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Kraftsportler (30) will Dopingmittel auf A93 über Grenze schmuggeln

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Dopingmittel
Die Bundespolizei hat bei Grenzkontrollen auf der A93 einen mit Haftbefehl gesuchten Ungarn festgenommen. In seinem Gepäck entdeckten die Beamten diverse Dopingmittel. © Bundespolizei

Kiefersfelden – Bei einer Kontrolle an der A93 bei Kiefersfelden wurde ein Kraftsportler mit Dopingmitteln gestoppt. Die Folge: eine Geldstrafe in fünfstelliger Höhe.

Ein ungarischer Kraftsportler hat am Freitag (1. Juli) unmittelbar nach seiner Einreise in die Bundesrepublik 10.800 Euro gezahlt. „Er hatte offenbar versucht, Dopingmittel über die deutsch-österreichische Grenze zu schmuggeln“, teilt Sprecherin Yvonne Oppermann von der Bundespolizeiinspektion Rosenheim mit. Die Bundespolizei fand die leistungssteigernden Stoffe bei Grenzkontrollen auf der Autobahn A93 im Fahrzeug des 30-Jährigen. Der Mann war in der Vergangenheit schon einmal mit dem Anti-Doping-Gesetz in Konflikt geraten. Dies ist ihn teuer zu stehen gekommen.

Beim Überprüfen des ungarischen Autofahrers nahe Kiefersfelden fanden die Kontrollbeamten heraus, dass er im Juni 2021 vom Amtsgericht Laufen wegen Verstoßes gegen das Anti-Doping-Gesetz verurteilt worden war. Die Geldstrafe in Höhe von 9.000 Euro war der Sportler jedoch bisher schuldig geblieben. Ersatzweise hatte das Gericht einen 180-tägigen Haftaufenthalt vorgesehen. Mangels finanzieller Möglichkeiten informierte der Festgenommene seine Verwandtschaft, welche die Justizschulden des Mannes beglich. Somit blieb ihm der Weg ins Gefängnis erspart.

„Aus seiner Verurteilung hat der Ungar aber offenkundig nichts gelernt“, berichtet die Polizei. Als sie seinen Wagen durchsuchten, fanden die Bundespolizisten in einer Sporttasche diverse Dopingmittel, unter anderem als Tabletten oder in Fläschchen und Ampullen. Die illegal eingeführten Substanzen wurden sichergestellt, ihr Besitzer erneut wegen eines Verstoßes gegen das Anti-Doping-Gesetz angezeigt. Als Sicherheit für das anstehende Strafverfahren hatte er 1.800 Euro zu hinterlegen, ehe er seine Fahrt fortsetzen durfte. Das eingeschaltete Zollfahndungsamt München hat die weiteren Ermittlungen übernommen. ksl

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