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„Locker und offen“: So bezeichnet Architekt Johannes Wegmann die Bauweise der vier Mehrfamilienhäuser, die an der Hauptstraße entstehen sollen. Noch handelt es sich aber um eine Skizze.

„Offene Bauweise“ kommt gut an

26 Wohnungen im Zentrum von Fischbachau: Großprojekt nimmt erste Hürde

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Bis zu 26 Wohnungen in vier Häusern: Im Fischbachauer Bauausschuss hat dieses Großprojekt  im Zentrum des Ortes nun die erste Hürde genommen. Auch eine Tiefgarage ist geplant.

Fischbachau – Beim Blick auf die Zeichnungen der Architekten war schnell klar, welches Nutzungskonzept für das Gelände des früheren Pflege- und Therapiezentrums an der Hauptstraße in Fischbachau das Rennen machen wird. Gegen die aufgelockerte Optik der vier Wohnhäuser der Inntal Immobilien & Projektentwicklungsgesellschaft habe der eher wuchtige Baukörper des betreuten Wohnens der Deutsche Seniorenresidenzen GmbH keine Chance gehabt, berichtete Bürgermeister Josef Lechner (CSU) nun im Bauausschuss. Nachdem sich der Gemeinderat hinter verschlossenen Türen auf einen Zuschlag für die vom Schlierseer Architekt Johannes Wegmann ausgearbeitete Planung verständigt hatte, kamen diese nun in Form eines Antrags auf Vorbescheid erstmals öffentlich auf den Tisch.

Wie berichtet, geht es um die Nachfolgenutzung des 3500 Quadratmeter großen Areals, das durch die Insolvenz von Teilen der Merkel-Unternehmensgruppe auf den Markt gekommen ist. Hier wollen die Projektentwickler nach Abriss der leer stehenden Bestandsgebäude vier Mehrfamilienhäuser mit je zwei Vollgeschossen und einem Dachgeschoss errichten. Insgesamt 22 bis 26 Wohnungen mit Größen zwischen 60 und 120 Quadratmeter sollen hier Platz finden – zur Miete und zum Kauf. Eine Vorzugsoption für Interessenten aus Fischbachau habe der Bauherr schriftlich in Aussicht gestellt, berichtete Lechner.

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Sogar dinglich zusichern lasse sich die Gemeinde die Zusage zur Errichtung einer Tiefgarage für die Autos der Bewohner – Wegmann spricht von 30 bis 40 Stellplätzen – und eines Ladens mit 170 Quadratmeter Nutzfläche im Erdgeschoss des östlichsten Hauses. An diesem entlang soll auch die Zufahrt zur Tiefgarage erfolgen. Für die Verkaufsfläche habe sich bereits ein Kräutergeschäft als Interessent gemeldet, verriet Lechner.

Durch die dinglichen Sicherungen könne man auf das eingeleitete Bebauungsplanverfahren verzichten und stattdessen mit einer Einzelbaugenehmigung arbeiten, erklärte der Rathauschef. Wegmanns Entwurf lobte er als „von Anfang an saubere Planung“, die sich optisch an den benachbarten Gebäuden orientiere. Der Architekt selbst sieht den Clou in der „offenen Bauweise“. Er betonte aber auch, dass es sich bei den Ansichten lediglich um grobe Skizzen handle. „Noch befinden wir uns ja in einem frühen Stadium“, erklärte Wegmann.

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Im Bauausschuss kamen die Ideen aber schon jetzt gut an. Das Einvernehmen zum Antrag auf Vorbescheid erteilten die Mitglieder einstimmig. Lediglich eine Anregung gab Alois Gasteiger (FaB) dem Architekten noch mit auf den Weg. Er bat darum, für ausreichend Schneelagerfläche auf dem Grundstück zu sorgen. „Sonst wird das alles immer in die Straße geschoben.“ Wegmann versprach, dem nachzukommen.

Der Bürgermeister ist damit dem Ziel, in Zentrumsnähe seiner Gemeinde (Miet)wohnraum zu schaffen, einen Schritt näher gekommen. Und auch ein Projekt für Senioren hat er – trotz der Absage an die Deutsche Seniorenresidenzen GmbH an der Hauptstraße – noch im Sinn. Wie berichtet, war zuletzt eine Wohneinrichtung auf dem 10 000 Quadratmeter großen Gelände des leer stehenden DAK-Erholungsheims an der Fischeralmstraße im Gespräch. Daran, betont Lechner auf Nachfrage, habe sich nichts geändert.

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