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Hier wird oft gerast: der Hundhamer Ortseingang.

Immer mehr Raser im Leitzachtal

141 km/h am Ortseingang Hundham: Gemeinderat denkt über Blitzer nach

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In regelmäßigen Abständen donnern Raser durch die Lichtschranke am südlichen Hundhamer Ortseingang. Im Gemeinderat wurde jetzt über Lösungen diskutiert. Blitzt es bald in Hundham?

Fischbachau – Hat Hundham ein Raserproblem? Am frühen Morgen offenbar schon. Immer wieder gegen 5 Uhr taucht ein trauriger Spitzenwert in den Daten der Geschwindigkeitsmessanlage am südlichen Ortseingang auf. „Da schießt einer regelmäßig rein“, erklärte Fischbachaus Bürgermeister Josef Lechner (CSU) nun im Gemeinderat. Mit bis zu 141 Stundenkilometer sei der unbekannte Autofahrer durch die Lichtschranke gerauscht. Erlaubt sind vor dem Ortsschild 70, dahinter die üblichen 50 km/h. Und der Raser ist nicht allein.

CSU-Gemeinderat Michael Gartmaier hatte die Gemeinde um eine Analyse der Verkehrssituation in Hundham gebeten. Nicht nur die Geschwindigkeit, sondern auch die Zahl der Autos interessierte ihn. Das Ergebnis von täglich rund 2900 Durchfahrten alleine Richtung Norden (in Stoßzeiten 200 bis 300 pro Stunde) bestätigte Gartmaier in seiner Auffassung, dass es für den Ort eine Verkehrsberuhigung brauche. „Wir müssen uns überlegen, was wir machen können“, sagte er.

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Lechner erklärte, er habe das Thema kürzlich bei einem Gespräch mit dem Staatlichen Bauamt Rosenheim hinterlegt. Dort habe man ihm aber wenig Hoffnung gemacht. „Dafür ist die Stelle nicht unfallträchtig genug“, berichtete der Bürgermeister. Eine Ampel oder ein Zebrastreifen würden aufgrund der zu nahen Einmündungen auf beiden Seiten ausscheiden, bei einem Fahrbahnteiler auf Höhe des Alten Wirts müsste man die Bushaltestelle am Alten Rathaus streichen. Eine Verkehrsinsel weiter südlich würde hingegen einen teuren Gehwegbau nach sich ziehen. Ob der dann an dieser Stelle auch angenommen wird, bezweifelte Lechner.

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Den Rasern in Hundham will der Rathauschef aber das Handwerk legen. Selbst wenn man die Ausreißer herausrechnet, bleibt noch eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 66 bis 68 km/h übrig, erklärte Lechner. Heißt: Etliche Autofahrer waren deutlich schneller als mit 70 Stundenkilometer unterwegs. „Wenn da geblitzt wird, fliegen die Führerscheine“, warnte der Bürgermeister.

Vorerst will er es bei einem Appell an die Fischbachauer belassen. Sollte dieser nichts nützen, werde man den Zweckverband mit Kontrollen beauftragen. „Wir wissen ja, wann die schnellsten Kollegen kommen.“ Bernhard Padeller (FaB) schlug vor, einen festinstallierten Blitzer aufzustellen. Das koste nicht die Welt und sei in Österreich oder Italien auch in kleineren Orten längst üblich. Lechner empfahl, vorerst auf den Blitzeranhänger des Zweckverbands zu setzen.

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In jedem Fall warm anziehen müssen sich die morgendlichen Raser, die die Verkehrssicherheit massiv gefährdet hätten, betonte der Rathauschef. „Wir werden das der Polizei melden.“

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