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Die Familie ist ihre Lebensaufgabe: Zu ihrem Jubiläum gratulierte Anna Steinberger auch Fischbachaus Dritter Bürgermeister Manfred Kreuzmayr.

13-fache Oma und elffache Urgroßmutter

90. Geburtstag von Anna Steinberger: Die liebevolle Kämpferin

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Fischbachau - Das Wesentliche in ihrem Leben, ihre innigste Leidenschaft und Aufgabe, das war stets ihre geliebte Familie. 

Anna Steinberger hat sechs Kinder großgezogen, heute ist sie 13-fache Oma und elffache Urgroßmutter. Am vergangenen Mittwoch feierte „die starke Kämpferin“, wie sie ihre Tochter Maria Siefert nennt, ihren 90. Geburtstag.

Geboren 1926 in Faistenau, wuchs Anna Steinberger zusammen mit vier Geschwistern in Lehen auf und besuchte die Schule in Elbach. Später verbrachte sie einen Almsommer auf der Kümpflalm im Rotwandgebiet. In der Landwirtschaftsschule in Landsberg, die sie mit der Meisterprüfung abschloss, bekam sie das Rüstzeug für ihr arbeitsreiches Leben.

1951 heiratete sie ihren Andreas. Die beiden wurden Eltern von sechs Kindern. Noch im selben Jahr gründete sie eine Gärtnerei nebst Ladengeschäft in Buchberg. Gerade in den 70er- und 80er-Jahren sei sie fast täglich zur Münchner Großmarkthalle gefahren, um ihre Waren einzukaufen – um 4 Uhr morgens. „Oft zog sie die erste Spur durchs verschneite Leitzachtal“, erzählt ihre Tochter Maria. Sie beschreibt ihre Mutter als erfolgreiche Geschäftsfrau, die Kinder über alles liebt. „Auch mit 90 Jahren ist ,La Mama‘ der absolute Mittelpunkt der Großfamilie und ihr zentraler Treffpunkt.“ Entsprechend turbulent geht es häufig bei ihr zu Hause zu. Und wie sehr die Menschen ihr Geschäft „Beim Gärtner“ schätzten, zeigt sich daran, dass ehemalige Kunden dem Laden noch immer nachtrauern.

Bis heute lebt Anna Steinberger in dem Haus, das sie 1985 zusammen mit ihrem geliebten Ehemann gebaut hat. Seit rund 16 Jahren tut sie das aber ohne ihn, denn ihr Andreas schloss damals für immer seine Augen. Nach Aufgabe ihres Geschäfts widmete sich die Mama, Oma und Ur-Oma ihrer dritten Aufgabe, der Bolivienhilfe von Schwester Leontine in Sucre, die sie mit Herzblut unterstützte.

Tief verbunden mit ihrer Heimat, will Anna Steinberger immer bestens informiert sein. Da die wissbegierige Frau inzwischen erblindet ist, liest ihr Tochter Maria täglich die Heimatzeitung vor. „Sie mag alles mitkriegen und sich vorstellen, was überall so los ist.“

Nach einer ersten Feier im kleineren Kreis stand ein Fest mit Familie, Freunden und ehemaligen Angestellten im Fischbachauer Klosterstüberl an. 90 Personen haben sich angesagt, darunter auch Geschwister. „Ja, die Gene stimmen“, sagt Tochter Maria und schmunzelt.

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