Grund- und Mittelschule Hausham
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Schon früh hat sich die Haushamer Schule mit dem digitalen lernen auseinandergesetzt. Jetzt sollen mit Fördergeldern aus dem Digitalpakt II die nächsten Schritte getan werden.

Geld für Digitalisierung

Gemeinderat: Hausham nutzt Förderpaket für Grund- und Mittelschule

Hausham – In der Corona-Pandemie hat sich gezeigt: Lernen muss digitalisiert werden. Hausham nutzt nun Fördermittel für die Grund- und Mittelschule.

In der Sitzung des Gemeinderats haben Schulleiter Markus Rewitzer und sein Stellvertreter Stefan Tropp­mann jüngst das Gremium über den Stand der Digitalisierung der Grund- und Mittelschule Hausham berichtet. Außerdem haben sie über Möglichkeiten informiert, die sich für den weiteren Ausbau mit dem neuen Digitalpakt II der bayerischen Staatsregierung ergeben würden. Die Gemeinderäte beschlossen einstimmig, die Fördersumme von knapp 158.000 Euro abzurufen. Der Anteil, den die Gemeinde dabei leisten muss, beträgt 10 Prozent.

Wie Troppmann sagte, möchte die Schule mit dem Geld ein stabiles WLAN-Netz im Schulgebäude installieren und einrichten für 12.000 Euro. Außerdem sollen ein leistungsstarker Beamer mit Leinwand für die Aula angeschafft (32.000 Euro) und die Tafeln in der Mittelschule durch digitale ausgetauscht werden (45.000 Euro).

Strahlenbelastung durch WLAN-Netz?

Inklusive des Erstellens von Ausschreibungsunterlagen, um den Digitalpakt durch die Firma Corwese umzusetzen, und die Beratungsleistung für die Installation, für die der Schlierseer IT-Experte Boris Tylla bedarfsorientiert engagiert werden soll, liegt die Kostenschätzung dafür bis Herbst bei 99.000 Euro. Nachdem die Maßnahmen umgesetzt sind, ist geplant, die Restmittel in Höhe von zirka 50.000 Euro einzusetzen, um den Bestand an iPads zu erweitern und die Computerräume zu verbessern.

Die Bedenken von Harda von Poser (Grüne), ob nicht durch die höhere Strahlenbelastung des WLAN-Netzes die Gesundheit der Kinder gefährdet werde, sah Rewitzer nicht: „Die Geräte werden nur bei ausgewählten Lern­inhalten verwendet und eingeschaltet. Es ist bestimmt nicht so gedacht, dass die Kinder von Unterrichtsbeginn bis zum -ende vor den Tablets sitzen.“ Außerdem würden künftige Lehrpläne es notwendig machen, dass Kinder und Lehrkräfte mit dieser Art der Wissensvermittlung vertraut sind.

Digitale Hausaufgaben eingespielt

Hier hakte Bürgermeister Jens Zangenfeind ein: „Wie groß waren denn hier bisher die Berührungsängste auf beiden Seiten?“ Dazu meinte Rewitzer, dass die Haushamer Schule sich glücklicherweise schon recht früh mit dem digitalen Lernen beschäftigt habe: „Auch wenn die praktische Nutzung oft ein Knackpunkt war, nach einigen Nachmittagen Lehrerweiterbildung sind wir jetzt auf einen recht guten Stand.“ Als Beispiel nannte Rewitzer die digitalen Hausaufgaben, die sich inzwischen gut eingespielt hätten.

Die beiden Pädagogen erhielten aus dem Gremium allgemeines Lob für ihre Ausführungen und den einstimmigen Beschluss der Gemeinderatsmitglieder, wonach die Verwaltung weitere Schritte einleiten soll, um die Fördermittel abzurufen. hac

Quelle: DasGelbeBlatt

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