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Haushalt: Landkreis Miesbach will 127,6 Millionen Euro investieren

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Von: Fridolin Thanner

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Landratsamt Miesbach
Das ehemalige Landwirtschaftsamt muss dem neuen Landratsamt weichen. Der Ersatzbau ist die größte Investition der kommenden Jahre und wird insgesamt 28,2 Millionen Euro kosten. © Thanner

Landkreis – Zahlreiche Projekte sind 2022 im Landkreis Miesbach geplant. Bis 2025 sollen fast 130 Millionen Euro investiert werden.

Nach dem Kreisausschuss hat der Kreistag nun endgültig den Haushalt für 2022 beschlossen. Strittiger Punkt war erneut der vorgesehene Zuwachs beim Personal am Landratsamt. Am Ende verweigerten Gisela Hölscher (FW) und die Vertreter der Bayernpartei dem Etat die Zustimmung.

Das im Gremium des Runden Tischs entwickelte und von Kreiskämmerer Gerhard de Biasio ausgearbeitete und präsentierte Zahlenwerk sieht einen Fehlbetrag in Höhe von knapp 9 Millionen Euro im Finanzhaushalt vor. Der Ausgleich ist aus liquiden Mitteln möglich. Trotz erheblicher Investitionen in den kommenden Jahren plant de Biasio erst für 2025 mit einer Kreditaufnahme in Höhe von 2,6 Millionen Euro. „Dennoch werden wir auch 2025 netto die Schulden reduzieren“, erklärte er.

127,6 Millionen Euro an Investitionen

2022 hat er eine Tilgung von knapp 5 Millionen Euro vorgesehen. Der Schuldenstand soll bis Ende 2022 auf knapp 71 Millionen Euro sinken.

Trotz der hohen Verbindlichkeiten wird kräftig investiert. So hat de Biasio für Hochbaumaßnahmen knapp 14 Millionen Euro eingestellt, 1 Million Euro für den Tiefbau. Insgesamt sind für 2021 und die kommenden vier Jahre Investitionen in Höhe von 127,6 Millionen Euro geplant, erläuterte der Kämmerer. Außer des in diesen Relationen kleinen Kredits 2025 ist die Finanzierung aus eigenen Mitteln möglich. Auch daran zeige sich, wie leistungsfähig der Landkreis Miesbach ist, sagte de Biasio.

Soziales und Jugend wachsender Posten

Die 17 Kommunen überweisen 2022 insgesamt 82,4 Millionen Euro an den Landkreis. Die Erträge aus der Kreisumlage steigen damit trotz gleichbleibenden Hebesatzes um 2,7 Millionen Euro. Um die 1,6 Millionen Euro mehr (34,9 Millionen Euro) muss der Landkreis wiederum an den Bezirk überweisen.

Für sein Personal gibt der Landkreis 2022 20,6 Millionen Euro aus (Vorjahr: 19,4 Millionen Euro). Ein großer und wachsender Posten sind die Ausgaben im Bereich Soziales und Jugend. Da beträgt der geplante Zuschussbedarf 17,2 Millionen Euro. Die Krankenhausumlage ist mit 2,5 Millionen Euro eingestellt.

Lob für Haushalt 2022

Bei den Hochbaumaßnahmen ist die Generalsanierung der Berufsschule mit 3 Millionen Euro größter Posten. Für den Ersatzbau des Landratsamtes sind 2,2 Millionen für 2022 eingestellt. Insgesamt wird der Neubau 28,2 Millionen Euro kosten.

Aus allen Fraktionen gab es Lob für den soliden Haushalt, wie etwa Andreas Hallmannsecker (FWG) das Zahlenwerk nannte. Christine Negele (SPD) sprach von Vertrauen in den Haushalt und verantwortungsvollem Umgang mit den Finanzen. Christian Köck sieht den Landkreis trotz widriger Umstände auf einem guten Weg. Die Grünen stimmten ebenfalls zu und hätten laut Cornelia Riepe auch höhere Investitionen mitgetragen. ft

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