Maschinen- und Betriebshilfsring Aibling-Miesbach-München
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Martin Weber (l.), Vorsitzender des Maschinen- und Betriebshilfsrings Aibling-Miesbach-München, freute sich auf die weitere Zusammenarbeit mit dem wiedergewählten stellvertretenden Vorstand Bartholomäus Heidenthaler.

Jahreshauptversammlung in Irschenberg

Maschinenring Aibling-Miesbach-München: Eine Tochterfirma wächst

  • VonMartina Fischer
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Irschenberg/Landkreis – Trotz Corona hat der Maschinenring Aibling-Miesbach-München ein gutes Geschäftsjahr hinter sich. Eine Tochterfirma wächst fleißig weiter.

Die Zahlen des Maschinen- und Betriebshilfsrings (MR) Aibling-Miesbach-München sind etwas rückläufig – teils bedingt durch Corona, teils durch den milden Winter 2019/2020. Dennoch ist man bei der Organisation durchaus zufrieden, zumal man auch Zuwächse verzeichnet. Das ergab die Jahreshauptversammlung, bei der turnusgemäß einer der beiden stellvertretenden Vorsitzenden gewählt wurde.

Luftig und mit viel Abstand präsentierte sich die Sitzordnung im Irschenberger Trachtenheim aufgrund der Corona-Auflagen. Das war 2020 noch anders. Damals konnte der Ring seine Versammlung gerade noch vor dem Lockdown abhalten – bei vollem Saal.

Praxistag „Bodendruck“ durchgeführt

Heuer waren die Bedingungen anders und aufgrund dessen habe man unter anderem auch keine Ehrengäste eingeladen, damit genug Platz für die Mitglieder bleibe, wie der MR-Vorsitzende Martin Weber erklärte. Dieser war angetan, wie das Jahr unter erschwerten Vorgaben gemeistert wurde.

Noch im März hätte es eine große Umstellung auf den Online-Betrieb gegeben, die sehr gut geklappt habe. Zudem habe man einen Praxistag „Bodendruck“ mit vielen Interessenten unter Auflagen durchführen können. Auch an der Öffentlichkeitsarbeit sei weiter gearbeitet worden. Ein Dauerthema, bei dem neue Konzepte erstellt würden: „Es wird nicht langweilig.“

Feldversuch „Zwischenfrüchte vor Mais“

Zudem gab es einen Feldversuch „Zwischenfrüchte vor Mais“ und eine Blühstreifenaktion. Der Gülle-Hanglagenversuch konnte 2020 noch nicht durchgeführt werden, ist aber für diesen Herbst geplant. Trotz guter Handhabung der Härten 2020 blieb bei Weber aber ein Wunsch: Eine normale Versammlung im kommenden Jahr wäre schön.

Das Wirtschaftsergebnis des Rings und seiner Tochterunternehmen stellte Geschäftsführer Klaus Schiller vor:

  • Mit 1.732 blieb die Mitgliederzahl der Organisation exakt gleich.
  • Die Fläche von 39.774 Hektar (2019: 40.346 Hektar) verringerte sich leicht. „Den Strukturwandel gibt es beim Maschinenring noch nicht“, meinte Geschäftsführer Klaus Schiller bei der Vorstellung der Zahlen.
  • Mit dem Verrechnungswert von knapp 10,37 Millionen Euro (minus 3,4 Prozent) zeigte er sich zufrieden. „Wir haben zehn Millionen und die wollen wir nicht mehr verlieren“, gab er als Ziel an.
  • Rückgänge gab es vor allem in der sozialen Betriebshilfe (207 Einsätze, minus 25,5 Prozent), teils auch in der wirtschaftlichen Betriebshilfe (21.703 Stunden, minus 4,9 Prozent). Dafür gebe es verschiedene Gründe, erklärte Schiller. Teils seien geplante Operationen verschoben worden, teils seien Familienmitglieder am Hof gewesen, die sonst nicht präsent wären.
  • Der größte Posten „Futterbau, Strohernte“ blieb mit zirka 3,7 Millionen Euro (minus 1,5 Prozent) in etwa gleich.
  • Neben der Betriebshilfe gab es auf dem Sektor „Futtermittel, Hilfsmittel, Sonstiges“ bei 1,86 Millionen Euro (minus 14 Prozent) den größten Einbruch.
  • Weitere große Posten waren „Schlepper, Transport“ mit 1,46 Millionen Euro (plus 5,9 Prozent) und „Organische Düngung“ mit 1,22 Millionen Euro (plus 3,6 Prozent).

Bei den gewerblichen Töchtern des Rings gab es zwei Rückgänge und einen Zuwachs:

  • Die Pro Communo AG schloss bei 4,02 Millionen Euro (2019: 4,39 Millionen Euro, minus 8,6 Prozent) ab. „2019 auf 2020 war kein gescheiter Winter“, erklärte Schiller. Heuer könne man wieder zufrieden sein.
  • Die Maschinenring Personaldienste GmbH erzielte 779.000 Euro (2019: 804.000 Euro).
  • Bei der MW Biomasse AG waren es 3,35 Millionen Euro (2,87 Millionen Euro). „Das Know-How ist bei uns da und die CO2-Steuer kommt uns entgegen“, erklärte der Geschäftsführer. Ziel des Unternehmenszweiges sei eine weitere Ausbreitung im oberbayerischen Raum.

Gegen Ende der Jahreshauptversammlung stand die Wahl eines der beiden stellvertretenden Vorsitzenden an, turnusgemäß nach drei Jahren. Vorgeschlagen war der bisherige Amtsinhaber Bartholomäus Heidenthaler aus Bruckmühl. Von 36 Stimmen erhielt er 34 bei zwei Enthaltungen und tritt seine zweite Amtsperiode an. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von der „Auerberger Tanzlmusi“. maf

Quelle: DasGelbeBlatt

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