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Raiffeisenbank spendet 24.000 Euro an Tafeln im Miesbacher und Tölzer Land

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Von: Sandra Hefft

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Spendenübergabe Raiffeisenbank im Oberland und BRK-Tafel
Nur zu gerne überreichten Raiffeisenbank-im-Oberland-Vorstandsvorsitzender Hansjörg Hegele (2.v.l.) und Vorstand Johannes Paul (2.v.r.) die Spende an Helmut Kulla (l., stellvertretender BRK-Kreisgeschäftsführer Bad Tölz-Wolfratshausen), Miesbachs BRK-Kreisgeschäftsführer Robert Kießling (r.) sowie die Tafelleiter Karl-Heinz Seybold (Schliersee) und Ute Krause (Miesbach). © Hefft

Miesbach/Bad Tölz – Die BRK-Tafel im Landkreis Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen benötigt Hilfe. Der Ukraine-Krieg hat die Lage verschärft.

Bei den Tafeln können sich Menschen in finanzieller Not unkompliziert mit Nahrungsmitteln versorgen. Die Nachfrage steigt stetig. Gleichzeitig haben die Tafeln aber nicht mehr Lebensmittel zur Verfügung. Immer wieder müssen diese deshalb zugekauft werden. Das ist besonders bei steigenden Lebensmittelpreisen eine große Belastung für die auf Spendenbasis agierenden Tafeln. Umso größer war da die Freude über eine Spende der Raiffeisenbank im Oberland über 24.000 Euro. Diese teilen sich die Tafeln in Miesbach und Schliersee mit den Kollegen im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen.

„Das ist sicher die beste Geldanlage“, sagte Miesbachs BRK-Kreisgeschäftsführer Robert Kießling hocherfreut bei der symbolischen Spendenübergabe in Miesbach. Das Geld stammt aus dem Gewinnsparen der Raiffeisenbank im Oberland, welche dieses zweckgebunden in Bayern ausgibt. „Dort, wo es am nötigsten gebraucht wird“, erklärte Vorstandsvorsitzender Hansjörg Hegele. „Das macht ja auch mehr Spaß, weil man die Verbesserungen so auch gleich vor Ort sieht“, fügte Vorstand Johannes Paul hinzu. Jeweils 12.000 Euro gehen an die BRK-Kreisverbände in Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen, die diese für die Tafeln einsetzen.

„Das ist einfach eine grausige Vorstellung: Da stehen noch Leute und du als Tafel hast einfach nichts mehr zum Verteilen“, sagte der stellvertretende Tölzer BRK-Kreisgeschäftsführer Helmut Kulla. Den Tafeln bleibe nichts anderes übrig, als Lebensmittel zuzukaufen. „Die Ausgaben haben sich mehr als verdoppelt“, erklärt er.

Die Sorge vorm leeren Lager kennen auch der Schlierseer Tafelleiter Karl-Heinz Seybold und seine Miesbacher Kollegin Ute Krause. „Da könntest du im Boden versinken“, sagte er. „Die Tafeln in Miesbach sind wirklich am Anschlag“, fügte Kießling hinzu, der um Geldspenden wirbt. Eine weitere Möglichkeit zum Unterstützen sei, haltbare gekaufte Lebensmittel am Tag der Ausgabe vor Ort abzugeben.

Im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen geht das Spendengeld auch an eine Spielgruppe für Kinder Geflüchteter. „So können die Eltern leichter Sprachkurse besuchen und arbeiten gehen“, erklärte Kulla. Das Angebot soll im Sommer starten. Auch Übersetzer für Russisch und Ukrainisch werden bei den Tölzer Tafeln dringend benötigt. „Die Geflüchteten haben so viele Fragen – und wenn man die nicht versteht, wird es schwierig“, sagte er. she

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