THW Miesbach
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THW-Ortsbeauftragter Siegfried Faltlhauser (r.) verabschiedet Zugführer Mathias Huber in den Einsatz. Die Miesbacher Truppe hilft nach dem verheerenden Unwetter in Altenahr.

Schäden beseitigen

THW Miesbach hilft nach Unwetterkatastrophe in Rheinland-Pfalz

  • VonKatja Schlenker
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Landkreis – Zu einem Einsatz ins Hochwasser-Katastrophengebiet in Rheinland-Pfalz ist das THW Miesbach aufgebrochen. Dort hilft ein Zugtrupp im Ahrtal.

Nach der verheerenden Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ist auch ein Zugtrupp des THW-Ortsverbands Miesbach nun im Einsatz, um den betroffenen Menschen vor Ort zu helfen.

Geplant ist, dass der Einsatz zweimal jeweils etwa sieben Tage dauert. Die erste Gruppe Freiwilliger hat sich gegen Mitternacht des 4. Augusts unter Leitung des Zugführers Mathias Huber auf den Weg zum Bereitstellungsraum Nürburgring machten. „Nach einer Woche wird die erste Gruppe von vier Helfern durch eine zweite Mannschaft mit fünf Helfern abgelöst“, teilt das Miesbacher THW mit. „Der Zugtrupp des Ortsverbandes hat im Einsatzort Altenahr den Auftrag, den Zugtrupp aus Schwabach beim Betrieb einer Untereinsatzabschnittsleitung abzulösen.“ Dabei ist man für die Organisation des Einsatzes von mindestens 100 Einsatzkräften verschiedener Hilfsorganisationen verantwortlich.

Teile des Landkreises Ahrweiler sind immer noch ohne Strom. Die Infrastruktur ist weitgehend zerstört. Brücken, Dämme und benutzbare Straßen existieren nicht mehr. Der Schwerpunkt besteht daher auch darin, Infrastruktur wiederherzustellen. Besonders wichtig ist der Bereich Trinkwasser sowie Wasser- und Stromversorgung.

„Aber auch alle anderen Einsatzoptionen werden genutzt, für die das THW gut vorbereitet ist dank fachlicher Ausbildung der Einsatzkräfte und moderner Ausstattung: Brückenbau, Bergung, Räumen, Absichern von Gebäuden, Pumpen, Ausleuchten, Notinstandsetzung, Logistik und Transport, um nur einige zu nennen“, teilt die Miesbacher Gruppe mit. „Dabei arbeiten Ortsverbände aus allen Regionen Deutschlands zusammen.“

Auch in der jüngsten Sitzung des Tegernseer Stadtrats ist das schwere Unwetter Thema gewesen. Mitglied Ursula Janssen (Grüne) sprach an, dass es mehrere Brennpunkte gebe, und wollte wissen, wie man vorbereitet sei. „Wir haben alleine 17 Wildbäche, die wir im Auge haben müssen“, erklärte Bürgermeister Johannes Hagn. Auch sei ein zusätzliches Fahrzeug speziell für Katastrophenfälle bei der Feuerwehr vorhanden. Einen ausführlichen Bericht soll es geben, wenn Erkenntnisse zu der Unwetterkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz vorliegen, die auch Tegernsee helfen könnten. ksl

Quelle: DasGelbeBlatt

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