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Bauministerium und Wasserwacht unterstützen Kommunen bei Schwimmunterricht

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Schwimmbadförderung
Bayerns Bauministerin Kerstin Schreyer und Landtagsabgeordneter Thomas Huber, zugleich Landesvorsitzender der Wasserwacht Bayern, starten die Schwimmbadförderung. © StMB

Landkreis – Der Freistaat unterstützt Kommunen in Bayern mit 120 Millionen Euro beim Sanieren von Schwimmbädern. Das Hauptziel: Schwimmunterricht.

Bayerns Bauministerin Kerstin Schreyer und der Landesvorsitzende der Wasserwacht Bayern, Thomas Huber, unterstützen die Kommunen dabei, Schwimmunterricht anzubieten. „Die flächendeckende Versorgung mit Schwimmbädern ist die grundlegende Voraussetzung, dass Kinder und Jugendliche gefahrlos das Schwimmen erlernen können“, erklärt die Bauministerin. „Insbesondere für kleine und mittlere Kommunen ist es häufig finanziell eine große Herausforderung, ihre Schwimmbäder zu sanieren und zukunftsfähig herzurichten.“

Der Freistaat stehe dabei jedoch eng an der Seite der Städte und Gemeinden. „Im Sonderprogramm Schwimmbadförderung haben wir aktuell noch Fördergelder, mit denen wir die Kommunen bei der Erfüllung dieser Herausforderung unterstützen können“, sagt Schreyer. „Ich lade daher die Kommunen ein, sich mit den jeweiligen Bezirksregierungen für erste Sanierungsgespräche in Verbindung zu setzen.“

Große Nachfrage an Schwimmkursen

„Der Bädererhalt in Bayern ist essenziell für das überlebensnotwendige Schwimmenlernen“, erläutert Thomas Huber. „Nur mit ausreichend vorhandenen Schwimmbadkapazitäten können Schwimmkurse stattfinden.“ Die Corona-Pandemie habe eine große Lücke bei der Schwimmfähigkeit von Kindern hinterlassen. Ohne die notwendigen Schwimmflächen könne man die große Nachfrage an Schwimmkursen nicht bewältigen. Die Ausbilder der Wasserwacht Bayern stünden jedenfalls bereit.

Weitere Informationen gibt es unter www.schwimmbadfoerderung.bayern.de.

Die schwierige Situation vieler kommunaler Bäder sei der bayerischen Staatsregierung bewusst. Im Sonderprogramm Schwimmbadförderung wurden 2019 daher 120 Millionen Euro für deren Sanierung bereitgestellt. Förderfähig sind alle Bäder, die in keinem anderen staatlichen Programm gefördert werden können und in denen Schulschwimmen oder Schwimmkurse angeboten werden. Insbesondere Freibäder könnten so gefördert werden.

Bis zu 55 Prozent der Kosten

Das Programm läuft vorerst bis Ende 2024. Für 2021 seien noch ausreichend Mittel verfügbar. Die Bezirksregierungen wickeln das Programm ab und beraten Kommunen zur Sanierung ihrer Bäder und zur Antragsstellung.

Die Förderung betrage bis zu 55 Prozent der Sanierungskosten von Schwimmbecken, Umkleiden und Technikbereichen – je nach finanzieller Leistungsfähigkeit der jeweiligen Kommune. Bei einer Kommune mit durchschnittlicher Leistungsfähigkeit werde ein Viertel der förderfähigen Kosten übernommen. Interkommunale Lösungen könnten einen Förderbonus von 10 Prozent erhalten. Auch Rückbauten und Flächenreduzierungen, welche die Unterhaltskosten senken, werden gefördert, nicht aber Sauna- und Gastronomiebereiche oder reine Sprung- und Wellenbecken. ksl

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