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Ein bisserl eng ging’s bei der Premiere der Oimsumma-Klänge in Hundham zu. Dank mehrerer Ebenen soll das Publikum heuer eine bessere Sicht auf die Musikanten haben.

Bühne auf mehreren Ebenen, Bergpanorama,...

Das ist alles neu bei den Oimsumma-Klängen

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Hundham - Mit einigen Neuerungen warten die Oimsumma-Klänge am Freitag, 24. Juni, in Hundham auf. Der Vorverkauf hat bereits begonnen.

Wer den Almsommer erleben möchte, muss normalerweise hoch hinaus. Mit einer Ausnahme. Bei den Oimsumma-Klängen im Rahmen des Hundhamer Weinfests ziehen der Duft der Bergwiesen und das Bimmeln der Kuhglocken vom Breitenstein ins Tal – zumindest musikalisch. Nach der erfolgreichen Premiere 2015 lädt der Trachtenverein Schwarzenberg-Elbach heuer am Freitag, 24. Juni, erneut in die aufwändig dekorierte Maschinenhalle beim Saliter in Hundham ein.

Einfach nur die Veranstaltung aus dem Vorjahr kopieren, kommt für Organisator Michael Gartmaier aber nicht infrage. „Den Leuten muss jedes Jahr die Goschn runterfallen“, sagt er und lacht. Verbesserungspotenzial haben er und sein 15-köpfiges Team vor allem bei der Bühne identifiziert. Im vergangenen Jahr seien die Gruppen „ein bisschen eingepfercht“ gesessen. Und: Nicht jeder der 300 Zuschauer habe die Musiker gut erkennen können. Das wird heuer anders sein. Die Bühne bekommt nicht nur einen anderen Standort, sondern auch mehrere Ebenen. Für den passenden Hintergrund sorgt ein großformatiges Bergpanorama. „Der ganze Bereich wird ausschauen wie ein Alm-Plateau“, sagt Gartmaier.

Vier Gruppen werden von der romantisch-stillen, bisweilen aber auch rauen Seite der Berge singen und musizieren. „Flotte Tanzlmusik von Tegernsee bis zum Chiemgau“ bringen etwa die sechs Musikanten der Weißngroana mit nach Hundham. Heitere Melodien und Texte stimmen Gabi Dicker und Norbert Hierl als Zwoagsang bei ihren Couplets an.

Die Schöttlkarspitz Musi aus Krün hat sich dagegen den ruhigeren Tönen verschrieben. Mit Hackbrett, Bass, Ziach und Gitarre versetzen sie das Publikum in die schroffen Gipfel ihrer Heimat im Werdenfelserland. Schmissig wird’s hingegen, wenn die vier Buam der Wabach Musi aufspielen. Die Musiker aus dem Chiemgau sorgen in verschiedenen Besetzungen mit Ziach, Posaune und Gitarre für Stimmung bei den Oimsumma-Klängen.

Bei der Auswahl der Gruppen ist der Verein laut Gartmaier seinem Konzept treu geblieben und hat auch auswärtige Musiker nach Hundham eingeladen. Aus gutem Grund: „Die bringen dann gleich ihre Stammgäste mit“, erklärt er. Als weiteres Zugpferd soll sich der Fischbachauer Kulturreferent und BR-Volksmusikexperte Andreas Estner erweisen. Er übernimmt nicht nur die Moderation, sondern erzählt als „Almerer“ auch Geschichten von den Bergen – und spielt bei den Weißngroanan selbst mit.

Gartmaier ist mit seinen Oimsumma-Ideen längst noch nicht am Ende. Er träumt bereits davon, irgendwann mal eine komplette Alm aufzubauen. Die Fischbachauer würden es ihrem Veranstaltungsreferenten allemal zutrauen, erzählt Gartmaier schmunzelnd: „Die haben schon ganz am Anfang gesagt, dass ich spinne.“

Karten

für die Oimsumma-Klänge am Freitag, 24. Juni, in Hundham gibt’s zum Preis von neun Euro im Vorverkauf bei der Tourist-Info Fischbachau, 08028/876. Einlass ist bei freier Platzwahl um 18.30 Uhr, los geht’s um 20 Uhr.

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