Die neuen Züge des Modells "Lint" hat die Bayerische Oberlandbahn am Bahnhof Holzkirchen präsentiert.
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Die neuen Lint-Züge verursachen Lärm. Deshalb werden diese nun sukzessive mit Absorberringen nachgerüstet.

Lint soll leiser fahren

Gegen das Zugquietschen im Oberland: Absorberringe kommen

  • VonFridolin Thanner
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Landkreis – Gegen das Quietschen der neuen Lint-Züge im Oberland werden nun Absorberringe eingebaut. Bis es bei der Bayerischen Regiobahn soweit ist, dauert es aber noch.

Die Freude war groß über die neuen Lint – und schnell getrübt durch den Lärm, den die Züge teilweise verursachen. Gegen das Quietschen sollen sogenannte Absorberringe helfen. Die Testphase war erfolgreich, die Züge werden nachgerüstet. Das haben Stimmkreisabgeordnete und Landtagspräsidentin Ilse Aigner sowie die Bayerische Regiobahn (BRB) nun mitgeteilt. Die Finanzierung ist gesichert.

Die an den Radsätzen eingebauten Ringe absorbieren den Schall und aus einem hellen, glocken­ähnlichen Klang wird ein dumpfer, deutlich angenehmerer Ton. Der Praxisbetrieb auf den Strecken im Oberland sei erfolgreich gewesen, teilt die BRB mit. „Der Zug wird deutlich leiser und wir können, nachdem jetzt die Finanzierung geklärt ist, mit der Bestellung und dem sukzessiven Einbau der Radsätze beginnen“, erklärt der technische Geschäftsführer Arnulf Schuchmann.

Der Freistaat zahlt mit 90 Prozent den Löwenanteil, die BRB trägt die verbleibenden 10 Prozent, wie Aigner bekannt gibt. Sie hat sich für die Kostenübernahme seitens des Freistaats stark gemacht. Insgesamt kostet die Maßnahme etwa 1,5 Millionen Euro. „Wir müssen uns allerdings darüber im Klaren sein, dass die Umrüstung dauern wird“, erklärt Aigner.

Das bestätigt Schuchmann: „Von heute auf morgen geht das nicht. Die Absorberringe müssen erst einmal produziert werden. Danach kommt jeweils ein Satz Achsen zum Hersteller, wo die Räder umgerüstet werden. Dann erfolgt der Rück­transport nach Bayern. Dort werden die Achsen mit den neuen Rädern eingebaut.“ Alles erfolge im laufenden Betrieb. Schuchmann rechnet mit rund einem Jahr, bis auch das letzte Fahrzeug umgerüstet ist.

Aigner lobt die Bemühungen der BRB: „Auch wenn sie häufig in der Kritik standen, die Verantwortlichen bei der BRB haben im vergangenen Jahr viel dafür getan, dass die Geräuschentwicklungen vermindert werden.“ Die Landtagspräsidentin verweist dabei auch auf die Unterstützung der Tegernsee-Bahn, die mit dem Einbau der Spurkranzschmieranlage in Gmund die Quietschgeräusche im Gmunder Bogen reduziert habe. ft

Quelle: DasGelbeBlatt

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