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Unwetter flutet Keller: Starkregen und Hagel im Landkreis Miesbach

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Von: Katja Schlenker

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In der Nähe der B472 im Landkreis Miesbach ging aufgrund des heftigen Unwetters am Sonntagabend eine Mure ab.
Nahe der B472 im Landkreis Miesbach ging aufgrund des heftigen Unwetters am Sonntagabend eine Mure ab. © Bernd März/dpa

Landkreis – Ein Unwetter ist am Sonntagabend über dem Landkreis Miesbach gezogen. Vollgelaufene Keller, überflutete Straßen und zahlreiche Einsätze der Feuerwehr waren die Folge.

Erneut sind am Wochenende (24./25. Juli) schwere Unwetter über den Landkreis Miesbach hinweg gezogen. Die Feuerwehren mussten zu zahlreichen Einsätzen ausrücken. Unter anderem wurden Keller und Straßen überflutet.

So musste zum Beispiel die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Miesbach am Sonntagabend zu mehreren Einsätzen ausrücken. „Unter anderem standen diverse Keller unter Wasser“, schreiben die Kameraden auf ihrer Facebook-Seite. „Mithilfe von Tauchpumpen und Wassersaugern konnten die Einsätze innerhalb mehrerer Stunden abgearbeitet werden.“

Die Freiwillige Feuerwehr Weyarn war zu der Zeit ebenfalls im Einsatz. „Starke Gewitter führten im Ortsteil Kleinpienzenau dazu, dass mehrere Keller mit Wasser vollliefen“, schreiben die Floriansjünger auf ihrer Facebook-Seite. „Auch wenn die Sonne inzwischen wieder scheint, sind wir mit drei Fahrzeugen im Einsatz, um das Wasser aus den Kellern zu pumpen.“

Zudem wurde die Bundesstraße B472 an der Anschlussstelle nahe Irschenberg überflutet. Auf der Kreisstraße MB18 zwischen Großschwaig und Auerschmied ging sogar eine Mure ab und verschüttete die Strecke. Mithilfe eines Traktors wurde die Straße freigeräumt.

Jäger stirbt in Weilheim-Schongau

Für einen 57-jährigen Jäger endete der Sturm hingegen tödlich. Er nahm am Sonntagnachmittag an einer Jagd nahe Eglfing (Landkreis Weilheim-Schongau) teil. „Der erfahrene Forstwirt wurde offenbar von dem schweren Unwetter überrascht, das ab 16 Uhr über den Landkreis zog“, erklärt Sprecherin Carolin Englert vom Polizeipräsidium Oberbayern-Süd. „Jagdkollegen fanden den Mann kurz nach 19.30 Uhr unter einem umgeworfenen Hochstand leblos auf.“

Für den Mann kam jede Hilfe zu spät. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass der Hochstand von einer starken Windböe erfasst und aus der Verankerung gerissen wurde sowie anschließend zu Boden stürzte, wobei der 57-Jährige tödlich verletzt wurde.

DWD kündigt weitere Unwetter an

Im Laufe der Woche kann es laut Deutschem Wetterdienst (DWD) gebietsweise erneut zu schweren Gewittern kommen. Dabei bestehe die Gefahr von Starkregen, Hagel und Sturmböen. „Bezüglich Intensität und räumlicher Ausdehnung bestehen noch Unsicherheiten“, teilt der DWD mit. „Akute Unwetterwarnungen werden bei Bedarf zeitnah ausgegeben.“

In den durch Starkregen betroffenen Bereichen könne es örtlich begrenzt zu Überschwemmungen kommen, erklärt der Hochwassernachrichtendienst Bayern. Lokal seien auch extreme Sturzfluten möglich. ksl

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