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Gefährliche Begegnungsstelle: Der Bahnübergang an der Hagnbergstraße in Hammer ist technisch nicht zu sichern. Deshalb denkt Bürgermeister Josef Lechner über eine Schließung nach.

Acht von neun Kreuzungen in Fischbachau sind ungesichert

Bahnübergänge: Diese Gefahrstellen sollen entschärft werden

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Neun Bahnübergänge gibt es in der Gemeinde Fischbachau, aber nur einer davon ist technisch gesichert. Einige Gefahrstellen könnten mit verhältnismäßig wenig Aufwand entschärft werden.

Fischbachau – Der gefährlichste Kandidat ist auch der schwierigste: Der unbeschrankte Bahnübergang an der Hagnbergstraße in Hammer bereitet Fischbachaus Bürgermeister Josef Lechner große Sorgen. „Er ist technisch nicht sicherbar“, erklärt Lechner. Weil die Straße auf beiden Seiten des Bahndamms abfalle und zudem nur einspurig ausgebaut sei, dürfe man hier mangels sicherem Wartebereich für die Autos keine Schranke errichten. Eine Unter- oder Überführung scheide wegen der nahen Leitzach ebenfalls aus. Was bleibt, ist nur die Schließung. Mit der Folge, dass Teile der Siedlung vom Bahnhof abgeschnitten wären.

Nicht die einzige ungesicherte Begegnungsstelle von Straße und Gleis in Fischbachau. Von neun Bahnübergängen ist genau einer beschrankt: der an der Staatsstraße 2077 in Aurach. „Alle anderen stehen zur Disposition“, sagt Lechner. In erster Linie wegen der erhöhten Unfallgefahr. Gerade in den Siedlungen habe es wiederholt gekracht. Bislang zum Glück mit glimpflichem Ausgang. Dennoch will der Bürgermeister die entsprechenden Punkte entschärfen – und damit den Anwohnern auch das lästige Pfeifsignal der Loks ersparen. Seit Jahren führt er deshalb Gespräche mit der DB Netz.

Zumindest in ein paar Fällen scheint eine Lösung gar nicht mehr so fern. Zum Beispiel in der Nähe der Krugalm, wo das Gleis einen Wanderweg durchschneidet. Oder an einer Nebenstraße, die vorwiegend von Waldbesitzern genutzt wird. Hier böten sich nach Rücksprache mit der Bahn künstliche Barrieren oder eine komplette Schließung des Bahnübergangs an. „Das könnte man in ein bis zwei Jahren realisieren“, sagt Lechner.

Eine Schließung wäre auch eine Option für die Fischeralmstraße. Allerdings müssten die Anwohner der dortigen Siedlung dann einen Umweg in Kauf nehmen, wenn sie mit dem Auto Richtung Schliersee fahren wollen. Die bisherige Zufahrt würde in einer Sackgasse enden. Eine kostengünstige Alternative zur Beschrankung, die die Gemeinde laut Lechner mindestens 300 000 Euro kosten würde. Die übrigen 600 000 Euro würden sich Bund und Freistaat teilen.

Nur 5000 bis 10 000 Euro veranschlagt der Bürgermeister für die Sicherung der Übergänge am Wander- und Waldweg. Hier sei die Gemeinde auch bereit, in Vorleistung zu gehen. Allerdings unter der Voraussetzung, dass die Regierung von Oberbayern ihre ernsthaften Absichten an einer Elektrifizierung mit Halbstundentakt und Kreuzungsbahnhof in Hammer erklärt. Letzterer lasse sich dann leicht mit einer Sicherung des benachbarten Bahnübergangs verbinden, für den aktuell eine Signal- oder Schrankenanlage infrage kommen würden. „Man muss das alles in Einklang bringen und zusammen denken“, sagt Lechner.

Aber auch ohne Halbstundentakt könnte sich eine Entschärfung der Gefahrstellen schon positiv im Bahnverkehr bemerkbar machen. Weil die Züge die Straßen dann schneller überqueren könnten, würden sich neue Puffer im Fahrplan ergeben. Die Strecke würde damit spürbar aufgewertet, sagt Lechner. „Das greift sofort.“

Auch für den schwierigsten Bahnübergang an der Hagnbergstraße gibt es Ideen. Allerdings müssten diese Maßnahmen etwas größer angelegt werden, so der Bürgermeister: „Hier müssen wir uns über eine neue Verkehrsführung Gedanken machen.“

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