+
Von vorne schon so gut wie fertig: Im Umgriff des Alten Wirts in Hundham wird jedoch noch fleißig gebaut. 

Gewächshaus, Saal, Fluchtbalkone

Alter Wirt: Das hat Thomas Burnhauser als nächstes vor

  • schließen

Hundham – Der Umbau des Alten Wirt in Hundham schreitet zügig voran. Der Fischbachauer Bauausschuss hat nun die nächsten Schritte abgesegnet. Darunter Fluchtbalkone und ein Gewächshaus.

Große Pläne hat Thomas Burnhauser für den Alten Wirt in Hundham. Während der Umbau der neun Gästezimmer und der Toilettenanlage im Bestand und damit genehmigungsfrei erfolgte, möchte der neue Besitzer nun auch den Umgriff des Traditionsgasthofs auf Vordermann bringen. Weil dafür das gemeindliche Einvernehmen erforderlich ist, rückte der Fischbachauer Bauausschuss zu einem Ortstermin an.

Gleich über mehrere Punkte musste das Gremium entscheiden. Zum einen waren da die Fluchtbalkone für die Gästezimmer, wie Bürgermeister Josef Lechner (CSU) berichtet. „Die muss er bauen.“ Deshalb habe der Bauausschuss dies auch einstimmig befürwortet. Schwieriger gestaltete sich die Umwidmung im Bestand. Laut Lechner plant der neue Besitzer, die Gastwirtschaft künftig komplett von den Privaträumen auf der Westseite zu trennen. Dazu sei auch ein eigener Eingang notwendig. „Da sind wir voll im genehmigungspflichtigen Bereich“, erklärt Lechner. Doch auch hier gaben die Bauausschussmitglieder ihr Einverständnis.

Auf einen Kompromiss einigten sie sich mit Burnhauser beim Bau eines Gewächshauses auf der alten Miststatt. Dieses wird sich laut Lechner mit einer Größe von knapp 15 Quadratmetern an der Kubatur der bestehenden, gemauerten Eingrenzung orientieren. Änderungswünsche wurden im Gremium beim geplanten Anbau an der Remise laut. Wie berichtet, will Burnhauser hier unter anderem eine Schänke unterbringen, um den künftigen Saal bei Veranstaltungen unabhängig von den anderen Gasträumen bewirtschaften zu können. Laut Lechner sprachen sich einige Ausschussmitglieder gegen die dafür notwendige Verlängerung des Dachs aus. Weil Burnhauser hier aber eine Photovoltaikanlage installieren möchte, fiel auch diese Zustimmung am Ende einstimmig aus. Gleiches gilt für einen Lichtgiebel auf der heutigen Tenne. Hier muss der Besitzer laut Lechner aber zuerst beim Kreisbaumeister ein Modell einreichen. Eine Auflage erhält Burnhauser auch für den geplanten zweiten Biergarten vor dem Saal. Nach 22 Uhr muss hier Ruhe einkehren. „Wir werden uns daran halten“, verspricht er.

Insgesamt gab es in der Sitzung aber viel Lob für den neuen Alten Wirt. „Hier wird etwas Erstklassiges gestaltet“, sagt Lechner. Wann die ersten Gäste an den Tischen Platz nehmen können, ist noch offen. Er sei aber mit drei „veritablen Pachtinteressenten“ im Gespräch, verrät Burnhauser auf Nachfrage unserer Zeitung. Sollte noch „ein Genie vom Baum fallen“, dürfe sich aber auch dieses gerne bei ihm melden. Sebastian Grauvogl

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Bundestagswahl im Landkreis - die Lage und alle Stimmen am Tag danach
Landrat Wolfgang Rzehak freut sich über das gute Ergebnis der Grünen und schimpft über die AfD. Unklar ist, warum diese in einigen Gemeinden besonders gut abgeschnitten …
Bundestagswahl im Landkreis - die Lage und alle Stimmen am Tag danach
Live-Ticker: Landrat Wolfgang Rzehak spricht von Grünen-Hochburg
Wann gibt‘s die ersten Ergebnisse in den Gemeinden Miesbach, Tegernsee und Holzkirchen? Wie haben unsere Wähler abgestimmt? Was sagen die Kandidaten und Parteien? Alle …
Live-Ticker: Landrat Wolfgang Rzehak spricht von Grünen-Hochburg
Wahnsinnig erfolgreich - und doch ohne Mandat: Das Pech des Herrn Bär
Als einziger Grünen-Direktkandidat in Bayern schafft es Karl Bär auf Platz zwei hinter die CSU - ein toller Sieg - und genauso tragisch. Wegen eines Münzwurfs geht er …
Wahnsinnig erfolgreich - und doch ohne Mandat: Das Pech des Herrn Bär
Unmut als Nährboden: Warum die AfD bei uns so leichtes Spiel hat
Warum der AfD-Sieg bei uns wenig überraschend ist: Den Ausgang der Bundestagswahl im Landkreis Miesbach kommentiert Redaktionsleiter Stephen Hank.
Unmut als Nährboden: Warum die AfD bei uns so leichtes Spiel hat

Kommentare