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Stillgelegte Kläranlage wird zum Bauhof: Die Schlammstapelsilos (M.) wurden bereits entfernt, das Häuschen mit der Pumpstation (r.) bleibt weitestgehend bestehen, ebenso die Pumpe. Das große Klärschlammbecken dient dann als Regenrückhaltebecken. Die Zukunft des ehemaligen Betriebsgebäudes (l.) ist noch offen.

„Es passiert auf jeden Fall noch in meiner Amtsperiode“

Bauhof Fischbachau: Neue Heimat auf Gelände der Kläranlage

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Auf dem Areal der stillgelegten Kläranlage in Fischbachau wird künftig der Bauhof Einzug finden. Wie das Gelände allerdings bebaut wird, darüber sind sich die Gemeinderäte noch nicht ganz einig.

Fischbachau – Dass der Fischbachauer Bauhof eine neue Unterkunft benötigt, darin sind sich alle Gemeinderäte einig. Dass diese auf dem Areal der Fischbachauer Kläranlage nach deren Auflassung Mitte 2015 entsteht, steht auch nicht zur Debatte. Wie diese jedoch konkret aussieht, darin waren sich die Mitglieder des Gremiums noch nicht ganz einig.

Die aktuelle Situation: Die Schlammstapelsilos wurden bereits entfernt, das Häuschen mit der Pumpstation bleibt dagegen weitestgehend bestehen und die Pumpe weiterhin in Betrieb. In diesem Gebäude soll noch eine kleine Metallwerkstatt und eine Abstellfläche eingerichtet werden. Das große ehemalige Klärschlammbecken bleibt ebenfalls erhalten und dient als Regenrückhaltebecken.

Wie es mit dem ehemaligen Betriebsgebäude weitergeht, ist dagegen noch nicht geklärt. Nach einem von Architekt Joachim Staudinger erstellten Plan soll es saniert werden. Darin sind Dusche, WC, Sozialraum, Küche und eine Wämepumpenheizung für die gesamte Anlage vorgesehen. Bernhard Padeller (FaB), Lothar Prack (Neue Liste) und Alois Gasteiger (FaB) schlugen jedoch vor, das Haus stattdessen abzureißen und im Zuge der Arbeiten gleich neu zu bauen.

Was jedenfalls feststeht, sind die Errichtung einer großen Maschinenhalle für den gesamten Fuhrpark sowie einer Holzwerkstatt – gewissermaßen „das Kernstück des neuen Bauhofs“, wie es Bauhofsleiter Werner Zehtmeier nannte. Dazu eine offene Lagerhalle für Anhänger, Verkehrsschilder und Schubkarren sowie das Salzsilo. Eventuell wird auch über eine Betriebsleiterwohnung nachgedacht.

Zudem ist vorgesehen, dass auf dem Gelände auch der Gemeindebus und das Elektorauto, das die Gemeinde anschafft, einen Platz finden. „Die sollen in einer Doppelgarage, die nur von außen zugänglich ist, untergebracht werden“, erklärt Bürgermeister Josef Lechner (CSU) auf Nachfrage unserer Zeitung. Nur die Anordnung der Gebäude ist noch ungeklärt.

Nachdem der bisher von Staudinger erstellte Plan von einigen Ratsmitgliedern noch nicht als endgültige Lösung abgesegnet wurde, bildet sich nun ein Arbeitskreis aus dem Bauhofleiter, dem Bauamtsleiter und einem Mitglied aus jeder Fraktion des Gemeinderats. Gemeinsam erarbeiten sie ein Konzept, auf deren Basis Staudinger einen zweiten Plan erstellen soll. Dieser wird dann wieder dem Gemeinderat vorgelegt.

Zuversichtlich ist Lechner in Hinblick auf den zweiten Entwurf: „Es geht jetzt darum, die optimale Lage der Gebäude zu finden und eventuell noch die Kosten zu senken.“ Die lagen im ersten Entwurfs bei rund 1,3 Millionen Euro.

Für die Anwohner der angrenzenden Rothmoos-Siedlung entstehen laut Lechner keine Nachteile. „Bislang war dort die Kläranlage, die war noch störender“, meint der Rathaus-Chef. Zudem werde eines der Gebäude so gestellt, dass es als natürlicher Lärmschutz dienen könne.

Wunschtermin für den Baubeginn ist 2018. Falls das nicht möglich ist, verspricht Lechner: „Es passiert auf jeden Fall noch in meiner Amtsperiode.“ Die endet 2020.

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