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Einsatz gegen Betrüger: Miesbacher erhält Auszeichnung von Polizei

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Florian Perkmann und Katharina Schreiber
Der Miesbacher Stadtrat Florian Perkmann erhält ein Anerkennungsschreiben und eine Belobigung des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd von der Leiterin der Polizeiinspektion Miesbach, Katharina Schreiber. © Polizei

Miesbach – Nach seinem Einsatz, um einen Betrüger zu schnappen, ist Florian Perkmann nun von der Polizei Miesbach belobigt worden.

Corona-bedingt in nur kleinem Rahmen ist dem Miesbacher Stadtrat Florian Perkmann am Dienstag (7. Dezember) ein Anerkennungsschreiben und eine Belobigung des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd durch die Dienststellenleiterin der Polizeiinspektion Miesbach, Katharina Schreiber, übergeben worden.

Hintergrund ist, dass durch den Einsatz von Florian Perkmann im Juli 2020 ein 31-Jähriger aus dem Landkreis Ebersberg festgenommen werden konnte, der als Abholer bei einer fingierten Geldübergabe auftrat. „Ein falscher Polizeibeamter meldete sich im Vorfeld bei dem Miesbacher Bäckermeister und Stadtrat und wollte ihn dazu überreden, einem vermeintlichen Kollegen der Polizei einen fünfstelligen Geldbetrag zu übergeben, der das Geld dann vor Dieben in Sicherheit bringen würde“, teilt die Miesbacher Polizei mit.

Fluchtversuch in die Schlierach

„Herr Perkmann roch jedoch den Braten und ging zum Schein auf das Angebot ein, während er parallel dazu die richtige Polizei verständigte“, schildert die Polizei weiter. Der Abholer konnte nach einem kurzen Fluchtversuch in die Schlierach festgenommen werden und sitzt derzeit, verurteilt vom Landgericht München, für mehrere Jahre in einer Justizvollzugsanstalt ein.

Immer wieder komme es im Landkreis Miesbach zu Anrufen falscher Polizeibeamter, die den Betroffenen abenteuerliche Geschichten erzählen, um ihnen ihr Geld und sonstige Wertgegenstände abzunehmen. Sie gäben vor, diese überprüfen oder in Sicherheit bringen zu wollen. Tatsächlich gelinge es hin und wieder den, der organisierten Kriminalität zuzuordnenden Tätern, vorwiegend ältere Bürger um deren Erspartes zu bringen. Die Beuteschäden lägen nicht selten in mittleren bis hohem fünf- bis teilweise sogar sechsstelligem Wert, erklärt die Polizei.

200 Euro für Hilfsorganisation

Die Taten aufzuklären, erweise sich oft als schwierig sowie langwierig und führe oft zu vom Ausland aus agierenden Banden, deren Festnahme meist aussichtslos erscheine. „Umso erfreulicher war es, dass in diesem Fall ein Täter festgenommen und verurteilt werden konnte“, teilt die Polizei mit.

Florian Perkmann habe sich über die Geste der Polizei gefreut und wolle seine Mitbürger sensibilisieren, bei Anrufen falscher Polizeibeamter wachsam und misstrauisch zu sein. Die Belobigung in Höhe von 200 Euro will er einer Hilfsorganisation spenden, die sich für Opfer von Kriminalität einsetzt. ksl

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