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Fasten für das Klima: Klimafreundlich Essen geht in nächste Runde

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Von: Christian Masengarb

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Essen C02-sparend: (v.l.) Johannes Mehringer, Anschi Hacklinger und Wolfgang Rzehak. © Thomas Plettenberg

CO2-sparend essen ohne auf viel verzichten zu müssen – wie das geht, will die Aktion Klimafreundlich Essen zeigen. Die Neuauflage heuer soll den Erfolg vom Vorjahr toppen.

Miesbach – Wolfgang Rzehak steht vor einer kulinarischen Herausforderung. Der Landrat und erklärte Fleischlieber unterstützt die Aktion Klimafreundlich Essen der Wirkstatt Anders Wachsen, der Pfarrverbände Miesbach und Hausham-Agatharied sowie der Katholischen Jugend Miesbach im Rahmen des Klimafrühlings Oberland. Während der Fastenzeit vom 26. Februar bis 12. April wird er höchstens 300 Gramm Fleisch pro Woche essen – rund ein Viertel des Bundesdurchschnitts. Die griechische Schlachtplatte, Rzehaks Lieblingsgericht, wird es in dieser Zeit nicht geben. Trotzdem findet er „die Aktion toll.“ Es gehe nicht um Verzicht oder Verbote, sondern um Alternativen. Um bewussten Genuss statt bloßem Sattwerden. Das wolle er unterstützen.

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Fasten für das Klima: Klimafreundlich Essen geht in nächste Runde

Organisatorin Anschi Hacklinger von der Wirkstatt hofft auf viele neue Teilnehmer wie Rzehak. Die Resonanz auf die erste Auflage des Klimafreundlichen Essens im vergangenen Jahr – damals mit Miaschburger – sei groß gewesen. Es sei eine Gemeinschaft entstanden, die auch heuer wieder mitmache. Nun sollen möglichst viele Neulinge dazukommen.

Damit auch die Neulinge trotz Fleischverzicht gut essen, hat Hacklinger ein Rundum-Sorglos-Paket geschnürt. Teilnehmer, die sich über die Webseite der Wirkstatt anmelden, bekommen fleischlose Rezepte per E-Mail. „Einfach etwas weglassen funktioniert nicht“, sagt Hacklinger. „Die Menschen brauchen Alternativen, die genauso schnell und lecker sind.“ Weil die Aktion auf die Fastenzeit begrenzt ist, könnten die Teilnehmer die Ideen außerdem zwanglos testen. „Was ihnen gefällt, behalten sie bei. Den Rest eben nicht.“

Dass der Ansatz funktioniert, bestätigt Johannes Mehringer, Gemeindereferent des Pfarrverbands Miesbach. Er legt ohnehin Wert auf klimafreundliche Ernährung. Aber er merke, wie heuer auch die Mitglieder des Pfarrverbands hinter der Aktion stehen, die vor einem Jahr skeptisch waren. So könne jeder einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, statt mit dem Finger auf andere zu zeigen. Das komme an.

Rzehak fällt ein weiterer Vorteil ein. „Meine Frau und meine Töchter sind sowieso der Meinung, dass ich mal fasten sollte“, sagt er und lacht. Dann solle es auch klimafreundlich sein.

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Informationen & Termine

zur Aktion gibt es unter www.wirkstatt-anders-wachsen.de.

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