Energieeffizienznetzwerk startet in Miesbach
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In Miesbach haben kürzlich Bürgermeister und Vertreter von zwölf Kommunen aus dem Oberland einen Pakt zur Energiewende geschlossen.

Von Synergien profitieren

Energiewende im Oberland: Landkreis Miesbach und zwölf Kommunen starten

Miesbach/Landkreis – Um ein Energieeffizienznetzwerk zu gründen, haben sich jüngst in Miesbach 30 Vertreter von Landkreis Miesbach und zwölf Kommunen aus dem Oberland getroffen.

Nach ausführlichen Vorbesprechungen haben kürzlich Vertreter des Landkreises Miesbach, der Gemeinden Benediktbeuern, Bernried, Egling, Fischbachau, Gmund, Hausham, Otterfing, Pähl, Polling und Tutzing sowie des Marktes Holzkirchen und der Stadt Tegernsee einen Vertrag unterzeichnet, sich die nächsten drei Jahre gemeinsam intensiv dem Thema Energiewende zu widmen. Mit dem Vertragsabschluss zum Energieeffizienznetzwerk verpflichten sich die Unterzeichner zu einem intensiven Dialog und einer engagierten Umsetzung dieses wichtigen Themas.

„Der Ruf nach schnellem Handeln, nach Veränderung und Korrektur, nach Einhaltung der Klimaziele wird immer lauter. Gerade wir Kommunen sollen, wollen und müssen uns an einer gezielten Verbesserung der augenblicklichen Situation beteiligen“, stellte Otterfings Bürgermeister Michael Falkenhahn fest, als er die rund 30 Vertreter bei der Auftaktveranstaltung im Gymnasium Miesbach begrüßte.

Kombination von Strom, Wärme und Mobilität

Wie Falkenhahn weiter anmerkte, sind die dabei möglichen Handlungsfelder immens. Von dem Netzwerk erwartet er sich eine Verbindung aus fachkompetenter Analyse, einen regen Ideen- und Erfahrungsaustausch und somit einen effizienten Umgang mit den Ressourcen der Stadt- und Gemeindeverwaltungen.

Damit diese Ziele umgesetzt werden können, wird das interkommunale Netzwerk vom Institut für nachhaltige Energieversorgung (INEV) an der Technischen Hochschule Rosenheim und dem Kompetenzzentrum der Energiewende Oberland begleitet. So werden im Rahmen von Netzwerktreffen klassische Themen wie Energieeffizienz in kommunalen Liegenschaften, Einführung von Energiemanagementsystemen und beispielsweise Unterstützung bei Nahwärmenetzen erarbeitet. Aber auch Zukunftsthemen wie Elek­tromobilität sowie die Kombination von Strom, Wärme und Mobilität werden betrachtet und forciert.

Energiewende Oberland als Berater

Parallel zu den Netzwerktreffen erhalten die Kommunen individuelle fachliche Beratung. Zu Beginn des Netzwerks steht eine Bestandsaufnahme der vorhandenen Daten vor Ort auf dem Plan. „In vielen Gemeinden können wir auf Energienutzungspläne oder ähnliche Konzepte aufsetzen. In solchen Fällen werden wir natürlich so schnell wie möglich in die Umsetzung vor Ort einsteigen“, erklärte Stefan Drexlmeier von der Energiewende Oberland.

Beim ersten Treffen im Oktober steht dann das Thema Fördermittel im Vordergrund. Wie Dominikus Bücker (INEV) erklärte, sei dies ein wichtiger Grundstein, weil Fördermittel für viele Gemeinden oft eine Grundvoraussetzung für die Umsetzung von Energiewende- und Klimaschutzprojekten darstellen.

Die Mitgliedschaft in dem Netzwerk kostet die Kommunen jeweils rund 5.000 Euro jährlich und ist nach allgemeinem Tenor sowie der Überzeugung des Otterfinger Rathauschefs gut angelegtes Geld in die Zukunft. hac

Quelle: DasGelbeBlatt

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