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Zurück in der Heimat: Felix Stahl wird neuer Geschäftsleiter in Fischbachau

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Von: Martina Fischer

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Felix Stahl ist neuer Geschäftsleiter von Fischbachau
Felix Stahl ist neuer Geschäftsleiter von Fischbachau. © Fischer (Montage)

Fischbachau – Nach 24 Jahren im Dienst der Landeshauptstadt München arbeitet der Irschenberger Felix Stahl nun als neuer Geschäftsleiter in Fischbachau.

Eine sehr gute Personalsituation besteht momentan in der Fischbachauer Gemeindeverwaltung. Ein Jahr lang kümmern sich zwei Geschäftsleiter um das Wohl der Kommune. Für den Neuen, Felix Stahl, ist es eine Wunschrückkehr ins Oberland, die später als geplant stattfand. Dafür bringt er vielfältige Erfahrungen aus der Landeshauptstadt mit.

Seit 1. Juni ist Stahl bei der Gemeinde Fischbachau angestellt. Zusammen mit Johann Neundlinger bildet er nun ein Jahr lang ein Geschäftsleiterduo. „Das ist für mich natürlich super“, findet der 44-Jährige. Es sei ein großzügiger Zeitraum für seine Einarbeitung durch den erfahrenen Geschäftsleiter und die Übergabe der Amtsgeschäfte bis Ende Mai 2023.

In Irschenberg aufgewachsen

Eigentlich im Landkreis München geboren, kennt Stahl die hiesige Gegend sehr gut. Er wuchs in Irschenberg auf. Nach einer Berufsberatung war für ihn klar: Er möchte in der Verwaltung tätig sein. Das ist Stahl seit 1998. Auf dualem Weg absolvierte er ein Studium für den gehobenen Verwaltungsdienst in Hof und arbeitete zugleich bei der Stadt München, durchlief dort während des Studiums verschiedene Stellen.

Nach dessen Beendigung war er zuerst bei der wirtschaftlichen Jugendhilfe im Stadtjugendamt, dann als Arbeitsvermittler tätig. Im Juli 2009 wechselte der heute 44-Jährige zum Landkreis München, war dort im Rahmen der Schulbauoffensive für die Planung des Raumprogramms der Kunst-FOS in Unterschleißheim verantwortlich, ebenso für die Förderzentren in Unterschleißheim und Unterhaching.

24 Jahre bei der Stadt München tätig

Zurück bei der Stadt arbeitete Stahl ab 2015 für das Referat Stadtplanung und Bauordnung. „Das entspricht etwa dem Bauamt hier“, erklärt er. In München war er dabei für die Bereiche Geförderter Wohnungsbau und Con­trolling eingesetzt. Es folgte eine Mitarbeit im Fraktionsreferat von ÖDP/FW bis zum Dezember 2020 und einer Freiwilligenmeldung aus Überzeugung.

Zur Hochzeit der Corona-Pandemie suchte der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter mehr Personal für das Gesundheitsreferat der Landeshauptstadt. Stahl folgte dem Aufruf für eine einjährige Tätigkeit in diesem Bereich – bei der Einreisendenkontrolle, Einrichtung von Teststellen und Beschwerdemanagement. Eine sehr interessante Erfahrung sei dies gewesen, sagt der neue Fischbachauer Geschäftsleiter. Nach dem Corona-Management folgte ein halbes Jahr im Münchner Kulturreferat mit Zuständigkeit für den dortigen Haushalt.

Rückkehr in Landkreis Miesbach

Dann ergab sich zur Freude Stahls nach 24 Jahren die Möglichkeit, wieder in seinen Heimatlandkreis zurückzukehren – für die gemeinsame Geschäftsleitung mit Johann Neundlinger. „Wir sprechen uns sehr eng und gut miteinander ab“, ist der 44-Jährige bester Dinge. Eigentlich sei die Zeit in München ja nicht so lange geplant, aber im Oberland seien keine Stellen frei gewesen. Nun freut sich der Irschenberger, für eine Kommune tätig zu sein, die bezüglich der ländlichen Prägung seiner Heimatgemeinde ähnlich ist. Er erwägt zudem, an seinen Arbeitsort zu ziehen. „Ich bin wahnsinnig gerne in Fischbachau. Sonst hätte ich mich nicht beworben“, erklärt er. Nun freut sich Stahl auf eine gute Zusammenarbeit und Einarbeitung.

Die hat er mit Neundlinger. Der ist seit Mai 1991 kommunaler Geschäftsleiter, also inzwischen ganze 31 Jahre. „Der insgesamt zweite von Fischbachau“, meint er schmunzelnd. Vor ihm versah Ludwig Wagner 37 Jahre lang die Aufgabe. Der hatte das Amt nach der Besatzungszeit inne, erklärt Neundlinger. maf

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