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Bahnübergang, Schranken, Rettungswagen, Schliersee, Westenhofen
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Trotz Blaulicht kein Durchkommen: Ein Rettungswagen steht vor den geschlossenen Schranken am Bahnübergang in Westenhofen. Der Zug ist zu diesem Zeitpunkt schon längst durchgefahren.

Auch ein Rettungswagen musste warten

Peinliche Panne: Fahrdienstleiter vergisst Schranke

  • Sebastian Grauvogl
    vonSebastian Grauvogl
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Schliersee - Peinlicher Zwischenfall für die Bahn: Ein Fahrdienstleiter hat am Mittwoch in Westenhofen vergessen, die Schranken zu öffnen. Die Folge: 25 Minuten Wartezeit.

Als Rosemarie Huber am Mittwoch um 12.30 Uhr den Motor vor der geschlossenen Schranke in Westenhofen abstellt, ahnt sie nicht, dass sie dort 25 Minuten warten wird. Wenige Minuten später – um 12.35 Uhr – rollt der Zug der Bayerischen Oberlandbahn planmäßig Richtung Hausham an ihr vorbei. Huber startet den Motor – nichts passiert. Die Schranken bleiben unten. „Da hat sich gleich ein Stau gebildet“, sagt die Schlierseerin. Nicht nur das: Auch ein mit Blaulicht heraneilender Rettungswagen bleibt am Bahnübergang hängen. Die Besatzung telefoniert und fährt dann auf der Suche nach einer Ausweichstrecke weiter. „Eine Riesensauerei“, schimpft die Schlierseerin.

Besonders pikant wird die Geschichte, als sich die Bahn am späten Nachmittag auf Anfrage unserer Zeitung zu dem Vorfall äußert: „Es war ein menschlicher Fehler“, sagt ein Sprecher des Unternehmens. Dann wird er konkret: „Der zuständige Fahrdienstleiter hat vergessen, die Schranken wieder hochzukurbeln.“ Und das 25 Minuten lang. Ein peinlicher Zwischenfall, der auf den ersten Blick zwar nicht so gefährlich scheint wie eine fehlerhafterweise offene Schranke, aber dennoch lebensbedrohliche Folgen haben kann. Denn für den Rettungsdienst zählt jede Minute.

Auch die Elbacher Notärztin Gabriele Koenig wird in die Schlierachstraße gerufen. Sie erreicht den Bahnübergang kurz bevor sich die Schranken endlich wieder öffnen. Nach nur zwei Minuten kann sie ihre Fahrt fortsetzen. „Wir müssen immer wieder mal vor Schranken warten“, sagt Koenig. Der Leiter der Integrierten Leitstelle Rosenheim, Thomas Vogl, bestätigt: „Unsere Einsatzkräfte überfahren grundsätzlich keine geschlossenen Bahnübergänge, auch nicht mit Blaulicht.“ In diesem Fall sei eben die Ortskenntnis der Fahrer gefragt. Und die haben die Kollegen in Westenhofen offenbar unter Beweis gestellt – sie erreichten ihren Patienten rechtzeitig, wie Notärztin Koenig bestätigt.

Obwohl der Zwischenfall in Westenhofen glimpflich ausgegangen ist: Für den Fahrdienstleiter dürfte er dennoch unangenehm werden. „Wir werden ein ernstes Wort mit ihm sprechen“, kündigt der Bahnsprecher an. Eine Erklärung für den Fehler hat auch er nicht parat. Nur so viel: „Das sind eben die Gefahren der Routine.“

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