1. Startseite
  2. Lokales
  3. Miesbach
  4. DasGelbeBlatt

Viermal volles Haus: 61. Elferratssitzung der Crachia Hausham

Erstellt:

Kommentare

Elferratssitzung Crachia Hausham 2022
Was für eine Nacht: In ihrer effektvollen Show „Tonight“ überschritt die Tanz- und Showgarde der Crachia wieder die Grenzen der Schwerkraft und zeigte artistische Höchstleistungen. © Daniela Skodacek

Hausham – Die Elferratssitzungen der Crachia Hausham sind zurück – und wie! Viermal volles Haus vermeldete Präsident Alexander Thamm am Rande der letzten Ausgabe 2022.

„Wir sind total happy, wieder auf der Bühne zu stehen“, jubelte Präsident Alexander Thamm. Prinzessin Sophie II. wurde an der Seite ihres Prinzen Anton II. gar von ein paar Tränchen der Wehmut überwältigt.

Viel hat sich verändert in der Pandemie, aber nicht die Leidenschaft der Elferräte und aller anderen Akteure der Haushamer Faschingsgesellschaft. Auch während der „traurigen Zeit“ und zweimaligen Absage aller Faschingsveranstaltungen haben sich die Crachianer zur Überbrückung so einiges einfallen lassen, wie den „Fasching im Schuhkarton“, eine „Hoodie-Challenge“, eine Ordensverleihung per „Crachia Drive-In“ und einen Lego-Faschingsumzug, der im Internet zu bestaunen war.

Die Mitglieder der Crachia sind eben echte Faschingsüberlebenskünstler. Zu den Klängen von „Survivor“ startete dann auch die 61. Elferratssitzung, die seit Monaten akribisch und technisch aufwendig vorbereitet wurde und den vergangenen Showprogrammen in nichts nachstand.

„Es war atemberaubend für mich“ gab Prinzessin Sophie II. zu, als sie bei ihrem Auftritt von der großen Inthronisation am 11. November erzählte (wir berichteten). Das Prinzenpaar zu sein, sei die höchste Ehre bei der Crachia, sagte sie an der Seite ihres Prinzen und Lebensgefährten Anton II. Und schon kugelten bei der 31-Jährigen ein paar Tränen. Es waren Tränen der Wehmut, aber auch der Freude auf alles, was jetzt noch kommt. „Es wird einfach grandios im Fasching!“

Sitzungspräsident Mats Müller versprach dem Publikum anschließend jede Menge Tanz, Akrobatik und Humor. Unter den Ehrengästen tummelten sich am vergangenen Samstag weitere närrische Hoheiten wie das aktuelle Prinzenpaar aus Salzburg und die Tollitäten der befreundeten Faschingsgilde Vagen samt Hofstaat. Auch eine Delegation der Haushamer Partnergemeinde Seiersberg-Pirka war angereist. Sie und alle anderen Gäste bekamen im Alpengasthof Glück auf eine rund fünfstündige und dennoch kurzweilige Show geboten.

Schon beim Einmarsch zu 70er-Jahre-Disco-Hits flogen wieder die Beine der großen Gardemädels. Die Gardemäuse samt Kinderprinzenpaar Hannah I. und Max I. verzauberten mit ihrer feurig-süßen Show „Liebe und Magie“ zu einem Medley aus dem Disney-Film „Encanto“. Die Teenies rockten den Saal zu Hits der Kultband „Queen“ und standen ihren großen Vorbildern aus der Tanz-und Showgarde in Sachen Akrobatik nicht viel nach.

Zwischen den umjubelten Tanzeinlagen wurde freilich wieder ordentlich die Lachmuskulatur massiert. Für ihre zehn Sketche ließ sich die Comedy-Abteilung der Crachia einige witzige Szenen einfallen zu aktuellen Themen wie Gesundheit, 9-Euro-Ticket und Energiekrise. Lokale Themen wurden diesmal nur leicht touchiert, wie der Ampelwald am neuen Haushamer Bahnübergang.

Die herzhaftesten Lacher heimste der Vortrag des „Spezialisten für Geräusch-Tourette-Syndrom“ Rudi Hofer ein. Auch das bewährte Sketch-Duo Heidi Geltinger und Sonja Auer mit einem hyperaktiven tibetischen Mönch im Interview, der zauberhafte Magier „Schmidini“ (Bernhard Schmid) und die beeindruckende Blaulicht-Show der „Ausscheider“ waren Renner des Abends.

Wortwörtlich von den Stühlen riss das Publikum gegen Mitternacht wie gewohnt die Alte Garde. Zu Après-Ski-Hits samt Mitmach-Choreographie brachten die enthusiastischen Skihaserl nochmal richtig Stimmung in den Saal, dass selbst die Elferräte ihre Narrenkappen gegen Skimützen tauschten und mittanzten.

„Der absolute Wahnsinn, was da alles dran hängt“, resümierte Prinz Anton II. kurz vor dem Höhepunkt eines von Highlights gespickten Abends. Man spüre einfach, dass jeder mit Herzblut dabei ist. „Da machen sogar die Proben Spaß!“

Fleißig geprobt haben auch die 24 Tänzer der Tanz- und Showgarde. Nach acht Monaten, 134 Stunden und 58 Trainingseinheiten legten sie mit „Tonight“ einen Saal-umspannenden Auftritt mit unzähligen Wow-Effekten hin. Was für eine Nacht! Mats Müller brachte es zum tosend beklatschten Schlussauftritt aller Akteure gegen 1.15 Uhr auf den Punkt: „Ich bin total erleichtert. Wir haben wieder Fasching!“ sko

Auch interessant

Kommentare