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Legte seinen Rechenschaftsbericht vor: Bürgermeister Josef Lechner (l.) vor den Zuhörern im Klostersaal. Foto: TP

„Das ist eine enorme Hausnummer“

3,56 Millionen: Bürgermeister will Schulden bis 2020 abbauen

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Gut aufgestellt für die Zukunft sieht Fischbachaus Rathaus-Chef Josef Lechner seine Gemeinde. Was er bis 2020 noch vorhat, stellte er bei der Bürgerversammlung vor.

Fischbachau – Kräftig investieren, ohne den Nachfolgern einen Schuldenberg zu hinterlassen. Das ist das erklärte Ziel von Fischbachaus Bürgermeister Josef Lechner (CSU) und seinem Gemeinderat. „Wir wollen den Laden 2020 lastenfrei übergeben“, sagte Lechner bei der Bürgerversammlung im Klostersaal.

Kurz zuvor hatte er erklärt, dass die Gemeinde Ende des Jahres mit voraussichtlich 8,26 Millionen Euro in der Kreide steht. Das sind zwar 1,5 Millionen Euro weniger Schulden als geplant (nicht alle Projekte konnten heuer realisiert werden), aber immer noch eine Menge Holz. „Das ist eine enorme Hausnummer, da gibt es nichts schön zu reden“, räumte Lechner ein. Abzüglich der Investitionen in Wasserwerk und Kläranlage, die sich selbst abzahlen würden, blieben aber letztlich nur 3,56 Millionen Euro übrig, die den Haushalt belasten würden.

Um diese Summe bis 2020 wegzubekommen, setzt Lechner auf die Bebauung des Wolfsee-Areals. Wie berichtet, hat die Gemeinde den dortigen Campingplatz bereits gekauft, auch bei der Wolfseehalle will der Bürgermeister zuschlagen. Noch hat der Gemeinderat nicht über die Ausweisung eines Baugebiets entschieden, eines steht aber bereits fest: Der Verkauf wird nicht über ein Einheimischenmodell erfolgen. „Wir wollen Geld in die Kasse bringen“, sagte Lechner.

Auch auf die Unterstützung der Städtebauförderung kann Fischbachau weiter setzen. Er habe grünes Licht für die Hangsicherung am Kindergarten sowie die Neugestaltung des Feuerwehrvorplatzes und des Kurgartens in Fischbachau erhalten, berichtete der Bürgermeister. In vier Jahren sollten die Maßnahmen umgesetzt sein. Bis dahin – nämlich 2020 – werde auch der Hochwasserschutz fertig sein. Das werde die Gemeinde aber „finanziell stark belasten“.

Umso wichtiger sei es, an die Einnahmenseite zu denken. Die wichtigste Quelle Fischbachaus sei die Einkommensteuerbeteiligung. „Davon zehren wir“, sagte der Bürgermeister. 2156 Beschäftigte würden in der Gemeinde leben, leider gebe es aber nur 741 Arbeitsplätze im Ort. Nicht zuletzt deshalb hofft Lechner auf die Ansiedlung von Sixtus in Aurach. Der Betrieb werde nicht nur Touristen, sondern auch Fachkräfte ins Leitzachtal locken. Ein Pfund, mit dem die Gemeinde wuchern könne. Lechner: „Bei uns kann man wohnen und arbeiten, wo andere Urlaub machen.“

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