehr sowie Einrichtungen mit vulnerablen Personengruppen wie etwa Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime. Die Testpflicht soll auch an Schulen weiter bestehen bleiben.

Der Wirtschaftsminister erwartet sich durch die Lockerungen langfristige Impulse für Gastronomie und Einzelhandel. „Ich möchte mich bei unseren Händlern und Gastwirten sowie ihren Mitarbeitern für das große Engagement in den beiden vergangenen Jahren bedanken“, erklärt Aiwanger. „Sie haben das bayerische Lebensgefühl trotz widriger Umstände weiter hochgehalten. Nun können sie sich ohne aufwendige Kontrollpflichten wieder ganz auf ihr Geschäft konzentrieren. Das ist auch im Sinne der Gäste und Kunden.“

Update, 14.05 Uhr: Folgen der Pandemie

Homeschooling, fehlende soziale Kontakte, eingeschränktes Bildungs- sowie Sportangebot, ständig wechselnde Hygienevorschriften und vor allem die Ungewissheit, wann der Alltag wieder normal weitergeht: Die lange Dauer der Corona-Pandemie hat bei jungen Menschen deutliche Spuren hinterlassen. Dies macht sich neuen Daten der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) zufolge besonders in Form von Ängsten und einem gestörten Essverhalten bemerkbar.

Die Analyse von rund 200.000 KKH-Versicherten im Alter von 6 bis 18 Jahren zeige, dass vor allem Jugendliche betroffen sind. So haben diagnostizierte Angststörungen wie Panikattacken und allgemeine Angstzustände bei 13- bis 18-Jährigen von 2019 auf 2020 um rund 9 Prozent zugenommen. Bei Essstörungen wie Magersucht und Bulimie stellt die KKH in dieser Altersgruppe ein überproportionales Plus von rund 7 Prozent fest. In der Regel zeigen Jahresvergleiche eine Veränderung von maximal 3 bis 4 Prozent.

Viele Belastungen auf einmal lassen das Fass überlaufen

Ob dieser Anstieg schlussendlich mit Covid-19 zusammenhängt, ist laut KKH-Psychologin Franziska Klemm zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht erwiesen. Unstrittig sei allerdings, dass eine lang andauernde Krise wie die Corona-Pandemie für jüngere Menschen besonders belastend sei, denn diese befinden sich in einer wichtigen Entwicklungsphase, in der sie ganz besonders auf haltgebende Strukturen angewiesen seien. Außerdem können sie im Gegensatz zu Erwachsenen bedrohliche Situationen wie eine Pandemie mangels Lebenserfahrung noch nicht entsprechend einordnen und relativieren.

„Wenn viele Belastungen zusammenkommen und stärkende Faktoren wie der Austausch mit Freunden, Hobbys oder ein geregelter Alltag in der Pandemie wegfallen, kann das die psychische Gesundheit gefährden“, sagt Klemm. Angststörungen bei Jugendlichen können außerdem an eine gewisse Zukunftsangst gekoppelt sein.

Die Zunahme von Essstörungen könne wiederum einer stärkeren Beschäftigung mit sozialen Medien und den dort vermittelten Bildern, schlechterer Ernährung sowie mangelnder Bewegung während der Lockdown-Phasen geschuldet sein, was im Nachgang zu gefährlichen Diätformen beziehungsweise zu einer gestörten Selbstwahrnehmung führen könne.

Anteil 6- bis 18-Jähriger mit psychischen Diagnosen in Berlin am größten

Im ersten Corona-Jahr 2020 waren rund 13 Prozent der 6- bis 18-jährigen KKH-Versicherten von einer psychischen Erkrankung betroffen, darunter neben Angst- und Essstörungen auch von Anpassungsstörungen sowie depressiven Reaktionen auf schwere Belastungen, Burnout, Depressionen und Schlafstörungen. In Berlin, Niedersachsen und Schleswig-Holstein seien sogar rund 15 Prozent der Schüler erkrankt. Das sind die bundesweit höchsten Werte.

In Nordrhein-Westfalen hingegen ist der Anteil an Schülern mit seelischen Leiden mit 10 Prozent deutschlandweit am niedrigsten. Die Dunkelziffer dürfte aber noch weitaus höher sein, denn die KKH-Daten erfassen nur ärztlich diagnostizierte Fälle, und bis zu einer solchen Diagnose sei es oft ein langer Weg.

„Bevor es überhaupt zu schwerwiegenden Erkrankungen wie Angststörungen oder Depressionen kommt, klagen Kinder häufig zunächst über psychosomatische Beschwerden wie Kopf-, Bauch- und Magenschmerzen. Die einen sind außerdem schneller gereizt, die anderen sind traurig und ziehen sich zurück“, erläutert die KKH-Psychologin. „Auch solche Symptome müssen wir sehr ernst nehmen.“

Angststörungen, Depressionen & Co. seit Jahren auf dem Vormarsch

Weitere KKH-Daten zeigen, dass psychische Erkrankungen, die durch emotionalen Stress und Konflikte entstehen können, nicht erst seit der Pandemie, sondern bereits seit Jahren zunehmen, besonders bei Jugendlichen. Einerseits sei dies auf eine zunehmende Sensibilität für die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zurückzuführen, die begrüßenswert sei. Anderseits spielen auch Entwicklungen wie hoher Leistungsdruck durch Schule und Eltern, Mobbing in sozialen Netzwerken, Versagensängste und schwierige soziale Familienverhältnisse eine Rolle.

So sind Diagnosen von Depressionen bei 13- bis 18-jährigen KKH-Versicherten von 2010 auf 2020 um fast das Doppelte angestiegen. Es folgen Angststörungen mit rund 83 Prozent, Schlafstörungen mit rund 46 Prozent und Essstörungen mit plus 37,5 Prozent. Eine deutliche Zunahme bei 6- bis 12-Jährigen verzeichnet die KKH bei Anpassungsstörungen und depressiven Reaktionen auf schwere Belastungen sowie bei Burnout (plus rund 42 beziehungsweise 36 Prozent). Das zeige, dass schon vor der Krise immer mehr Schüler Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung hatten.

Ähnlich wie sich diese psychischen Erkrankungen über viele Jahre entwickelt haben, würden sich auch die Folgen der Pandemie erst mit zeitlichem Versatz bemerkbar machen. Außerdem zeige etwa der aktuelle Krieg in der Ukraine, dass es immer wieder neue Ereignisse und Krisen geben werde, die Kinder und Jugendliche emotional fordern und stark belasten können. Auch der fortschreitende Klimawandel löse Zukunftsängste beim Nachwuchs aus.

„Daher ist es wichtig, ein besonderes Augenmerk auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zu legen. Wir müssen sie in ihrer Entwicklung und eigenen Widerstandskraft stärken und entsprechende Hilfesysteme fördern“, betont Franziska Klemm. Dabei müsse man auch im Blick behalten, dass jeder einzelne anders auf solche Belastungen reagiere.

Update, 13.55 Uhr: Freedom Day in Bayern

Der Freedom Day steht bevor: Die bayerische Regierung um Markus Söder lässt die Corona-Regeln größtenteils auslaufen. Alle News im Ticker.

Update, 29. März, 10.50 Uhr: Corona konstant

„Zur Corona-Lage im Landkreis Miesbach gibt es weiterhin keine Veränderungen zu berichten“, teilt das Landratsamt Miesbach mit. „Es gibt weiterhin zahlreiche Neuinfektionen, die kontinuierlich vom Gesundheitsamt abgearbeitet werden.“ 

Update, 25. März, 5.35 Uhr: Krankenhaus in Sorge

Patienten, deren Behandlungen während der Corona-Pandemie immer wieder verschoben wurden, werden zunehmend als Notfälle ins Krankenhaus Agatharied eingeliefert. Mehr dazu lesen Sie in unserem Artikel.

Update, 22. März, 14.50 Uhr: Neue Impfung

„Weiterhin gibt es zahlreiche Neuinfektionen, die kontinuierlich vom Gesundheitsamt abgearbeitet werden“, teilt das Landratsamt Miesbach mit. Die Behörde geht davon aus, dass die 7-Tage-Inzidenz des Landkreises Miesbach in der kommenden Woche tendenziell steigen werde.

Anlass sei zum einen, dass das Team des Gesundheitsamtes die aufgestauten Fälle weiter intensiv abarbeite. Zum anderen beobachte das Gesundheitsamt wieder steigende Zahlen der täglichen Meldungen von Neuinfektionen.

„Die Ursache für die erneut steigenden Infektionszahlen ist laut Gesundheitsamt multifaktoriell“, heißt es weiter. Wahrscheinlich sei, dass sich der Subtyp BA.2 der Omikron-Variante verbreitet, welche nochmals ansteckender als der bis vor Kurzem vorherrschende Subtyp BA.1 seit. Aufgrund der vielen ans Gesundheitsamt gemeldeten Fälle können diese zudem bekanntermaßen nicht tagesaktuell ans Robert-Koch-Institut gemeldet werden. Weiterhin sei die reale Inzidenz noch höher als die angegebene.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfehle daher eine weitere Auffrischungsimpfung für Menschen ab 70 Jahren, Bewohner und Betreute in Einrichtungen der Pflege, Menschen mit Immunschwäche ab fünf Jahren sowie Tätige in medizinischen Einrichtungen sowie Pflegeeinrichtungen, insbesondere bei direktem Patientenkontakt.

Die zweite Auffrischungsimpfung soll bei gesundheitlich gefährdeten Personengruppen frühestens drei Monate nach der ersten Auffrischungsimpfung mit einem mRNA-Impfstoff erfolgen. Personal in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen soll die zweite Auffrischungsimpfung frühestens nach sechs Monaten erhalten.

Auffrischungsimpfungen sowie Erst- und Zweitimpfungen zum Schutz vor dem Coronavirus gibt es im Landkreis-Impfzentrum in Hausham ohne vorherige Terminvereinbarung täglich, von 14 bis 20 Uhr.

Update, 14.55 Uhr: Helfer verabschieden sich

Das Klicken an der Computermaus, das flinke Gleiten der Finger über die Tastatur, das Einhängen des Telefonhörers in den Apparat – das alles ist nun vorbei. Ein letztes Mal drückten die Soldaten des Gebirgsjägerbataillons 233 die Ausschalttaste am ihrem Arbeits-PC im Landratsamt Garmisch-Patenkirchen – den Dienstschlussknopf, wie sie ihn nennen – und fuhren ihren PC herunter. Ihr Dienst in der Corona-Amtshilfe ist nun beendet.

Die Gebirgsjäger waren die unscheinbaren helfenden Hände während den vergangenen 16 Monaten in der Corona-Bekämpfung. Groß in Erscheinung traten sie nicht, aber – wie zuletzt im Landratsrat Garmisch-Patenkirchen sowie in Altenheimen und im Klinikum – unterstützten sie Mitarbeiter und Pflegepersonal und hielten damit die Corona-Bekämpfung am Laufen. In den Ämtern selbst fielen sie logischerweise mit ihrer Tarnfleckuniform auf, aber nicht nur damit.

„Wir waren sehr froh, dass die Bundeswehr gerade in der Kontaktnachverfolgung mitgearbeitet hat“, resümiert Landrat Anton Speer. „Alle positiven Corona-Fälle und Quarantänemaßnahmen konnten schnell bearbeitet werden.“ Beeindruckend sei die Ernsthaftigkeit gewesen, wie die Soldaten ihre Aufgaben angingen. Speer bewertet den zurückliegenden Einsatz als wichtigen Dienst an der Zivilgesellschaft. Die Mittenwalder Jager hätten sich schnell integriert. „Alle ziehen an einem Strang bei der Corona-Bekämpfung“, sagt Landrat Speer.

Das empfanden die Soldaten ebenso. „Man hat uns sehr freundlich aufgenommen“, bestätigt Hauptgefreiter Niklas R. Sie merkten, dass man sie braucht und sie eine wichtige Rolle spielen würden. Ob Gebirgsjäger oder ebenfalls Amtshilfe leistende Polizeibeamte – sie waren gleich Teil des Teams im Landratsamt. So lernten die Soldaten auch die Arbeitsläufe in der zivilen Behörde kennen.

Gebirgsjägerbataillon 233 im Corona-Einsatz
Halfen im Landratsamt Garmisch-Partenkirchen: Die Soldaten der 3. und 4. Kompanie des Gebirgsjägerbataillon 233 mit (hinten, v.l.) Oberstleutnant Matthias Stauch (Leiter des Kreisverbindungskommandos der Bundeswehr), Landrat Anton Speer, Klaus Knapp (Katastrophenschutz im Landratsamt) und dem stellvertretenden Landrat Michael Rapp. © LRA

Das oftmals in der Öffentlichkeit strapazierte Bild eines langsam arbeitenden Gesundheitsamts haben die Soldaten im Landratsamt Garmisch-Patenkirchen nicht zu Gesicht bekommen. Im Gegenteil: „Es gab viele Menschen, die ständig überlegt haben, wie sie Abläufe beschleunigen und verschlanken können“, erzählt Hauptgefreiter Lukas B. Beeindruckend für ihn war, dass viele Freiwillige aus der Bevölkerung bei der Kontaktnachverfolgung mithalfen.

Aber letztendlich war es Fleißarbeit am PC, die mit einigen Sportübungen aufgelockert wurden, so die Soldaten. Ein wenig bedauerten sie, dass sie gegen Ende der Amtshilfe keine Telefonanrufe mehr machen durften. Die persönlichen Gespräche – gerade mit älteren Menschen – gaben ihnen auch das Gefühl, Betroffene unterstützen zu können und dass ihre Arbeit wertgeschätzt sowie respektiert wird. Dieser Respekt wurden ihnen stets entgegengebracht. Gerne hätte der Landrat weitere Unterstützung von den Mittenwalder Jagern bekommen, aber er hat auch Verständnis, dass die Bundeswehr sich auf ihre wesentlichen Aufgaben konzentrieren muss.

Zu den eigenen Soldaten waren dem Mittenwalder Gebirgsjägerbataillon noch weitere aus anderen bayerischen Einheiten zugeordnet. Sie erhielten aus Mittenwald die Arbeitsaufträge, die sie eigenverantwortlich durchführten. Neben der Kontaktverfolgung waren Soldaten unter anderem in Altenheimen und im Klinikum Garmisch-Patenkirchen im Einsatz. Der Einsatz beinhaltete zwei große Phasen. In der ersten Phase von Dezember 2020 bis Juli 2021 waren bis zu 135 Soldaten aus Mittenwald pro Monat in der Amtshilfe eingesetzt sowie in der zweiten Phase von November 2021 bis März 2022 bis zu 49 Soldaten im Monat.

Der stellvertretende Kommandeur des Gebirgsjägerbataillon 233, Oberstleutnant Sebastian Josef Weiss, holte die sieben Soldaten der letzten Einsatzschicht am Landratsamt in Garmisch-Patenkirchen persönlich ab. In einer Abschlussrunde erkundigte er sich über die gemachten Erfahrungen der Soldaten und dankte ihnen für ihr Engagement. In einer Notlage stehe die Bundeswehr der Zivilgesellschaft zuverlässig zur Seite, sagt Weiss.

Update, 21. März, 9.20 Uhr: Corona und Minijobs

Wenn Corona den Job kostet: In der Pandemie ist die Zahl der Minijobs im Landkreis Miesbach deutlich zurückgegangen. Mitte 2021 gab es rund 11.200 Stellen auf 450-Euro-Basis – das sind 670 weniger als zwei Jahre zuvor (minus 6 Prozent). Besonders betroffen ist das Gastgewerbe: Da gingen im selben Zeitraum 490 Minijobs verloren – ein Einbruch von 20 Prozent. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten mit. Die NGG beruft sich dabei auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit.

„450-Euro-Kräfte zählen zu den Hauptverlierern der Pandemie. Von der Küchenhilfe im Restaurant bis zur Verkäuferin an der Bäckereitheke – viele Minijobber leben in ständiger Angst, gekündigt zu werden. Dabei haben sie weder Anspruch auf Arbeitslosen- noch Kurzarbeitergeld“, kritisiert Manuel Halbmeier, Geschäftsführer der NGG-Region Rosenheim-Oberbayern.

Der Gewerkschafter warnt davor, dass künftig noch mehr Menschen in solche unsicheren Jobs abrutschen könnten und damit zu prekären Bedingungen arbeiten müssten: „Wenn die Bundesregierung die Verdienstgrenze bei den Minijobs anhebt, dürfte das viele reguläre Arbeitsplätze verdrängen. Für Betroffene, zu einem Großteil Frauen, wird das zur Karrierefalle. Spätestens im Alter ist Armut vorprogrammiert.“

Nach den Plänen der Berliner Ampel-Koalition sollen Minijobber künftig 520 statt wie bislang 450 Euro im Monat verdienen können – ohne dafür beispielsweise automatisch arbeitslosenversichert zu sein. Den entsprechenden Gesetzentwurf, über den der Bundestag noch im Frühjahr beraten wird, kritisiert die Gewerkschaft scharf: „Die Politik baut prekäre und krisenanfällige Stellen weiter aus, statt sie einzudämmen. Das ist ein Irrweg – gerade nach den Erfahrungen mit Corona. Viele Minijobber haben bei der Kurzarbeit in die Röhre geguckt oder ihre Stelle verloren.“

Die NGG verweist auf den Koalitionsvertrag. Darin schreiben SPD, Grüne und FDP, es müsse verhindert werden, „dass Minijobs als Ersatz für reguläre Arbeitsverhältnisse missbraucht oder zur Teilzeitfalle werden“. Die Gewerkschaft ruft deshalb die heimischen Bundestagsabgeordneten der Ampel-Koalition dazu auf, sich an dieses Versprechen zu halten und das Gesetz auf solide Füße zu stellen.

Abhilfe könne langfristig allerdings nur eine grundlegende Reform schaffen: Für Minijobs müsse bereits ab dem ersten Euro die Sozialversicherungspflicht gelten. Erst wenn Sozialabgaben, Kranken-, Pflege- und Rentenversicherungsbeiträge gezahlt würden, könnten Beschäftigte wirksam geschützt werden.

Wie NGG-Regionalchef Manuel Halbmeier einschätzt, hätte dies positive Effekte vor Ort: „Die Abschaffung der Sonderregelungen für Minijobs würde dabei helfen, den Fachkräftemangel zu bekämpfen. Im Landkreis Miesbach klagen vor allem Hoteliers und Wirte, kein Personal mehr zu finden. Aber Fachleute gewinnt man nicht, indem man kaum abgesicherte Stellen mit wenigen Wochenstunden bietet, sondern reguläre Arbeitsverträge mit Perspektive und sozialem Netz. Davon würden am Ende alle profitieren – die Beschäftigten, die Betriebe und durch höhere Einnahmen auch der Staat und die Sozialversicherungen.“

Update, 18.25 Uhr: Neue Corona-Regeln

Das bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege weist auf die neuen Corona-Schutzmaßnahmen hin, die ab Samstag (19. März) übergangsweise bis zum 2. April gelten. „Die Infektionszahlen sind weiterhin hoch und stiegen zuletzt sogar wieder an“, erklärt ein Sprecher. „Damit ist es aktuell dringend geboten, die nach den Änderungen im Infektionsschutzgesetz weiterhin möglichen Maßnahmen zunächst zu verlängern. Dies betrifft im Kern die Maskenpflicht und die bestehenden 2G/3G-Regeln.“

Die in Bayern bestehenden allgemeinen Regeln zur Maskenpflicht bleiben dabei grundsätzlich unverändert. Maskenstandard bleibt in Bayern die FFP2-Maske. Ausnahmen von der Maskenpflicht gelten künftig in denjenigen Schulen, in denen regelmäßige PCR-Pool-Tests stattfinden. Die Maskenpflicht am Platz entfällt dort stufenweise.

Die Zugangsregeln nach Impf-, Genesenen- oder Teststatus – also die Regeln zu 2Gplus, 2G oder 3G – bleiben im bisher geltenden Umfang aufrechterhalten – zum Beispiel in Diskotheken (2Gplus), bei Sport, Kultur und im Freizeitbereich (2G), in Zoos (2G), auf Messen und Kongressen (2G), bei öffentlichen und privaten Veranstaltungen (2G), in Gastronomie und Beherbergungswesen (3G), in Hochschulen und im Bildungsbereich (3G). In diesen Bereichen wird außerdem die bislang nach Bundesrecht geltende Testnachweispflicht für ungeimpfte und nicht genesene Beschäftigte landesrechtlich fortgeführt, soweit diese Kundenkontakt haben.

Für den Zugang zu vulnerablen Einrichtungen wie beispielsweise Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen benötigen Besucher weiterhin einen tagesaktuellen Schnelltest.

Aufgrund der künftig geltenden bundesrechtlichen Vorgaben entfallen dagegen die Regeln zu Kontaktbeschränkungen, bestehende Vorgaben zu Kapazitäts- und Personenobergrenzen, die Sonderregeln für Gottesdienste und Versammlungen, das Tanz- und Musikverbot in der Gastronomie, das bisherige Verbot von Volksfesten und Jahresmärkten, das Verbot des Feierns auf öffentlichen Plätzen, bestehende Alkoholverkaufs- und -konsumverbote sowie die Verpflichtung zu festen Gruppen in Kitas.

Update, 15.40 Uhr: OPs nur eingeschränkt

Da das Gesundheitssystem weiterhin sehr belastet wird durch die Corona-Pandemie hat die Regierung von Oberbayern 76 Kliniken im Regierungsbezirk dazu verpflichtet, unter medizinischen Aspekten aufschiebbare stationäre Behandlungen weiterhin auszusetzen. Dazu gehört auch das Krankenhaus Agatharied.

Die seit November 2021 geltenden und zuletzt bis 18. März befristeten Anordnungen werden für die 57 oberbayerischen Covid-19-Schwerpunktkrankenhäuser als auch für 19 weitere Kliniken, die zuvor Covid-19-Patienten nicht oder nur untergeordnet behandelt hatten, bis einschließlich 2. April verlängert, teilt die Behörde mit.

Ausnahmen für diese sogenannten elektiven Eingriffe können nach wie vor abgestimmt mit den für die jeweilige Region zuständigen Ärztlichen Leitern Krankenhauskoordinierung zugelassen werden, sofern die dadurch in Anspruch genommenen Betten innerhalb von 48 Stunden insbesondere für einen möglichen erhöhten Bedarf an Notfallbehandlungen wieder zur Verfügung stehen.

Medizinisch dringliche Operationen wie zeitkritische Herz- oder Tumor-Operationen bleiben von der Anordnung weiterhin nicht berührt. Über die medizinische Dringlichkeit entscheiden jeweils die behandelnden Ärzte. Sollten aufgrund der Anordnungen bereits geplante Behandlungen abgesagt werden müssen, werden betroffene Patienten von den jeweiligen Krankenhäusern entsprechend informiert.

Update, 18. März, 14.20 Uhr: Neue Impfoffensive

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat eine neue Informationsoffensive zum Thema Corona-Impfstoffe gestartet, um noch unentschlossene Bürger von diesem wichtigen Schutz zu überzeugen. So werde man den Hashtag #qualderwahl nutzen, um auf vielfältige Weise Online und in Social Media über Impfmöglichkeiten zu informieren.

„Wir haben mit dem proteinbasierten Impfstoff von Novavax seit Kurzem eine weitere Variante im Angebot“, sagt er. „Wer bisher mit Blick auf die Vektor- und mRNA-Impfstoffe kritisch oder unsicher war, kann die Alternative von Novavax wählen.“ Weitere Informationen zu den verschiedenen Impfstoffvarianten gibt es unter www.qualderwahl.bayern.de.

Der Minister erläutert: „Aktuell mit Stand 17. März sind in Bayern 74,6 Prozent der Bürger grundimmunisiert. Bei den Volljährigen sind es 83,9 Prozent. Wir müssen hier dringend noch nachlegen, denn auch bei Omikron zeigt sich: Wer dreifach geimpft ist, ist am besten vor schweren Verläufen geschützt.“

Das bayerische Gesundheitsministerium wirbt bereits seit Januar 2021 aktiv für die Impfung gegen Covid-19. Dabei wurden und werden die Informationen sowohl offline als auch online vermittelt. Sei es mit der Kampagne für Pflegekräfte unter dem Motto „Ich krempel die #Ärmelhoch“, der Kampagne „Ich tu‘s für…“ oder auch mit der Impfmotivationskampagne für Jugendliche und junge Erwachsene.

Alle Informationen rund um die Impfung gegen Covid-19 sind auf der Internetseite des Gesundheitsministeriums. Die wichtigsten Argumente gegen gängige Impfmythen sind dort ebenfalls nachzulesen.

Update, 18.05 Uhr: Neue Corona-Regeln

Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek erläutert die Corona-Schutzmaßnahmen, die ab Samstag (19. März) übergangsweise bis zum 2. April gelten sollen. „Die aktuelle Pandemielage mit Höchstwerten bei den Neuinfektionen gebietet es, wichtige Schutzmaßnahmen zu verlängern“, sagt er. „Dies betrifft im Kern die bestehenden 2G-/3G-Regeln und die Maskenpflicht.“ FFP2 bleibe Maskenstandard in Bayern.

Holetschek erklärt: „Bei der Maske in der Schule können wir aber dank des hohen Schutzniveaus aufgrund der regelmäßigen PCR-Tests stufenweise Lockerungsschritte unternehmen.“

Die Zugangsregeln nach Impf-, Genesenen- oder Teststatus – also die Regeln zu 2G plus, 2G oder 3G – bleiben im bisher geltenden Umfang – zum Beispiel in Diskotheken (2G plus), bei Sport, Kultur und im Freizeitbereich (2G), in Zoos (2G), bei Messen und Kongressen (2G), bei öffentlichen und privaten Veranstaltungen (2G), in der Gastronomie und im Beherbergungswesen (3G) sowie in Hochschulen und im weiteren außerschulischen Bildungsbereich (3G).

Für den Zugang von Besuchern und Beschäftigten zu vulnerablen Einrichtungen wie beispielsweise Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen benötigen Besucher weiterhin einen tagesaktuellen Schnelltest. Beschäftigte brauchen – analog der bisherigen Bundesregelung – zwei Tests pro Woche, wenn sie geimpft oder genesen sind, und tagesaktuelle Tests, wenn sie nicht geimpft oder genesen sind.

Aufgrund der zu erwartenden bundesrechtlichen Vorgaben entfallen dagegen die Regeln zu Kontaktbeschränkungen, bestehende Vorgaben zu Kapazitäts- und Personenobergrenzen, die Sonderregeln für Gottesdienste und Versammlungen, das Tanz- und Musikverbot in der Gastronomie, das bisherige Verbot von Volksfesten und Jahresmärkten, das Verbot des Feierns auf öffentlichen Plätzen sowie bestehende Alkoholverkaufs- und -konsumverbote sowie die Verpflichtung zur Betreuung in festen Gruppen in Kitas.

Holetschek kritisiert, dass durch die von der Bundesregierung geplante Änderung des Infektionsschutzgesetzes künftig nach Auslaufen der Übergangsregelung mit Ablauf des 2. Aprils nur noch wenige Schutzmaßnahmen möglich sein werden. Der Minister unterstreicht: „Das von Berlin vorgelegte Gesetz ist aus meiner Sicht bei der jetzigen angespannten Infektionslage kein taugliches Instrument. Ich hoffe sehr, dass die lauter werdenden kritischen Stimmen auch von Politikern der Ampel-Parteien noch etwas Vernunft und Praktikabilität in das Gesetz einbringen können.“

Update, 16.55 Uhr: Kein Freedom Day in Bayern

Die Corona-Lage in Bayern ist weiter angespannt. Das Söder-Kabinett hat deshalb entschieden, dass es am 20. März keinen Freedom Day im Freistaat geben wird und die Maskenpflicht bleibt. Der News-Ticker für Bayern.

Update, 15. März, 16.25 Uhr: Aktuelle Lage

„Zur Corona-Lage im Landkreis Miesbach gibt es weiterhin keine Veränderungen zu berichten“, teilt Sprecherin Sophie-Marie Stadler mit. „Es gibt weiterhin zahlreiche Neuinfektionen, die kontinuierlich vom Gesundheitsamt abgearbeitet werden.“ Erfreulich sei, dass es inzwischen in keiner Pflegeeinrichtung mehr ein größeres Ausbruchgeschehen gebe.

Die Lage im Krankenhaus und bei den niedergelassenen Ärzten sei aber weiterhin angespannt mit zahlreichen Patienten, die ärztlich betreut werden müssen. „Daher bittet die Koordinierungsgruppe Corona alle Bürger darum, nach wie vor vorsichtig zu bleiben“, erklärt die Sprecherin.

Update, 14. März, 14.15 Uhr: Initiative Familien zieht Resümee

Am 16. März jähren sich die corona-bedingten Schul- und Kita-Schließungen in Deutschland zum zweiten Mal. Insbesondere für Familien seien die vergangenen zwei Jahre über alle Maßen kräftezehrend gewesen. Initiative Familien fordert in einem offenen Brief Normalität auch für Familien, wagt einen Rückblick und schmiedet Pläne für die Zeit nach der Pandemie.

„Vielen Familien in Deutschland geht es schlecht nach zwei Jahren Pandemie”, fasst Sina Denecke von Initiative Familien die Lage zusammen. „Sie sind am Ende ihrer Kräfte und fühlen sich von der Politik im Stich gelassen.” Noch gebe es keine ganzheitliche Betrachtung der Situation. Die Daten, die bereits zur Verfügung stünden, würden jedoch eine klare Tendenz aufweisen:

Die Situation der Mütter als Stützen der Gesellschaft sei dabei noch nicht einmal ansatzweise ausreichend betrachtet worden. Initiative Familien hat dies im Laufe der Pandemie selbst bemerkt. Sina Denecke erinnert sich: „Wann immer wir die Aufmerksamkeit auf unsere Situation, die Situation der Eltern und primär Mütter, richten wollten, war das erfolglos. Das Motto der Politik: Mama macht es schon. Sonst wäre das Kartenhaus auch zusammengefallen. Doch um welchen Preis zeigt sich erst so langsam.”

Auf eines war stets Verlass: Kinder und Familien zuletzt

Eines hätten Kinder und deren Eltern in den vergangenen zwei Jahren gelernt: Ihre Bedürfnisse kämen stets an letzter Stelle. Ob es die Einführung wirkungsvoller Schutzmaßnahmen an Bildungseinrichtungen zu Beginn der Pandemie war, das Bereitstellen schneller und unbürokratischer Hilfen oder nun die Abschaffung der Maßnahmen – in den politischen Gesprächsrunden habe die Lebenswelt von Familien stets eine untergeordnete Rolle gespielt.

Stattdessen werde die öffentliche Diskussion rund um Kinder und Corona von Politikern und Verbänden, aber auch Medien so emotional geführt, dass in Zusammenhang mit irreführenden Informationen die Risikowahrnehmung in der Gesellschaft in Bezug auf Kinder verzerrt, unnötige Ängste geschürt und die Diskussionskultur nachhaltig vergiftet würde.

Die Eltern von Initiative Familien merken das bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit tagtäglich. Sina Denecke: „Wir haben eigens ein Team Wissenschaft gegründet, das alle verfügbaren Studien und Daten analysiert. Wir basieren unsere Argumente fundiert auf Wissenschaft und Fakten. Die Debatte rund um Kinder ist jedoch so aufgeladen, dass man damit nicht unbedingt weiterkommt.” Eltern würden in sozialen Medien regelmäßig gezielt für ihre Arbeit angegriffen.

Familien brauchen jetzt Normalität, Unterstützung – und Solidarität

Initiative Familien sieht daher die Notwendigkeit einer politischen Kommunikation, die den Ängsten der Eltern und Kinder begegne. Bei allem, was man mittlerweile wisse, könne es nicht mehr darum gehen, irrationale Ängste oder überhaupt Meinungen zu bedienen. Sondern es müsse einzig und alleine das getan werden, was für Kinder das Beste sei. Dafür hat der Verein gemeinsam mit einer Vielzahl renommierter Experten einen offenen Brief „Kinder in der Warteschleife – Ende offen” veröffentlicht. Darin kritisiert Initiative Familien, dass – während die tiefgreifenden Maßnahmen für Erwachsene zum 20. März fallen sollen – sich die Beschränkungen für Kinder immer noch an der S3-Leitlinie orientierten, die auf Studien aus dem Jahr 2020 basiere. Die Kernforderung des offenen Briefs: Kindern und Jugendlichen muss nach zwei Jahren Pandemie endlich der Weg zurück in einen normalen Alltag ermöglicht werden.

Neben Normalität müssen unbürokratisch und niedrigschwellig Hilfsangebote für Familien geschaffen werden. Verständnis sei gefragt von Arbeitnehmern, Lehrkräften und allen anderen. Kreative Ideen seien gefragt, die mit Kindern, Jugendlichen und Familien gemeinsam erarbeitet werden sollten. Die unglaubliche Leistung, die Kinder und ihre Eltern in den vergangenen Jahren zum Wohle der Gesellschaft erbracht hätten, müsse endlich öffentlich anerkannt und gewürdigt werden. So solidarisch, wie Familien in den vergangenen zwei Jahren die Gesellschaft mit ihrem Verhalten geschützt hätten, müsse nun auch die Gesellschaft solidarisch sein und ihnen dabei helfen, wieder zu Kräften zu kommen.

Einsatz für Familien auch nach der Pandemie

Der Verein Initiative Familien wird sich auch nach der Pandemie ehrenamtlich dafür einsetzen, dass die Rechte und Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen und Familien Gehör finden. Verbesserungsbedarf gebe es nach Ansicht der Eltern viel in Deutschland. Sie wollen sich auf die Themen Kinderrechte, Bildung, Gewaltschutz in Familien und moderne Familienpolitik konzentrieren.

Update, 13. März, 8.15 Uhr: Digitales Meldeportal

Ab Montagnachmittag (14. März) steht das bayerische digitale Meldeportal für Immunitätsnachweise „BayImNa“ zur einrichtungsbezogenen Impfpflicht bereit. Darauf weist Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek hin: „Unser Meldeportal ist ab morgen – und damit rechtzeitig vor Umsetzung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht – für alle betroffenen Einrichtungen in Bayern unter www.impfpflicht-meldung.bayern.de zugänglich. Über unser Portal können die Einrichtungen ihre Benachrichtigungen bayernweit rechts- und datenschutzsicher auf digitalem Weg an die Gesundheitsämter übermitteln.“

Der Minister ergänzt: „Wir ermöglichen unseren Einrichtungen damit einen einheitlichen und vor allem unkomplizierten Meldeweg. Wichtig ist, dass sie für die Anmeldung über ein Elster-Zertifikat verfügen. Wer noch keins hat, kann dieses auch jetzt noch unter www.das-unternehmenskonto.de beantragen.“

Einrichtungen, die von der einrichtungsbezogenen Impfpflicht betroffen sind, sind ab dem 16. März verpflichtet, das Gesundheitsamt über dort tätige Personen zu benachrichtigen, die keinen gültigen Impf- oder Genesenennachweis oder ein ärztliches Attest bezüglich einer medizinischen Kontraindikation vorgelegt haben.

Update, 17.10 Uhr: Innovative Therapien

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat sich in Bamberg über neue Therapieansätze informiert, um das Post-Covid-Syndrom zu behandeln. „Post-Covid ist ein komplexes und vielfältiges Krankheitsbild, das Experten zufolge etwa 10 Prozent aller an Covid-19 erkrankten Erwachsenen betrifft“, erklärte er. „Die integrative Medizin kann uns bei der Therapie dieser Spätfolgen helfen, indem sie die Möglichkeiten der konventionellen Medizin und der Naturheilkunde in einem ganzheitlichen Ansatz bestmöglich verbindet.“

Der Minister ergänzt: „Wenn es erfolgreich ist, kann das deutschlandweit einzigartige Bamberger Projekt einen wichtigen Beitrag bei der Behandlung des Post-Covid-Syndroms leisten und zugleich die wissenschaftliche Verankerung der integrativen Medizin stärken. Deshalb fördern wir es gerne über unsere bayerischen Förderinitiative mit rund 87.000 Euro. Im ganzen Bundesgebiet gibt es nur wenige vergleichbare Akutkliniken mit einem Behandlungsangebot, wie es die Klinik für Integrative Medizin und Naturheilkunde der Sozialstiftung Bamberg hat.“

Die Sozialstiftung Bamberg will bewerten, wie gut Methoden der integrativen Medizin beim Einsatz gegen das Post-Covid-Syndrom wirken. Dabei werden konventionelle Medizin und wissenschaftlich fundierte Naturheilkunde mit gesundheitsfördernden Modifikationen des Lebensstils verzahnt. Zudem soll festgestellt werden, inwiefern die Therapieansätze für eine Übernahme in die Regelversorgung geeignet sind.

Chefarzt Jost Langhorst betont: „Unsere Erfahrungen mit dem integrativ-naturheilkundlichen Therapiekonzept bei Patienten mit Post-Covid-Syndrom sind vielversprechend. Wir freuen uns nun darauf, die Versorgung der betroffenen Patienten wissenschaftlich zu begleiten und weiter zu entwickeln.“

Post-Covid kann die Lebensqualität Betroffener massiv einschränken. Die Symptome sind vielfältig und können unter anderem von chronischer Erschöpfung über Kopfschmerzen bis hin zu massiven Konzentrationsstörungen reichen. Ziele des geförderten Projekts sind, das Hauptsymptom „Chronische Fatigue“ kurz- sowie langfristig zu reduzieren, die Lebensqualität zu steigern und die Erwerbsfähigkeit wieder aufzunehmen, indem integrativ-naturheilkundliche Verfahren angewendet werden.

Das Projekt der Sozialstiftung trägt den Namen „Forschungszyklus: Integrative Medizin und Naturheilkunde in der Behandlung des Post-Covid-Syndroms: Ein multimodaler Therapieansatz“. Es läuft bis zum 31. Dezember 2022. Betroffene, die sich für eine Teilnahme interessieren, können sich unter Telefon 0951/50311650 oder per E-Mail an FIGN@sozialstiftung-bamberg.de melden.

Update, 11. März, 10.30 Uhr: Neue Zeiten

„Das Impfzentrum in Hausham passt seine Öffnungszeiten an und ist ab Montag, 14. März, täglich, auch am Wochenende, von 14 bis 20 Uhr, geöffnet“, teilt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt in Miesbach mit. „Die Impf-Hotline ist weiterhin unter 08025/7047777 täglich, von 9 bis 13 Uhr, erreichbar.“

Update, 11.15 Uhr: Zweifel am Freedom Day

Tiefgreifende Corona-Beschränkungen entfallen ab 20. März. Gesundheitsminister Karl Lauterbach zeigt sich deshalb besorgt. Eine Hotspot-Regel für Länder soll doch kommen. Mehr dazu hier.

Update, 9. März, 10 Uhr: Novavax für alle

Mit dem neuen Novavax-Impfstoff können sich jetzt alle erwachsenen Bürger Bayerns zum Schutz vor Corona impfen lassen. Darauf weist Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hin: „Mit sofortiger Wirkung ist Novavax für alle Erwachsenen freigegeben. Bisher war dieser proteinbasierte Impfstoff zunächst nur für Personen vorgesehen, die der einrichtungsbezogenen Impfpflicht unterliegen. Diese Vorgabe entfällt jetzt. Termine können nun in den Impfzentren vereinbart werden.“

Seit dem 2. März hätten sich in Bayern knapp 2.300 Bürger für eine Impfung mit Novavax entschieden, erläutert der Minister. Die Nachfrage bei dem bislang vorgesehenen Personenkreis sei also nur gering und eine Priorisierung daher nicht mehr notwendig.

Bislang waren bei Novavax Ungeimpfte an der Reihe, für die ab dem 15. März die einrichtungsbezogene Impfpflicht greift. Dazu zählen Beschäftigte in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Arztpraxen, bei Rettungsdiensten und in weiteren Einrichtungen, die von der Regelung erfasst sind.

Wer nur mit Novavax geimpft werden möchte, kann derzeit telefonisch einen Termin im Impfzentrum ausmachen. Dies ist etwa unter der bundesweit einheitlichen Telefonnummer 116 117 möglich. Die Terminbuchung über das Portal BayIMCO wird in den nächsten Tagen umgestellt und an das Entfallen der Priorisierung angepasst. Insgesamt wurden bisher an Bayern 225.000 Impfdosen Novavax geliefert. Für einen vollständigen Impfschutz werden zwei Dosen im Abstand von drei Wochen verabreicht.

Update, 8. März, 15 Uhr: Aktuelle Lage

„Auch in dieser Woche haben sich keine Veränderungen in Bezug auf das Infektionsgeschehen im Landkreis Miesbach ergeben: Weiterhin ist das Infektionsgeschehen auf hohem Niveau stabil“, erklärt das Landratsamt. „Erfreulich ist, dass sich in weiteren Pflegeeinrichtungen die Situation entspannt hat und das Ausbruchgeschehen abgeschlossen werden konnte. Inzwischen sind nur noch zwei Einrichtungen betroffen mit acht Bewohnern, die aktuell in Quarantäne sind.“

In der vergangenen Woche wurden 279 Impfungen im Impfzentrum Hausham verabreicht. 42 Erst- (27-mal Novavax), 47 Zweit- und 190 Auffrischungsimpfungen. Im Impfzentrum soll Novavax primär für Personen eingesetzt werden, welche der einrichtungsbezogenen Impfpflicht unterliegen. „Da angebrochene Phiolen aber zeitnah verimpft werden müssen, werden Impfwillige, die explizit diesen Impfstoff wünschen, nicht abgewiesen, um zu vermeiden, Impfstoff verwerfen zu müssen“, teilt die Behörde mit.

Update, 6. März, 10.35 Uhr: Mehr Jugendliche mit Depressionen

Im ersten Corona-Jahr sind in Bayern mehr ältere Jugendliche an einer Depression neu erkrankt. 2020 stieg die Zahl der ärztlichen Erstbehandlungen bei 15- bis 17-Jährigen im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent. Zudem wurden im Freistaat unter Grundschulkindern 14 Prozent mehr Adipositas-Neuerkrankungen festgestellt. Positiv: Bei älteren Jugendlichen gingen im ersten Pandemie-Jahr die Behandlungen wegen Alkoholmissbrauchs um mehr als ein Drittel zurück.

Das sind zentrale Ergebnisse des aktuellen Kinder- und Jugendreports der DAK-Gesundheit für Bayern. Vor diesem Hintergrund regen die Krankenkasse, der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Bayern sowie die Landesarbeitsgemeinschaft der Leitenden Ärztinnen und Ärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie (LAG KJPPP) an, die übergreifende Zusammenarbeit weiter auszubauen.

Depressionen: Ältere Jugendliche besonders betroffen

Der DAK-Report zeigt, dass die Corona-Pandemie vor allem Jugendliche im Alter von 15 bis 17 Jahren in Bayern psychisch belastet. Die ärztlichen Erstbehandlungen wegen einer Depression stiegen mit 11 Prozent etwas stärker als im Bundesschnitt (plus 8 Prozent). In diesem Alter waren Mädchen in Bayern 2,1-mal so häufig aufgrund von Depressionen in ärztlicher Behandlung wie gleichaltrige Jungen. Bei Kindern im Alter von 10 bis 14 Jahren zeigte sich in Bayern hingegen ein leichter Rückgang (minus 7,7 Prozent). Bei Grundschulkindern blieben die Fallzahlen fast konstant (minus 1,7 Prozent).

Kinder psychisch kranker Eltern seien gefährdeter, selbst eine depressive Störung zu entwickeln. Ebenso wichtig wie das rechtzeitige Erkennen einer psychischen Störung seien gute Vorsorgeangebote. Ein kostenfreien Hilfsangebot ist „DAK Nico“. Mehr Infos dazu gibt es unter www.dak-nico.de.

Mehr Adipositas-Fälle bei Grundschulkindern

2020 wurden 14 Prozent mehr bayerische fünf- bis neunjährige Kinder erstmals wegen einer Adipositas ärztlich behandelt. Im Grundschulalter waren Mädchen etwas häufiger betroffen als Jungen. Bei den 10- bis 14-Jährigen blieben die Fälle von starkem Übergewicht nahezu konstant (minus 1 Prozent). In dieser Altersgruppe wurden dagegen Jungen um knapp ein Viertel häufiger behandelt als Mädchen. Bei den 15- bis 17-Jährigen gab es dagegen 8 Prozent weniger Adipositas-Neuerkrankungen, während hier die Zahlen bundesweit konstant blieben.

Deutlich weniger Alkoholmissbrauch

In der Corona-Pandemie kamen in Bayern deutlich weniger ältere Jugendliche wegen Alkoholmissbrauchs ins Krankenhaus oder die Arztpraxis. 2020 mussten bei den 15- bis 17-Jährigen 36 Prozent weniger ärztlich behandelt werden. Im Freistaat war der Rückgang stärker als im Bundesdurchschnitt (minus 28 Prozent).

Hier gibt es die Kampagne „Bunt statt blau“. Noch bis zum 30. April sucht die Krankenkasse die besten Plakatideen von Schülern zwischen 12 und 17 Jahren zum Thema Rauschtrinken. Weitere Infos dazu sind unter www.dak.de/buntstattblau zu finden.

Etwas schwächer verringerten sich die Behandlungen von Jugendlichen in den Bereichen Tabak (minus 20 Prozent) und Cannabis (minus 10 Prozent).

Im Rahmen des Reports untersuchten Wissenschaftler von Vandage und Universität Bielefeld anonymisierte Abrechnungsdaten von knapp 104.000 bayerischen Kindern und Jugendlichen im Alter bis 17 Jahren, die bei der DAK-Gesundheit versichert sind. Analysiert wurden die Jahre 2019 und 2020. Der Report basiert damit auf Daten von 4,9 Prozent aller Kinder und Jugendlichen in Bayern und ist hinsichtlich der Alters- und Geschlechtsverteilung repräsentativ.

Update, 17.25 Uhr: Gespräch mit Pflegedirektor

Vor zwei Jahren, am 5. März 2020, wurde der erste Corona-Fall im Landkreis Miesbach bekannt. Ein Resümee von Pflegedirektor Sven Steppat vom Krankenhaus Agatharied.

Update, 5. März, 6.20 Uhr: Landrat im Gespräch

Vor zwei Jahren, am 5. März 2020, wurde der erste Corona-Fall im Landkreis Miesbach bekannt. Ein Resümee von Landrat Olaf von Löwis.

Update, 4. März, 14 Uhr: Comeback des Nachtlebens

Nach Monaten ohne Perspektive ist nun der Dauer-Lockdown in der bayerischen Nachtgastronomie zu Ende. „Die Wirtschaft im Freistaat begrüßt, dass Clubs und Diskotheken mit 2G plus wieder öffnen dürfen. Die Betreiber haben nun wieder Planungssicherheit und können eigene Umsätze erwirtschaften“, erklärt Manfred Gößl, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK). „Wir können zugleich verstehen, dass viele Menschen wegen des russischen Kriegs gegen die Ukraine und aus Sorge um den Frieden in Europa nicht in Feierlaune sind.“

Gößl betont, dass die Nachtgastronomie die letzte Branche in Bayern ist, die noch immer komplett geschlossen hatte. „Die Clubs und Diskos gehören zu den Branchen, die die Corona-Einschränkungen am härtesten getroffen haben. Mit einer kurzen Ausnahme im Herbst 2021 waren die Tanzflächen leer und die Umsätze blieben aus.“

Im Rahmen der staatlichen Corona-Wirtschaftshilfen flossen bislang mehrere Millionen Euro an die Betreiber, um die finanziellen Einbußen abzufedern. „Zur bitteren Wahrheit gehört aber: Nicht alle Clubs und Diskotheken in Bayern haben durchgehalten. Einige mussten ihre Geschäftsidee, ihre wirtschaftliche Existenz, aufgeben, weil die Einbußen einfach zu groß waren und es zu lange keine Perspektive gab“, sagt der BIHK-Hauptgeschäftsführer.

Auch wenn das Leben langsam wieder in die Clubs und Diskotheken zurückkehre, appelliert Gößl: „Die Pandemie ist noch nicht vorbei. Dank der Impfungen waren Lockerungen samt Wiedereröffnung der Nachtgastronomie möglich, aber wir müssen das Virus weiter ernst nehmen, um unsere Erfolge nicht zu verspielen. Daher braucht es Feiern mit Vorsicht und gegenseitiger Rücksichtnahme.“

Update, 19.20 Uhr: Neue Corona-Regeln

Ab Freitag gelten in Bayern neue Corona-Regeln. Die Söder-Regierung gab am Donnerstagabend noch eine Neuigkeit bekannt. Alle News im Ticker.

Update, 12.35 Uhr: Start mit Novavax

Nachdem der Novavax-Impfstoff an die bayerischen Impfzentren ausgeliefert wurde, haben nun die Covid-19-Schutzimpfungen mit dem proteinbasierten Impfstoff begonnen, der zunächst für Beschäftigte vorgesehen ist, die der einrichtungsbezogenen Impfpflicht unterliegen.

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek betonte am Donnerstag anlässlich eines Besuchs im Impfzentrum Freising: „Im Freistaat sind die Impfungen mit Novavax erfolgreich gestartet. Am Mittwoch wurde Novavax an die Impfzentren im Freistaat ausgeliefert – und anschließend folgten die ersten Impfungen.“

Der Minister erläuterte: „Da uns anfangs eine begrenzte Menge an Impfstoff zur Verfügung steht, sind zunächst diejenigen Ungeimpften an der Reihe, für die ab dem 15. März die einrichtungsbezogene Impfpflicht greift. Dazu zählen Beschäftigte in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Arztpraxen, bei Rettungsdiensten und in weiteren Einrichtungen, die von der Regel erfasst sind.“

Ein Termin für eine Impfung ist unter der bundesweit einheitlichen Telefonnummer 116117 möglich. Zudem kann dafür das Buchungssystem des bayerischen Impfportals genutzt werden: Online können dort speziell Termine für eine Novavax-Impfung gebucht werden, sobald sie durch das örtliche Impfzentrum freigeschaltet wurden. Im Freistaat Bayern sind rund 225.000 Dosen Novavax eingetroffen. Für einen vollständigen Schutz werden zwei Dosen im Abstand von drei Wochen verabreicht.

Holetschek unterstrich: „In einem zweiten Schritt wird der Impfstoff allen Impfwilligen zur Verfügung gestellt werden. Noch steht hier kein konkreter Termin fest, aber wir behalten die Nachfrage unter den Beschäftigten der Einrichtungen und den Bürgern im Auge und werden die Impfstrategie entsprechend anpassen.“

Update, 3. März, 8.05 Uhr: Weniger Corona-Infos

„Wir müssen derzeit alle Ressourcen auf die Vorbereitung auf eine größere Anzahl von Ukraine-Geflüchteten konzentrieren“, teilt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt in Miesbach mit. „Daher werden wir ab sofort keine eigenen Corona-Zahlen mehr veröffentlichen und stattdessen aufs RKI verweisen.“

Dort erhalte man alle Zahlen, die auch die Behörde vor Ort bisher veröffentlicht hat, außer die gemeinde-spezifischen Neuinfektionen. „Wir tun es damit vielen anderen Landkreisen gleich, die schon seit geraumer Zeit keine gemeinde-spezifischen Zahlen mehr veröffentlichen“, erklärt die Sprecherin.

Letztendlich sei dieser Schritt nur konsequent: Die Zahl der Neuinfizierten je Gemeinde sei nicht mehr so aussagekräftig wie zu früheren Zeiten der Pandemie und könne aufgrund der nicht mehr durch die Gesundheitsämter betriebenen Kontaktnachverfolgung auch schwerlich noch interpretiert werden. Die Impfzahlen werden bis auf Weiteres jede Woche ins Corona-Update am Dienstag gepackt.

Update, 16.55 Uhr: Novavax kommt

„Zum Infektionsgeschehen haben sich gegenüber der vergangenen Woche keine Änderungen ergeben“, teilt das Landratsamt Miesbach mit. „Weiterhin ist die Zahl der täglichen Neuinfektionen hoch, aber nahezu gleichbleibend.“ In Bezug auf die Pflegeeinrichtungen entspanne sich die Lage weiter. In zweien konnte das Ausbruchgeschehen beendet werden. Somit seien nun noch vier Pflegeeinrichtungen betroffen mit 60 Bewohnern, die aktuell in Quarantäne sind.

Entsprechend der Vorgaben des bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus werden in den Jahrgangsstufen 5 und 6 aller Schularten ab dem 7. März analog zu Grundschulen und Grundschulstufe an Förderzentren sowie in weiteren Jahrgangsstufen der Förderzentren mit den Schwerpunkten Sehen, geistige sowie körperliche und motorische Entwicklung zweimal pro Woche PCR-Pool-Tests durchgeführt. PCR-Pooltests stellen künftig das Standardtestverfahren in diesen Jahrgangsstufen dar.

Ein PCR-Pooltest der Lehrkräfte und sonstigen an Schulen tätigen Personen sowie Schüler höherer Jahrgangsstufen sei nicht vorgesehen. Für sie bleibe es bei Selbsttests.

Der Impfstoff von Novavax ist ab dem 3. März im Impfzentrum in Hausham verfügbar. Wegen der begrenzten Liefermenge soll er vorerst an Personen vergeben werden, für die ab 15. März die einrichtungsbezogene Impfpflicht gilt. Dazu zählen unter anderem Beschäftigte in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Arztpraxen und bei Rettungsdiensten. Diese Priorisierung sei vorerst vorgegeben, unabhängig davon, wie die einrichtungsbezogene Impfpflicht in Bayern künftig geregelt wird.

Der Landkreis Miesbach bekomme zunächst zirka 1.700 Dosen zugeteilt. Davon müsse die Hälfte für Zweitimpfungen zurückgehalten werden, sodass faktisch lediglich 850 Impfdosen für Erstimpfungen zur Verfügung stünden.

Das Impfzentrum bietet am 3. März, von 8 bis 20 Uhr, einen Sonderimpftag mit Novavax für priorisierte Berufsgruppen an. Man müsse sich nicht vorher anmelden oder einen Termin buchen, teilt die Behörde mit: „Jeder, der spontan für einen anderen Impfstoff vorspricht, wird gerne ebenfalls geimpft.“

Zum Termin mitzubringen sind:

In einem zweiten Schritt soll der Impfstoff dann allen Impfwilligen zur Verfügung gestellt werden. „Wir werden berichten, sobald dies der Fall sein wird“, erklärt das Team. „Bis dahin stehen allen Bürgern selbstverständlich auch weiterhin die Impfstoffe Biontech und Moderna zur Verfügung.“

Update, 14.50 Uhr: Stabile Infektionslage

In Bayern gelten ab Freitag (4. März) neue Corona-Regeln, die wichtige Erleichterungen für Bürger bedeuten. Die entsprechenden Kabinettsbeschlüsse vom Mittwoch hat Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek am Nachmittag in München erläutert.

Er sagte: „In der Gastronomie und bei der Beherbergung gilt ab Freitag wieder landesweit die 3G-Regel. Auch Schankwirtschaften können für Geimpfte, Genesene und Getestete wieder öffnen – allerdings zunächst ohne laute Musik und Tanzmöglichkeiten.“

Holetschek ergänzte: „Auch Diskotheken und Clubs können wieder öffnen. Hier haben wir aber ein höheres Infektionsrisiko und brauchen deshalb zusätzliche Schutzmaßnahmen. Es gilt daher die 2G-plus-Regel. Zutritt haben also nur Genesene und Geimpfte, die zusätzlich einen aktuellen Test nachweisen. Das zusätzliche Testnachweiserfordernis entfällt für Personen mit Booster-Status.“

Der Minister fügte hinzu: „Wir ermöglichen zudem bei allen Veranstaltungen und Einrichtungen wieder mehr Zuschauer und Teilnehmer. Hier gilt ab Freitag überall das, was wir für den Bereich der Kultur bereits beschlossen hatten: eine Auslastung von bis zu 75 Prozent bei kapazitätsbeschränkten Stätten. Die bisherige Obergrenze von maximal 25.000 Personen gilt aber weiterhin.“

Er unterstrich: „Zum kommenden Montag heben wir zudem die Maskenpflicht im Schulsport auch in den Innenräumen auf. Für unsere Schüler bedeutet das eine echte Erleichterung, die sie sicherlich herbeigesehnt haben.“

Update, 2. März, 13.55 Uhr: Mehr Zuschauer

„Ab Freitag, 4. März, sind wieder mehr Zuschauer bei Sportveranstaltungen zugelassen“, teilt Bayerns Innen- und Sportminister Joachim Herrmann mit. Die maximale Personenzahl für Veranstaltungen und Einrichtungen wird auf 75 Prozent der Kapazität erhöht. Die absolute Obergrenze von 25.000 Personen bleibt aber unverändert.

„Mehr Zuschauer bedeuten mehr Atmosphäre und mehr Ansporn für die Sportler“, erklärt Herrmann, der sich auch künftig mit Nachdruck für weitere Erleichterungen beim Sport einsetzen werde, soweit es die Infektionslage zulasse. „Insbesondere für die von Corona gebeutelten Ausrichter von Sportveranstaltungen und unsere Sportvereine ist das eine gute Nachricht, weil sie auf die Zuschauereinnahmen angewiesen sind. In kapazitätsbeschränkten Sportstätten können außerdem wieder mehr Sportler gemeinsam Sport treiben.“

Bereits zum 17. Februar hatte die bayerische Staatsregierung weitreichende Erleichterungen im Sportbereich beschlossen. Seitdem dürfen nicht nur Geimpfte und Genesene, sondern auch wieder Getestete gemeinsam Sport treiben oder das Fitnessstudio besuchen. Die maximale Zuschauerzahl wurde auf 50 Prozent der Kapazität und maximal 25.000 angehoben. Zudem ersetzte 2G die bisherige 2G-plus-Regel. Zugang zu einer Sportveranstaltung haben seitdem Geimpfte oder Genesene, ohne einen zusätzlichen Testnachweis zu benötigen. Es muss jedoch weiterhin eine FFP2-Maske getragen werden.

Vorbericht vom 1. März:

Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat in der Debatte über die bundesweite einrichtungsbezogene Impfpflicht ein pragmatisches Umsetzungskonzept vorgelegt. Konkret wird Bayern die Impfpflicht in einem gestuften Verwaltungsverfahren umsetzen.

Dies bedeutet: Die Einrichtungen melden ab dem 16. März zunächst die noch ungeimpften Mitarbeiter und solche, die keinen gültigen Genesenenstatus oder ein ärztliches Attest bezüglich einer medizinischen Kontraindikation vorgelegt haben. Das Gesundheitsamt gibt diesen Personen dann die Möglichkeit, eine Impfberatung wahrzunehmen und die Entscheidung zu überdenken.

Auf das Beratungsangebot folgt eine förmliche Aufforderung zur Vorlage der gesetzlich festgelegten Nachweise beim Gesundheitsamt. Bleibt diese weiterhin aus, wird ein Bußgeldverfahren eingeleitet. In letzter Konsequenz – aber nur als Ultima Ratio – kann dann ein Betretungsverbot ausgesprochen werden.

Holetschek betont: „Dabei wird im Einzelfall jeweils auch die Einrichtung angehört werden, um bei der Entscheidung den Aspekt der Versorgungssicherheit angemessen berücksichtigen zu können, denn eine planbare Versorgung von Patienten und Bewohnern von Einrichtungen muss stets gewährleistet bleiben.“

Der Minister ergänzt: „Wir rechnen damit, dass aufgrund dieses gestuften Verfahrens eventuelle Betretungsverbote erst ab dem Sommer ausgesprochen werden können. Klar ist, dass das Verfahren nur für Bestandskräfte greifen wird. Für Neueinstellungen ergibt sich die Pflicht zur Vorlage eines Immunitätsnachweises direkt aus dem Gesetz, sodass diese vor Beginn ihrer Tätigkeit im Gesundheitssektor ab dem 16. März einen entsprechenden Nachweis vorlegen müssen.“

ksl

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