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Barrierefreies Warmfreibad: Fischbachau arbeitet an günstigerer Lösung

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Von: Christine Merk

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Soll verbessert werden: die Eingangssituation im Warmfreibad Fischbachau.
Soll verbessert werden: die Eingangssituation im Warmfreibad Fischbachau. © TP

Die Gemeinde Fischbachau will ihr Warmfreibad barrierefrei machen. Die von der Regierung bezuschusste Version erschien dem Gemeinderat aber zu teuer. Eine Alternative ist in Arbeit.

Fischbachau – Das Warmfreibad Fischbachau soll barrierefrei werden. Einige Umbauten sind dazu notwendig. Der Freistaat fördert diese, verlangt aber auch einen gewissen Standard. Laut Schätzung des Architekturbüros Glasnhof lägen die Kosten bei rund 325.000 Euro. Die Gemeinde sucht nun nach einem günstigeren Weg.

Barrierefreier Zugang, barrierefreie Umkleidekabinen und Sanitäranlagen sowie ein Beckenlift – all das wäre in den Planungen des Architekturbüros enthalten, erklärte Bürgermeister Stefan Deingruber nun im Gemeinderat. Nach einer Ortsbegehung mit Vertretern der Regierung von Oberbayern, die eine Förderung in Aussicht gestellt hat, ließ die Gemeinde auf deren Anraten noch einmal eine Kostenschätzung durch die Zimmerei Vogt vornehmen. Ergebnis: Recht viel billiger geht’s tatsächlich nicht, wenn so umgebaut wird, wie es das Architekturbüro ausgearbeitet hat. „Die veranschlagten Kosten sind grundsätzlich korrekt“, gab Deingruber die Einschätzung des Zimmerers wieder. Maximal 30.000 Euro ließen sich nach dessen Meinung vielleicht einsparen.

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Deingruber schlug deshalb einen alternativen Weg vor. Denn: Der Zuschuss vonseiten der Regierung liege bei lediglich etwa zehn Prozent, erklärte Deingruber. Er findet deshalb: „Lieber machen wir es billiger und ohne Zuschuss, als dass wir eine aufgeblasene Lösung wählen.“ „Das ist absolut richtig“, gab ihm Josef Obermaier (CSU) recht. Mittlerweile hat der Bürgermeister den Behindertenbeauftragten der Gemeinde, Klaus Schönauer, mit ins Boot geholt. Mit ihm gab es eine erneute Begehung des Schwimmbads, um auszuloten, ob man das Bad mit weniger Geld, aber dem gleichen Effekt hinsichtlich Barrierefreiheit umbauen kann.

Gemeinde will günstigere Alternativen prüfen

Schönauer sehe dafür Potenzial, erklärt Deingruber auf Nachfrage. Ein Beispiel sei die Dusche. Es ließe sich wohl eine bestehende barrierefrei umbauen, eine komplett neue – wie vom Architekturbüro vorgesehen – brauche es nicht zwingend. Mit den Einschätzungen von Schönauer will die Gemeinde nun an den Plänen weiterarbeiten und dann klären, ob die Regierung von Oberbayern auch für diese alternativen Maßnahmen Zuschüsse gewährt.

Im Eingangsbereich soll aber schnell etwas gemacht werden. Vor allem das Drehkreuz ist hier ein Hindernis, auch für Mütter mit Kinderwagen. Obermaier hatte dies schon in der Sitzung angesprochen. „Das Drehkreuz müssen wir gleich anpacken“, forderte er. Das sah auch Bernhard Kafl (FWG) so. Der Eingangsbereich habe Priorität. „Da müssen wir was machen.“ Korbinian Wolf (Grüne) plädierte dafür, dass bis September ein Beschluss vorliegt, damit anstehende Maßnahmen während der Schließzeit durchgeführt werden können.

cmh

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