Fuß vom Gas: Rasen kostet im benachbarten Österreich ab sofort doppelt so viel wie bisher.
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Fuß vom Gas: Rasen kostet im benachbarten Österreich ab sofort doppelt so viel wie bisher.

Österreich erhöht Bußgelder

Ab sofort deutlich höhere Strafen für zu schnelles Fahren im Nachbarland

Landkreis – Wer mit dem Auto in Österreich zu schnell fährt, muss ab sofort mit einem höheren Bußgeld rechnen. Der ADAC Südbayern gibt Tipps.

Wer nach Österreich fährt, sollte den Tacho künftig noch genauer im Auge behalten als bisher. Ab sofort verdoppeln sich die Bußgelder für Raserei. Bis zu 5.000 Euro können fällig werden. Weitere Sanktionen drohen bei zu hoher Geschwindigkeit.

  • Wer die Geschwindigkeit um mehr als 30 km/h sowohl inner- als auch außerorts überschreitet, muss künftig 150 bis 5.000 Euro anstatt wie bisher 70 bis 2.180 Euro zahlen.
  • Wer innerorts mehr als 40 km/h zu schnell ist oder außerorts mindestens 50 km/h über dem Tempolimit liegt, zahlt künftig 300 bis 5.000 Euro. Bisher waren es 150 bis 2.180 Euro. Außerdem gilt in dem Fall ein einmonatiges Fahrverbot in Österreich.
  • Wer die Geschwindigkeit um mehr als 80 km/h innerorts beziehungsweise 90 km/h außerorts überschreitet, für den gilt das Vergehen als unter besonders gefährlichen Verhältnissen. Dies wird zusätzlich zur Geldbuße mit sechs Monaten Fahrverbot in der Alpenrepublik geahndet. Da es in Österreich keinen einheitlichen Bußgeldkatalog gibt, liegt die Höhe der Strafe im Ermessen der jeweiligen Behörde.

„Der ADAC appelliert im Sinne der Verkehrssicherheit, stets die geltenden Geschwindigkeitsbegrenzungen einzuhalten. Gerade vor Urlaubsfahrten oder Kurz­ausflügen sollte man sich über die aktuellen Regeln im Ausland informieren“, erklärt der Verkehrsexperte des ADAC Südbayern, Alexander Kreipl.

  • Bei einfachen Verstößen, die vor Ort festgestellt werden, wie beispielsweise einem falsch geparktem Fahrzeug kann ein sogenanntes Organmandat bis zu 90 Euro an Ort und Stelle verhängt werden.
  • Geringfügige Verstöße, die über eine automatische Verkehrs­überwachung festgestellt werden und mit Geldbußen bis maximal 365 Euro verbunden sind, können über eine sogenannte Anonymverfügung geahndet werden. Dabei bekommt der Halter die Möglichkeit, das Bußgeld zu bezahlen, ohne dass Nachforschungen zum tatsächlichen Fahrer angestellt werden. Der Fahrer bleibt also anonym.
  • Handelt es sich um einen schwerwiegenderen Verstoß oder werden ein Organmandat oder eine Anonymverfügung nicht bezahlt, gibt es eine sogenannte Strafverfügung. Gegen das Organmandat oder die Anonymverfügung kann kein Einspruch eingelegt werden, jedoch gegen die Strafverfügung mit einer Frist von zwei Wochen.

Wichtig: Mit Österreich besteht ein Abkommen zur Vollstreckung von Bußgeldern, erklärt der ADAC. Das heißt, dass die Strafe auch von den deutschen Behörden ab einer Höhe von 25 Euro eingetrieben werden kann. ksl

Quelle: DasGelbeBlatt

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